Montag, 23. Juni 2008

Gewicht

Es ist Faktum, unbestreitbar, amtlich, klar zu erkennen, nicht widerlegbar: Das Studium macht mich kaputt.
Ich habe, trotzdem ich nicht weniger esse, gestern 8 (in Worten: acht) Kilogramm weniger auf die Waage gebracht, als noch am Anfang des Semesters. Das ist doch kein Leben!?
Einziger Vorteil: Mein Waschbrettbauch ist endlich wieder erkennbar.

Samstag, 21. Juni 2008

Update

Trotz großen Hungers schreibe ich jetzt mal wieder was.
Was ist passiert in den letzten Wochen? Nun, zum einen gab es die Exkursionswoche. Ich war zuhause, dann bei Mutti und dann in Düsseldorf auf der Drupa. War recht cool. Ich wollte eigentlich beim Julius pennen, in Köln, weil ich es für günstiger und toller im Vorfeld empfand. Allerdings dachte ich da auch noch, dass die beiden Städte nur durch den Rhein getrennt werden und man problemlos dahinkäme. Kam man aber nicht. Nur mit 50 Minuten S-Bahn-Fahrt (plus 30 Minuten darauf warten) oder mit ICE für 16 Euro (und gefühlte 10 Minuten Fahrtzeit). Aus Rache für dieses infrarstrukturelle Versagen seitens Nordrhein-Westfalens habe ich nach einigem Hin- und Her einfach kehrt gemacht und bin auf gut Glück zur Jugendherberge, wo die anderen HdM'ler untergebracht waren, gelatscht. Dort gab ich vor, reserviert zu haben, wobei ich fest von einer Absage ausging. Nur leider kamen die dort mit der ganzen Überbuchung überhaupt nicht zurecht und hatten keinen Überblick mehr. Fazit war, dass ich ein Viererzimmer für mich alleine hatte, in dem in der zweiten Nacht illegalerweise noch andere Leute pennten. Abends hatten wir das Glück, vorher Connections zu anderen Firmen geschlossen zu haben, so dass wir Getränke-Gutscheine für die von ihnen gemieteten Kneipen hatten. Und so ein Altbier kann auch gut schmecken.
Dann fing die EM an und die Zeit der Sommerfeste aufm Campus. Mindestens eins pro Woche. Herrlich und zugleich fatal, da es eigentlich nie bei der angepeilten Null-Uhr-Bettruhe blieb.
Und am 30. schreibe ich meine erste richtige Prüfung, für die muss jetzt mal gelernt werden.
Schwedisch habe ich bereits bravourös bestanden.
Ein weiteres Highlight momentan ist die Gastvorlesung einer chinesischen Professorin. Thema ist "Bilder und Farben in MATLAB". Also so ein blödes Programm, eigentlich für die Mathematik gedacht, aber man kann auch viel mit Bildern machen; Farbprofile ändern, Pixel ändern, Druckerzeugnisse auf Gleichheit prüfen und so. Die PPS-Folien sind schön auf Chinesisch, sodass die meiste Zeit für's Zeichen-Raten drauf geht. Dazu gibt's immer Aufgaben, die so gut wie keiner hinbekommt. Weil MATLAB einfach blöd ist. Weil die einen Formeln auf dem einen Computer funktionieren, auf dem anderen nicht. Und auch alles nur manchmal.
Naja, auf jeden Fall haben wir das jetzt dreimal wöchentlich (weil wir ein Semester-Programm in drei Wochen unterkriegen müssen) und am Ende bekommt jeder ne individuelle Aufgabe, die er lösen und dazu zwei Seiten auf Chinesisch schreiben muss. Zwei Seiten mit einem Basiswissen von gerademal vielleicht 700 Zeichen. Ich bin froh, Yijun zu kennen, die sowohl Chinesisch als auch MATLAB beherrscht.
Genug davon.
Ich habe Hunger und muss noch weiter lernen.
Draußen machen die Rumänen wieder Party. Fatalerweise habe ich mich letztens mit ihnen angefreundet, und noch viel fatalererweise erlaubte ich ihnen auch damals, so viel Party zu machen, wie sie nur wollen.

Leicht hab ich es ja nicht..

Samstag, 14. Juni 2008

Lacus Tranquillus Profondium - es wird poetisch

Heute bricht eine neue Epoche an: oeRque wird poetisch.
Anlässlich meiner Burschierung in der Grafia bekam ich einen neuen Biernamen. Allerdings musste ich ihn mir verdienen und das ging so: Ich bekam im Vorfeld ein Stichwort mitgeteilt, das mit eben jenem Namen was zu tun hatte. Dazu sollte ich mir dann eine Geschichte ausdenken und mutmaßen, wie ich denn heiße.
Mein Stichwort war "Kraft der Ruhe" und mir war sofort klar, worauf das abzielt: Irgendwas mit meiner Schweigsamkeit, die ich oft an den Tag lege, vor allem in neuer Umgebung.
Gestern in einer verkaterten Stunde, als ich an einer Geschichte grübelte, fragte ich mich irgendwann, wieso ich denn so bin, bzw. so wirke. Und da mir irgendwann ein paar Reime durch den Kopf schossen, hab ich einfach aus meinen Gedanken ein Gedicht verfasst.
Es ist ein sehr sinnliches, melancholisches. Ich bitte euch, meine Gefühle, die ich erstmals so dramatisch offenbare, zu achten und nicht zu lachen, zumindest nicht in meiner Anwesenheit.
Danke!
Hier also nun mein kleines Gedicht, das zugegebenermaßen doch drei DIN A4-Seiten einnahm:


Die Kraft der Ruhe – oder: Die Offenbarung des Mirko S.

Ich bin kein Mann der vielen Worte,

dafür aber sicherlich von ganz besonderer Sorte

Klar, ich halte oft das Maul,

doch woran liegt’s? Bin ich zu faul?

Bin ich nicht neugierig, weil ich keine Fragen stelle,

oder gar uninteressiert, weil ich nicht bei jeder Diskussion was von mir belle?

Wenn ich nicht mit jedem rede, bin ich dann arrogant,

oder einfach nur dumm, weil ich wieder mal keine Worte fand?

Nein, ich sag es so, wie ich es seh;

Ich erfüll einfach das Norddeutsche Klischee.

Qualität geben wir von uns nur

Ansonsten bleiben wir stur

Wenn wir nix zu sagen haben, halten wir die Fress,

und wir machen uns bestimmt keinen Stress

Wir sind und bleiben ruhig und kühl,

ich kann euch sagen, ein tolles Gefühl.

Wir sind einfach immer gelassen,

Ich kann’s auch kaum fassen,

Dass man mit dieser Einstellung gut lebt,

Wo es doch eigentlich immer nur um Stress und Hektik geht.

Doch womit ich euch beruhigen kann;

In meinem Kopfe hab ich immer einen Plan.

Ich hör mir gerne Meinungen an, gebe meine aber nicht Preis,

bevor noch jemand denkt: Was labert denn der für’n Scheiß?!

Ich muss meine Stimme schonen,

für die wichtigen Worte, die sich lohnen.

Es ist keine Absicht, es tut mir leid,

und glaubt mir, dass ich den Denis oft beneid,

denn der kann selbst ohne Kopfeinschalten

seinen Mund so gut wie nie halten.

Und reißt ihr einen Witz, glaubt mir, ich freu mich innerlich,

denn laut Lachen, nein, das liegt mir nicht.

In den Keller geh ich dafür maximal

alles andere wär mir zu banal

Denn warum sollt ich auch noch lachen,

wenn’s doch schon die andren machen?

Zu laut wär’s mir, zu schräg, zu schrill,

nein nein, da bleibe ich lieber still.

Doch wenn ich erstmal aufgetaut,

durch wen wohl?

Na klar, Teufel Alkohol,

dann kann ich auch ganz versaut,

und wild und laut sein,

mich benehmen wie ein Schwein,

denn hinter der Fassade,

da steckt ein alberner kleiner Knabe,

den es ab und zu nach Extrovertiertheit treibt,

wobei diese wohl immer verborgen bleibt.

Warum ich noch nichts von mir gebe,

liegt vielleicht auch an der Region, in der ich momentan lebe.

Denn letztens beim Bewerbungstrainingsseminar,

machte mir die Dame klar,

Dass, wenn ich was zu sagen habe,

dies langsam tun muss, denn der Schwabe,

redet langsam, ich tu’s schnell.

Und das tu ich generell,

trotzdem ist es für mich immer ein Verdruss,

wenn ich am Telefon meinen Namen fünfmal sagen muss,

Weil ich spontan ruck zuck,

schnell mal n Buchstaben verschluck.

Nun kommen wir zum letzten Grund,

Danach halte ich wieder gepflegt meinen Mund!

Wahrscheinlich kommt es durch die Schüchternheit,

jedoch lediglich bei Nüchternheit,

dass ich nichts sage,

wobei ich mich stets frage,

Was denken die Frauen dann,

über so nen stillen Mann?

Wirke ich langweilig, humorlos, ignorant

Oder doch geheimnisvoll, interessant?

Liegt es an mir, dass ich keine hab?

bleibe ich Single bis ins Grab?

würden sich andere fragen.

Doch ich tu’s nicht

Ich hab noch Zuversicht,

denn auch später steh ich noch voll im Saft,

das sagt mir eine innere Kraft,

Eine Kraft aus meinem Herzen,

verdrängt alle Zweifel, alle Schmerzen;

Die Kraft der Ruhe.

Dienstag, 10. Juni 2008

Jaja..

Drupa war und ich war zuhause. Ich möchte auch gerne drüber berichten, aber ich muss Schwedisch lernen.

Sorry.

Sonntag, 1. Juni 2008

Daheim

oeRque ist just zuhause und wurde zwangsläufig und sofort zum Arbeitsknecht umfunktioniert. Den ganzen Garten hat er wunderbar zurechtgemacht.
Morgen haben die Alten Geburtstag. Das Fass haben wir schon angestochen.
Ich möchte auf diesem Wege noch alle in meine EM-Tipprunde einladen. http://kicktipp.de/partykueche/ lautet die Adresse, einfach anmelden, mitgetippt und Spaß gehabt.
Ist ganz schön warm momentan, nä?
oeRque goes Drupa, Mittwoch oder Donnerstag.

Herzlichst,
Ich.

Allerherzlichste Grüße möchte ich hiermit der Alex F. aus F. ausrichten. Allerherzlichste Grüße!