Freitag, 25. Juli 2008

Ferien!

Liebe Leute, ich habe jetzt die sehnlichst erwarteten Ferien, seit knapp einer Woche. Leider sind sie doch nicht so prickelnd, wie man sich das denkt. War man noch vor einiger Zeit ein Workaholic, so weiß ich gar nicht, was ich mit dem ganzen Tag anfangen soll. Zudem habe ich gefühlte 3 kg wieder zugenommen (hoffe, die setzen sich an meine Schenkel, die in letzter Zeit ums ein oder andere Mal bemitleidet wurden, da sie denen eines Models gleichen).
Gestern verließ mit Stefan der letzte patente Kommilitone den Campus. Er ist einer von vielen, die ich in diesem Studium nicht wiedersehen werde, da er ins Praxissemester geht und wenn er wiederkommt, geh ich nach China und wenn ich wiederkomme, ist er fertig. Das heißt, ich muss mir im nächsten Semester neue Freunde suchen. Kann gut, aber auch erfolglos werden.
Das Semesterende begossen wir ausreichend in Freiburg bei Max, der wie letztes Jahr zu seinem Geburtstag lud. Die Party war sehr cool, hab einige kulinarische Köstlichkeiten in Form von Cocktails und wild gemischten Schnäpsen (Freiburg hat das 'Shooters' wo ausschließlich Kurze ausgeschenkt werden) genossen, zwei Bars sowie eine Disco (wurde mir erzählt und Bilder beweisen es) kennengelernt und ein paar höchst feine Mäuschen.
Begrüßt habe ich den folgenden Tag mit zwei Weizen und schon war eben jener mein Freund! Anschließend ging es an nen Baggersee und später am Abend auf ein Musik-Festival. Noch aufregender war aber die Fahrt anschließend mit dem Nachtbus. Ich hielt eine kleine Ansprache, wer ich bin, wo ich herkomme, wo ich hinwill und schon waren die restlichen Passagiere (gehobenem Alters) meine Freunde. Mit einer älteren Lehrerin habe ich Coco-Jambo getanzt, wobei die Schwierigkeit darin bestand, dass wir dazu selber singen mussten und keiner ne Ahnung vom Song hatte und meine Hose rutschte... Der Busfahrer wollte uns am Ende zumindest aus Angst vor schwindender Stimmung nicht aussteigen lassen.
Der Montag war entspannter, wir sind durch die Gegend gefahren, da einige ein Motorrad hatten und es da ganz nette Strecken gibt, abends wurde gegrillt.
Ein Tipp, den ich exklusiv hier vorstelle: Wenn euch alkoholfreies Weizen zu langweilig ist; vermischt es mit Bacardi! Das ist wahnsinnig lecker!
Nun hocke ich seit Dienstag hier, habe zwei Buben beim Auszug geholfen und weiß nicht, was ich tun kann.
Drum fahr ich morgen mal nach Hause um Torben bei der Badeinsel-Regatta auf der Weser zu unterstützen.
In diesem Sinne: Frohes Weizen!

Sonntag, 13. Juli 2008

Richtigstellung

Wollte ich vor ein paar Einträgen noch aufgrund meiner weltverändernden Erkenntnisse einen Wissenschaftspreis absahnen, musste ich heute doch glatt feststellen, dass es einen Fehler in der Auswertung gab:
Sagte ich doch, dass ein nicht getrockneter, eingepackter Regenschirm einen wohlwollenden Bananengeruch versprüht, musste ich heute feststellen: Es lag nicht am Regenschirm. Sondern an der Banane!
Mir kam das ganze schon ein wenig komisch vor, da es in meinem Rucksack desnachts immer so raschelte, heute dann der grausame Befund (und ich habe wirklich lange überlegt, ob ich darüber schreiben sollte):
In einem anderen Fach, als das, in dem der Regenschirm lag, ertastete ich doch glatt etwas weiches, feuchtes. Erschrocken riss ich das schleimige etwas heraus und trotz ihres erbärmlichen Zustands konnte ich die Banane sofort erkennen. Es war grausam, was wochenlange Isolation aus dieser so feinen Südfrucht machen kann. Obwohl; Isolation ist falsch ausgedrück. Es haben sich nämlich putzige kleine Bananen-Tierchen entwickelt und zusammen mit der Banane eine riesen Party gefeiert, nehme ich an.
Zuerst wollte ich sie behalten, aber der Gestank war mir dann doch zu übel. Mein Rucksack weicht jetzt auch schon den halben Tag im Waschbecken in einem Cocktail aus Wasser, Seife, Waschmittel, Shampoo, Parfüm und Febreeze ein und das Fenster steht weit offen.
Chinesisch habe ich auch lieber in der Küche gelernt.
Was war sonst so?
Richtig, die Panamanesinnen-Party. War großartig, ich war abermals der Exot als einziger Deutscher. Die Damen hatten für jeden eine Maske gebastelt, war schließlich Karnevalsparty. Meine Nachbarin hat mich überall vorgestellt als "the guy who has a solution for every problem", da durch mich die Strom- und Musik-Versorgung gesichert war. Ich war also schon eine Art Held, zumindest fühlte ich mich so.
Gegen 1 wurde unsere Party aber aufgelöst, natürlich von den kleinen Security-Leuten. Ich habe sie mal gefragt, warum sie diese Party auflösen, unter der Woche aber nichts gegen die Rumänen machen. Natürlich war das nicht deren Revier und so, klar. War ja nur direkt vor der Haustür.
Aber gut, die Party war zwar vorbei, aber es gab glücklicherweise noch die Swedish-Finnish-Party im anderen Wohnheim, die glatt noch größer war und noch internationaler. Ja, es war sehr hold.
Samstag kam ich erst sehr sehr langsam in Schwung und als ich dann beim Lernen so richtig in Fahrt war, musste ich auch schon wieder zur Nadine, die Geburtstag hatte. Wir waren bei ihr und dann in der allseits beliebten Schräglage. Da hab ich glatt den Bruder eines deutschen Fußball-Nationalstürmers (Kleiner Tipp: Früher Stuttgart, jetzt Schalke, tolle Frisur, noch besserer Bart, Sprachfehler) sofort erkannt. Er mich aber anscheinend nicht, denn er war doch recht aggressiv. Nach ein wenig Getuschel meinerseits fragte er mich dann, ob das sein müsste und so. Und kurze Zeit später wollte er mich schon fast hauen. Hätte er mich bloß mal geschlagen, das wär bestimmt nicht so schlimm gewesen, wie die fiesen, hysterischen Beleidigungen seiner weiblichen Begleitungen: "geh doch zu deiner Mutter windeln wechseln...du hast doch voll nen kleinen Schw***...!!!".
Hat mich sehr getroffen. Ich hab mir dann auch nur noch ein paar Biere gegönnt und bin heimgefahren. Ich konnte kaum schlafen.

Freitag, 11. Juli 2008

Fatalität!

Langsam fange ich an zu zweifeln. Entweder bin ich einfach nur ein sehr sehr kluger Kopf mit einer Menge mit Wissen befruchtetem Gehirn oder die Professoren passen ihre Prüfungen an die Lernbedingungen, sprich an das heiße Wetter, an. Da bin ich heute abermals mit minimalstem Lernaufwand in eine Prüfung gegangen und es lief eigentlich mal ziemlich gut. Eine 1,0 wird es wohl nicht, aber bestanden ist's. Davon geh ich jetzt mal einfach aus.
Das ist schon die dritte Prüfung in Folge, die mich an der Schwierigkeit des Studiums zweifeln lässt; in den ersten beiden waren mir die Fragen, die drankamen, mehr oder weniger bekannt, entweder aus früheren Prüfungen oder, naja, soll man's Spionage nennen? Und heute durften wir glatt alles an Hilfsmitteln mitnehmen, was wir für angemessen hielten.
Zum Glück weiß ich, dass Chinesisch am Montag anders ausschaut, drum werde ich mich gleich wieder daran setzen.
Was passiert sonst so in meinem tollen Leben?
Meine Lendenwirbel sind wieder voll und ganz eingerenkt, wenn ich abends Durst habe, geh ich zu den Rumänen, ich habe mir den rechten Arm in der Sonne verbrannt (gibt ein schönes Muster; Unterarm braun, Oberarm rot, Rücken weiß), Stefans XBox hat gestern den Geist aufgegeben, obwohl ich mit River Plate Buenos Aires 1:0 gegen Max mit AC Mailand geführt habe, heute abend ist Karnevalparty aufm Nachbardach, ausgerichtet von den Panamanesinnen und ich bin eingeladen, morgen feiert Naddel ihren Geburtstag...
Ich glaub, das war alles.
Standard, quasi.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Eine weitere Erkenntnis

Heute bin ich zu einer neuen Erkenntnis gekommen:
Lässt man einen Regenschirm nach der Benutzung nass eingepackt in seiner Schutzhülle etwas mehr als eine Woche im Rucksack, so riecht dieser Rucksack angenehm nach Banane.
Oder es befindet sich in ihm noch eine Banane, die man noch nicht entdeckt hat. Für diesen Fall bedarf es weiterer Untersuchungen.
Das ist doch mal ein Ding, oder?

Mittwoch, 2. Juli 2008

Erkenntnisse des Tages

1. Lasse das Eisfach deines Kühlschranks nicht zu sehr vereisen - Eis kann wandern (glaube ich) und zerstört dir noch die Klappe (was man als angehender Ingenieur allerdings wohl wieder zurechtrücken kann) und es ist nicht gerade schön, wenn das Abtauen 12 Stunden dauert und du dauernd Wasser rausschöpfen musst.
2. Wenn der Arzt deine Lendenwirbel wieder einrenkt und sagt, dass es bald besser wird, glaube ihm nicht. Oder fahre danach kein Fahrrad. Oder so.
3. Wenn die der Stefan zu einem Match Pro Evolution Soccer herausfordert, gehe nicht davon aus, dass es bei einem Match bleibt. Plane lieber ein, erst ein paar Stunden später fertig zu sein.
4. Lernen im Hochsommer ist für'n Arsch.
5. Ein 160-Seiten-Skript bedarf keiner tagelangen Lernerei. Es reicht vollkommen aus, wenn man sich 4 Stunden die Skizzen anschaut und sich den Rest denkt, wobei das Denken mit einem "Ist doch logisch!" vollkommen ersetzt werden kann.
6. Das Öffnen von Brandblasen bietet nicht nur ein unangenehmes Gefühl an selber Stelle sondern ist auch noch unästhetisch.
7. Der Hausmeister geht davon aus, dass jeder die Hausregeln liest (gibt es in vier Sprachen). Einfacher wäre es, auf die Müllcontainer zu schreiben, für was sie vorhanden sind; dann würde das insgesamt mit der Mülltrennung auch klappen und müsste nicht alles verbrannt werden.

Ist damit alles geklärt?

Ich denke doch.

Dienstag, 1. Juli 2008

Prüfungszeit = "Mach alles, was du nicht magst, aber schon immer mal vorhattest "-Zeit

Liebe Gemeinde,

Es ist mal wieder so weit; die halbjährliche Prüfungszeit ist angebrochen. Und im Gegensatz zu den anderen Semestern kann ich nur sagen; Endlich!
Es ist nämlich viel stressfreier aufmal. Alle Vorträge sind gehalten, die Berichte geschrieben und abgegeben, sowie mit sehr gut bis gut bewertet, ich muss nicht jeden Tag um 8h15 an der FH sein und dort den Tag verweilen und die Sommerfeste sind auch vorbei... kurzum: Die ruhige, eher chillige Zeit hat begonnen.
Das letzte Wochenende habe ich mit Stefan konsequent in der Hochschule gelernt, schließlich musste das vor Montag erledigt sein, da ein EM-Sieg eigentlich außer Frage stand und somit der Montagmorgen vor "Prepress Workflows I" für's Schlafen reserviert war.
Schade, ich fand durch ein schlechtes Finale doch schon gegen zwölf Uhr in die Heia.
Prüfung war nicht sooo toll. Kaum vorstellbar, aber der Prof hat tatsächlich noch Fragen gefunden, die nicht im vielumfassenden Fragenkatalog standen.
Nach der Prüfung galt es, sich auszuruhen, um heute wieder voll zur Tat zu schreiten. Erst wurde auf der XBox bei Stefan gezockt, Fußball, virtuell. Anschließend sollte es in die Praxis aufm Hartgummiplatz umgesetzt werden, aber aufmal schoss es mir durch den Rücken. Nun darf ich morgen wieder den Orthopäden meines Vertrauens aufsuchen. So ist es schließlich kein Leben.
Gut, gestern habe ich dann noch TV geschaut und aufgeräumt, das musste auch mal wieder sein. Und heute habe ich meinen, bzw. Dirks Kühlschrank mal enteist , hatte ich mir auch schon lange vorgenommen. Das integrierte Eisfach ist nämlich aufmal doppelt so breit geworden, allerdings passt nichts mehr rein, weil einfach alles voll mit Eis ist.
Eine tierische Schweinerei.
Zudem war ich dann noch beim Hausmeister und hab mal wieder Küchenutensilien besorgt, mit Umut.
Und jetzt.. ja jetzt sollte ich wohl lernen. Wäre besser.

Lebt wohl!