Liebe Leute,
Ich melde mich kurz und zwar wirklich nur kurz, bin nämlich etwas im Prüfungsstress. Den war ich letzte Woche auch schon, aber da nur für Chinesisch. Und da hab ich eine 2,0. Ist schlechter, als letztes Semester, aber ich bin zufrieden.
Chinesisch schrieb ich am Dienstag und am Freitag hatte ich die mündliche Prüfung. Anschließend hatten wir noch 'Interkulturelles Seminar', mit Vortrag über den Chinesischen Jugendtag und die 4. Mai-Bewegung und so. Währenddessen gab es gut zu essen und zu trinken, so dass mir ein wenig die Aufregung, die auch ein toller harter Typ, wie ich es bin, manchmal noch hat, genommen werden konnte.
Zum Ausklang der des Abends sind wir zur Abschlusskneipe der Grafia gefahren. Dort wurde ich fuxiert, mit Bierdusche. Draußen. Und es war kalt. Mir folgten Hanna, Daria und Lukas.
Relativ früh, so um eins, ging es ins Bett. Der Samstag gehörte vorerst "Druck- und Druckweiterverarbeitungsmaschinen". Allerdings erst, als ich mich endlich dazu aufraffen konnte.
Abends hat Patrick, mein treuer Mitbewohner, den man eigentlich nicht oft sieht, aber dessen Shisha-Rauch man auch schon morgens aufm Flur riechen kann, seinen Abschied gefeiert. Er war nur zum Praxissemester hier.
Geplant hatte ich eins, vielleicht zwei Bierchen zwischendurch in den Lernpausen. Es kam natürlich alles anders, wenn man sich so etwas vornimmt und so blieb ich nachm Abendessen um sieben in der Küche hängen und konnte mich erst ins Bett begeben, als der kleine Zeiger einmal um die Uhr gewandert war.
Somit war mein Sonntag im Arsch, aber heute war ich aktiv.
Ich schwör.
Moerquo
Montag, 28. Januar 2008
Mittwoch, 23. Januar 2008
Ab in die Röhre
Gestern morgen war es so weit: ich durfte endlich erfahren, was mit meinem Knie los ist. Dafür hatte ich mir auch den allerfrühsten Termin geben lassen, was um 7:40 war. Morgens. In der Früh! Da musste ich mehr als ne Stune früher raus, als sonst.
Aber ich hab's gepackt!
Aber wirklich gelohnt hat es sich nicht, das Ergebnis lautet: Leichter Ausriss des neuen Kreuzbandes, dazu ein leichter Einriss des fucking Meniskus', sagte die Ärztin bei der Radiologie. Mein Orthopäde, den ich um 10 Uhr ansteuerte, konnte zwar den Meniskusriss, nicht aber den des Kreuzbands auf den Bildern erkennen, aber beim Abtasten ging er auch davon aus.
Jetzt soll ich mal wieder in der Roland Klinik vorstellig werden und die dürfen entscheiden, was gemacht wird. Leider sind sie aber erstmal bis Juni ausgebucht, zumindest was die Sprechstunden angeht (was mich sehr verwundert, denn beim letzten Mal hab ich zwei Wochen vor OP erst angerufen..), bekam aber eine Mitte Februar, weil irgendjemand abgesagt hat.
Nun gut. Nachmittags schrub ich dann Chinesisch. Eigentlich war ich auf eine 1 aus, aber ich schraube jetzt doch mal die Erwartungen weiter nach unten. Statt um 16 Uhr haben wir erst gegen 17 Uhr angefangen (was natürlich ein idealer Zeitpunkt für eine Klausur ist) und dann war das Niveau der Prüfung zu hoch für meine innere Konzentration. Zumindest ein wenig. Aber Freitag kommt die mündliche dran, da kann ich nochmal was reißen.
Gestern abend ging's zum Druckerstammtisch. Kleiner Vortrag (der gestern leider länger ausgefallen ist) und als Dankeschön für's zuhören Essen und Trinken satt und.. umsonst.
Danach wollte ich eigentlich noch was für meine Prüfung heute tun, hab ich aber nicht. Irgendwie klappten die Adobe-Programme (Illustrator, Photoshop, InDesign) bei mir nicht, also hab ich lieber geschlafen.
Heute setzte ich mich allerdings schlauerweise neben Daria (die kann sowas) und bin somit gut fertig geworden.
Jetzt muss ich lernen - verständlich.
Aber ich hab's gepackt!
Aber wirklich gelohnt hat es sich nicht, das Ergebnis lautet: Leichter Ausriss des neuen Kreuzbandes, dazu ein leichter Einriss des fucking Meniskus', sagte die Ärztin bei der Radiologie. Mein Orthopäde, den ich um 10 Uhr ansteuerte, konnte zwar den Meniskusriss, nicht aber den des Kreuzbands auf den Bildern erkennen, aber beim Abtasten ging er auch davon aus.
Jetzt soll ich mal wieder in der Roland Klinik vorstellig werden und die dürfen entscheiden, was gemacht wird. Leider sind sie aber erstmal bis Juni ausgebucht, zumindest was die Sprechstunden angeht (was mich sehr verwundert, denn beim letzten Mal hab ich zwei Wochen vor OP erst angerufen..), bekam aber eine Mitte Februar, weil irgendjemand abgesagt hat.
Nun gut. Nachmittags schrub ich dann Chinesisch. Eigentlich war ich auf eine 1 aus, aber ich schraube jetzt doch mal die Erwartungen weiter nach unten. Statt um 16 Uhr haben wir erst gegen 17 Uhr angefangen (was natürlich ein idealer Zeitpunkt für eine Klausur ist) und dann war das Niveau der Prüfung zu hoch für meine innere Konzentration. Zumindest ein wenig. Aber Freitag kommt die mündliche dran, da kann ich nochmal was reißen.
Gestern abend ging's zum Druckerstammtisch. Kleiner Vortrag (der gestern leider länger ausgefallen ist) und als Dankeschön für's zuhören Essen und Trinken satt und.. umsonst.
Danach wollte ich eigentlich noch was für meine Prüfung heute tun, hab ich aber nicht. Irgendwie klappten die Adobe-Programme (Illustrator, Photoshop, InDesign) bei mir nicht, also hab ich lieber geschlafen.
Heute setzte ich mich allerdings schlauerweise neben Daria (die kann sowas) und bin somit gut fertig geworden.
Jetzt muss ich lernen - verständlich.
Montag, 21. Januar 2008
Was erlauben Vodafone!?
Es sind nun sieben Tage (also eine Woche!) seit meinem Schreiben zu Vodafone vergangen und ich habe bisher lediglich eine SMS (die aber sowohl auf Handy, als auch Festnetz-Telefon) bekommen, in dem sie den Eingang meines Schreibens (unter der Rubrik 'Kritik') registriert haben und sie in Kürze darum kümmen würden.
Taten sie das?
Nein.
Zumindest nicht mit einer Antwort. Vielleicht aber haben sie irgendwas doch getan, denn seitdem habe ich keine Anrufe mehr bekommen. Ist ja auch nicht schlecht.
Nun, wie habe ich die letzte Woche sonst noch verbracht, außer mit dem Warten auf die erlösende Antwort?!
Zum einen hatte ich mir nichts vorgenommen. Zum anderen kam es dann aber doch anders.
Am Dienstagabend war ich bei einer Veranstaltung der Grafia, unserer HdM-Verbindung. Ich war allerdings nur der einzige Gast und so konnten die drei Mitglieder die Zeit nutzen, um mich zu überzeugen, beizutreten, also gab ich auch irgendwann, nach ein paar kostenlosen Bierchen, nach. Einfach so. Mit mir hat sich die Anzahl der aktiven Mitglieder um zweihundertprozent erhöht!
Den Mittwochnachmittag, der erste freie seit Monaten, habe ich dann mal gepflegt verschlafen. Daraus resultierte, dass ich mich Donnerstag so fit fühlte, dass ich noch zum Filmrausch gegangen bin und dort erstmal versackte. Kostengünstig gab es Bier und Cocktails. Hätte ich aber vorher gewusst, dass der Tequila nur Fusel war und sich nach einer Nacht in schreckliche Kopfschmerzen verwandelt - ich wär wohl bei Bier geblieben.
Freitagmorgen war eine Infoveranstaltung über meinen China-Aufenthalt, den Ertrug ich mit viel Selbstdisziplin bravourös. Danach haben wir noch schnell Denis und Luke geweckt, die die Nacht im Filmrausch-Kino verbracht haben, dann hab ich zuhause selber noch ein Stündchen gepennt und anschließend Chinesisch gehabt. Abends war ich eigentlich immer noch müde und verkatert. Eigentlich. Kurzentschlossen machte ich mich dann aber doch noch auf den Weg zu Christian, weil er mit Hanna noch etwas für unser Drupa-Projekt malen musste. Im Gepäck hatte ich ne schöne Flasche Wein.
Ehe ich mich versah, sind wir danach gleich weiter zu Hanna gefahren, wo es galt, noch ein paar Fläschchen zu leeren.
Samstag stand lernen auf dem Programm und abends das 6-Tage-Rennen. Ein Kumpel meinerseits hat wiederum einen Kumpel, der Eventmanager oder sowas ist und somit an Backstage-Pässe kam und zudem noch das Barteam aus dem Striptease-Bereich kannte. Es war sehr nett und feucht und fröhlich, es reichte ein Blickkontakt und mein Glas war wieder gefüllt. Und da ich den Grad meiner Vollheit nie in Litern, sondern in Euronen, die ich dafür blechen musste, messe, kann man sagen, dass ich stocknüchtern um zwölfe (wegen der letzten S-Bahn) aus dem Laden gegangen bin.
Gestern hab ich wieder gelernt und je mehr ich tat, desto unsicherer wurde ich mir, dass ich Chinesisch überhaupt noch kann. Aber gut, ich lerne jetzt einfach noch etwas und dann pack ich das morgen auch und dann bin ich auch etwas weniger im Stress.
Ich liebe mich.
oeRque
So fühlte ich mich aber nicht.
Taten sie das?
Nein.
Zumindest nicht mit einer Antwort. Vielleicht aber haben sie irgendwas doch getan, denn seitdem habe ich keine Anrufe mehr bekommen. Ist ja auch nicht schlecht.
Nun, wie habe ich die letzte Woche sonst noch verbracht, außer mit dem Warten auf die erlösende Antwort?!
Zum einen hatte ich mir nichts vorgenommen. Zum anderen kam es dann aber doch anders.
Am Dienstagabend war ich bei einer Veranstaltung der Grafia, unserer HdM-Verbindung. Ich war allerdings nur der einzige Gast und so konnten die drei Mitglieder die Zeit nutzen, um mich zu überzeugen, beizutreten, also gab ich auch irgendwann, nach ein paar kostenlosen Bierchen, nach. Einfach so. Mit mir hat sich die Anzahl der aktiven Mitglieder um zweihundertprozent erhöht!
Den Mittwochnachmittag, der erste freie seit Monaten, habe ich dann mal gepflegt verschlafen. Daraus resultierte, dass ich mich Donnerstag so fit fühlte, dass ich noch zum Filmrausch gegangen bin und dort erstmal versackte. Kostengünstig gab es Bier und Cocktails. Hätte ich aber vorher gewusst, dass der Tequila nur Fusel war und sich nach einer Nacht in schreckliche Kopfschmerzen verwandelt - ich wär wohl bei Bier geblieben.
Freitagmorgen war eine Infoveranstaltung über meinen China-Aufenthalt, den Ertrug ich mit viel Selbstdisziplin bravourös. Danach haben wir noch schnell Denis und Luke geweckt, die die Nacht im Filmrausch-Kino verbracht haben, dann hab ich zuhause selber noch ein Stündchen gepennt und anschließend Chinesisch gehabt. Abends war ich eigentlich immer noch müde und verkatert. Eigentlich. Kurzentschlossen machte ich mich dann aber doch noch auf den Weg zu Christian, weil er mit Hanna noch etwas für unser Drupa-Projekt malen musste. Im Gepäck hatte ich ne schöne Flasche Wein.
Ehe ich mich versah, sind wir danach gleich weiter zu Hanna gefahren, wo es galt, noch ein paar Fläschchen zu leeren.
Samstag stand lernen auf dem Programm und abends das 6-Tage-Rennen. Ein Kumpel meinerseits hat wiederum einen Kumpel, der Eventmanager oder sowas ist und somit an Backstage-Pässe kam und zudem noch das Barteam aus dem Striptease-Bereich kannte. Es war sehr nett und feucht und fröhlich, es reichte ein Blickkontakt und mein Glas war wieder gefüllt. Und da ich den Grad meiner Vollheit nie in Litern, sondern in Euronen, die ich dafür blechen musste, messe, kann man sagen, dass ich stocknüchtern um zwölfe (wegen der letzten S-Bahn) aus dem Laden gegangen bin.
Gestern hab ich wieder gelernt und je mehr ich tat, desto unsicherer wurde ich mir, dass ich Chinesisch überhaupt noch kann. Aber gut, ich lerne jetzt einfach noch etwas und dann pack ich das morgen auch und dann bin ich auch etwas weniger im Stress.
Ich liebe mich.
oeRque
So fühlte ich mich aber nicht.
Montag, 14. Januar 2008
Der nächtlichen Ruhestörung muss ein Ende gesetzt werden.
Eben habe ich einen ersten Schritt getan, um der nächtlichen Ruhestörung, die mir penetrante Eren-Fanatiker immer erteilen.
Folgendes Schreiben habe ich per elektronischer Post an Vodafone geschrieben:
================================================================
Liebes Vodafone,
Als liebenswürdiger, geduldiger junger Mann habe ich es lange genug mitgemacht, um jetzt sagen zu können: Es kann so nicht weitergehen!
Seit 10 Monaten habe ich einen Vertrag bei euch (so einen zum Studententarif, nur teurer, obwohl ich effektiv das gleiche in Anspruch nehme, wie bei eurem Tarif für 19,95 Euro, nur eben doch viel teurer) mit extra Telefon mit Vodafone-Zuhause-Nummer (also jetzt habe ich drei Nummern, unter denen ich erreichbar bin).
Das Vodafone-Zuhause-Telefon, nä, das ist auch ganz toll. Das steht immer auf meiner Fensterbank und wartet darauf, dass ich nach Hause komme. Ich würde es eigentlich auch mitnehmen in die FH, aber es ist ein wenig zu groß. Naja, eigentlich steht es da und ist fast immer ruhig.
Aber eben nur fast immer. Liebe Vodafone, ich werde ihnen jetzt mein Problem schildern, von dem ihr bestimmt nicht glaubt, dass es sowas geben kann und vor allem, dass jemand überhaupt unter diesen Umständen leben kann.
Und zwar ist das so: Das Telefon steht wie gesagt immer auf der Fensterbank und ist den ganzen Tag ruhig. Aber abends, also nicht jeden Tag, aber oft in der Woche, da bimmelt der Klingelapperat schon sehr sehr häufig. Ich würde mich freuen, normalerweise, da mich ein lieber Gesprächspartner, den ich kenne, von meinem mitunter drögen Lernstoff ablenken gut und gerne mal ablenken darf.
Das richtige Problem ist aber: Ich kenne diese Leute nicht. Und sie mich nicht. Trotzdem denken sie, dass sie mich kennen.
Diese Leute kommen aus allen Teilen Europas, rufen aus der fernen Türkei, aus der Schweiz und mitunter auch aus Deutschland an. Und sie halten mich für Eren. Und Eren ist ein toller türkischer Sänger. Anscheinend. Über den findet man bei Google aber nichts.
So.
Und wenn sich nun eine Person verwählt hat, finde ich das gar nicht schlimm, aber diese Personen haben sich bestimmt schon je zwanzig Mal verwählt. Ich versuche ihnen stets in allen Sprachen klarzumachen, dass ich nicht der Eren bin. Aber mitunter habe ich das Gefühl, sie hören aus allem, was ich sage, stets nur "Eren" raus. Und dann kombinieren sie. Und dann kommen sie zu dem Entschluss: Nun, der kennt den Eren, also kennt er den Eren. Verstehen sie? Die denken vielleicht, ich erlaube mir ein Scherz und bin der Eren selber. Und deshalb rufen sie immer und immer wieder an.
ich habe es auch schon mit schreien versucht. Meine Nachbarn aus dem Wohnheim habe ich wachgerufen dadurch, weil die Anrufe wie gesagt oft spät abends kommen, oft sogar mitten in der Nacht. Und dann nicht einmal, sondern fünf Mal.
Sowas raubt mir natürlich den Schlaf. Und den brauche ich. Weil sonst kann ich in den Vorlesungen nicht aufpassen, was schon schlimm ist, allerdings neige ich auch sehr schnell zu fetten Tränensecken und kleinen Äuglein. Und nun ist da ja noch meine Oma, die sich langsam Sorgen macht, dass ich keine Frau abbekomme. Und mit diesen Tränensäcken ist es kein Wunder, dass man nicht so auf mich steht, wie man sich das erhofft. Und außerdem bin ich ja noch müde und dann vielleicht auch launisch, was auch nicht ankommt.
Nun bitte ich euch, liebes Vodafone, mir schnellstmöglichst eine neue Nummer zu geben. Mir und vor allem Oma zuliebe.
Als ich in den Semesterferien geschätzte drei Monate nicht in meinem Wohnheim verbrachte und danach wiederkam, hatte ich 152 Anrufe in Abwesenheit und mein SMS-Speicher war voll.
Das muss man sich mal vorstellen.
Liebes Vodafone, tu was. Ich kann nicht mehr.
Herzlichst,
Ihr Mirko oeRque Segelken.
Ps.: Hiermit kündige ich schonmal an, dass in den nächsten Tagen eine Kündigung meines Vertrages, bzw eine Bitte zur Nichtverlängerung zum nächsten Thermin, März 2009, in Ihr Haus flattert.
Das hat dann aber wohl andere Gründe.
Folgendes Schreiben habe ich per elektronischer Post an Vodafone geschrieben:
================================================================
Liebes Vodafone,
Als liebenswürdiger, geduldiger junger Mann habe ich es lange genug mitgemacht, um jetzt sagen zu können: Es kann so nicht weitergehen!
Seit 10 Monaten habe ich einen Vertrag bei euch (so einen zum Studententarif, nur teurer, obwohl ich effektiv das gleiche in Anspruch nehme, wie bei eurem Tarif für 19,95 Euro, nur eben doch viel teurer) mit extra Telefon mit Vodafone-Zuhause-Nummer (also jetzt habe ich drei Nummern, unter denen ich erreichbar bin).
Das Vodafone-Zuhause-Telefon, nä, das ist auch ganz toll. Das steht immer auf meiner Fensterbank und wartet darauf, dass ich nach Hause komme. Ich würde es eigentlich auch mitnehmen in die FH, aber es ist ein wenig zu groß. Naja, eigentlich steht es da und ist fast immer ruhig.
Aber eben nur fast immer. Liebe Vodafone, ich werde ihnen jetzt mein Problem schildern, von dem ihr bestimmt nicht glaubt, dass es sowas geben kann und vor allem, dass jemand überhaupt unter diesen Umständen leben kann.
Und zwar ist das so: Das Telefon steht wie gesagt immer auf der Fensterbank und ist den ganzen Tag ruhig. Aber abends, also nicht jeden Tag, aber oft in der Woche, da bimmelt der Klingelapperat schon sehr sehr häufig. Ich würde mich freuen, normalerweise, da mich ein lieber Gesprächspartner, den ich kenne, von meinem mitunter drögen Lernstoff ablenken gut und gerne mal ablenken darf.
Das richtige Problem ist aber: Ich kenne diese Leute nicht. Und sie mich nicht. Trotzdem denken sie, dass sie mich kennen.
Diese Leute kommen aus allen Teilen Europas, rufen aus der fernen Türkei, aus der Schweiz und mitunter auch aus Deutschland an. Und sie halten mich für Eren. Und Eren ist ein toller türkischer Sänger. Anscheinend. Über den findet man bei Google aber nichts.
So.
Und wenn sich nun eine Person verwählt hat, finde ich das gar nicht schlimm, aber diese Personen haben sich bestimmt schon je zwanzig Mal verwählt. Ich versuche ihnen stets in allen Sprachen klarzumachen, dass ich nicht der Eren bin. Aber mitunter habe ich das Gefühl, sie hören aus allem, was ich sage, stets nur "Eren" raus. Und dann kombinieren sie. Und dann kommen sie zu dem Entschluss: Nun, der kennt den Eren, also kennt er den Eren. Verstehen sie? Die denken vielleicht, ich erlaube mir ein Scherz und bin der Eren selber. Und deshalb rufen sie immer und immer wieder an.
ich habe es auch schon mit schreien versucht. Meine Nachbarn aus dem Wohnheim habe ich wachgerufen dadurch, weil die Anrufe wie gesagt oft spät abends kommen, oft sogar mitten in der Nacht. Und dann nicht einmal, sondern fünf Mal.
Sowas raubt mir natürlich den Schlaf. Und den brauche ich. Weil sonst kann ich in den Vorlesungen nicht aufpassen, was schon schlimm ist, allerdings neige ich auch sehr schnell zu fetten Tränensecken und kleinen Äuglein. Und nun ist da ja noch meine Oma, die sich langsam Sorgen macht, dass ich keine Frau abbekomme. Und mit diesen Tränensäcken ist es kein Wunder, dass man nicht so auf mich steht, wie man sich das erhofft. Und außerdem bin ich ja noch müde und dann vielleicht auch launisch, was auch nicht ankommt.
Nun bitte ich euch, liebes Vodafone, mir schnellstmöglichst eine neue Nummer zu geben. Mir und vor allem Oma zuliebe.
Als ich in den Semesterferien geschätzte drei Monate nicht in meinem Wohnheim verbrachte und danach wiederkam, hatte ich 152 Anrufe in Abwesenheit und mein SMS-Speicher war voll.
Das muss man sich mal vorstellen.
Liebes Vodafone, tu was. Ich kann nicht mehr.
Herzlichst,
Ihr Mirko oeRque Segelken.
Ps.: Hiermit kündige ich schonmal an, dass in den nächsten Tagen eine Kündigung meines Vertrages, bzw eine Bitte zur Nichtverlängerung zum nächsten Thermin, März 2009, in Ihr Haus flattert.
Das hat dann aber wohl andere Gründe.
Freitag, 11. Januar 2008
Freitagabendplanung
Ich übermittle euch hiermit ein kleines Lebenszeichen meinerseits.
Um euch nahezubringen, was ich am heutigen Freitagabend vorhabe, zitiere ich ein kleines Gedicht.
'Drinking Alone Under the Moon' by Li Bai
Among the flower, with a whole pot of wine,
- A solitary drinker with no companions -
I raise my cup to invite the bright moon:
It throws my shadow
and makes us a party of three.
But moon
Understands nothing of drinking,
And shadow
Only follows aimlessly.
For the time
Shadow and moon are my fellows,
Seizing happiness
While the Spring lasts.
I sing:
the moon sails lingeringly,
I dance:
my shadow twirls and bobs about.
As long as I'm sober, we all frolic together;
When I'm drunk, we scatter and part.
Let us seal together
this passionless friendship -
Meet again
by the far-off River of Stars!
Ja, so werde ich es tun.
Oder ich lerne.
Um euch nahezubringen, was ich am heutigen Freitagabend vorhabe, zitiere ich ein kleines Gedicht.
'Drinking Alone Under the Moon' by Li Bai
Among the flower, with a whole pot of wine,
- A solitary drinker with no companions -
I raise my cup to invite the bright moon:
It throws my shadow
and makes us a party of three.
But moon
Understands nothing of drinking,
And shadow
Only follows aimlessly.
For the time
Shadow and moon are my fellows,
Seizing happiness
While the Spring lasts.
I sing:
the moon sails lingeringly,
I dance:
my shadow twirls and bobs about.
As long as I'm sober, we all frolic together;
When I'm drunk, we scatter and part.
Let us seal together
this passionless friendship -
Meet again
by the far-off River of Stars!
Ja, so werde ich es tun.
Oder ich lerne.
Abonnieren
Posts (Atom)
