Sonntag, 30. Dezember 2007

Foto-Jahresrückblick!

Des Ex-Trainers Sohn, der Fabian Martens, brachte mich auf die glorreiche Idee, einen kleinen Jahresrückblick zu verfassen, gespickt mit Fotos und so. Ich danke dir, mein lieber, kluger Engel Fabian.

Januar:
Ich war arbeitslos, war ein paar Mal in Stuttgart, um mich nach ner WG umzuschauen. Ohne Erfolg. Deshalb auch kein Foto. Ein schlechter Anfang, für so einen Foto-Jahresrückblick!

Februar:
oeRque bekommt die Zusage von der HdM. Das wird begossen. Im Nonnenkostüm. Seitdem fehlt der komische Nonnenhut zum Kostüm.


März:
oeRque findet seine Butze im Studentenwohnheim. Trotzdem sie danach nie wieder so sauber war, wie am Tag des Einzugs, gefiel sie ihn auf Anhieb nicht. Das kam erst später mit Torben und Paul und meinen Sachen und den damit verbundenem Chaos.
Ich war den Monat noch zweimal zuhause, jedoch weniger aus Heimweh als vielmehr wegen zweier Geburtstage von David und dem Schwesterherz.





April:
Die ersten Studienwochen sind vorbei, es lag eine S-Bar-Party und das erste Kükenfest an. Leider finde ich keine Fotos mehr davon, also stelle ich ein selbstgemaltes Aktbild rein. Es stellt Torben dar. Und zwar danach.

Mai:
Dieser Monat hatte allerlei zu bieten, aber keine Vorlesungen. Erst waren Feiertage. 1. Mai und so. Und anschließend die Exkursion durch Norddeutschland. Und dann der Franzosenaustausch, bei dem mir auf grausamste Weise während des Fußballspiels nach unserer Vatertagstour das Kreuzband gerissen wurde. Dann kam irgendwann noch Pfingsten, aber oeRque war ein gebrochener Mann.
Dieser Austausch läutete aber auch eine neue Ära ein. Von nun an gab es die Gewissheit, dass Torben ein Gelegenheitskloschläfer ist. Geleitet von dem Namen "stilles Örtchen" zieht sich der Bube immer auf öffentliche Toiletten zurück, wenn er nicht mehr trinken kann oder müde ist.



Juni:
Der Monat war eher ruhig. Anfangs war ich nochmal in der Heimat, weil der Vater zum Geburtstag lud (nachdem er wieder in Groß Mackenstedt eingezogen war). Hier wurde mir erst meine Zukünftige, Hatice, klargemacht. Ich habe noch ein paar Jahre, um mir die Hörner abzustoßen, dann wartet sie auf mich. Weil ich so ein toller Hengst bin.


Das mit dem Hengst hat sich rumgesprochen, sofort wurde mir nämlich auch das erste Kind angedichtet:


Außerdem fand während des Monats die Superfreunde-Vatertagstour statt. Natürlich nicht am Vatertag. Trotz Volleyballspielens im Sand hielt das Knie voll und ganz. Geil!
Nur der Sebi würde fast ertrunken sein. Wenn im Graben Wasser gewesen wäre. Oder wenn wir in nicht gerettet hätten. Schweinegeil!



Ui und dann war da noch in diesem Monat die Zeit, in der Dirk seine Freunde eingeladen hatte ausm Rheingau, um mich erst betrunken zu machen, damit ich mich später aus Versehen auf mein Feldbett schmeiße, auf dem Dirko aber schon lag, um es somit zu zerstören. Erfolg hatten sie, die Buben.


Juli:
Es war Prüfungsphase: oeRque bestand alles. Während dieser Phase gab es den Abiball vom Prachtbuben. Es kam zu einer kleinen Superfreunde-Reunion. Nach überstandener Prüfungen galt es, das Kreuzband wieder zu flicken, damit ich nicht ganz aufgehe, wie ein Hefeklos (wie sich jetzt herausstellt, war es wohl zu spät).
Was sonst noch geschah: Ich erklärte mich nach langer Überredungszeit dazu bereit, illegal Dirks Kühschrank bei mir aufzubewahren. Doch der Schelm hatte mehr im Sinn, als nur einen Transport zu ersparen: Er wollte mir viel Ärger bereiten und kratzte eine Riesenspur in den Boden bishin in mein Zimmer. Zum Glück schien der Hausmeister nicht viel zu sehen.


August:
Nach einer Woche im Krankenhaus grillten die Superfreunde am Silbersee. Prima war's.


Dann ging es per Flieger nach Stockholm, Rijeka und Palermo. Ich habe zu viel drüber gesprochen, also halte ich jetzt mal gepflegt meine Fresse.





September:
Nach einer sehr heiteren Jubiläums-Ernte-Fahrt ging es ein paar Tage später nach Brüssel. Hier war es nicht minder heiter.


Brüssel (Aurélien):


Oktober:
Im Oktober stattete der Paul mir nen Besuch. Meinen ersten überhaupt in Stuttgart. Wir besuchten desöfteren den Cannstatter Wasen. Da ich vom Volksfest nicht die Nase vollbekam, war ich auch noch zweimal beim Freimarkt. Zudem nahm ich mit der Familie an einer Weinprobe in der Pfalz teil und stattete Khaleda einen Besuch ab, um bei ihr Geburtstag zu feiern.




November:
Ich glaube, es war mal wieder S-Bar-Party. Viel wichtiger in diesem Monat war allerdings das Kükenfest, das wir ausrichteten. Ich fand es sehr hold.



Dezember:
Für diesen Monat folgen noch Bilder. Folgendes fand statt: Ich wurde erster offizieller Partyküchen-Tischtennis-Turnier-Sieger, hatte einige Weihnachtsfeiern, feierte zweimal Weihnachten (einmal soger verfrüht) und bekam Besuch vom Buben.

Ein ereignisreiches Jahr 2007 neigt sich also dem Ende, ich verspreche, dass das nächste noch toller wird.
Ich bedanke mich bei allen Lesern und Bild-Guckern und wünsche nen guten Rutsch!

In Liebe,
oeRque

Sonntag, 23. Dezember 2007

Jetzt folgt nämlich wieder mehr!

Sodele, der Bube befindet sich nicht mehr in meiner Bude, ich allerdings auch nicht, denn wir sind nun wieder in der Heimat. Und das ist auch ganz gut so, weil hier einfach mehr Platz für uns beide ist.
Nachdem wir das vergangene Woche schon bei meiner Mama mit den Großeltern und den Geschwistern schon einmal Weihnachten gefeiert haben (als Scheidungsopfer macht man das nämlich so, des Stresses wegen), was auch sehr dufte war, vor allem lecker, feucht fröhlich, voller Geschenkesegen (ich habe jetzt nämlich zwei ultratolle Topfhandschuhe aus Silikon und bin einmal mehr der Held der Partyküche, auch aufgrund meiner neuen Waage und meines Schlafanzuges) und vor allem stressfrei, nun, also danach am Sonntag sind wir, der Bube und ich, zu mir gereist.
Die Woche war lustig. Montag hatte ich Vorlesung, eigentlich, aber ich musste frühstücken. Außerdem mussten wir in die Stadt, Geschenke kaufen. Unsere Ausbeute war gleich null. Was wir abends gemacht haben, kann man sich ja denken.
Dienstag hatte ich Vorlesung, nachmittags, vorher haben wir uns Burger gemacht. Köstlich. Abends hatten wir ne inoffizielle Partyküchenweihnachtsfeier und sind anschließend in die Wunderbar gezogen. Was wir da gemacht haben, kann man sich ja denken und bedarf keiner weiteren Ausführung.
Mittwoch hatte ich Vorlesung, eigentlich. Aber da man sich ja denken kann, was am Abend vorher los war, kann man sich auch denken, wo ich am Morgen lieber geblieben bin. Dann haben wir uns eine phänomenale Pizza selber gemacht und nachmittags war dann auch Vorlesung. Abends sind wir zum Filmrausch gegangen, aber nicht, um dort Kino zu gucken. Christian und Luke sind schließlich ganz hohe Tiere da und so saßen wir im Nebenraum mit dem Rest Glühwein, den die Zuschauer nicht gekauft haben. Was da abging, kann man sich ja denken.
Donnerstag hatte ich Vorlesung, ich war auch hin. Alle fünf Einheiten. Mittags machten wir uns Spaghetti mit einer kongenialen Soße aus sämtlichen Resten. Abends ging es zu Denis und Philipp, Feuerzangenbowle schauen und trinken. War cool, beide haben sich sehr viel Mühe vorher gegeben, nett alles dekoriert, Gedichte vorbereitet und sowas. Nun, ich könnt euch wohl denken, was ich jetzt eigentlich geschrieben hätte.
Freitag ging's nach Hause mit ner Mitfahrgelegenheit. Acht Stunden sind wir gefahren, war ganz schön ätzend.
Am gestrigen Samstag hatten wir Weihnachtsfeier. Weihnachtsfeiern muss man haben, auch wenn es gerade nicht wirklich gut läuft. Das einzig Positive, das wir in die Winterpause nehmen können, ist allein die Tatsache, dass wir mit nur sechs Punkten nicht einmal letzter sind. Zum Spieler des Jahres wurde Markus gewählt, der Streber. Ich war sehr erschüttert, weil ich eigentlich die beste Torquote habe: einmal zehn, einmal sechzig Minuten gespielt, dabei ein Tor geschossen. Das macht eine Quote von 9/7 Toren pro Spiel. In Dezimalzahlen sind das 1,2857142857142857142857142857143. Und das ist doch allerhand! Nicht mal der Hugo ist so toll. Aber wie sagte bereits der Rummenigge: Fußball ist keine Mathematik.
Essen war toll, Christa, die Wirtin, hat sogar ab und zu ein Lächeln aufgesetzt, was ihr sonst ziemlich schwer fällt, wir durften Tennis und Fußballtennis spielen - mein Knie hat voll gehalten - und vor allem waren Getränke inklusive. Was daraus resultierte, kann man sich ja denken. Das beste aber war mit Abstand meine Idee, mein vernarbtes Knie etwas zu modifizieren und einen netten oeRquofanten raufzumalen.




Um halb drei wurden wir rausgeworfen, doch ehe Torben und ich uns zu Fuß auf den Rückweg machen konnten, saßen wir schon im Taxi, ohne Geld, mit den anderen auf dem Weg nach Stelle zum Tobi, es sollte noch gepokert werden. Das Taxi bezahlten wir mit sämtlichen zusammengekratzten Groschen. Torben und ich nahmen uns vor, möglichst schnell rauszufliegen und dann nach Hause zu laufen. Der Bube schlief beim Tobi aber erstmal ein, ich versteckte selbstgebrannten Kaffeeschnaps von mir und ihm, der musste nämlich nicht mehr unbedingt sein und dann fingen wir mal an.
Da wir ja kein Geld mehr hatten, lagen im Pott nur zwei Euro und fünf Schuldscheine, jeweils im selbigen Wert.
In der vierten Runde setzte ich zum perfekt eingefädelten Zug, ging mit Ass und sechs All in und flog. Geil. Torben sollte eigentlich folgen, aber über seinen Ehrgeiz hinweg vergaß er unseren Plan, so dass ich bis zu seinem Sieg so um ca. sechs Uhr den Dealer spielen durfte. Aber das machte ich ja anscheinend gut. Wie aber er gewonnen hat, versteht bis heute keiner. Die Wertigkeit der Chips hat er bis zur letzten Runde nicht verstanden und als wir uns dann mal auf den Rückweg machten, sah sein Gang nicht unbedingt aufrecht und zielgerichtet aus.
Nun gut, um sieben bin ich schlafen gegangen, wurde aber um zwei wieder geweckt, weil Matze es tatsächlich ernst meinte, als er auf dem Weg sagte, er käme mit Brötchen vorbei.
jetzt chill ich und warte auf Weihnachten volume II.

Das oeRquofant.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Bald folgt wieder mehr..

Der Bube hält mich hier nämlich ganz schön auf Trab! Ich muss ihn bekochen, seine Sachen aufräumen, ihm immer ausreichend Bier zur Verfügung stellen, darf morgens, wenn ich mal zur FH gehe, nicht zu laut sein, damit er seinen verdienten Schlaf bekommt, ich selber schlafe auf der harten Matratze auf dem Boden, damit er es weicher hat, ich muss ihn vor meinen Mitbewohnern beschützen und rechtfertigen, ganz stubenrein ist er auch noch nicht und laut und aggressiv wird er schnell.

Trotzdem verleben wir eine tolle Zeit.

Ein erschlafftes
oeRque

Sonntag, 9. Dezember 2007

Hallo Freunde!

Eine ereignisreiche Zeit liegt mal wieder hinter mir, voller lernen, Uni und Partys.
Über mein schweres Leben als Student habe ich schon berichtet (Vorlesungen morgens und abends, zwischendurch mal eine oder zwei Vorlesungen frei, aber die Zeit ist einfach nicht ausreichend, um sie effektiv zu gestalten. So pfeife ich schon am Donnerstag immer aus dem letzten Loch und freue mich auf ein Wochenende, auch wenn die Zeit zwischen selbigen immer kürzer zu werden scheint. Ganz schön viel Text jetzt, dafür, dass er eigentlich in einer Klammer steht.). Trotzdem ließ ich es mir am Donnerstag nicht nehmen, auf den Geburtstag von Umut und Christoph (Freunde von Umut und mittlerweile auch von mir und anderen Mitbewohnern, weil sie immer unsere Küche belagern und unsere Pizzen essen) zu gehen, um ein wenig Bier und Glühwein zu verköstigen. Dummerweise saß ich neben Orkhan, Aserbaidschane, wohnt in der WG, wo meine Chinesin auch wohnte, daher kenn ich ihn schon länger (war auf seinem Geburtstag, obwohl ich ihn nicht kannte und so). Nun, nachdem wir seinen Jägi leer hatten, addierte sich noch eine Menge Vodka hinzu, allerdings hatte ich gut vorher gegessen, so dass es mir nicht so viel antat.
Gegen eins war der Hauptteil der Leute verschwunden und auch ich machte mich mit einem mitgenommenen Umut und Stefan auf den Weg nach Hause, nicht aber, ohne nochmal in die Wunderbar zu schauen, die aufm Weg lag. Dummerweise durften die nichts mehr ausschenken und wir gingen schleunigst weiter. Im Allmandring angekommen war der Lärm aus der Küche eines anderen Hauses nicht zu überhören und ich entschloss mich, einfach mal nachzuschauen, was Sache war. Die anderen beiden konnte ich nicht mehr überzeugen. Ganz schön mutig, nä, dass ich mich stumpferweise einfach bei einer anderen Party einschleiche..
Nun, im obersten Stock war also eine meiner geliebten Erasmus-Partys. Anwesend waren Italiener, Franzosen und Spanier. Ich musste nicht lange dumm rumstehen, denn ich hatte baldigst ein Bier in der Hand, gesponsort von einem Spanier. Irgendwie unterhielt ich mich mit ihm auf seiner Sprache (die ich seit zweieinhalb Jahren nicht mehr angewandt habe - so hörte es sich allerdings auch an) und so verging die Zeit. Am Ende war ich noch mit zehn Spaniern da und machte den großen Fehler, beim Hundeblick eines Spananiern schwach zu werden und das Angebot eines Cigarillos seinerseits anzunehmen. Schmeckte nicht und ich war froh, dass ich bei ungefähr die Hälfte die Asche zu doll abklopfte, so dass sie ganz ausging. Danach gab's weiter Bier und Rum und um fünf ging ich doch endlich mal nach Hause.
Der Cigarillo rächte sich noch desnachts, aber wie immer fand ich tadellos den Weg, selbst im Halbschlaf, um alles rauszulassen, was mir auf der Seele, bzw. im Halse, brannte.
Chinesisch am Freitag um 11:45 war hart, aber um drei ja schon wieder vorbei. Eigentlich war ich verdammt müde, aber ich dachte nicht ans schlafen, machte also nur dies und das und ging um halb sieben zum Frisör, mein Bollerkopf sollte nicht mehr bollernd sein, sondern schmaler.
Als ich zurückkam, waren Stefan und Simon dabei, auf dem Küchentisch mit einem Miniset, das Umut beim 'wichteln' (was auch immer das ist) erhalten hatte, Tischtennis zu spielen. Ich war begeistert und schlief abermals nicht, sondern ließ mich zum ersten offiziellen Partyküchen Tischtennis Turnier überreden.
Ich besiegte beide eingespielten Mitbewohner und darf mir gleich eine Urkunde dafür selber basteln!
Irgendwann später ging es dann ins Rocker 33, es stand wie jeden Monat Karrera Club an. War cool.
Nach abermals viel zu wenig Schlaf erwachte ich so gegen elf, da ich um zwölf Besuch erwartete von zwei überaus reizenden Komilitoninnen, Hanna und Daria, und einem nicht minder reizenden Komilitonen, Marco, zwecks Vorbereitung eines Vortrags für den kommenden Freitag.
Dann gab's Fußball und abends das nächste TT-Turnier. Aufgrund von Doping-Spekulationen wird aber noch darüber diskutiert, ob der Ausgang so gewertet werden darf. Ich plädiere für nein und somit ist es also auch nicht wert, die Sieger hier namentlich zu erwähnen. Genauso wie die der zwei folgenden Turnieren.
Aber heute Abend siege ich - nachdem ich gelernt habe.

Prost!

Dienstag, 4. Dezember 2007

Nachtrag - der Neugierde wegen

Ich habe gestern von meinen beiden großen Paketen gesprochen, den Inhalt jedoch nicht näher erläutert. Aber ich möchte euch nicht weiter auf die Folter spannen:

Es waren zwei Adventskalender, pünktlich zum 1.12.
Die Mutti hat ihn mit viel Liebe selbstgestaltet und etwas fabulöses dazu gebacken. Bei meinem Vater bin ich ganz dankbar, dass er das mit dem Backen unterlassen hat.
Nun ist leider nur mein Diät-Plan etwas über den Haufen geworfen.

Ich danke also in diesem Sinne ganz herzlich meinen mich liebenden Erzeugern (in der Hoffnung, dass sie es auch wirklich sind).

Die Mitbewohnerin wird noch weiter analysiert, ich werde aber baldigst wieder von ihr reden.

Hab euch lieb und so.

Montag, 3. Dezember 2007

Update

Zuerst möchte ich hier über Umut reden, weil er schon so lange nicht mehr erwähnt wurde. Umut und ich und die Partyküche im Allgemeinen spielen jetzt Fooma und der Umut wollte unbedingt vom Tobi, dem Griechen, den Kießling kaufen, nä. Angeboten hat er den de Jong von Hamburch und zwei Mios dazu und er dachte, dass das voll toll wär. Ich persönlich halte weder von de Jong noch von Kießling was, also hielt ich mich erstmal daraus, aber weil Umut schon den ersten Spieltag gewonnen hatte, dachte ich, er wäre doch gut und hätte einen Riecher für gute Spieler und dann habe ich ihm gesagt, dass ich mir mit Tobi einig wäre und den Kießling gegen den Gomez getauscht hätte. Weil das ein lukrativeres Angebot war als das von Umut - das bestätigen auch Simon und Stefan - hat er mir das sofort geglaubt und ich hab mir ins Fäustchen gelacht und Stefan auch, als ich ihn aufgeklärt hab.
Der Umut denkt immer noch, der Deal würde so stattfinden.
Ich hab ihn ganz schön gelinkt, den Umut. Aber insgesamt hatte jetzt niemand was davon. Der Umut hat nur ganz wenige Punkte gemacht und ich sogar minus zwölf, weil der Gomez ja verletzt war.
So ein Mist aber auch.

Das war aber nur eine von lediglich zwei, vielleicht drei Sachen, die in letzter Zeit nicht toll waren.
Als ich letztens nämlich in meiner Kulturtasche gewühlt habe, hab ich voll in die Rasierklinge gefasst. Glück im Unglück kann man es nennen, dass es nur eine dreiklingige Klinge (darf man das so sagen?) war und keine fünfklingige, wie ich sie auch besitze, so blutete ich zwar stark, aber nicht ganz aus und überlebte.
Dazu bin ich seit einer Woche krank und hoffe, ein Burnout-Syndrom noch abwehren zu können. Und auch nicht gut war es letztens beim Referat, weil nur ich und ganz wenige andere was gemacht haben und ich zum Teamleiter deklariert wurde und mit der ganzen Situation vollkommen überfordert zu sein schien.
Wir haben es trotzdem gemeistert.

Toll war aber insgesamt, dass ich mir am Donnnerstag das Golf-Automobil von coe-Süd, also vom Onkel Holger für's Wochenende geliehen habe. Ja, es war schön, mal wieder in einem sauberen, heilen Auto zu fahren. Ich benötigte jenes Automobil, um Ikea mal wieder einen Besuch abzustatten (der Stapel der Gutscheine musste abgebaut werden).
Mit dem Simon machte ich mich Freitag um acht auf den Weg. Acht Uhr abends am Freitag - das muss leer sein. Dieser Gedanke zerschlug sich im Nu, als wir in die Hochgarage eingewiesen werden mussten. Voll war es also und alles nur, weil der Ikea am Tag zuvor neu eröffnet hat (also die haben wohl umgebaut oder so) und ein riesiges Tatarata draus gemacht wurde. An jeder zweiten Ecke gab es Sekt umsonst und Live-Bands und Cocktails, die aber für 2 Euro. Beinahe hätte ich vergessen, dass ich Fahrer bin, sonst hätte ich mich gegen meine Pläne dort einfach abgeschossen.
Nun, insgesamt bin ich aber froh, dass ich beim Kükenfest so lange aufräumen musste, denn eigentlich wollte ich damals schon das Auto leihen und das wäre dann ja umsonst gewesen.
Dass Ikea neu eröffnet hat und tolle Angebote hat, darf ich aber nicht der Tante Vera erzählen, sagt Holger.
Ich kann ihn verstehen.
Le lendemain, am folgenden Tage, nutzte ich abermals das Auto, um zur Post zu fahren. Der blöde Paketdienst kommt anscheinend immer nur, wenn ich nicht da bin. Die Wut darauf verschwand aber geschwind, als ich entdeckte, dass zwei (!) große Pakete von meinen Eltern, eins mütterlicher-, eins väterlicherseits, auf mich warteten.
Eigentlich konnte ich es kaum erwarten, sie zu öffnen, aber ich geduldete mich, denn da ich zuvor dreimal durch die Stadt gedüst bin auf der Suche nach einem Parkplatz, musste es sich noch lohnen und ich bin noch einkaufen gefahren. Am hohen Verkehrsaufkommen war der Weihnachtsmarkt und die Tatsache, dass jeder Laden irgendwelche Angebote hatte und bis Mitternacht aufmachen wollte und so. Hier geht ganz schön die Lucy ab.
Naja, als ich mit dem Einkaufen fertig war und meine Parkhauskarte an der Kasse entwerten ließ (kann man binnen 90 Minuten ab einem Einkaufswert von mindestens 5 Euronen), wollte ich aber wieder nach Hause, fuhr gen Schranke und wartete. Der tolle Kartenautomat wies mich aber darauf hin, dass ich tatsächlich schon mehr als 90 Minuten sonstwo war und ein Restbetrag von 1,20 Euronen bestand.
Prima, also sorgte ich dafür, dass die ganze Schlange hinter mir nochmal bitte 20 Meter zurücksetzt, damit ich die Schranke frei machen konnte -> die Leute hatten gar keine andere Wahl und ich konnte mal richtig toll Authorität ausüben. Ja, das war spitze.
Ich löhnte schlussendlich den Restbetrag und fuhr heim.
Gestern lernte ich, nutzte nochmal den Wagen für einen Trip zum Burger King und das war's schon.
Heute war's ebenfalls unspektakulär, wäre da nicht die Tatsache, dass ich eine neue MitbewohnerIN bekommen habe! Ist ne ganz liebe und so und weil ich die Chance nutzen musste, wenn eine Frau schonmal da ist, bot ich ihr an, sie zu ihrem ersten Einkauf zu fahren (ich brauchte nämlich auch noch Wasser, dass Samstag leider ausverkauft (!) war).
Dann fuhr ich zum Onkel, tauschte das Auto aus, joggte von dort zur Bahn, war froh, sie zu erwischen und durfte in ihr noch dreißig Minuten warten, bis sie losfuhr.
Zuhause speiste ich und ging pumpen. Jetzt schau ich LOST (habe ich aufgenommen) und schreibe diesen wunderbaren Artikel.

oeRque - goes toilet and dann sleepen.