Mittwoch, 25. April 2007

Erneute Lebenszeichen

Verehrte Eltern, liebe Freunde.

Ich bin mir durchaus meiner Sünde bewusst, mich lange nicht mehr bei euch, meiner Familie, meinen Fans, gemeldet zu haben. Nun, dies mag daran gelegen haben, dass die Zeit doch ziemlich schnell vergeht. Kaum hat mein Studium angefangen, steh ich auch schon fast wieder vor den Prüfungen. Nein, falsch. Die kommen erst im Juli, aber dennoch bin ich psychisch im Prüfungsstress, da ich merke, wie der Stapel an Papier in meinem Zimmerchen stetig wächst und die permanenten Ankündigungen "Heute kümmer ich mich mal um Physik" oder "Dieses Wochenende wird alles besser" doch dem in letzter Sekunde Begehren nach einem Bier, einem Fußballspiel, dem Schlaf oder sonstwas zum Opfer fallen.
Ein schlechtes Gewissen bereitet mir das, ja. Aber ein schlechteres Leben unter diesem Druck? Nein, den hab ich allerhöchstens abends, wenn ich in meinem Bett liege, die Decke anschau und mir ab und zu die Tränen kommen ob der Gedanken an die abermals verlorene Zeit.
Einzig für Chinesisch häng ich mich ordentlich rein. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es erstens mehr Spaß macht, da neu, und zweitens das Tempo dort doch noch höher ist, als in den anderen Fächern. Ich habe sogar schon Connexiones zu einer Chinesin geknüpft, um bei ihr leckeren Tee zu trinken und die Sprache zu lernen. Dieser Einsatz zahlte sich - wie ihr wisst - aus. 88/100 Punkte, Note 1,7 im Sprachtest, dessen Bewertung zum Teil mit in die Prüfung fließt. Die Grammatik in diesem Fach ist leicht verständlich, somit bleibt einzig und allein das Problem mit diesen schönen Zeichen, mittlerweile siebzig oder achtzig, die in meinem Zimmer überall rumhängen. Aber gut, Freitag fahr ich nach Hause, was zweimal sechs Stunden lernen mit fast ohne Ablenkung bedeutet.
À propos nach Hause kommen: Da war ich ja letztmalig Ostern, also schon zwei Wochen her oder so. Ja, es war nett, glaube ich. Ich habe die Zeit dort genauso genutzt wie hier, und zwar mit dem Konsum einer alkoholischer Köstlichkeiten norddeutschen Ursprungs. Einen Kasten Haake Beck musste ich dementsprechend gleich mit hierherführen, um noch etwas mehr Heimatgefühl in mein schönes Wohnheim zu bringen. Allerdings kann ich mich hier nicht beklagen, Biergetränk N° 1 ist auch in Stuttgart das gute, alte Beck's, gefolgt vom Tannenzäpfle, was mir aber auch mundet. Jetzt muss nur noch das Bier in meiner Fußballkneipe N° 1 besser werden und dann hamma's doch.
Die beiden Wochen plätscherten danach dann so vor sich hin, relativ schnell allerdings, also sie flossen mehr, kann man sagen. Den einen Freitag besuchte mich der Herr Gevatter, gemeinsam waren wir bei der weiteren Verwandtschaft aus der Umgebung, Fußballspielen mit Vaddi und die kleinen. In der Hitze. Nun gut, der edle Herr Gevatter verschwand am Abend wieder, der oeRque suchte sich andere Aktivitäten. Erst das obligatorische Vorglühen mitm Mitbewohner und seinen Kumpels aus Wiesbadens Umgebung, dann in die Stadt, in eine Rockdiscothek. Auch dort mundete das Bier, leider bewirkte es aber auch, dass der Weg zum Busbahnhof kürzer eingeschätzt wurde. Somit begab es sich, dass oeRque zu einer Zeit von 3.30 auf halbem Wege wieder umbog und besagte Rockdiscothek abermals aufsuchte. Mitbewohner und Kumpanen hatten es geschickter gemacht und waren bereits eine Dreiviertelstunde früher gegangen. Das fiel oeRque dann auch auf, als er ganz alleine dort stand, noch ein Bierchen trank. Aber was macht man denn da, so ganz alleine, wenn man fast keinen richtig kennt.
Und da geschah etwas, was sonst nur sehr selten passiert: oeRque... tanzte! Und zwar viel und ausgiebig. Es muss sich ein gar fabelhafter Anblick für die umherstehenden Besucher geboten haben. Nehm ich an.
Aber gut, so vergingen die Stunden schnell und oeRque konnte um halb sechs die erste S-Bahn nehmen und nach Hause fahren. Jedoch dürstete es ihn bereits auf halber Strecke und er fragte sich, was er tun könnte. Er hielt vorerst Stand, verspürte dann allerdings das Kribbeln in den Fingern und zückte sein Handy. Torben ging zwar ran, oeRque bemerkte allerdings schnell, dass auch dieser nichts gegen seinen Durst nichts tun konnte. Also war die nächste Nummer die eines campusansässigen Komilitonen. Leidergottes war dieser auch nicht da, stattdessen weckte oeRque zwei weitere Komilitoninnen mit diesem Anruf.
Gut, so wurde alleine getrunken, um halb sieben schlief man dann ein. Vogelgezwitscher und brühende Tropenhitze sorgten dann aber für ein frühes Erwachen um Elfe.
Gut, der Tag verging dann recht schnell. Gegammelt, Fußball geschaut, dabei zwei Studi-Maß für 4,40 Euronen getrunken und um sieben schlafen gegangen.
Nun, diese Hitze erwähnte ich bereits. Hier ist es seit Wochen quasi Sommer, tagsüber. Um dieser standzuhalten musste mein angezüchteter Bart, in Fachkreisen auch Pelz genannt, weichen. Keine Panik - er kommt wieder, keine Frage!
Beim Chinesisch-Zeichen-Lernen am Sonntag auf der Wiese verbrannte ich mir den Rücken. Trotzdem finde ich weiterhin, dass Sonnenmilch vollkommen überbewertet ist, quasi eine Abzocke vom Staat, genauso wie duschen. Also lag ich am Montag gleich wieder draußen, diesmal war das Bäuchlein, zärtlich auch die Plautze genannt, dran.
Die Woche dann verging auch wieder recht schnell und aus irgendwelchen Gründen ergab es sich, dass ich schon am Donnerstag Mittag Wochenende hatte. Dieses gehört, mit diesen Erlebnissen, verboten und nicht erwähnt.
Aber gut, ich berichte trotzdem. Am Freitag war der brave oeRque Babysitten beim Onkel mit die Kleinen, meinem Patenkind und gleichzeitig Cousin und seiner Schwester, somit meine Cousine. Am Samstag kehrte oeRque zurück und der Mitbewohner, im folgenden Dirk, der wo keine Manieren hat, kurz einfach "Dirk" (Foto) genannt, vielleicht auch gar nicht mehr benannt, weiß ich noch nicht, lud zum gemeinsamen Grillen über den Nachmittag mit Freunden aus der Woche davor. Der Abend gehörte vorerst dem Frühlingsfest auf den Cannstadter Wasen, sowas wie der Bremer Osterwiese. Allerdings War es dort eher suboptimal, da, wohin man auch schaute, alles voll mit diesen neuartigen Vokuhilas aus Südosteuropa war. Ein Beitrag zu "Stuttgart, befreie dich von der Vokuhila-Seuche" wird baldigst folgen.
Der restliche Abend wurde dem Bier gewidmet, erst in Kneipen, dann im Wohnheim, bis in die Nacht. Am nächsten Morgen wurde ich mit einem Weizen geweckt, danach folgte weiteres Bier und Cola-Korn, wahlweise auch mit Sprite (also der Korn, nä), und dazu dann gen Nachmittag wiederum gegrilltes plus 3 Tüten Pommes aus meiner Fritteuse für uns fünf Leutchen.
Der Nachmittag wurde mit einer netten kleinen Wanderung gefüllgt. Zum Biergarten. Versteht sich. Danach wieder zurück ins Heim, eine Pizza bestellt, weitergetrunken und so weiter. Der Abend verging so peu à peu, die Flasche Korn war auch alle, also musste der Bierautomat aus dem Waschraum dran glauben, bis zwölfe, als sich alle beteiligten gen Bett verabschiedeten.
Leider dürstete es mich bereits eine halbe Stunde später abermals, sodass ich die anderen aufsuchte und noch einen dazu begeistern konnte, mit mir ein Schlückchen Bier zu trinken. Oder zwei. Als wir gegen dreie noch einmal den Automaten aufsuchten, wurden wir sehr enttäuscht: Dieser ist, wegen ich zitiere "permanenter Ruhestörung", nachts ausgeschaltet.
Na toll, dann musste ich schlafen.
Nun, somit vergingen die beiden Mathevorlesungen am Tag drauf wie in Trance. Erst abends, im Bett, kamen mir wieder die Tränen ob dieser verpassten Lernzeit.

Habt viel Spass an diesem schönen Abend. Freitag komm ich wieder in die Heimat.

oeRque - muss jetzt essen.

Ps.: Es kommen zwar noch Anrufe für Eren, aber es wird doch immer weniger.

Sonntag, 1. April 2007

Aprilscherze.. oder doch nicht!?

Liebe Familie, folgendes:

Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll oder nicht, aber: Ich komme nach Hause. Vorerst wohl wieder ganz. Ich bin quasi exmatrikuliert. Klingt hart, aber ich kann's nicht ändern.
Und zwar ist mein Studiengang ja nur für zehn Studenten aufgemacht. Da sie bei der HdM aber aus Erfahrung wissen, dass sich a) nicht alle angenommenen Bewerber auch einschreiben bzw b) sich einige in der Anfangszeit überlegen, dass sie mit dem Chinesisch nicht klarkommen werden, wurden dieses Jahr erstmalig mehrere Bewerber gleich angenommen, damit der Studiengang auch bei zehn Leuten bleibt.
Nun ist aber nicht eingetreten, was die sich gedacht haben. Wir sind nach drei Wochen noch immer 15 Leute und wurden Freitag vor die Wahl gestellt: Jeder überlegt nochmal einzeln für sich über's Wochenende, ob er den Studiengang noch weiter durchziehen will, oder doch aufgibt. Ansonsten müssten sie die vier oder fünf schlechtesten Bewerber exmatrikulieren. Und dazu zähl ich leidergottes.
Ich steh natürlich in Kontakt mit meinen Mitstudenten und irgendwie sieht es nicht so aus, dass andere freiwillig gehen wollen. Somit habe ich für morgen auch nicht die größte Hoffnung.
Gegen diese Entscheidung der HdM können wir zwar versuchen, anzugehen, aber letztendlich ist es nur Geldverschwenung, da es in den AGBs verankert ist. Also ein Einklagen ist zwecklos und würde wohl auch dem eigenen Ruf in der Druckerei- und Medienbranche schaden, da die HdM überall Connections hat. Das sollen wir nicht als Drohung verstehen, ist klar.
Ich für meinen Teil bin stinksauer und enttäuscht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Morgen werd ich weiteres berichten.

Habt noch einen gesegneten Sonntag.

Mirko



Ps.: Es war tatsächlich nur ein Aprilscherz, keine Sorgen.

Nächtliche Störungen und ein Herzensbruch

Liebe Familie, ich lebe in Angst! Hätte ich das früher gewusst, hätte ich wohl nie einen neuen Handyvertrag abgeschlossen. Aber der Reihe nach.
Anfang des Jahres habe ich bekanntlich einen neuen Mobilfunktelefonvertrag abgeschlossen zu Studententarifen. Dieser Vertrag beinhaltet eine neue Mobilfunktelefonnummer und eine Festnetznummer mit Stuttgarter Vorwahl, die ihr ja nun hoffentlich kennt. Zu der Festnetznummer gehört aber noch zwangsläufig eine Mobilfunktelefonnummer mit Vodafone-Vorwahl. Also bin ich quasi auf zwei Nummern erreichbar. Diese Mobilfunktelefonnummer wird übrigens auch immer angezeigt, wenn ich bei euch anrufe, nicht meine Festnetznummer. Da müsst ihr also keine Sorge haben.
Diese Nummern sind aber bekanntlich nicht unendlich. Vodafone hat ein paar Vorwahlnummern und dann folgt eine sieben- oder achtstellige Nummer. Und es gibt immer Leute, die brauchen einen neuen Vertrag und andere, die kündigen einen solchen. Dann wird die Nummer frei und bekanntlicherweise an einen neuen Kunden weitergegeben. So also wahrscheinlich auch bei mir.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass meine Nummer einer Türkin gehört haben muss. Und wahrscheinlich hat diese Dame nicht jedem erzählt, dass sie eine neue Nummer hat.
So begab es sich nun schon öfter zur nächtlichen Stunde, dass ich Anrufe aus dem Ausland erhielt. +90 war die Vorwahl. Da googlet man eben, zu welchem Land das gehört und siehe da: Zack, die Türkei. Bekannt sollte sein, dass ich kein Türkisch kann und Deutsch auch nicht die erste Fremdsprache in der Türkei ist. Somit hörte ich mir an, was er da vor sich hernuschelte und gab irgendwann die patzige Antwort, dass er doch bitte eine andere Sprache wählen soll und nicht so spät anrufen müsse, ob seine Mama ihm keine Manieren beigebracht hätte und so weiter. Das ging irgendwie dreimal im Abstand von 15 Minuten so, also gerade in der Zeit, in der ich dann wieder eingeschlafen war.
Nun gut, zur Verständigung musste ich Maßnahmen ergreifen und habe am Ende einfach nur noch abgenommen und aufgelegt. Danach konnte ich auch gut schlafen.
Am nächsten Morgen fand ich dann auf diesem eine elektronische Kurzmitteilung vor, die ich nicht ganz verstand. Aber lest selbst (die Unterstriche sind im Übrigen Zeichen, die das Telefon nicht wiedergeben konnte):

"Ben art_k ercini istemiyorum ben kendimi hayat_m_ hice _aym_s_m beni dngmeye kal_yor ben bugune getird_m gerisi senin bena d_kleniyor eminim hosuna gitmistir"

Meinem Hilferuf nach Übersetzung ist dann irgendwann der Bünie, ein Freund von Torben gefolgt und übersetzte mir das ganze ungefähr wie folgt:

"Ich habe keine Lust mehr, das weiter zu ertragen. Mein Leben ist mehr wert als das. Ich hab's lange genug mitgemacht. Ich habe mich dafür entschieden, dass es das war. Ich denke, du bist glücklich damit."

Nun habe ich da mehrere Theorien aufgestellt:
1. Der gute Herr hat mich irgendwo gesehen und sich spontan verliebt. Ja, auch in der muslimischen Türkei soll Homosexualität ja möglich sein, wenngleich auch verboten. Nach einer Zeit hat er dann festgestellt, dass ich ihn nicht mag und ist zu diesem doch sehr drastischen Entschluss gekommen.
2. Der gute Herr dachte, ich wär noch immer seiner Frau und in Deutschland, um mich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen. Als er dann merkte, dass es zu spät ist, hat auch er mich aufgegeben.
3. Der gute Herr dachte, er würde seine Angebetete anrufen, die zurzeit ihre Familie hier besucht, die ihn nicht kennen dürfte oder so. Somit konnte er nur nachts anrufen - zu der Zeit sollte sie ja wohl alleine sein. Als dann aber widererwartens ein Mann, sprich ich, sogar dreimal ans Telefon gegangen ist, dachte der sich bestimmt: Das ist ihr neuer Macker, sie besucht gar nicht die Familie sondern ihren Mann, sie betrügt mich mit einer deutschen Kartoffel, gegen die komm ich einfach nicht an. Also gut, bevor es von ihr kommt, was gegen meine Ehre spricht, mache ich schnell Schluss und erfinde vor meiner Familie, meinen Freunden eine andere Geschichte.

So oder so ähnlich könnte es sein, und ich habe Angst. Ich habe Angst, dass ich damit etwas böses angerichtet habe. Ehrenmorde sollen zum Teil ja noch möglich sein, da unten. Soweit mag ich gar nicht denken. Zumindest habe ich bestimmt ein riesengroßes Missverständnis in die Welt gesetzt und garantiert nicht zur Deutsch-Türkischen Verständigung beigetragen.

Liebe Familie, ich habe Buße getan. Bitte sagt mir, was ich tun kann.
Ich wünsche noch einen gesegneten Sonntag ohne größere Sorgen. Ich gehe beichten.

Mirko.


Ps.: Ich habe jetzt übrigens eins zwei drei vier fünf (!) Nummern plus die des Telefons, mit dem ich von meinem Zimmer aus die Haustür öffnen kann... Oh mein Gott, was ich damit bestimmt schon alles angerichtet haben könnte... Ich mag nicht dran denken.

Gedankliche Ergüsse, ebenfalls aus Stuttgart

Guten Tag, verehrte Familie,
ich grüße euch. Ich weiß, ich bin spät dran, aber als Student hat man eben nie Zeit. Da ist man nur am Lernen, Arbeiten und Schreiben. Man hat es nicht leicht. Da hat man zwei Vorlesungen à 1,5 Stunden in einem Fach und muss anschließend bestimmt die gleiche Zeit zuhause nacharbeiten. Nein, ich kann euch wahrhaftig nur vom Studieren abraten.
Reingelegt, noch ist es doch echt dufte hier. Montag hatten wir Begrüßung, morgens um zehn. Da in diese Zeit allerdings auch meine eigentlichen Vorlesungen fielen, Mathe, hatte ich danach aber frei. In meiner "Klasse" gibt es 15 Persönchen, 20% davon sind Frauen, also 3. Zumindest sind sie hübsch. Doch, das kann man sagen. In diesem kleinen Kreise werden wir aber nur in Chinesisch unterrichtet, in den anderen Fächern wurden wir mit anderen zusammengelegt, somit sind wir dann mal über 50.
Also den Montag hatte ich halt frei. Was ich dann aber gemacht hab.. ich weiß es nicht. Ich glaube, ich habe mich vom Wochenende ausgeruht. Da war ich bekanntlich in der Heimat, bei Muddi und die Kleinen, Samstag Nacht auf einem Geburtstag und Sonntag in München zum Spiel. Die Bahnfahrt dorthin konnte ein wenig das Schlafdefizit der vorherigen Nacht ausgleichen, aber nicht ganz. Nach dem Spiel, das übrigens in einem sehr schlecht ausgeschilderten Stadion stattfand (ich musste zweimal über die Autobahn, um zu meinem Eingang zu kommen (keine Panik, Mutter, ich hab eine Brücke genommen!)), bin ich noch mit ein paar Freunden in deren Hotel gewesen um noch ein Bierchen zu trinken. Back in Stuttgart war ich um halb zwei. Leider 211 Minuten zu früh, denn dann erst fuhr die nächste S-Bahn. Das hab ich jetzt zumindest gelernt. Letztendlich hab ich um halb drei oder so im Bett gelegen, aber es ging ja.
Sodele, den Dienstag hatte ich dann vollen Unterricht nach Plan. Um viertel nach acht (sehr früh für meine Verhältnisse) war ich da, aber die ersten beiden Vorlesungen sind ausgefallen. Nun gut, die Zeit konnte man nutzen um die Mitkomilitonen kennenzulernen und so. Danach hab ich mir was über Printmedien anhören, dann Mittagspause und dann drei Stunden Chinesisch. Zurzeit lernen wir da das Pinyin, die offizielle Lautumschrift für die Schriftzeichen, bzw erstmal die Aussprache der einzelnen lateinischen Buchstaben in diesem Pinyin. Ist etwas kompliziert, aber es klappt.
Danach war ich mit meinen Mitbewohnern auf der Dachterrasse grillen. In diesem Zug sei Holger und Vera für den Grillanzünder gedankt, den ich einst bekam. Somit ging die Kohle auch schnell nur mit Papier an.
Mittwoch wird mir in Zukunft nicht so gefallen, Physik und Werkstoffe liegen an. Viel Physik und Chemie halt, was ich in der Schule nicht so wirklich hatte. Aber bisher war auch das verständlich, wenngleich das wohl auch anziehen wird. Abends hatten wir im Wohnheim ne Party.
Heute gab's ne Kükenführung durch die Hochschule. Ziemliche Irrwege, aber sehr interessant. Ich hab ein paar Druckmaschinen angeguckt, leider nur Offset und Flexo. Bei der Hälfte musste ich nämlich abbrechen, da Chinesisch einfach so stattfand.
Auf dieser Führung dann.. da traf ich sie. Sie lag auf einem Stapel und ich würd sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Druckingenieuren ist sie und sie verdient gutes Geld. Wir haben jetzt den ganzen Nachmittag zusammen verbracht und es schaut so aus, als ob sie auch die Nacht bleiben würde, trotzdem mein Raum nicht so groß ist. Gütigerweise hab ich auch ein Bild für euch von mir gemacht. Meine Fresse, bin ich glücklich.
Ja, ich denke, oeRque ist verliebt.



Wie ihr seht, geht es mir hier doch recht gut. Ich hab auch eine ziemlich gute Etage im Wohnheim abbekommen (ich kann anscheinend froh sein, dass ich überhaupt was bekommen hab - aus meinem Studiengang wohnt keiner hier, eine reist jeden Tag noch aus München an). Die Leute sind cool, zumindest die, mit denen ich zu tun hab. Die anderen sieht man so gut wie nie.
Naja, somit ergibt es sich, dass wir uns immer unverbindlich um ein Uhr mittags und sieben Uhr abends zum Essen treffen. Jeder kocht halt für sich selbst und man wird doch angespornt, immer wieder was neues zu machen. Ich werde regelrecht experimentierfreudig was meine kulinarischen Ergüsse angeht. Heute hatte ich sogar einen Salat! Und heute Abend so Pfannekuchen, herzhaft, mit angebratener grober Jagdwurst. Und gestern, nä, da hab ich mir Putenbrustfilet mit Bio-Gemüse und Kartoffeln gemacht. Und ähm Montag.. weiß ich nicht mehr. Aber schön war es bestimmt.
Außerdem bin ich hier voll der King. Ich hab Werkzeug, ein Grillanzünder-Set, eine Fritöse, extra flache Pfannen und scharfe Messer. Das ist großartig! Ja, das ist es wahrhaftig.
Heute hab ich mein Zimmer auch aufgeräumt. Naja, ihr wisst wohl wegen wem.
Ich wünsche einen schönen Tag.

oeRque

Erste Impressionen aus Stuttgart

Sodele, dann will ich mal wieder von mir hören lassen und euch an meinen ersten Eindrücken teilhaben lassen.

Ich bin nunmehr seit fünf Tagen und vier Nächten hier und muss sagen, dass es mir doch recht gut gefällt. Als ich Donnerstag ankam, habe ich ersteinmal über eine Stunde im strömenden Regen den Hausmeister gesucht, der halt irgendwo im Keller sein Büro haben sollte. Klingt einfach, aber wenn zu diesem Wohnheim gleich acht mal vier Gebäude gehören und die paar Studenten, die ich getroffen habe entweder sich nicht auskannten oder mich nicht verstanden, da sie Ausländer waren, dann kann der kleine oeRque auch mal verzweifeln und sich weinend an einen Baum lehnen.
Nun gut, nu hab ich also den Hausmeister gefunden, ein paar Papiere ausgefüllt und meinen Schlüssel bekommen. Der erste Eindruck vom Zimmer war nicht sonderlich berauschend, irgendwie wirkt alles doch sehr einfach und instabil. In meinem Zimmer sind vorhanden: Ein Waschbecken mit Spiegel und kleinem Bad-Schrank, ein begehbarer Kleiderschrank (da bin ich einigen was voraus..) eine Regal-Wand mit leider nur vier Abstellflächen, der Rest ist, warum auch immer, zugemacht worden mit Spanplatten, daran steht ein Bett (oha, darüber wird später noch zu reden sein), ein weiteres Holzregal mit ebenfalls vier Flächen, ein Schreibtisch, der aus drei Einzelteilen besteht; Dicke Spanplatte, kleines Unterregal und so nem Bock, der als Standbeine dient, einem Stuhl und einem Multifunktionshocker (kann als Sitzgelegenheit oder Nachttisch dienen oder so, einem Fenster und einer Fensterbank. Steckdosen gibt es leider nicht so viel, dafür aber einen Internet-, einen Telefon- und einen Kabelfernsehanschluss. Der Blick nach draußen ist recht nett, ich habe ein paar Bäumchen davor stehen, leider blicke ich aber auch auf so einen Todes-Automaten, der gegen Bares ein wenig Tabak ausspukt. Da werd ich aber noch gegen vorgehen, denk ich mal.
Also die Möbel wirken instabil, halten aber doch einiges aus.
Leider fehlten anfangs noch die Gardinen, aber das Hausmeister-Team bemühte sich schleunigst darum, am nächsten Tag konnte ich sie abholen.
Das Bett.. nun ja, ich hab die erste Nacht drauf geschlafen und man konnte es doch mit dem Boden vergleichen. Zudem hatte ich ja nur einen Schlafsack und kein Kopfkissen dabei. Und die Gardinen fehlten ja auch noch, somit grinste mich jeder, der da an meinem Zimmer vorbeiging und mich so halb schlafend sah nett an.
Dass das Bett so hart war, hatte aber auch den Vorteil, dass ich morgens nichts wie raus da wollte und somit schon um halb acht oder so freiwillig (!) aufgestanden bin. Somit konnte ich den Freitag dann zum Hausmeister gehen (der, wie ich dann bemerkte, sowieso nur von 8 bis 9 Uhr aufhatte) und meine Gadinen bekommen, sonst hätte ich bis heute wohl wie bei Big Brother gelebt. Anschließend hab ich mich dann mal immatrikuliert und meinen Studierendenausweis bekommen.
Meine Studiengebühren scheinen auch gut angelegt zu sein; In der Woche darf ich nach sechs Uhr sowie das ganze Wochenende umsonst mit der S-Bahn fahren. Was ich auch nutze. Und was ganz praktisch ist, da ich bis jetzt schon zweimal kontrolliert worden bin (ich glaube, das ist hier so ne ABM, da werden eher ältere oder geistig nicht so fitte Leute eingesetzt, die ein paar Fragen an einen hätten und dazu natürlich das Ticket sehen müssten).
Achso, den Donnerstag bin ich übrigens gleich ins nächstgelegene Bürgerbüro gefahren und hab mich umgemeldet. Bin nu Wahlstuttgarter und mein schöner neuer Perso hat gleich so nen hässlichen Aufkleber bekommen.
Tjoa, den Freitag war ich dann noch in der Stuttgarter City und hab mir bei Vodafone nen neuen Vertrag geben lassen. Bekomm also zwei neue Nummern, zu meinen Daten kommen wir aber noch.
Am Abend kamen dann Torben und Paul mit meinen Klamotten (hiermit bedanke ich mich abermals!). Nach dem reintragen der Sachen sind wir in die Stuttgarter City gefahren und haben lecker und relativ günstig Sushi gegessen und das ein oder andere Bier genossen. Danach wollten wir noch hier DVD gucken, allerdings sind wir eingeschlafen und ich war sehr froh, dass Torben es als erstes tat - auf meinem Bett. Blöd eigentlich, dass er kein zweites Feldbett mitgebracht hatte, aber mitm Schlafsack auf meiner eigentlichen Decke aufm Boden war doch toller, als auf meiner "Matratze" zu ratzen. Samstag haben wir dann den Caddy genutzt und sind zu Ikea gefahren (mit etwas Glück fährt da sogar ne Bahn hin und ich kann in meinen Freistunden da immer frühstücken :o) ) und haben dort erstmal gegessen. Standard eben. Dann hab ich mir ein paar saschen gekauft, Mülleimer, Matratze und Pflanzen für meine schöne Fensterbank. Bei den Pflanzen hab ich gleich an meine Zukunft gedacht: Ich hab mir nämlich einen schönen Orangen-Baum gegönnt. Wenn die Orangen reif sind, werde ich sie ernten und daraus Limonade pressen und die dann verkaufen. Ja, ich denke, wenn es gut ankommt, kauf ich noch mehr Bäume und finanzier dann so mein Studium, wenn ich vorhab, doch länger zu bleiben. Das ist eine großartige Idee, finde ich. Natürlich lass ich euch auch allen eine Orange zukommen.
Samstag bin ich wieder einmal in die Stadt gefahren und hab Werder geguckt und das erste mal bei Media Markt meinen DVB-T-Empfänger (so ne Antenne, die terrestrische TV-Strahlen einfangen soll und mir somit TV-Vergnügen auf dem Notebook bereiten soll umgetauscht. Das neue Gerät funktioniert aber auch nicht. Wollte ich dann eigentlich auch umgetauscht haben, aber als ich dann um halb acht Hals über Kopf mein Zimmerchen verließ, um noch vor acht beim Media Markt zu sein, bemerkte ich leider erst in der Bahn, dass ich die Installations-CD nicht eingepackt hatte. Aber egal, ich bin also an der ersten Haltestelle wieder ausgestiegen und hab mir im Laden ein halbe Pfund Kartoffeln so wie Bauchschinken, Butter und ein Paket Eier gekauft. Somit konnte ich mich dann das erste mal ganz alleine bekochen und das Ergebnis kann sich doch sehen lassen. Irgendwie hat das auch glatt Spaß gemacht! Dank der Ikea Küchenstartbox (ich bin regelrecht begeistert, was sich da alles drin fand), konnte ich die Kartoffeln vor einer DVD schälen mit so nem richtigen Schäler und mit den sehr scharfen Messern auch die rohen Dinger ganz locker in Scheiben schneiden.
Das blöde war dann nur, dass irgendwie von den sechs Herdplatten nur drei funktionierten und dann auch noch alle verschieden und irgendwie auch nur ganz oder gar nicht.
Meine Kartoffeln waren somit erst nach über einer Stunde fertig gekocht, der Bauchschinken, den ich zeitgleich in die Pfanne gehauen hab, jedoch schon nach zehn Minuten und somit verlor er doch sehr an Größe mit der Zeit. Die Eier brauchten anschließend auch nur wenige Minütchen. Letztendlich hat nachher aber doch alles geschmeckt.
Gestern war ich dann aufm Kindergeburtstag eingeladen, was doch auch recht spaßig war. Und es ist doch wirklich erstaunlich, wieviel Krach so sieben kleine Racker doch machen können. Aber ich denke, wir haben sie zufriedenstellen können. Zudem hatten wir wirklich ein sehr gutes Wetter, keine Wolken am Himmel, kein Wind und man konnte sich ind er Sonne auch gut mit T-Shirt draußen aufhalten. Heute ist dagegen schon wieder normal.
Tjoa, jetzt sitz ich hier bestimmt schon seit ner halben Stunde und denke, ich möchte euch auch nicht weiter nerven. Ich fahr wohl nochmal zum Media Markt und gönn mir vielleicht auch noch ne neue Sommerjacke oder so.

Ich wünsche noch einen gesegneten Tag.

Beschwerde an Dreiwettertaft - Ich hab die Haare schön.

Liebes Dreiwettertaft.

Zu allererst möchte ich euch sagen, dass ich euch eigentlich super cool finde! Euer schwarzes super stronges Gelee in der 150ml-Tube ist mit Abstand der beste Haarfestiger, den ich kenne. Er hält wirklich tagelang und kommt besonders gut bei den Frauen an. Darum kauf ich mir auch immer ganz viele schöne Tuben, weil die auch so günstig waren. Damals konnte ich mir gut welche von meinem Lohn leisten. 1,25 Euronen kostete mich stets eine Tube, manchmal auch weniger, sogar nur 99 Eurocents, weil sie im Angebot waren. Doch jetzt, liebes Dreiwettertaft bin ich stinksauer. Heute war ich beim Arbeitsamt, weil ich da jetzt hin muss, weil ich keine Arbeit mehr habe. Um einen tollen Eindruck zu hinterlassen, wollte ich mich ganz chic machen. Mit schönen Anziehsachen und einer tollen Frisur. Das hat auch alles voll gut geklappt und so. Nur dann wollte ich die Haare machen und das Gelee war alle. Also hab ich von Muddi das Gel genommen (in der Quetschtube, ihr wisst schon, auch super strong (warum eigentlich immer diese blöden Anglizismen, frage ich mich gerade)) und das war auch ganz toll. Obwohl ich das Gelee besser finde. So. Dann bin ich zum Arbeitsamt hingefahren mit meinem Autowagen. Das war auch toll, die waren alle sehr begeistert von mir. Vielleicht bin ich dann bald nicht mehr arbeitslos. Aber dazu dann später. Also das war dann voll schön da beim Arbeitsamt. Und danach bin ich noch schnell in die Rewe reingehuscht. Das ist direkt unter dem Arbeitsamt wo ich wohne. Rewe war früher mal ein Minimal, aber die haben sich jetzt gegenseitig zusammengetan und sind jetzt die neue Rewe. Und die stellen sich auch immer fragen und so, damit sie sich verbessern können. Und da drinnen wollte ich euer tolles Gelee kaufen. Aber als ich das dann gesehen habe, traf mich der Schlag. Ich hatte die Tube schon in der Hand, doch dann sah ich den Preis: 1,99 Euronen sollten mich die 150ml kosten, 100ml kosten 1,33 Euronen, glaub ich. Stand dadrunter. Ich habe mir gedacht: Neenee, liebe Rewe, wenn ihr schon so viel Geld für Minimal ausgebt, dann nö, gebt die Schulden doch nicht an den Endverbraucher, sprich mich arbeitslosen Bub weiter. Ich habe wüst geschimpft und habe fast Hausverbot bekommen, aber ich bin schnell weggerannt und habe ihnen von weitem noch was hinterhergerufen. Dass ich bei dem Saftladen (ja, das hab ich wirklich gesagt) nicht mehr kaufen würde, weil er mir zu teuer ist. Und jetzt könnten die sich ja mal fragen stellen. Danach bin ich nach hause gefahren und danach zur Schwarzarbeit. So. Aber davon hab ich noch kein Geld bekommen, weil ich das ja ehrenamtlich mache. Offiziell, aber ihr wisst ja die inoffizielle Variante. Nur bitte nicht weitererzählen, sonst bin ich dran und so. Also als ich dann wieder nach Hause gefahren bin, wollte ich doch noch schnell das Gelee kaufen, damit ich am Wochenende den Frauen wieder gefalle. Also bin ich zum ortsansässigen Real,- gefahren und habe dort nach dem Preis geschaut. Und ich wette, ihr wisst schon, was dann war, nä!? Richtig, da war das Gelee auch bei 1,99 Euronen. Und eigentlich ist Real,- nie so teuer gewesen. Also weiß ich, dass IHR die Preise so hoch gemacht habt! Aber ich frage mich, warum!! Also wenn mich mein ehemaliges Mathematik-LK-Gehirn nicht allzusehr täuscht, so liegt eine Erhöhung von minimal 0,99 Euros auf 1,99 Euros bei mehr als 200%! Nu frage ich euch noch einmal: Warum!? Habt ihr vielleicht l'Oreal gekauft wie die Rewe den Minimal? Oder geht euch das Gelee aus? Ich frage mich auch, was ihr tut, wenn die Mehrwertsteuer erhöht wird. Wird der Preis pro Tube dann bei 2,50 Euronen liegen?
Ich hoffe, Ihr wisst, dass mein Schicksal in den Händen Eures Gelees liegt!! Ich erklär das nochmal kurz: Ohne Gelee inne Haare seh ich scheisse aus, wie ein Monchichi, nur etwas zu groß geraten. Und das schreibt das Arbeitsamt bestimmt dann auch in meine Akten, die tot irgendwo im Schrank liegen. Wer stellt denn schon ein zu groß gewachsenens hässliches Monchichi ein? Ich würde das nicht tun, wenn ich Chef wär. Also und wenn ich mir jetzt kein Gelee mehr leisten kann, weil ihr zu teuer werdet, dann ist das so ein Teufelskreis.
Kein Gelee -> keine Arbeit -> kein Geld -> kein Gelee -> keine Freunde -> keine Frauen -> Depressionen -> keine Arbeit -> noch weniger Geld + Depressionen -> Endstation Gosse.

So sieht das nämlich aus. Und alles nur, weil Ihr teurer geworden seid.

Und nun hätte ich eigentlich nur gerne eine Erklärung und eine Gratistube und wollt euch noch sagen, dass ihr sonst voll cool seid.

Mit freundlichen Grüßen,

oeRque aka Sir Mirko Segelken der Edle



Ps.: Ich habe mir bei Real,- übrigens zwei Tuben zum Wucherpreis gekauft.


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Ich habe auch Antwort erhalten:

Sehr geehrter Herr Segelken,

vielen Dank für Ihre umfangreiche Email und das damit verbundene Interesse an unseren Produkten.

Wie Sie uns mitteilen, finden Sie unsere Produktpreise speziell bei Drei Wetter Taft Gel zu hoch. Leider teilen Sie uns nicht mit, welche Gel/ Gelee Variante Sie genau meinen. Unser Sortiment ist sehr umfangreich.

Zum Thema Preisgestaltung möchten wir Ihnen folgendes schreiben:

Für alle Produkte unseres Unternehmens geben wir eine Preisempfehlung ab.
Die Handelsunternehmen sind an unsere Preisempfehlungen jedoch nicht gebunden, da aufgrund der im Gesetz verankerten Preisfreiheit die Preishoheit beim Handel liegt. Dazu gehören auch die individuellen Preisgestaltungen bei Aktionen und Sonderangeboten.

Auf die letztendliche Preisgestaltung unserer Handelspartner haben wir keinen Einfluss.

* Wenn Sie Produkte für 0,99 Euro erworben haben, handelt es sich hier um ein Angebot und nicht um den regulären Preis.

Zum Thema Erhöhung der "Mehrwertsteuer" möchten wir Ihnen folgendes mitteilen:

Die Mehrwertsteuer wird vom Gesetzgeber erhoben, so dass sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer (MWST) im Handel auf den Endverbraucherpreis auswirken könnte - schließlich entscheidet der Handel selbst über die Preise im Geschäft. Da der Handel den um drei Prozentpunkte erhöhten Satz der Mehrwertsteuer abführen muss, ist davon auszugehen, dass sich verschiedene Händler dazu entschließen, diese höheren Kosten in entsprechenden Preiserhöhungen vom Verbraucher bezahlen zu lassen (- dies ist letztlich auch vom Gesetzgeber so gewollt). Hiervon können auch die Markenprodukte von Henkel betroffen sein.
Die klassischen Lebensmittel erfahren dagegen keine Erhöhung der MWST. Insofern bleibt abzuwarten, ob und in welchem Ausmaß verschiedene Handelspartner über Mischkalkulationen auf Preiserhöhungen verzichten.

Gerne würden wir Ihnen ein Muster kostenlos zukommen lassen. Leider haben Sie bei Ihrer ausführlichen Schilderung vergessen uns Ihre Anschrift mitzuteilen.

Wenn Sie unseren Service in Anspruch nehmen möchten, teilen Sie uns kurz Ihre Anschrift mit und auch die genaue Produktbezeichnung von Ihrem Gel.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Ausführungen weiterhelfen konnten.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Sie erreichen uns montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 19:00 Uhr unter der Telefon-Nummer 0180 - 200 6300 (0,06 Euro pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom)

Noch mehr Information, Beratung und viel Interaktives rund um die Themen Kosmetik, Beauty und Lifestyle gibt es kostenlos von uns für Sie unter www.womensnet.de!

Mit freundlichen Grüßen

Pia Borgmann

Schwarzkopf & Henkel GmbH
Verbraucher Service

Henkelstrasse 67
40191 Düsseldorf
Telefon: 01 80 / 2 00 63 00 (0,06 Euro pro Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom)
Fax: 02 11 / 7 98 23 87
Email: cosmetics@henkel.com

die Zahnarztstory

So Leute, ich hoffe ihr hattet einen schönen Tag.
Laut Bild.de sollte ja heute der lustigste Tag des Jahres werden (dank Bild.de-Ablach-Special und so). Ganz ehrlich - ich hätt's fast geglaubt!
Naja, heute morgen, 6:45Uhr aufgestanden (ich kann euch sagen: verdammt früh für einen Arbeitslosen!!), frisch gemacht, Frühstück und der Mist, dann ab zum Dentisten.
"Guten Morgen, ja ich komme zur Extraktion, ist ja unkompliziert und so blabla". Kurz Platz genommen, dann auch schon aufgerufen, Platz genommen, die ganze Prozedur halt. Großartig, fangen wir ganz unkompliziert an, Ratz Fatz die zehn Spritzen platziert (die Spritze in den Gaumen, gefühlte zehn Centimeter hinein - ein Gedicht, mehr davon, bitte).
Zwei Minuten später wird dann auch schon rumgemacht an der rechten unteren Kauleiste, schön mit Mini-Kuhfuss, drückt halt n bisschen und knackt auch mal, aber sonst toll. "Ja, Herr oeRque, der wehrt sich noch und die Wurzeln sind ziemlich merkwürdig verankern, wir werden den Zahn wohl durchtrennen müssen blabla". Ja, was soll oeRque schon sagen, der Satz war ja auch nicht als Frage gedacht. Also schnell Musik auf ganz laut, das schlimmste am Bohrer ist ja immer das Geräusch. "Enger Kiefer, dicke Mandeln, so schwer hammas ja noch nie gehabt..". Dann wieder anlockern mit Kuhfuss.

Anlockerung kann man ja mal eben wirken lassen, machen wir so lange eben oben weiter. Gut, oben war Zack in drei Minuten draußen, warum nicht gleich so? Nein, oeRques Unterkiefer macht da nicht mit, bringt den Dentisten zur Verzweiflung. Die Schwestern (fünf übrigens insgesamt, alle voller Mitleid mit dem armen langen Monchichi) ebenso. "Schwester Angela, holen sie bitte die Maschine". Nein oeRque, das hörste dir nicht weiter an, drehst die Musik halt auf ganz laut. Bringt nix, Maschine ist lauter. Egal, musste durch, dein Kiefer wird durchgeschüttelt, deine Mundhöhle füllt sich mit Speichel und anderen Exkreten. Schwester saugt ganz behutsam ab, erwischt trotzdem leider das Zepfchen. Warum auch nicht?! oeRques Zepfchen weiß sonst aus Erfahrung durch einige Saufgelage: aha, jetzt kommt das taktische Kotzen. oeRque liegt also da, angespannt, Augen geschlossen, nur noch am würgen. Dentist bekommt Panik, ruft ein paar mal "Hallo". oeRque hört es natürlich nicht sofort, Musik ist ja zu laut. Aber irgendwann klappen dann doch meine Augen auf. Erleichterung und so. Ok, geht halt weiter. Mittlerweile durft auch erfahren, was die "Maschine" macht. Die meißelt mir einfach so den Kiefer auf, was soll das denn?! Und warum mussten die mir das sagen? Das ist doch albern. Gut oeRque, da musste durch. Machen wir halt weiter. Von da an ging's auch fast locker flockig weiter. Nach 1,5 Stunden war auch der untere draußen. Noch schnell nähen, prima, "jetzt beißen sie mal ne halbe Stunde auf dieses Wattebäuschen [viel zu groß im übrigen und nach zwei Minuten vollkommen nutzlos, da vollgesogen], Herr oeRque".

Gut, also wieder nach Hause, kurz geruht. Schmerzen - nö, gibt's noch nicht, alles gut betäubt. oeRques Unterkiefer musste sich ja auch geschlagen geben. Aber nö, oeRques Unterkiefer akzeptiert das leider noch nicht, überlegt sich was anderes. Ja, er macht einfach mal einen auf Bluter. Toll, oeRque war sehr dankbar, durfte nach zwei Stunden wieder beim Zahnarzt anrufen und die besorgten Schwestern noch besorgter machen. Ja, kommen se vorbei, Herr oeRque. Gut, da mal eben durchgeschaut: "Herr oeRque, da werde ich das letzte Stück auch noch zunähen und eine kleine Drainage legen". Gut, wenn's denn hilft. Zuerst wieder die paar Spritzen (diesmal nicht ganz so viele, da ja nur Unterkiefer betroffen). Hab ich schon gesagt, wie gut diese eine in den Gaumen doch tut?
Ok, wieder alles zugekleistert und so, scheint auch zu wirken. oeRque pennt also mal wieder ne Runde, mag noch nicht wieder essen. Ist ja auch alles betäubt (Magen gab auch keinen Mucks von sich). Um drei erwachet er dann mal wieder, spuckt etwas blutigen Speichel in die Toilette und freut sich, scheint ja geholfen zu haben.

Falsch gedacht, ne Stunde später ist aufmal der ganze Mund voller Blut, in den Wangen ist es schon schwarz geworden und geronnen. oeRque spühlt also mal wieder aus, muss irgendwann aber erkennen: Das ist doch Unfug! Aufmal wird's auch nur noch schwarz vor Augen und oeRque legt sich schnell hin, frisst nochmal nen Banänchen. Ach, rufen wir halt mal wieder die Schwestern an. Ich durfte auch sofort wiederkommen, also zack hin da. "Herr oeRque, sie sind mir ein Phäneomen. In so jungen Jahren kenn ich nicht viele, die ein Blutgerinnungsproblem haben". Herzlichen Dank, ich bis dato auch nicht. Gut, wieder durchgeguckt. Drainage bringt also nix, müssen wir rausnehmen, beide Nähte auch wieder raus. Aber vorher halt wieder Betäubung (hmm, wieder in den Gaumen..). Gut, alles geöffnet, machen wir jetzt halt mal ne Tamponage rein. So'n komisches 20cm langes und 2cm breites Geflecht, beträufelt mit Zinkkram und Nelkenextrakt. Passt, schnell wieder zugenäht. Von außen sieht die Fresse zwar scheisse aus, dank der Betäubungen merk ich aber selbst jetzt noch keinen Schmerz.
Herrlich, wird ja noch glatt schön. Dank des Nelkenextraktes hab ich nu auch dauernd einen selbigen Geschmack im Mund -> Da kommt Weihnachtsstimmung auf!
Jetzt geh ich mal rasch schlafen und schieß mich vorher noch mit einer Tablette ab. Ich freu mich.
Warum erzähl ich das hier eigentlich alles? Achja, ich will Mitleid ernten und sogleich bewundert werden, von den Damen. Aber liest überhaupt jemand meinen Quatsch? Ach, Ruhe jetzt, ich brauch meine Tablette.

In Liebe,
oeRque


Ps.: Für Rechtschreibefehler sind die Medikamente verantwortlich!