Ich komme gerade vom Kükenfest (zehn Uhr morgens) und werde nach dem Schlaf mehr berichten.
Dann will ich mal (elf Stunden später).
Gestern stand mal wieder unser wunderbares, allsemestriges Kükenfest an und da wir keine Küken mehr sind, gebührte meinem Semester die Ehre, dieses auszurichten.
Vor fünf Wochen bekamen wir den Termin und die Drittsemestler "übergaben" uns die Aufgabe. Hauptorganisatoren wurden gebildet für die verschiedenen Bereiche. Ich stellte mich dem Druckteam als Helfer zur Verfügung, in der jehen Vorfreude, Plakate, Flyer und vor allem T-Shirts zu drucken. Hauptorganisatoren waren aber so komische Werber-Frauen, die ich nicht kannte und es dauerte lange, bis ich ihre Namen erfahren habe und sie kontaktieren konnte. Lirum larum, Plakate und Flyer wurden nach außerhalb gegeben, weil's günstiger wäre, als in der HdM zu drucken und wegen der T-Shirts melden sie sich nochmal.
Natürlich.
Wer's glaubt.
Wochenlang habe ich nichts mehr gehört, Sonntag frugte ich vorsichtig nochmal an, ob die T-Shirts auch woanders gedruckt würden. Nein, bekam ich als Antwort, sie würden hier fertig gemacht und man würde händeringend nach Helfern suchen (natürlich, über stille Post und so, weil Emails kamen ja nicht). Ich meldete mich für Dienstagmittag an mit ein paar Komilitonen, nahm sogar in Kauf, eine VOrlesung zu verpassen und ging zum Siebdruckraum, wartete ne halbe Stunde, ging dann betrübt doch in jene Vorlesung und ärgerte mich über diese blöden Organisatoren.
Jetzt hab ich endlich meinen Frust einmal niedergeschrieben und fühle mich gleich besser. Die Werberinnen und ich werden aber bestimmt keine Freunde mehr.
Nun, um nicht ganz ohne Arbeit darzustehen, meldete ich mich noch zum Aufbauen gestern und zum Parcours-Helfer [wie ihr vielleicht wisst (aus meinem letzten Bericht übers Kükenfest), werden die Küken am Anfang blind durch einen Parcours geführt und hier maltraitiert, mit allerlei Ekel und Erniedrigung]. Aufbauen ging ganz gut, viele Helfer waren da, es ging recht fix. So fix, dass wir zu dritt noch kurz zu mir gingen, um meinen Korn, den ich mir am Vortag von nem Kumpel hab mitbringen lassen (ich hatte keine Zeit), zu verköstigen, weil das Bier auf dem Fest ja auch teuer ist und so. Danach ging's zum Parcour, ich war erst dafür eingeteilt, die armen Kleinen mit Ketchup vollzuspritzen, wahlweise auch mit Mayonaise, aber ich dachte, es würden vielleicht zwei reichen und wurde kurzerhand umfunktioniert zum Spielehelfer/-vorbereiter (die draußen vor der Türe stattfanden, um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen), bereitete alles vor, klärte alle unklarheiten um dann - undankbar - doch wieder entzogen zu werden, weil Parcoursführer fehlten. Eigentlich wollte ich das nicht machen, weil der Boden vor lauter Schleim rutschig war und ich das mit meinem Gewissen des Kreuzbands wegen nicht vereinigen konnte, aber der Korn zuvor schien doch wie ein Katalysator für eine Vereinigung zu wirken. Und überhaupt konnte ich dann endlich mal Authorität aussprühen und ein kleiner Blick nach draußen verriet mir vorher, dass die Kükinnen eine gewisse Attraktivität versprühten.
Ca. 20 Damen und Herren durfte ich durch Planschbecken mit Schleim und Haferflocken und Kondomen robben lassen, zur Liegestütze zwingen, anschreien, meinen ebenso attraktiven Parcourhelfern zum Schminken und Einflößen widerlicher Getränke übergeben und am Ende zum Foto schicken. Toll. So ein Machtgefühl! Die Augenbinden hängte ich mir anschließend als Trophäen um den Hals, die hässlichste diente später als cooles TuPac-Kopfband.
Die Reaktionen waren verschieden und reichten von einem angerregten Flirt über die Bildung von Vatergefühlen bishin zum Hass, ausgedrückt durch wüste Schläge und Tritte (ich gehe dennoch davon aus, dass sie lieb gemeint waren).
Leider mussten wir den Parcours nach drei Stunden und ca. 80% durchgeschleuster Küken abbrechen, da bei der Planung nicht berücksichtigt wurde, dass es sich um ein Wintersemester verbunden mit neu eingeführten Studiengängen handelte, woraus resultierte, dass nicht (wie bei uns) maximal 300 Küken am Start waren, sondern 500. Und ab der normale Pöbel war eigentlich schon für 8 Uhr "geladen" und es war mittlerweile 21:15 und wir mussten den Boden noch wieder herrichten. Mir tat es für den Rest leid, aber die kamen dann auch einfach zu spät, sagte ich mir und schon konnte das Mitleid mir gar nichts mehr anhaben.
Die Party war schon sehr cool, fand ich, etwas chaotisch mit Wertmarken, Garderobe, Pfandrückgabe und so weiter, aber egal. Bier war normal teuer, es gab fünf Areas, im HipHop-Bereich tanzte ich die Mädchenherzen weich und tat so dies und das.
Gegen Ende war ich auch noch so toll und habe mit dunen Kopf einfach noch in der Garderobe geholfen und alle Jacken sogar richtig rausgegeben. Und dann kam der Punkt, an dem mich der Alkohol das erste Mal nicht begünstigte; während alle gingen, blieb ich mit ein paar weiteren "dummen" alleine einen Moment zu lange zurück und war sofort dazu verdonnert, auch noch abzubauen. Klar kann ich noch zwei Stunden länger bleiben, es hilft ja nichts.
Dass wir aber nur noch so zehn Leute waren (von ich weiß nicht wie vielen, die sich vorher als Auf- und Abbauer anmeldeten), konnte ich ja nicht ahnen.
Tja und dann begann die Tortur. Festgetrocknete Federn mussten überall abgekratzt, die Waschbecken von eben solchen befreit, die Anlagen und Bühnen abgebaut und der Boden besenrein gefegt werden. Dazu Kleiderbügel aus der Garderobe sortieren (es gab drei Sorten), die Pfandflaschen einsammeln, die Reste wegkippen.
Und weil das alles nicht schon genug ist, durften wir auch noch sämtliche Tische (ca 100..) wieder in die erste Etage schleppen. Da merkt man erst, wie viele Kaugummis drunter kleben.
Lange Rede, kurzer Sinn, um halb neun waren wir fertig, durften uns noch von einer fluchenden Alten anhören, dass vor ihrem Büro noch ne Limette lag und dass es ekelig war und dass es somit wohl das letzte Kükenfest war. Wir zogen uns also noch kurz in den Kinoraum der HdM (ein Komilitone ist dort Hauptverantwortlicher, hat also die Schlüssel) und tranken ein Feierabendbier, ein leckeres Astra, und danach noch in die S-Bar um einen leckeren Muffin zu frühstücken.
Zuhause duschte ich mich erstmal (da ich eigentlich auch eher einem Küken glich nach dem Parcours) und konnte gegen halb elf endlich schlafen.
Den Rest des Tages gammelte ich, weihte eben meine neue Auflaufform ein und freue mich, dass es bald wieder Nacht ist und ich schlafen darf.
Wunderbar.
oeRque
Freitag, 23. November 2007
Mittwoch, 21. November 2007
Mein(e) absolute(r) Lieblingsprofessor(in)
Verehrte Fan-Gemeinde,
Ich weiß, ich habe es schon oft erwähnt, und bin euch bestimmt schon auf die Nerven gegangen, aber ich finde, es wird nun Zeit für eine explizite Huldigung an meine absolute Lieblinigsprofessorin an der HdM.
Es ist...
... Frau Vera Schick,
meine tadellose Chinesisch-Professorin, der ich viel zu verdanken habe.
Ich könnte seitenlang ihre Vorzüge vorstellen, aber ich denke, man muss sie einfach selber erlebt haben. Außerdem möchte ich euch nicht allzu neidisch machen.
Ein freudiger,
oeRque
(Zu behaupten, die Tatsache, dass o.g. Professorin seit gestern um meinen Blog bescheid weiß und wahrscheinlich drin lesen wird, hätte mich nur dazu veranlasst, diese Huldigung niederzuschreiben, wäre pure Blasphemie!)
Ich weiß, ich habe es schon oft erwähnt, und bin euch bestimmt schon auf die Nerven gegangen, aber ich finde, es wird nun Zeit für eine explizite Huldigung an meine absolute Lieblinigsprofessorin an der HdM.
Es ist...
... Frau Vera Schick,
meine tadellose Chinesisch-Professorin, der ich viel zu verdanken habe.
Ich könnte seitenlang ihre Vorzüge vorstellen, aber ich denke, man muss sie einfach selber erlebt haben. Außerdem möchte ich euch nicht allzu neidisch machen.
Ein freudiger,
oeRque
(Zu behaupten, die Tatsache, dass o.g. Professorin seit gestern um meinen Blog bescheid weiß und wahrscheinlich drin lesen wird, hätte mich nur dazu veranlasst, diese Huldigung niederzuschreiben, wäre pure Blasphemie!)
Montag, 19. November 2007
Neue Großinvestition
Heute habe ich mir im Kaufland für 4,99 € eine neue Auflaufform gekauft.
In Gedanken an diese richtungsweisende Anschaffung werde ich mich jetzt zum Pumpen bewegen.
Der Rest folgt morgen.
o-e-R-q-u-e
In Gedanken an diese richtungsweisende Anschaffung werde ich mich jetzt zum Pumpen bewegen.
Der Rest folgt morgen.
o-e-R-q-u-e
Montag, 12. November 2007
Spongebob Marathon und der Rest des Wochenendes
Das letzte Wochenende war endlich mal wieder eines der ruhigeren, ohne verreisen und große Partys. Zum Lernen. So nimmt man es sich zumindest vor.
Freitag hatte ich bis nach acht Vorlesung, sofern man das so nennen kann. Eigentlich war ich nur dazu beauftragt, Bier und DVD zu besorgen und dann haben wir im Rahmen des interkulturellen Seminars im HdM-Kino "Deutschland, ein Sommermärchen" zusammen mit den Chinesen geguckt. Da kommen Erinnerungen hoch und ein wenig Wehmut. Aber gut, damit möchte ich euch nicht belästigen.
Danach kam Luke mit zu mir, wir aßen ein wenig zu Abend, gingen in eine Kneipe aufm Campus (die uns kurz danach aber wieder rauswarf, weil es "zu spät" war um halb zwölf). Luke ist dann auch nach Hause gefahren und Christian und ich wollten uns vorm Schlafengehen nochmal die Uschi [Umweltschutztechnik - Hilde (Name weiterhin von der Redaktion geändert) gehört zu dieser Fraktion]- Party angucken, obwohl wir vorher gewarnt wurden, dass man auch mal ne Stunde vor der Türe wartet und dann doch nicht reinkommt, weil es zu voll war und zu teuer glaube ich auch.
Als wir ankamen, machte die Schlange tatsächlich keine Anstalten, kürzer zu werden und als wir gerade gehen wollten, passierte das Unglaubliche: Eine Dame unbekannten Alters und unbekannten Aussehens kam aus einem Seiteneingang, gut 10 m vom Haupteingang entfernt, und die Tür fiel nur allzu langsam ins Schloss. Ich Rebell ergriff die Möglichkeit und zack, waren wir quasi in der richtigen Halle, mussten nur noch Rasch eine Ballustrade überqueren und schon hatten wir den fucking Eintritt und eine drohende Verkühlung (denn es schneite und regnete nur noch und es war windig) gespart und konnten ein wenig Party machen. Es war recht unspektakulär, ich kannte kaum jemanden, dafür das Bier. Und das schmeckte. Um wenigstens irgendwen zu kennen, rief ich den ganzen Abend über "HILDE". Und als wir schon auf dem Weg nach draußen waren, sollte es tatsächlich zu einem atemberaubenden Wiedersehen kommen: Es war auf der Treppe, ich rief "HILDE, da bist du" und Hilde drehte sich zu mir. Ein kurzer Handkuss, ein irritierter Blick, ein "Auf Wiedersehen" und dann ging's weiter - DAS muss Liebe sein. Am nächsten Tag bekam ich via Internet eine Nachricht "Sorry, warst das zufällig du gestern auf der Treppe?" - na vielen Dank auch.
Samstag bin ich zur Post und dann einkaufen, der Bus zurück ist mir natürlich vor der Nase weggefahren und so ging ich zu Fuß. Das Fußballgucken in der Kneipe für den Nachmittag legte ich kurzerhand in meine eigene Bude, das Handy diente als Leinwand, war aber auch ganz großartig. Abends ging es mit Christian zu Hanna, wir tranken BelgischBier und Glühwein (und ja, ich bin wieder fähig, ihn aufzunehmen), außer Hanna, wegen eines komischen Ernährungsplans. An diesem Abend machte mich Christian auch auf den Spongebob Schwammkopf-Marathon aufmerksam, der kurz zuvor gestartet war. Auf Nick (so ein Kindersender) wurde also 24 Stunden lang nur diese Serie gezeigt und da es einer olympischen Disziplin gleicht, versprach ich, auch so lange zuzuschauen, wie es ging. Und als wir um eins nach Hause kamen, schaltete ich sofort den Fernseher, oder besser die Fernsehfunktion auf meinem tragbaren Klapprechner, ein und ich guckte Spongebob. Und das Bild lief und lief. Selbst als ich schlafen ging, lief es weiter. Es war zwar etwas krank, in der Nacht öfters aufzuwachen, geweckt durch ein schrilles Lachen, und ständig nur das gleiche Bild zu sehen: Einen gelben Schwamm mit brauner Hose und einen roten Seestern, der sehr dumm ist.
Morgens bin ich aufgewacht und schaute ohne Frühstück weiter. Nur zwischendurch gönnte ich mir eine Dirk'sche Spachtelmasse. Es tat beinahe weh, als ich um fünf entschied, doch noch ein paar Zeichen zu lernen. Für zwei Stunden tat ich dies aber, um am gegen acht die letzte Folge (zugleich auch eine ganz neue der neuesten Staffel) Spongebob zu gucken.
Effektiv schaute ich also 10 bis 11 Stunden zu und kam mir danach sehr ausgelaugt zu.
Als positiv entnehme ich, dass ich heute dem Bildschirm lieber fern bleiben wollte und lieber las. Das soll ja auch mal ganz gut sein.
Jetzt lerne ich noch und nachher geh ich pumpen.
Euer Ich.
Freitag hatte ich bis nach acht Vorlesung, sofern man das so nennen kann. Eigentlich war ich nur dazu beauftragt, Bier und DVD zu besorgen und dann haben wir im Rahmen des interkulturellen Seminars im HdM-Kino "Deutschland, ein Sommermärchen" zusammen mit den Chinesen geguckt. Da kommen Erinnerungen hoch und ein wenig Wehmut. Aber gut, damit möchte ich euch nicht belästigen.
Danach kam Luke mit zu mir, wir aßen ein wenig zu Abend, gingen in eine Kneipe aufm Campus (die uns kurz danach aber wieder rauswarf, weil es "zu spät" war um halb zwölf). Luke ist dann auch nach Hause gefahren und Christian und ich wollten uns vorm Schlafengehen nochmal die Uschi [Umweltschutztechnik - Hilde (Name weiterhin von der Redaktion geändert) gehört zu dieser Fraktion]- Party angucken, obwohl wir vorher gewarnt wurden, dass man auch mal ne Stunde vor der Türe wartet und dann doch nicht reinkommt, weil es zu voll war und zu teuer glaube ich auch.
Als wir ankamen, machte die Schlange tatsächlich keine Anstalten, kürzer zu werden und als wir gerade gehen wollten, passierte das Unglaubliche: Eine Dame unbekannten Alters und unbekannten Aussehens kam aus einem Seiteneingang, gut 10 m vom Haupteingang entfernt, und die Tür fiel nur allzu langsam ins Schloss. Ich Rebell ergriff die Möglichkeit und zack, waren wir quasi in der richtigen Halle, mussten nur noch Rasch eine Ballustrade überqueren und schon hatten wir den fucking Eintritt und eine drohende Verkühlung (denn es schneite und regnete nur noch und es war windig) gespart und konnten ein wenig Party machen. Es war recht unspektakulär, ich kannte kaum jemanden, dafür das Bier. Und das schmeckte. Um wenigstens irgendwen zu kennen, rief ich den ganzen Abend über "HILDE". Und als wir schon auf dem Weg nach draußen waren, sollte es tatsächlich zu einem atemberaubenden Wiedersehen kommen: Es war auf der Treppe, ich rief "HILDE, da bist du" und Hilde drehte sich zu mir. Ein kurzer Handkuss, ein irritierter Blick, ein "Auf Wiedersehen" und dann ging's weiter - DAS muss Liebe sein. Am nächsten Tag bekam ich via Internet eine Nachricht "Sorry, warst das zufällig du gestern auf der Treppe?" - na vielen Dank auch.
Samstag bin ich zur Post und dann einkaufen, der Bus zurück ist mir natürlich vor der Nase weggefahren und so ging ich zu Fuß. Das Fußballgucken in der Kneipe für den Nachmittag legte ich kurzerhand in meine eigene Bude, das Handy diente als Leinwand, war aber auch ganz großartig. Abends ging es mit Christian zu Hanna, wir tranken BelgischBier und Glühwein (und ja, ich bin wieder fähig, ihn aufzunehmen), außer Hanna, wegen eines komischen Ernährungsplans. An diesem Abend machte mich Christian auch auf den Spongebob Schwammkopf-Marathon aufmerksam, der kurz zuvor gestartet war. Auf Nick (so ein Kindersender) wurde also 24 Stunden lang nur diese Serie gezeigt und da es einer olympischen Disziplin gleicht, versprach ich, auch so lange zuzuschauen, wie es ging. Und als wir um eins nach Hause kamen, schaltete ich sofort den Fernseher, oder besser die Fernsehfunktion auf meinem tragbaren Klapprechner, ein und ich guckte Spongebob. Und das Bild lief und lief. Selbst als ich schlafen ging, lief es weiter. Es war zwar etwas krank, in der Nacht öfters aufzuwachen, geweckt durch ein schrilles Lachen, und ständig nur das gleiche Bild zu sehen: Einen gelben Schwamm mit brauner Hose und einen roten Seestern, der sehr dumm ist.
Morgens bin ich aufgewacht und schaute ohne Frühstück weiter. Nur zwischendurch gönnte ich mir eine Dirk'sche Spachtelmasse. Es tat beinahe weh, als ich um fünf entschied, doch noch ein paar Zeichen zu lernen. Für zwei Stunden tat ich dies aber, um am gegen acht die letzte Folge (zugleich auch eine ganz neue der neuesten Staffel) Spongebob zu gucken.
Effektiv schaute ich also 10 bis 11 Stunden zu und kam mir danach sehr ausgelaugt zu.
Als positiv entnehme ich, dass ich heute dem Bildschirm lieber fern bleiben wollte und lieber las. Das soll ja auch mal ganz gut sein.
Jetzt lerne ich noch und nachher geh ich pumpen.
Euer Ich.
Samstag, 10. November 2007
So lebe ich
Vom guten Mitbewohner Stefan habe ich dieses sensationelle Video über meine Wohnzustände erhalten. Es ist herrlich.
Was gibt es sonst noch zu sagen?
Richtig, wir haben jetzt den ersten Schnee gehabt. Es war aber ekelig, weil einfach nichts liegen blieb und alles nass ist.
Das ist aber natürlich nichts gegen das, was meine Familie hoch im Norden durchlebt. Regen, Orkanböen, Sturmflut. Ich mache mir Sorgen und bitte um ein Lebenszeichen!
oeRque
Was gibt es sonst noch zu sagen?
Richtig, wir haben jetzt den ersten Schnee gehabt. Es war aber ekelig, weil einfach nichts liegen blieb und alles nass ist.
Das ist aber natürlich nichts gegen das, was meine Familie hoch im Norden durchlebt. Regen, Orkanböen, Sturmflut. Ich mache mir Sorgen und bitte um ein Lebenszeichen!
oeRque
Donnerstag, 8. November 2007
Jetzt aber!
Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich geschrieben habe und ich habe ein schlechtes Gewissen, zudem bin ich kaum noch aufnahmefähig, weil ich ja alles weiterhin eingespeichert habe, was ich jetzt aufzuschreiben versuche.
Ich berichtete glaube ich als letztes, dass ein Referat bevorstand. Ja, das war vorletzten Freitag und sollte eine lockere, runde Sache werden. Die Chinesen sollten eine halbe Stunde vortrage, wir Deutschen ebenso, danach eine halbe Stunde Diskussion - prima, da sind wir schnell fertig.
Leider nicht. Um zehn nach acht musste ich zur Bahn und da waren wir gerade fertig geworden, weil einige drei Minuten nicht gut wirklich einschätzen konnten. Aber egal.
Anschließend bestieg ich die Bahn Richtung Mußbach, wo besagtes Familientreffen stattfand. Tagsüber wurde gegessen und gewandert (so richtig Berge und so und ganz schön weit - aber das Kreuzband hält) und abends galt es, Wein zu verköstigen. Und er war köstlich. Ich danke auch der Mutter, die mir ein Paket für zuhause gestiftet hat.
Am Montag fuhr ich mit meinem Onkel zurück, dem Kofferraum voll Bier und die Rückbank mit zwei Cousins und einer Tante, die der Wein zum Halse rauszuhängen schien. Aber es hielt.
Das wir erst Mittags zurückfuhren, verpasste ich leider zwei Vorlesungen, die dritte nahm ich aber mit. Am Dienstag fielen auch wieder Vorlesungen aus, Chinesisch nämlich eines Hexenschuss' wegen, dafür setzte ich mich aber morgens (!) freiwillig (!) mit in eine andere Vorlesung, die wir wegen Chinesisch nicht haben, die aber ganz interessant scheint. Außerdem hatte ich ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich Mittwoch schon wieder in die Heimat geflogen bin (musste das letzte Mal das Tchibo-Ticket nutzen) und da sieht es nicht so toll aus, wenn ich in der Zwischenzeit nur zweimal an der Hochschule war.
Mittwoch erwachte ich also um halb sechs, nachdem ich am Abend vorher noch auf ner Party war. Vom Flug bekam ich nicht viel mit, ich verschlief alles, danach Bahnfahren, zuhause ankommen und die ganze Zeit dem Torben seine Arbeitslosigkeit feiern. Das heißt auf der Couch (aber auf einer neuen, hübschen Couch) hocken, Unterschichtsfernsehen schauen (aber auf nem schönen großen Fernseher) und zwischendurch X-Box daddeln. Ich gewann fast immer.
Donnerstag begann ähnlich, abends ging es aber auf den Freimarkt, und zwar traditionsgemäß mit den ehrenwerten Großeltern, die sich in Spendier- und Trinklaune befanden. Ich war Fahrer. Hin und zurück. Zurück aber ohne Torben, den durfte ich zu nächtlicher Zeit um halb fünf ausm Stubu abholen, samt seiner Freunde, die natürlich alle in verschiedenen Dörfern wohnen. Aber gut, ich war eh wach. Vorher hatte ich natürlich nicht an einen Schlüssel gedacht (meiner wurde für die Bauarbeiter geopfert) und mein Vater war nicht wie versprochen zuhause, also klingelte ich die anderen Großeltern aus dem Bett und auch sie zeigten sich gerne bereit, noch eins, zwei Bierchen zu vernaschen, weil der verlorene Enkel ja mal wieder da war.
Freitag stand abermals der Freimarkt an, diesmal mit der Mannschaft. Es war großartig - Bier aus der Mannschaftskasse (in die ich ewig nicht mehr eingezahlt habe, wofür ich mich aber auch schäme und was ich hiernach sofort tun werde), ein bisschen Karussel, dann Halle 7, andere Leute treffen und irgendwann sich wundern, warum alle weg sind. Dann das Brüderle aufsuchen, das diesmal nicht draußen warten musste und auch nicht aufm Tresen eingepennt ist und diskutieren, ob wir noch fünfzig Minuten auf ne Bahn warten oder gleich n Taxi nehmen. Taxi ging vor, Fahrer war ein Linguistik-Student. Französisch konnte er sprechen, ich versuchte, es ihm gleichzutun. Natürlich war mein Französisch spitzenmäßig, zumindest bildete ich es mir ein. Am nächsten Tag musste ich mal wieder feststellen, dass es besser wär, mir zu vorangeschrittener Stunde einfach mal das Mobiltelefon wegzunehmen..
Samstagmorgen musste ich früh aufstehen. Um zehn. Es ging auch gut, duschen war eine Wonne (vor allem, weil mein Papa gleich danach auch wollte und ich somit nicht die ganzen Scheiben und Wände abziehen musste), Frühstück ging auch gut runter, aber ich war noch granatenvoll. Darunter zu leiden hatte Christian, der mich ne Stunde später abholte und meine Fahne eine ganze Fahrt von Bremen nach Bonn.
Dort besuchten wir Khaleda, die Geburtstag feiern wollte und uns einfach mal einlud. Natürlich waren wir viel zu früh da und helfen konnten wir auch nicht, also gingen wir in die Stadt, Fußball schauen und danach noch ein wenig weiter durch die Stadt. Ins Zentrum wollten wir und fragten einfach mal nach. Die Lady schlug eine Richtung vor, allerdings war das nicht wirklich das Zentrum, wo wir ankamen. Lediglich die Innenstadt eines Stadtteils namens Poppelsdorf. Naja, wir wollten also umkehren und einen kleinen Bogen laufen, sind also rechts abgebogen um die nächste wieder rechts zu nehmen, das Problem war nur, dass einfach keine Straße mehr rechts kam. Irgendwann erblickten wir aber doch eine kleine Straße, die gut beleuchtet war und marschierten und marschierten und plötlzlich standen wir auf einem Berg, auf dem es dann gar nicht mehr so beleuchtet war. Glücklicherweise fand sich aber auch dort ein Mann, der uns helfen wollte. Mein genbedingter innerer Sinn für Orientierung sagte mir aber, das könnte nicht stimmen und so nahmen wir meinen Vorschlag und kamen auch ziemlich genau an. Ich bin halt doch ein Teufelskerl.
Dann war's abends und die Party war angesagt. Prima war's, die Khaleda hat auch ganz schön hübsche Freundinnen und so, aber das nur nebenbei. Gegen sechs ging es ins "Bett" und um zehn aufstehen, aufräumen und was essen - für die Dame. Wir blieben einfach mal liegen und als wir vier Stunden später wieder erwachten, konnten wir auch nicht mehr helfen.
Abends fuhr ich zurück und jetzt habe ich Vorlesungen. Die ganze Zeit. Ich fühl mich bald schon ausgebrannt. Ich habe diese Woche vier Mal um acht Uhr und ebenso oft abends bis 19:15. Das ist ganz schön hart, aber mit etwas Glück stehe ich es durch.
Gekocht habe ich eben ganz toll. Ich hatte 500 g Hackfleisch zu verwerten, also machte ich Spaghetti mit Soße und ganz viele Frikadunsen. Mit Zwiebeln und Paprika und Schafskäse innen drin. Leider vergaß ich Knoblauch und eine größere Menge an Salz, aber mit viel Senf sollten sie heute Abend schmecken.
Ich lern jetzt ein wenig Französisch.
o+
Ich berichtete glaube ich als letztes, dass ein Referat bevorstand. Ja, das war vorletzten Freitag und sollte eine lockere, runde Sache werden. Die Chinesen sollten eine halbe Stunde vortrage, wir Deutschen ebenso, danach eine halbe Stunde Diskussion - prima, da sind wir schnell fertig.
Leider nicht. Um zehn nach acht musste ich zur Bahn und da waren wir gerade fertig geworden, weil einige drei Minuten nicht gut wirklich einschätzen konnten. Aber egal.
Anschließend bestieg ich die Bahn Richtung Mußbach, wo besagtes Familientreffen stattfand. Tagsüber wurde gegessen und gewandert (so richtig Berge und so und ganz schön weit - aber das Kreuzband hält) und abends galt es, Wein zu verköstigen. Und er war köstlich. Ich danke auch der Mutter, die mir ein Paket für zuhause gestiftet hat.
Am Montag fuhr ich mit meinem Onkel zurück, dem Kofferraum voll Bier und die Rückbank mit zwei Cousins und einer Tante, die der Wein zum Halse rauszuhängen schien. Aber es hielt.
Das wir erst Mittags zurückfuhren, verpasste ich leider zwei Vorlesungen, die dritte nahm ich aber mit. Am Dienstag fielen auch wieder Vorlesungen aus, Chinesisch nämlich eines Hexenschuss' wegen, dafür setzte ich mich aber morgens (!) freiwillig (!) mit in eine andere Vorlesung, die wir wegen Chinesisch nicht haben, die aber ganz interessant scheint. Außerdem hatte ich ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich Mittwoch schon wieder in die Heimat geflogen bin (musste das letzte Mal das Tchibo-Ticket nutzen) und da sieht es nicht so toll aus, wenn ich in der Zwischenzeit nur zweimal an der Hochschule war.
Mittwoch erwachte ich also um halb sechs, nachdem ich am Abend vorher noch auf ner Party war. Vom Flug bekam ich nicht viel mit, ich verschlief alles, danach Bahnfahren, zuhause ankommen und die ganze Zeit dem Torben seine Arbeitslosigkeit feiern. Das heißt auf der Couch (aber auf einer neuen, hübschen Couch) hocken, Unterschichtsfernsehen schauen (aber auf nem schönen großen Fernseher) und zwischendurch X-Box daddeln. Ich gewann fast immer.
Donnerstag begann ähnlich, abends ging es aber auf den Freimarkt, und zwar traditionsgemäß mit den ehrenwerten Großeltern, die sich in Spendier- und Trinklaune befanden. Ich war Fahrer. Hin und zurück. Zurück aber ohne Torben, den durfte ich zu nächtlicher Zeit um halb fünf ausm Stubu abholen, samt seiner Freunde, die natürlich alle in verschiedenen Dörfern wohnen. Aber gut, ich war eh wach. Vorher hatte ich natürlich nicht an einen Schlüssel gedacht (meiner wurde für die Bauarbeiter geopfert) und mein Vater war nicht wie versprochen zuhause, also klingelte ich die anderen Großeltern aus dem Bett und auch sie zeigten sich gerne bereit, noch eins, zwei Bierchen zu vernaschen, weil der verlorene Enkel ja mal wieder da war.
Freitag stand abermals der Freimarkt an, diesmal mit der Mannschaft. Es war großartig - Bier aus der Mannschaftskasse (in die ich ewig nicht mehr eingezahlt habe, wofür ich mich aber auch schäme und was ich hiernach sofort tun werde), ein bisschen Karussel, dann Halle 7, andere Leute treffen und irgendwann sich wundern, warum alle weg sind. Dann das Brüderle aufsuchen, das diesmal nicht draußen warten musste und auch nicht aufm Tresen eingepennt ist und diskutieren, ob wir noch fünfzig Minuten auf ne Bahn warten oder gleich n Taxi nehmen. Taxi ging vor, Fahrer war ein Linguistik-Student. Französisch konnte er sprechen, ich versuchte, es ihm gleichzutun. Natürlich war mein Französisch spitzenmäßig, zumindest bildete ich es mir ein. Am nächsten Tag musste ich mal wieder feststellen, dass es besser wär, mir zu vorangeschrittener Stunde einfach mal das Mobiltelefon wegzunehmen..
Samstagmorgen musste ich früh aufstehen. Um zehn. Es ging auch gut, duschen war eine Wonne (vor allem, weil mein Papa gleich danach auch wollte und ich somit nicht die ganzen Scheiben und Wände abziehen musste), Frühstück ging auch gut runter, aber ich war noch granatenvoll. Darunter zu leiden hatte Christian, der mich ne Stunde später abholte und meine Fahne eine ganze Fahrt von Bremen nach Bonn.
Dort besuchten wir Khaleda, die Geburtstag feiern wollte und uns einfach mal einlud. Natürlich waren wir viel zu früh da und helfen konnten wir auch nicht, also gingen wir in die Stadt, Fußball schauen und danach noch ein wenig weiter durch die Stadt. Ins Zentrum wollten wir und fragten einfach mal nach. Die Lady schlug eine Richtung vor, allerdings war das nicht wirklich das Zentrum, wo wir ankamen. Lediglich die Innenstadt eines Stadtteils namens Poppelsdorf. Naja, wir wollten also umkehren und einen kleinen Bogen laufen, sind also rechts abgebogen um die nächste wieder rechts zu nehmen, das Problem war nur, dass einfach keine Straße mehr rechts kam. Irgendwann erblickten wir aber doch eine kleine Straße, die gut beleuchtet war und marschierten und marschierten und plötlzlich standen wir auf einem Berg, auf dem es dann gar nicht mehr so beleuchtet war. Glücklicherweise fand sich aber auch dort ein Mann, der uns helfen wollte. Mein genbedingter innerer Sinn für Orientierung sagte mir aber, das könnte nicht stimmen und so nahmen wir meinen Vorschlag und kamen auch ziemlich genau an. Ich bin halt doch ein Teufelskerl.
Dann war's abends und die Party war angesagt. Prima war's, die Khaleda hat auch ganz schön hübsche Freundinnen und so, aber das nur nebenbei. Gegen sechs ging es ins "Bett" und um zehn aufstehen, aufräumen und was essen - für die Dame. Wir blieben einfach mal liegen und als wir vier Stunden später wieder erwachten, konnten wir auch nicht mehr helfen.
Abends fuhr ich zurück und jetzt habe ich Vorlesungen. Die ganze Zeit. Ich fühl mich bald schon ausgebrannt. Ich habe diese Woche vier Mal um acht Uhr und ebenso oft abends bis 19:15. Das ist ganz schön hart, aber mit etwas Glück stehe ich es durch.
Gekocht habe ich eben ganz toll. Ich hatte 500 g Hackfleisch zu verwerten, also machte ich Spaghetti mit Soße und ganz viele Frikadunsen. Mit Zwiebeln und Paprika und Schafskäse innen drin. Leider vergaß ich Knoblauch und eine größere Menge an Salz, aber mit viel Senf sollten sie heute Abend schmecken.
Ich lern jetzt ein wenig Französisch.
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