Früh stehen wir auf. Nach deutscher Zeit. Denn der Jetlag steckt den Buben in den Knochen und wir haben noch nichts getan, um etwas daran zu ändern: Wir schlafen gegen Mitternacht deutscher Zeit ein und die letzten erwachen um 10 Uhr morgens deutscher Zeit.
Hier ist es dann bereits fast abends. Und da läuft nicht mehr viel in Sachen Touristenattraktionen, also zeige ich den dreien mal unsere einheimischen Attraktionen. Das ist zum einen das Essen in unserem Stammrestaurant, das „Kleine Sichuan“ (Zechuan), gefolgt von einer Massage mit Fischen, einem verspäteten Abendessen beim Japaner, belgischem Bier bei Bambi und einem dekadenten Aufschlagen im 1+1.
Die Garderobenhexe begrüßen wir mit ausgestreckter Zunge, als wir sie passieren, kaufen uns in ein Sofa ein, spielen chinesische Würfelspiele und gehen tanzen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit meinem alten Herrn mal gemeinsam eine Disco besuche und tanzend um dieselbe Dame balze. Als unsere Getränke leer sind, bestellen wir sogar nach, werden aber aufgefordert, bitte ein Sofa in einem anderen Bereich zu besetzen, hier will man schon Feierabend machen.
Zuletzt werden wir herausgeschmissen, weil der ganze Club schließt. Wir bleiben aber noch ziemlich lange vor dem Eingang, da Torben denkt, seinen Pullover vergessen zu haben und es viel Überzeugungskraft meinerseits bedarf, ihm noch einmal Einlass zu gewähren. Nachdem ich den Besitzer des Ladens weichgekocht habe, beschwere ich mich noch einmal bei ihm über die Garderobenhexe, die schnell das Weite sucht. Torben findet den Pullover nicht im Club. Kann er auch nicht, da Robert ihn bereits an sich gerissen hat, der einer Dame aus dem käuflichen Gewerbe im weiteren Sinne nachtrauert.
Zu Bett gehen wir um Mitternacht. Deutscher Zeit.
Freitag, 29. Januar 2010
Tag 335: Der Bruder kommt. Schon wieder.
Mein Leid, dass hier langsam nichts mehr los ist, scheint in Deutschland angekommen zu sein und so haben sich bereits gestern Bruder, Vater und Bruders Kumpel in ein Flugzeug gesetzt mit dem Endreiseziel Xi’an. Mit Zwischenstopps in Dubai und Peking mit jeweils einigen Stunden Aufenthalt beträgt die Gesamtreisezeit mehr als 24 Stunden und ich rechne erst gegen Mitternacht mit ihnen. Somit ist der Tag noch frei, da kann man etwas saubermachen, den Schrank ausräumen und schauen, was man später der Familie mitgibt, um selber Übergepäck auf der Rückreise aus dem Weg zu gehen, Betten beziehen (ich danke Philipp und Arne, dass sie ihre Bettwäsche gewaschen haben, der Schlüssel aber noch bei mir verweilt und ich somit das günstigste Hotel Xi’ans bieten kann) und auch noch mal vor die Tür gehen.
Thomas und Denis wollen sich ein Tattoo stechen lassen, in einem Studio beim Garagenverkauf. Da bietet es sich an, sie zu begleiten, denn ich bräuchte eigentlich noch eine neue Tasche, nachdem meine nach dem Tauchgang im Golf von Thailand nicht mehr so ansehnlich ist, vielmehr wär aber ein kleiner Koffer für das Handgepäck von Vorteil, in den Laptop und einige Bücher passen und vielleicht noch mehr Übergepäck.
Ich werde fündig und handel auch ganz gut runter. Danach unterzieh ich ihm eine Feuertaufe, denn wenn die Bagage heute Nacht ankommt, hat sie bestimmt Durst und da der Campus-Supermarkt geschlossen hat, muss ich von weiter weg Bier beziehen. Der Koffer fasst fast ohne Probleme 24 0,5 l Flaschen und die Rollen halten, auch wenn sie bedenklich zur Seite knicken, fast einen Kilometer Fußmarsch aus. Und der Henkel reißt nicht unter der Last beim Besteigen der Treppen in den vierten Stock.
Ich könnte, als guter Sohn und Bruder abends zum Flughafen fahren, aber da zahl ich hin ja schon ein Vermögen und zu viert mit drei Koffern passen wir bestimmt nicht in ein Taxi, weshalb auch die Rückfahrt doppelt so teuer werden würde. Da bietet sich Jojo an, vielmehr dessen Freund, der Taxi fährt und für einen unschlagbar günstigen Preis von 10 Euro sich erklärt, die drei abzuholen und die 46 km bis vor die Haustür zu fahren. Als Erkennungszeichen könnte man langweiligerweise einen Zettel mit Namen schreiben, wir entscheiden uns aber für die Parole „Freibier“.
In der Wartezeit schlafe ich fast ein, denn ich erkälte mich zunehmend und die Augen brennen, aber mit ihrer Ankunft verfliegt das ganze Übel mit jedem Tropfen Gerstenkaltschale. Ein, zwei Bierchen könnte man trinken, dann wollen die bestimmt schlafen. Denke ich. Pustekuchen. Die haben noch die deutsche Zeit drin und nach der ist es jetzt erst früher Abend. Um halb sechs in der Früh geht Papa als erster schlafen, aber Torben und Robert haben noch Hunger. Wir könnten eine halbe Stunde warten, bis es bestimmt an der Straße wieder etwas gibt, aber wir setzen uns lieber in ein Taxi, fahren zum noch immer beleuchteten Glockenturm und setzen uns dort in einen McDonald’s. Um halb sieben besteigen wir das letzte Bier trinkend ein Taxi und um sieben liegen wir dann auch in den jeweiligen Betten. Ziemlich früh. Auch nach deutscher Zeit.
Thomas und Denis wollen sich ein Tattoo stechen lassen, in einem Studio beim Garagenverkauf. Da bietet es sich an, sie zu begleiten, denn ich bräuchte eigentlich noch eine neue Tasche, nachdem meine nach dem Tauchgang im Golf von Thailand nicht mehr so ansehnlich ist, vielmehr wär aber ein kleiner Koffer für das Handgepäck von Vorteil, in den Laptop und einige Bücher passen und vielleicht noch mehr Übergepäck.
Ich werde fündig und handel auch ganz gut runter. Danach unterzieh ich ihm eine Feuertaufe, denn wenn die Bagage heute Nacht ankommt, hat sie bestimmt Durst und da der Campus-Supermarkt geschlossen hat, muss ich von weiter weg Bier beziehen. Der Koffer fasst fast ohne Probleme 24 0,5 l Flaschen und die Rollen halten, auch wenn sie bedenklich zur Seite knicken, fast einen Kilometer Fußmarsch aus. Und der Henkel reißt nicht unter der Last beim Besteigen der Treppen in den vierten Stock.
Ich könnte, als guter Sohn und Bruder abends zum Flughafen fahren, aber da zahl ich hin ja schon ein Vermögen und zu viert mit drei Koffern passen wir bestimmt nicht in ein Taxi, weshalb auch die Rückfahrt doppelt so teuer werden würde. Da bietet sich Jojo an, vielmehr dessen Freund, der Taxi fährt und für einen unschlagbar günstigen Preis von 10 Euro sich erklärt, die drei abzuholen und die 46 km bis vor die Haustür zu fahren. Als Erkennungszeichen könnte man langweiligerweise einen Zettel mit Namen schreiben, wir entscheiden uns aber für die Parole „Freibier“.
In der Wartezeit schlafe ich fast ein, denn ich erkälte mich zunehmend und die Augen brennen, aber mit ihrer Ankunft verfliegt das ganze Übel mit jedem Tropfen Gerstenkaltschale. Ein, zwei Bierchen könnte man trinken, dann wollen die bestimmt schlafen. Denke ich. Pustekuchen. Die haben noch die deutsche Zeit drin und nach der ist es jetzt erst früher Abend. Um halb sechs in der Früh geht Papa als erster schlafen, aber Torben und Robert haben noch Hunger. Wir könnten eine halbe Stunde warten, bis es bestimmt an der Straße wieder etwas gibt, aber wir setzen uns lieber in ein Taxi, fahren zum noch immer beleuchteten Glockenturm und setzen uns dort in einen McDonald’s. Um halb sieben besteigen wir das letzte Bier trinkend ein Taxi und um sieben liegen wir dann auch in den jeweiligen Betten. Ziemlich früh. Auch nach deutscher Zeit.
Tag 334: Firmenbesuch.
Wir sind endlich wieder im Besitz unserer Reisepässe, sogar das Visum ist verlängert. Wir könnten also wieder das Salsa besuchen, aber das haben wir nicht mehr vor. Stattdessen schauen Thomas und ich bei meiner Praktikumsfirma rein. Hier stelle ich fest, dass ein Großteil der Belegschaft schon ausgetauscht ist. Ich kenne also nicht mehr so viele, aber zum Glück sind Chefe und ein paar andere noch da. Chefe sitzt wie so häufig über eine Zeitung gebeugt, gibt uns Tee und zeigt uns Bilder aus seinem Urlaub. Außer der Belegschaft hat sich nicht so viel geändert, was das Ganze nicht so interessant macht.
Wir gehen somit essen. Beim Bezahlen will ich den Staat was Gutes tun und die Quittung verlangen, da so Steuern bezahlt werden. Ich werde vor die Wahl gestellt, ob ich wirklich ein wertloses Blatt Papier haben möchte, oder lieber eine Dose Cola. Dem Staat dienen oder etwas Ungesundes in meinen Körper schütten. Dem Staat dienen, oder etwas Ungesundes in meinen Körper schütten. „Nein, ich nehme die… die Cola, ich will die Cola!“ Ich bin so leicht manipulierbar. Aber ich habe auch echt Durst.
Philipp hat uns nicht nur Gutscheine vom 1+1 hinterlassen, sondern auch Lebensmittel. Und die kann Denis nutzen um zu kochen. Es gibt Spaghetti. Yeah. Somit müssen wir heute nicht mehr raus. Das müssen wir auch nicht, denn das Internet bietet so viel Spannendes, wer braucht da die Realität? Besonders nach Mitternacht kriechen die Deutschen aus ihren Betten und sind zum Smalltalk im Netz bereit, sodass die vier Stunden danach wie im Fluge vergehen und ich mich am Ende frage, warum ich nicht schon längst im Bett liege. Morgen kommt der männliche Teil meiner Familie in Form meines Bruders und Papas vorbei, da könnte man fit sein.
Wir gehen somit essen. Beim Bezahlen will ich den Staat was Gutes tun und die Quittung verlangen, da so Steuern bezahlt werden. Ich werde vor die Wahl gestellt, ob ich wirklich ein wertloses Blatt Papier haben möchte, oder lieber eine Dose Cola. Dem Staat dienen oder etwas Ungesundes in meinen Körper schütten. Dem Staat dienen, oder etwas Ungesundes in meinen Körper schütten. „Nein, ich nehme die… die Cola, ich will die Cola!“ Ich bin so leicht manipulierbar. Aber ich habe auch echt Durst.
Philipp hat uns nicht nur Gutscheine vom 1+1 hinterlassen, sondern auch Lebensmittel. Und die kann Denis nutzen um zu kochen. Es gibt Spaghetti. Yeah. Somit müssen wir heute nicht mehr raus. Das müssen wir auch nicht, denn das Internet bietet so viel Spannendes, wer braucht da die Realität? Besonders nach Mitternacht kriechen die Deutschen aus ihren Betten und sind zum Smalltalk im Netz bereit, sodass die vier Stunden danach wie im Fluge vergehen und ich mich am Ende frage, warum ich nicht schon längst im Bett liege. Morgen kommt der männliche Teil meiner Familie in Form meines Bruders und Papas vorbei, da könnte man fit sein.
Tag 333: All you can eat.
Hurra, wir sind wieder zu dritt, denn Denis kommt endlich aus Thailand wieder. Das sollte gefeiert werden, drum gehen wir in ein All you can eat-Restaurant in der Nähe. Für 58 Yuan kriegt man da so viel zu essen und trinken, wie man will. Und wenn man pünktlich kommt, über eine Zeitdauer von fünf Stunden. Wir kommen nicht pünktlich, da Denis um sechs noch duschen muss. Das tut er dann auch gegen halb acht.
Wir essen Hotpot, gebratenes Fleisch und vom Personal zubereitete Speisen, trinken Bier, das besonders gut schmeckt, da es umsonst ist und sitzen bis zum Ende. Jessica stößt in dieser Zeit zu uns, isst zwar nichts, hilft uns dafür illegalerweise beim Vernichten des Umsonst-Biers und ist nach drei Bechern schon bei ihrem Limit angekommen.
Unsere Klamotten stinken und werden zuhause gewechselt, während Jessica sich nun völlig außer Kontrolle geraten an einer Whisky-Flasche zu schaffen macht. Denn sie weiß nicht, was sie tut. Sie begleitet uns trotz ihrer Fülle noch ins 1+1. Und die Garderobenhexe ist abermals angepisst, unsere Jacken landen also unterm Tisch.
Unsere zurückgestellte Flasche Whisky hat nicht mehr viel zu bieten und ist schnell leer. Am Nachbartisch sind vier Männer mittleren Alters untergebracht, die das gleiche Getränk, jedoch in einer gefüllten Flasche, vor sich stehen haben. So viel wollen sie aber eigentlich nicht trinken und da kommen wir ganz gelegen, denn man steht in den Augen anderer Einheimischer immer besonders gut da, wenn man Ausländern das Wasser, oder vielmehr den Schnaps reichen kann. Mir wird gesagt, sie seien Tee-Händler. Thomas zeigen sie eine Karte, die aussieht, wie von einem Busunternehmen. Vielleicht verbinden sie das Ganze auch und es handelt sich um dubiose Kaffeefahrtenorganisatoren, wobei man hier von einer Teefahrt redet, denn Kaffee trinkt man bekanntlich weniger.
Wir sind trotz der Trinkangebote nach zwei Stunden schon wieder draußen, was nicht zuletzt an Jessica liegt, die jetzt auch neben Schnaps noch Zigaretten konsumiert. Das kann böse enden. Doch halt! Ich kann nicht einfach so verschwinden! Ich stiefel noch einmal in den Laden rein, zielgesteuert auf die Garderobe zu. Die Garderobenhexe sieht mich, runzelt die Stirn, denkt sich, da kommt wieder einer dieser miesen Ausländer (mein Gesicht hat sie bestimmt schon vergessen) und winkt schon von weitem ab: Deine Jacke nehm ich hier nicht an. Ich laufe unbeirrt weiter und erkläre der Dame, dass ich es nicht nötig habe, meine Jacke bei ihr abzugeben. Denn ehrlich gesagt mag ich sie nicht, weil sie ein schlechter Mensch, der Teufel ist.
Ich wäre nach so einer Aussage ziemlich niedergeschlagen, aber eine Hexe ist nun mal eine Hexe und setzt ihr Hexenlachen auf. Meine Frage, warum sie sich keinen anderen Job sucht, geht in diesem grausigen Gelächter unter. Ich ziehe mich lieber zurück.
Zuhause sitzen wir noch weitere drei Stunden auf dem Sofa bei Graubrot und Salami, in der Hoffnung, dass mir dieses Lachen aus dem Kopfe geht.
Wir essen Hotpot, gebratenes Fleisch und vom Personal zubereitete Speisen, trinken Bier, das besonders gut schmeckt, da es umsonst ist und sitzen bis zum Ende. Jessica stößt in dieser Zeit zu uns, isst zwar nichts, hilft uns dafür illegalerweise beim Vernichten des Umsonst-Biers und ist nach drei Bechern schon bei ihrem Limit angekommen.
Unsere Klamotten stinken und werden zuhause gewechselt, während Jessica sich nun völlig außer Kontrolle geraten an einer Whisky-Flasche zu schaffen macht. Denn sie weiß nicht, was sie tut. Sie begleitet uns trotz ihrer Fülle noch ins 1+1. Und die Garderobenhexe ist abermals angepisst, unsere Jacken landen also unterm Tisch.
Unsere zurückgestellte Flasche Whisky hat nicht mehr viel zu bieten und ist schnell leer. Am Nachbartisch sind vier Männer mittleren Alters untergebracht, die das gleiche Getränk, jedoch in einer gefüllten Flasche, vor sich stehen haben. So viel wollen sie aber eigentlich nicht trinken und da kommen wir ganz gelegen, denn man steht in den Augen anderer Einheimischer immer besonders gut da, wenn man Ausländern das Wasser, oder vielmehr den Schnaps reichen kann. Mir wird gesagt, sie seien Tee-Händler. Thomas zeigen sie eine Karte, die aussieht, wie von einem Busunternehmen. Vielleicht verbinden sie das Ganze auch und es handelt sich um dubiose Kaffeefahrtenorganisatoren, wobei man hier von einer Teefahrt redet, denn Kaffee trinkt man bekanntlich weniger.
Wir sind trotz der Trinkangebote nach zwei Stunden schon wieder draußen, was nicht zuletzt an Jessica liegt, die jetzt auch neben Schnaps noch Zigaretten konsumiert. Das kann böse enden. Doch halt! Ich kann nicht einfach so verschwinden! Ich stiefel noch einmal in den Laden rein, zielgesteuert auf die Garderobe zu. Die Garderobenhexe sieht mich, runzelt die Stirn, denkt sich, da kommt wieder einer dieser miesen Ausländer (mein Gesicht hat sie bestimmt schon vergessen) und winkt schon von weitem ab: Deine Jacke nehm ich hier nicht an. Ich laufe unbeirrt weiter und erkläre der Dame, dass ich es nicht nötig habe, meine Jacke bei ihr abzugeben. Denn ehrlich gesagt mag ich sie nicht, weil sie ein schlechter Mensch, der Teufel ist.
Ich wäre nach so einer Aussage ziemlich niedergeschlagen, aber eine Hexe ist nun mal eine Hexe und setzt ihr Hexenlachen auf. Meine Frage, warum sie sich keinen anderen Job sucht, geht in diesem grausigen Gelächter unter. Ich ziehe mich lieber zurück.
Zuhause sitzen wir noch weitere drei Stunden auf dem Sofa bei Graubrot und Salami, in der Hoffnung, dass mir dieses Lachen aus dem Kopfe geht.
Tag 332: Großer Abschied.
Ein feiner Tag ist es heute nicht. Philipp, Chenshu und Mini verlassen uns heute, während uns Andy schon vor ein paar Tagen im Stich gelassen hat. Thomas und ich bleiben alleine zurück. Auf einem verwaisten Campus. Denn fast alle Studenten sind schon ausgeflogen und auch der Supermarkt ist geschlossen, hat seit Wochen sowieso nur noch den Bestand verkauft und nicht nachgefüllt (wobei das Bier leider komischerweise als erstes ausverkauft war), lediglich die Wachmänner an den Toren bleiben uns treu. Und die sind zurzeit glücklich. Vielleicht die glücklichsten Menschen des Landes. Denn sie haben letztendlich auch am Hintertor ein richtiges Tor stehen. Eines, das nur mit einer einzigen Fernbedienung auf- und zuzukriegen ist. Dann fährt es und faltet sich wie eine Ziehharmonika zusammen, obwohl es aus Metall ist. Das ist ein Wunderwerk der Technik und unsere Wachmänner haben es wirklich verdient, nachdem sie zwar am Haupteingang stets eine kleine Schneise nur kontrollieren mussten, hinten aber offen standen, wie ein Scheunentor. Jetzt sind wir endlich komplett eingezäunt.
Zum Glück hat uns Philipp noch ein paar Getränkegutscheine aus dem 1+1 überlassen, die uns über unsere Abschiedsschmerzen hinwegkommen lassen. Und diesen kommen Thomas und ich heute nach. Und siehe da, wir kommen ziemlich früh an und die Garderobenhexe ist noch nicht angepisst, nimmt unsere Jacken kommentarlos entgegen. Vielleicht wirkt Thomas auch mit seinen langen schwarzen Haaren wie eine Chinesin auf den flüchtigen Blick.
Egal, woran es liegt, wir siegen heute über diese Garderobenhexe, trinken ein zugegeben nicht gerade sehr leckeres Bier, oder auch zwei und sind früh wieder am Hintertor. Der Wachmann schläft und wir schieben das Tor selber auf. Da ist scheinbar doch noch ein wenig Arbeit vonnöten, aber dann gibt es auch hier ein richtig funktionierendes Tor!
Zum Glück hat uns Philipp noch ein paar Getränkegutscheine aus dem 1+1 überlassen, die uns über unsere Abschiedsschmerzen hinwegkommen lassen. Und diesen kommen Thomas und ich heute nach. Und siehe da, wir kommen ziemlich früh an und die Garderobenhexe ist noch nicht angepisst, nimmt unsere Jacken kommentarlos entgegen. Vielleicht wirkt Thomas auch mit seinen langen schwarzen Haaren wie eine Chinesin auf den flüchtigen Blick.
Egal, woran es liegt, wir siegen heute über diese Garderobenhexe, trinken ein zugegeben nicht gerade sehr leckeres Bier, oder auch zwei und sind früh wieder am Hintertor. Der Wachmann schläft und wir schieben das Tor selber auf. Da ist scheinbar doch noch ein wenig Arbeit vonnöten, aber dann gibt es auch hier ein richtig funktionierendes Tor!
Sonntag, 24. Januar 2010
Tag 331: Kochen.
"Mirko kann nicht kochen." Punkt. Das ist die Aussage, die mich das ganze Jahr über verfolgt hat. Und ich war nie böse drum. Schließlich kam ich so um einige Pflichten drum rum.
Gewurmt hat es mich trotzdem ein wenig. Nicht nur, dass ich statt zu kochen für den Abwasch aufkommen musste, sondern auch, dass diese Aussage völlig unbegründet ist. Denn Fakt ist, dass ich mich über zwei Jahre fast täglich selber ernährt habe und keinem Gerippe gleiche, was doch wohl bedeutet, dass die von mir zubereitete Kost einigermaßen genießbar sein müsste. Oder ich verfüge über einen Saumagen und krieg alles runter.
Heute will ich also mal wieder den Kochlöffel schwingen. Schließlich ist die Küche auch recht sauber, nachdem ich Mittwoch aufgeräumt habe. Eingekauft habe ich auch so einiges, als ran an den Herd.
Das erste Problem ist aber folgendes: Statt Töpfe besitzen wir nur noch Deckel. Nun sagen zwar alle, dass es sich um jeweils ihre Töpfe handelt, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Lukas oder ich jemals losgezogen sind, um Deckel auszuleihen. Vielmehr müssten drei oder vier Töpfe in diesem Haus zu unserer Küche gehören. Ich finde aber nicht alle. Aber ausreichend.
Nun, ich merke, dass mir nicht nur einige Geräte fehlen, sondern auch die Übung, liegt mein letztes Mal doch schon knapp elf Monate zurück. Am Ende gelingen mir zwar die Nudeln (zumindest selbstgemacht), Fleisch und Soße lassen aber zu wünschen übrig und so muss ich wohl Thomas recht geben.
"Mirko kann nicht kochen."
Nicht mehr.
Gewurmt hat es mich trotzdem ein wenig. Nicht nur, dass ich statt zu kochen für den Abwasch aufkommen musste, sondern auch, dass diese Aussage völlig unbegründet ist. Denn Fakt ist, dass ich mich über zwei Jahre fast täglich selber ernährt habe und keinem Gerippe gleiche, was doch wohl bedeutet, dass die von mir zubereitete Kost einigermaßen genießbar sein müsste. Oder ich verfüge über einen Saumagen und krieg alles runter.
Heute will ich also mal wieder den Kochlöffel schwingen. Schließlich ist die Küche auch recht sauber, nachdem ich Mittwoch aufgeräumt habe. Eingekauft habe ich auch so einiges, als ran an den Herd.
Das erste Problem ist aber folgendes: Statt Töpfe besitzen wir nur noch Deckel. Nun sagen zwar alle, dass es sich um jeweils ihre Töpfe handelt, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Lukas oder ich jemals losgezogen sind, um Deckel auszuleihen. Vielmehr müssten drei oder vier Töpfe in diesem Haus zu unserer Küche gehören. Ich finde aber nicht alle. Aber ausreichend.
Nun, ich merke, dass mir nicht nur einige Geräte fehlen, sondern auch die Übung, liegt mein letztes Mal doch schon knapp elf Monate zurück. Am Ende gelingen mir zwar die Nudeln (zumindest selbstgemacht), Fleisch und Soße lassen aber zu wünschen übrig und so muss ich wohl Thomas recht geben.
"Mirko kann nicht kochen."
Nicht mehr.
Tag 330: Schein-Muslime.
Das Wetter ist heute mal etwas besser. Also vielmehr die Luft. Es ist kalt, aber klar, man erkennt die Sonne (und nicht nur einen orangen Ball in einer blassen orangen Umgebung) und so kann man ja mal rausgehen.
Mini will auf die Stadtmauer. Läuft. Wir fahren etwas Tandem, allerdings reicht die Zeit nicht, um einmal ganz rumzufahren, was aber auch nicht schlimm ist, da eigentlich nur die Südseite gut anzuschauen ist, hier sind die Dächer schön verziert, an den anderen Seiten wurde da gepfuscht.
Recht schnell sind wir wieder unten in der Südstraße, wandern in die belebte Oststraße und suchen einen Buchladen auf. Ich gönne mir ein paar einfache chinesische Bücher mit Übersetzung, sie sich ein Deutsch-Lernbuch. Bisher fand sie die Sprache Deutsch hässlich und abgehackt, aber ausgerechnet die Musik von Rammstein hat sie davon überzeugen können, dass es sich doch um eine schöne Sprache handeln kann.
Mit Fleiß, und den hat sie, kann sie nun ihre Grundlagen erweitern. Bisher kann sie die wichtigen Ausdrücke "Stoßlüften", "Schnickschnack", "Ciao, bis später", "Leck mich am A****", sowie die Kinderlieder "Hoppe, Hoppe Reiter", "Es tanzt ein Bibabutzemann" und "Mini, Wini, Würstchenkette...". Für den Anfang ist das schon nicht schlecht.
Gleich neben dem Glockenturm (wo sich Nord-, Ost-, Süd- und Weststraße treffen) liegt das Moslem-Viertel. Dieses ist bekannt für vieles gutes Essen, hauptsächlich (Lamm-)Fleischspieße und Brotsuppe, viel Obst und Schnickschnack. Wir gönnen uns von allem etwas und ich muss mit Entsetzen den Betrug an Allah feststellen, der sich aus Profitgründen und Geldgier in den letzten Monaten eingeschlichen hat. War es uns in den ersten Tagen doch peinlich, dass wir umsonst nach einem Bier gefragt haben, so bekomme ich heute einfach so eins hingestellt. Von einem Kellner mit Muslim-Kappe. Und auf der Straße bekommt Mini gekochte Schweinefüße. Von einem Mann mit Muslim-Kappe.
Wohin soll das noch führen?
Ich verwerfe die Frage schnell und wir lassen uns mal wieder massieren. Diesmal auch die Füße, wobei beim Abtasten der Fußreflexzonen festgestellt wird, dass ich doch ziemlich viele Beschwerden haben müsste. In dem Zustand, in dem ich mich, meinen Füßen nach zu urteilen, befinden müsste, würde ich mich selber kaum für lebensfähig befinden. Aber das ist doch Humbug.
Mini will auf die Stadtmauer. Läuft. Wir fahren etwas Tandem, allerdings reicht die Zeit nicht, um einmal ganz rumzufahren, was aber auch nicht schlimm ist, da eigentlich nur die Südseite gut anzuschauen ist, hier sind die Dächer schön verziert, an den anderen Seiten wurde da gepfuscht.
Recht schnell sind wir wieder unten in der Südstraße, wandern in die belebte Oststraße und suchen einen Buchladen auf. Ich gönne mir ein paar einfache chinesische Bücher mit Übersetzung, sie sich ein Deutsch-Lernbuch. Bisher fand sie die Sprache Deutsch hässlich und abgehackt, aber ausgerechnet die Musik von Rammstein hat sie davon überzeugen können, dass es sich doch um eine schöne Sprache handeln kann.
Mit Fleiß, und den hat sie, kann sie nun ihre Grundlagen erweitern. Bisher kann sie die wichtigen Ausdrücke "Stoßlüften", "Schnickschnack", "Ciao, bis später", "Leck mich am A****", sowie die Kinderlieder "Hoppe, Hoppe Reiter", "Es tanzt ein Bibabutzemann" und "Mini, Wini, Würstchenkette...". Für den Anfang ist das schon nicht schlecht.
Gleich neben dem Glockenturm (wo sich Nord-, Ost-, Süd- und Weststraße treffen) liegt das Moslem-Viertel. Dieses ist bekannt für vieles gutes Essen, hauptsächlich (Lamm-)Fleischspieße und Brotsuppe, viel Obst und Schnickschnack. Wir gönnen uns von allem etwas und ich muss mit Entsetzen den Betrug an Allah feststellen, der sich aus Profitgründen und Geldgier in den letzten Monaten eingeschlichen hat. War es uns in den ersten Tagen doch peinlich, dass wir umsonst nach einem Bier gefragt haben, so bekomme ich heute einfach so eins hingestellt. Von einem Kellner mit Muslim-Kappe. Und auf der Straße bekommt Mini gekochte Schweinefüße. Von einem Mann mit Muslim-Kappe.
Wohin soll das noch führen?
Ich verwerfe die Frage schnell und wir lassen uns mal wieder massieren. Diesmal auch die Füße, wobei beim Abtasten der Fußreflexzonen festgestellt wird, dass ich doch ziemlich viele Beschwerden haben müsste. In dem Zustand, in dem ich mich, meinen Füßen nach zu urteilen, befinden müsste, würde ich mich selber kaum für lebensfähig befinden. Aber das ist doch Humbug.
Tag 329: Avatar.
Mini und ich gehen heute ins Kino, wollen Avatar schauen. Also eigentlich kommen wir nachmittags da an um festzustellen, dass wir nur noch für die Vorstellung um halb elf abends zwei der letzten paar Karten bekommen, zumindest für die 3D-Fassung. Und nur die wollen wir gucken, alles andere gibt es ja unlängst auf gefälschten DVDs zu kaufen oder im Internet zu finden.
Jene normale Version gibt es auch nur noch bis Freitag in normalen Kinos zu sehen, danach muss sie einer einheimischen Produktion weichen. Ich sage "muss", da sie es wirklich muss, auf Druck der Regierung. Anscheinend, weil der Hype zu groß sei und zu viele die anscheinend nicht viel vertretenen Kinos ansteuert, was die Straßen verstopft und zu Unfällen und Verletzten führen kann, so hat Mini es zumindest vernommen. Das ist natürlich Bullshit, denn nun sind die Publikationsstätten noch auserwählter und vor diesen müssten die Staus und Unfälle noch größer sein und die Verletzten quasi Tote.
Die Wahrheit ist aber, dass es in dem Film um Landvertreibung geht und nachdem Chinesen im Netz schon geschrieben haben, dass nur sie das Leid der Na'vi nachvollziehen könnten, da sie von Zwangsumsiedlung betroffen sind. Und bevor nun eine große Meute sich dieses Gedanken bewusst wird und es vielleicht zu Unruhen kommt, schränkt man lieber den Zugang zu diesem Unterhaltungsfilm ein, indem nur noch auserwählte 3D-Kinos den Film zeigen dürfen. So einfach geht das mit der indirekten Zensur.
Nun haben wir also noch sieben Stunden Zeit. Wir gehen ins Teehaus, das eigentlich ein gemütlicher Ort sein könnte, aber hier hat man es mit dem Heizen noch nicht so gelernt. Danach könnte ich mal wieder einen Frisör gebrauchen. Dieser sagt, ich müsste kurz warten, was dann aber knapp 45 Minuten dauert, weil die Wasserhähne streiken. Und so bekomm ich auch keine 20 Minuten Kopfmassage, sondern nur ein zweiminütiges Haarewaschen. Und was macht ein Frisör mit einem Kopfhaar, das in einen über Wochen angezüchteten Vollbart übergeht? Nun, er entsinnt sich seiner Lehre, die da sagt, dass man zum Schluss die Koteletten rasiert. Ohne zu fragen. Jetzt gibt es also eine klare zentimeterbreite Schneise, die "Haar" von "Bart" trennt. Ist schließlich nicht das gleiche, da gehört eine Grenze dazwischen. Und mit Grenzen hat man es ja hier.
Einem Essen folgt ein Gang durch den Walmart und dann geht der Film auch endlich mal los. Guter Film. Und was die Technik heute so alles kann. Das Kino ist somit zum Bersten gefüllt. Gefüllt mit Handy-Besitzern, die jedem Anrufer mitteilen müssen, was sie denn gerade so machen. Und was sie davor machten und gedenken, anschließend zu tun. Nun, ich wüsste nicht, wie man hier ohne Mobilfunk zurechtkäme, das Telefon hat eine große Rolle im Alltag eingenommen, im Flugzeug wird es erst kurz vorm Start ausgeschaltet und sobald bei der Landung die Reifen das erste Mal den Boden berühren, sind bereits die Starttöne mehrere Handtelefone zu hören, kurz danach die ersten Mitteilungen, dass man gelandet ist. Aber ich schweife ab.
Zuhause angekommen meint Mini es gut mit mir und will den Film noch einmal auf Englisch laufen lassen, damit ich auch alles verstehe. Aber ich schlafe dann doch recht früh ein.
Jene normale Version gibt es auch nur noch bis Freitag in normalen Kinos zu sehen, danach muss sie einer einheimischen Produktion weichen. Ich sage "muss", da sie es wirklich muss, auf Druck der Regierung. Anscheinend, weil der Hype zu groß sei und zu viele die anscheinend nicht viel vertretenen Kinos ansteuert, was die Straßen verstopft und zu Unfällen und Verletzten führen kann, so hat Mini es zumindest vernommen. Das ist natürlich Bullshit, denn nun sind die Publikationsstätten noch auserwählter und vor diesen müssten die Staus und Unfälle noch größer sein und die Verletzten quasi Tote.
Die Wahrheit ist aber, dass es in dem Film um Landvertreibung geht und nachdem Chinesen im Netz schon geschrieben haben, dass nur sie das Leid der Na'vi nachvollziehen könnten, da sie von Zwangsumsiedlung betroffen sind. Und bevor nun eine große Meute sich dieses Gedanken bewusst wird und es vielleicht zu Unruhen kommt, schränkt man lieber den Zugang zu diesem Unterhaltungsfilm ein, indem nur noch auserwählte 3D-Kinos den Film zeigen dürfen. So einfach geht das mit der indirekten Zensur.
Nun haben wir also noch sieben Stunden Zeit. Wir gehen ins Teehaus, das eigentlich ein gemütlicher Ort sein könnte, aber hier hat man es mit dem Heizen noch nicht so gelernt. Danach könnte ich mal wieder einen Frisör gebrauchen. Dieser sagt, ich müsste kurz warten, was dann aber knapp 45 Minuten dauert, weil die Wasserhähne streiken. Und so bekomm ich auch keine 20 Minuten Kopfmassage, sondern nur ein zweiminütiges Haarewaschen. Und was macht ein Frisör mit einem Kopfhaar, das in einen über Wochen angezüchteten Vollbart übergeht? Nun, er entsinnt sich seiner Lehre, die da sagt, dass man zum Schluss die Koteletten rasiert. Ohne zu fragen. Jetzt gibt es also eine klare zentimeterbreite Schneise, die "Haar" von "Bart" trennt. Ist schließlich nicht das gleiche, da gehört eine Grenze dazwischen. Und mit Grenzen hat man es ja hier.
Einem Essen folgt ein Gang durch den Walmart und dann geht der Film auch endlich mal los. Guter Film. Und was die Technik heute so alles kann. Das Kino ist somit zum Bersten gefüllt. Gefüllt mit Handy-Besitzern, die jedem Anrufer mitteilen müssen, was sie denn gerade so machen. Und was sie davor machten und gedenken, anschließend zu tun. Nun, ich wüsste nicht, wie man hier ohne Mobilfunk zurechtkäme, das Telefon hat eine große Rolle im Alltag eingenommen, im Flugzeug wird es erst kurz vorm Start ausgeschaltet und sobald bei der Landung die Reifen das erste Mal den Boden berühren, sind bereits die Starttöne mehrere Handtelefone zu hören, kurz danach die ersten Mitteilungen, dass man gelandet ist. Aber ich schweife ab.
Zuhause angekommen meint Mini es gut mit mir und will den Film noch einmal auf Englisch laufen lassen, damit ich auch alles verstehe. Aber ich schlafe dann doch recht früh ein.
Tag 328: Endlich lendenfrei.
Heute wage ich endlich den Schritt zur Massage. Meine Lende will nämlich nicht freiwillig gehen, lieber beim Aufstehen und einfachsten Tätigkeiten rumzicken. So bringe ich heute zwar die Wohnung auf Fordermann, das ganze aber unter großen Schmerzen. Aber ich will mir die Massage ja auch verdienen und erst ein wenig Arbeit verrichten. Umgekehrt wäre das zwar viel zeitsparender, weil ich flinker an alle Ecken käme, aber letztendlich habe ich ja die Zeit und das ganze Chaos und den Staub hier leid.
Abends fahre ich zwei Stationen Bus zu einen Massagesalon der edleren Sorte. Eigentlich will ich nur den Rücken massiert bekommen, da ich aber die ganzen Fachbegriffe nicht so verstehe, habe ich ruckzuck auch noch einen Eimer mit Putzerfischen vor mir stehen und bekomme während des Füßereinhaltens noch den Kopf und Nacken gemacht, zudem gibt's einen Tee, der nochmal so viel kostet, wie die Dienstleistung, die im Laufe des Abends an mir verübt wird.
Zwar wird mir gesagt, dass ich lieber zum Arzt gehen sollte (was bedeutet, dass ich mal wieder ins Krankenhaus müsste, da die freipraktizierenden Ärzte nicht vertrauenswürdig sind), dennoch gibt die Masseurin sich alle Mühe und nutzt ihr ganzen Körpergewicht (was bei einer Chinesin nicht viel ist, eigentlich wiegt jede nur so 45 kg, wenn es nach ihren eigenen Aussagen geht, denn mehr gilt als fett), um Knie- und Ellenbogengelenke zwischen meine Wirbel zu pressen.
Tut gut und am Ende fühle ich mich viel besser. Und überhaupt werde ich nur knapp mehr los, als ich in Deutschland für die Praxisgebühr hätte liegen lassen.
Abends fahre ich zwei Stationen Bus zu einen Massagesalon der edleren Sorte. Eigentlich will ich nur den Rücken massiert bekommen, da ich aber die ganzen Fachbegriffe nicht so verstehe, habe ich ruckzuck auch noch einen Eimer mit Putzerfischen vor mir stehen und bekomme während des Füßereinhaltens noch den Kopf und Nacken gemacht, zudem gibt's einen Tee, der nochmal so viel kostet, wie die Dienstleistung, die im Laufe des Abends an mir verübt wird.
Zwar wird mir gesagt, dass ich lieber zum Arzt gehen sollte (was bedeutet, dass ich mal wieder ins Krankenhaus müsste, da die freipraktizierenden Ärzte nicht vertrauenswürdig sind), dennoch gibt die Masseurin sich alle Mühe und nutzt ihr ganzen Körpergewicht (was bei einer Chinesin nicht viel ist, eigentlich wiegt jede nur so 45 kg, wenn es nach ihren eigenen Aussagen geht, denn mehr gilt als fett), um Knie- und Ellenbogengelenke zwischen meine Wirbel zu pressen.
Tut gut und am Ende fühle ich mich viel besser. Und überhaupt werde ich nur knapp mehr los, als ich in Deutschland für die Praxisgebühr hätte liegen lassen.
Tag 327: Ungewohnt schnell.
Wir müssen schon wieder früh aufstehen. Um zehn Uhr treffen wir uns bei einem Gebäude, dessen Bezeichnung ich nicht weiß, in dem man aber sein Visum verlängern kann. Und das geht heute ungewohnt schnell. Das Männchen vom Auslandsamt ist pünktlich, vor uns in der Schlange steht nur ein Mensch, sämtliche Papiere sind schon ausgefüllt und unterschrieben, es müssen nur noch Fotos von uns mittels Digitalkamera geschossen werden und ein überschaubarer Betrag an Yuan den Besitzer wechseln, dann sind wir auch schon fertig.
Dass wir dennoch nicht sofort zurückfahren, liegt daran, dass oben genanntes Gebäude sich in unmittelbarer Nähe meiner Praktikumsstelle befindet. Nun könnte man denken, dass ich dort mal wieder einen Besuch abstatte, aber das würde zu viel Zeit kosten und zuhause wartet die Frau. Vielmehr kenne ich in dieser Region ein Restaurant, in dem es sehr gute grüne Nudeln gibt.
Das öffnet aber erst bald, wobei wir nach der offiziellen Öffnungszeit immer mal wieder vertröstet werden und somit fast eine Stunde auf unser Essen warten, aber es lohnt sich.
Für knapp eine Woche habe ich jetzt Ruhe von Behördengängen und dem ganzen Rotz, und auch dann muss ich nur meinen Reisepass wieder abholen. Vielleicht kann ich nun endlich mal gut ruhen und einen gesunden Schlafrhytmus finden.
Falsch gedacht, denn Philipp hat Besuch am Start und der muss in das Nachtleben eingeführt werden, zumal wir noch Getränke im 1+1 gelagert haben. In der Woche bleibt uns jetzt sowieso nur noch dieser Laden, da die anderen spärlich besucht sind oder wie das Salsa weiterhin Ausweise von Minderheiten verlangen. Diese liegen ja nun bekanntlich bei den Behörden. Und dass sich das Salsa mit dieser Maßnahme selber zugrunde richtet, scheint wohl noch nicht aufgefallen zu sein. Denn ich kenne keinen, der mehr als das Nötigste mitnimmt, erst recht keinen viel zu großen Reisepass, der kaum in die Hosentasche passt und viel zu wertvoll ist, alsdass man ihn den Taschendieben in einer lokalen Diskothek aussetzt.
Und das Salsa war einst dafür bekannt, dass sich hier mehr Ausländer tummeln, die auch gerne mal was liegen lassen. Nun kommen diese nicht mehr in altbekannter Fülle und somit ist auch der Reiz für viele weltoffene Einheimische nicht mehr vorhanden und diese bleiben fern, was den Tanzschuppen noch leerer macht und auch für die restlichen Gäste unattraktiver.
Das Fazit ist, dass hier seit Monaten die Mitarbeiter rausgeschmissen werden, man am Eingangsbereich aber dennoch weiter freudig allen reisepasslosen Gästen den Weg zum Ausgang weist.
Selber Schuld.
Dass wir dennoch nicht sofort zurückfahren, liegt daran, dass oben genanntes Gebäude sich in unmittelbarer Nähe meiner Praktikumsstelle befindet. Nun könnte man denken, dass ich dort mal wieder einen Besuch abstatte, aber das würde zu viel Zeit kosten und zuhause wartet die Frau. Vielmehr kenne ich in dieser Region ein Restaurant, in dem es sehr gute grüne Nudeln gibt.
Das öffnet aber erst bald, wobei wir nach der offiziellen Öffnungszeit immer mal wieder vertröstet werden und somit fast eine Stunde auf unser Essen warten, aber es lohnt sich.
Für knapp eine Woche habe ich jetzt Ruhe von Behördengängen und dem ganzen Rotz, und auch dann muss ich nur meinen Reisepass wieder abholen. Vielleicht kann ich nun endlich mal gut ruhen und einen gesunden Schlafrhytmus finden.
Falsch gedacht, denn Philipp hat Besuch am Start und der muss in das Nachtleben eingeführt werden, zumal wir noch Getränke im 1+1 gelagert haben. In der Woche bleibt uns jetzt sowieso nur noch dieser Laden, da die anderen spärlich besucht sind oder wie das Salsa weiterhin Ausweise von Minderheiten verlangen. Diese liegen ja nun bekanntlich bei den Behörden. Und dass sich das Salsa mit dieser Maßnahme selber zugrunde richtet, scheint wohl noch nicht aufgefallen zu sein. Denn ich kenne keinen, der mehr als das Nötigste mitnimmt, erst recht keinen viel zu großen Reisepass, der kaum in die Hosentasche passt und viel zu wertvoll ist, alsdass man ihn den Taschendieben in einer lokalen Diskothek aussetzt.
Und das Salsa war einst dafür bekannt, dass sich hier mehr Ausländer tummeln, die auch gerne mal was liegen lassen. Nun kommen diese nicht mehr in altbekannter Fülle und somit ist auch der Reiz für viele weltoffene Einheimische nicht mehr vorhanden und diese bleiben fern, was den Tanzschuppen noch leerer macht und auch für die restlichen Gäste unattraktiver.
Das Fazit ist, dass hier seit Monaten die Mitarbeiter rausgeschmissen werden, man am Eingangsbereich aber dennoch weiter freudig allen reisepasslosen Gästen den Weg zum Ausgang weist.
Selber Schuld.
Tag 326: Hätte ich's mal früher erfahren.
Dieser Monat zählt nicht zu den günstigsten. Schließlich habe ich schon Geld in Thailand gelassen und werde jetzt mittels Email dazu aufgefordert, Strom und Wasser zu bezahlen. Für das ganze letzte Jahr. Schließlich hat das zuletzt im September nicht geklappt und bevor wir das Land einfach so verlassen, ist für heute eine Deadline gesetzt.
Die Uhren lesen Thomas und ich selber ab und fahren zum alten Campus rüber. Hätte ich früher gewusst, dass es im Bad mehrere Wasseruhren gibt und ich die versteckte hätte ablesen müssen, so würde ich jetzt auch gerne bezahlen. Aber Pustekuchen. Ist auch besser so, denn nach der Zahl der falschen Uhr würde ich ein halbes Vermögen loswerden.
Morgen wiederkommen lautet also die Devise.
Anschließend sollen wir noch zu Jiang Lei ins Büro. Es gibt Stipendiumsgeld. Nun, hätte ich gewusst, dass sie um zwölf Uhr schon Mittagspause macht, wären wir früher aufgekreuzt, so läuft sie aber den ganzen Weg wieder zurück.
Mit vollen statt leeren Taschen geht es wieder zurück ins Bett. Nun liege ich gerade, die Äuglein geschlossen, als mich das Männchen vom Auslandsamt anruft. Morgen wollen wir das Visum verlängern, allerdings müssten wir heute dafür ein paar Sachen kopieren, Reisepass und so. Hätte ich's mal früher gewusst, dann wär ich da gleich aufgekreuzt. Aber natürlich habe ich Zeit und kann bald vorbeikommen, lüge ich, denn kaum habe ich aufgelegt, falle ich wieder in einen Schlaf, bis ich zweieinhalb Stunden später abermals angerufen werde und man mich fragt, ob ich heute doch keine Zeit hätte.
Ich gönn Thomas einen freien Nachmittag und fahre alleine rüber. Mit den richtigen Wasserstandszahlen. Die will ich dann erst bezahlen mit meinen Taschen voll Geld. Nun habe ich von Thomas' 250 Yuan mal hochgerechnet, auf was wir so kommen könnten und dementsprechend Geld abgehoben, aber dass unser Verbrauch um ein siebenfaches höher liegt als der des Bärtigen hätte ich nicht gedacht. Und hätte ich das früher gewusst, so wär ich auch mit entsprechend viel Geld aufgekreuzt.
Zum Glück steht Andy vor mir in der Schlange. Andy, der eigentlich nebenan wohnt, von dem wir aber bisher alle dachten, er sei verreist, steht da. Nö, er sei die ganze Zeit dagewesen, vielmehr dachte er, wir seien ausgeflogen. Nun, er kann mir zum Glück finanziell etwas unter die Arme greifen.
Hätte ich früher gewusst, dass ich anschließend nicht nur Thomas' Reisepass sondern auch Thomas hätte mitbringen sollen, ich hätte es getan, so leider muss ich nun seine Unterschrift fälschen.
Nun, hätte ich alles mal früher erfahren, so wär nicht mein ganzer Tag von diesen Lappalien in Beschlag genommen worden, sondern maximal eine Stunde. Der einzige Vorteil ist, dass ich zweimal zum alten Campus fahren durfte, vor dem jedes Mal der Eierkuchen-Verkäufer mit den leckersten Eierkuchen der Stadt stand und mit gerne den Hunger stillte.
Die Uhren lesen Thomas und ich selber ab und fahren zum alten Campus rüber. Hätte ich früher gewusst, dass es im Bad mehrere Wasseruhren gibt und ich die versteckte hätte ablesen müssen, so würde ich jetzt auch gerne bezahlen. Aber Pustekuchen. Ist auch besser so, denn nach der Zahl der falschen Uhr würde ich ein halbes Vermögen loswerden.
Morgen wiederkommen lautet also die Devise.
Anschließend sollen wir noch zu Jiang Lei ins Büro. Es gibt Stipendiumsgeld. Nun, hätte ich gewusst, dass sie um zwölf Uhr schon Mittagspause macht, wären wir früher aufgekreuzt, so läuft sie aber den ganzen Weg wieder zurück.
Mit vollen statt leeren Taschen geht es wieder zurück ins Bett. Nun liege ich gerade, die Äuglein geschlossen, als mich das Männchen vom Auslandsamt anruft. Morgen wollen wir das Visum verlängern, allerdings müssten wir heute dafür ein paar Sachen kopieren, Reisepass und so. Hätte ich's mal früher gewusst, dann wär ich da gleich aufgekreuzt. Aber natürlich habe ich Zeit und kann bald vorbeikommen, lüge ich, denn kaum habe ich aufgelegt, falle ich wieder in einen Schlaf, bis ich zweieinhalb Stunden später abermals angerufen werde und man mich fragt, ob ich heute doch keine Zeit hätte.
Ich gönn Thomas einen freien Nachmittag und fahre alleine rüber. Mit den richtigen Wasserstandszahlen. Die will ich dann erst bezahlen mit meinen Taschen voll Geld. Nun habe ich von Thomas' 250 Yuan mal hochgerechnet, auf was wir so kommen könnten und dementsprechend Geld abgehoben, aber dass unser Verbrauch um ein siebenfaches höher liegt als der des Bärtigen hätte ich nicht gedacht. Und hätte ich das früher gewusst, so wär ich auch mit entsprechend viel Geld aufgekreuzt.
Zum Glück steht Andy vor mir in der Schlange. Andy, der eigentlich nebenan wohnt, von dem wir aber bisher alle dachten, er sei verreist, steht da. Nö, er sei die ganze Zeit dagewesen, vielmehr dachte er, wir seien ausgeflogen. Nun, er kann mir zum Glück finanziell etwas unter die Arme greifen.
Hätte ich früher gewusst, dass ich anschließend nicht nur Thomas' Reisepass sondern auch Thomas hätte mitbringen sollen, ich hätte es getan, so leider muss ich nun seine Unterschrift fälschen.
Nun, hätte ich alles mal früher erfahren, so wär nicht mein ganzer Tag von diesen Lappalien in Beschlag genommen worden, sondern maximal eine Stunde. Der einzige Vorteil ist, dass ich zweimal zum alten Campus fahren durfte, vor dem jedes Mal der Eierkuchen-Verkäufer mit den leckersten Eierkuchen der Stadt stand und mit gerne den Hunger stillte.
Montag, 18. Januar 2010
Tag 325: Bankenkrise in Xi'an?
Schon vorgestern und gestern stand ich vor zahlreichen Bankautomaten, die aber entweder schon außer Betrieb waren, über kein Geld mehr verfügten oder meine Karte einfach so nicht annahmen. Nun, sollte die Finanzkrise also auch langsam hier rüberschwappen? Angesichts der vielen Banken, die hier aus dem Boden stampfen, wo die Menschen doch eingentlich nicht über sehr viel Geld verfügen,wäre das nicht sehr verwunderlich.
Nun, die letzten Tage war es für mich aber nicht so schlimm, da ich noch über etwas Bares verfügte, aber heute kramen Mini und ich beim Abendessen unsere letzten Ersparnisse zusammen, um uns dieses leisten zu können, da ein Automat auf dem Weg außer Betrieb war und der letzte mir endlich sagt, dass ich vielleicht mein Kredit-Konto wieder auffüllen sollte. Hätten die anderen Automaten richtig funktioniert, hätte ich das auch schon längst getan, aber so steige ich mit einem Yuan in der Tasche mit ins Taxi und muss mich den Abend über von Philipp bei Bambi aushalten lassen. Ich hasse dieses Gefühl dieser Abhängigkeit, aber man kann da wohl nichts machen.
In der Bar werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass übermorgen ein Ski-Ausflug für nicht viel Geld angeboten. Wir müssten uns allerdings bis heute anmelden. Nun, das ist kein Problem, aber kaum habe ich die Anmeldung unterschrieben und springe auf, um sie zum Tresen zu bringen, fallen mir zwei Gründe ein, warum ich wohl nicht teilnehmen werde: Ich habe jetzt kein Geld, dafür habe ich weiterhin Lende, was wiederum am Geld liegt, dass mir heute für eine Massage fehlt. Und die Lende kann hartnäckig bleiben.
Ich sehe also nun, was so eine Finanzkrise selbst im kleinen Kreise, also nur bei mir, auslösen kann. Schön ist das nicht.
Nun, die letzten Tage war es für mich aber nicht so schlimm, da ich noch über etwas Bares verfügte, aber heute kramen Mini und ich beim Abendessen unsere letzten Ersparnisse zusammen, um uns dieses leisten zu können, da ein Automat auf dem Weg außer Betrieb war und der letzte mir endlich sagt, dass ich vielleicht mein Kredit-Konto wieder auffüllen sollte. Hätten die anderen Automaten richtig funktioniert, hätte ich das auch schon längst getan, aber so steige ich mit einem Yuan in der Tasche mit ins Taxi und muss mich den Abend über von Philipp bei Bambi aushalten lassen. Ich hasse dieses Gefühl dieser Abhängigkeit, aber man kann da wohl nichts machen.
In der Bar werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass übermorgen ein Ski-Ausflug für nicht viel Geld angeboten. Wir müssten uns allerdings bis heute anmelden. Nun, das ist kein Problem, aber kaum habe ich die Anmeldung unterschrieben und springe auf, um sie zum Tresen zu bringen, fallen mir zwei Gründe ein, warum ich wohl nicht teilnehmen werde: Ich habe jetzt kein Geld, dafür habe ich weiterhin Lende, was wiederum am Geld liegt, dass mir heute für eine Massage fehlt. Und die Lende kann hartnäckig bleiben.
Ich sehe also nun, was so eine Finanzkrise selbst im kleinen Kreise, also nur bei mir, auslösen kann. Schön ist das nicht.
Tag 324: Ich habe Lende.
Trotz nächtlichen Ausflugs und einem noch nicht im geringsten ausgeglichenen Schlafdefizits höre ich heute auf den Wecker und bin eine halbe Stunde pünktlich am Tor (das kriegt man hin, wenn Denis und Luke nicht im Schlepptau sind), besteige mit unserem Captain das Taxi und stehe wenig später endlich mal wieder auf einem Fußballplatz.
Es fängt auch ganz gut an, ich darf spielen, darf ein Tor schießen, aber dann setzt schlagartig eine Müdigkeit ein und bei irgendeiner Bewegung macht einer meiner Lendenwirbel nicht mit. Hatte ich schon einmal. Letztes Jahr zu gleichen Zeit. Ist voll arschig. Ich lass mich auswechseln, setze mich und komm später aus dieser Haltung kaum wieder raus. Auch die Taxifahrerin guckt mich mitleidig an, als ich nur mit viel Mühe und Armeinsatz aus dem Taxi steige.
Nun verlasse ich mich auf die heilenden Hände Minis und auf eine Wunderheilung in der Waagerechten, denn ich verschlafe den weiteren Tag einfach mal, da lässt es sich am besten aushalten.
Der Nachteil daran, den halben Tag zu verpennen, ist allerdings, dass man am Abend viel zu fit ist. Oder auch nicht. Denn als um acht Uhr das Telefon klingelt und Thomas mich aus meiner Traumwelt reißt, verläuft das Gespräch irgendwie so:
"Was?"
"Ausgeschlafen?"
"Ähh."
"Gut, dann können wir ja los."
"Wohin. Und warum?"
"Raus. 1+1. Stefan haut doch bald ab und der will's nochmal krachen lassen."
"Wo ist Stefan?"
"Na in Xi'an!"
"Aber das interessiert uns doch nicht. Wir sind doch nicht das!"
"Na wo sind wir dann...?"
Und erst da bemerke ich, dass ich nicht mehr in Thailand bin, sondern die Bettdecke und die Heizung lediglich für ein ähnliches Klima sorgen.
Nichtsdestotrotz sind wir ein paar Stunden später im 1+1. Natürlich nimmt die Garderoben-Hexe mal wieder nicht unsere Jacken an, aber damit haben wir uns mittlerweile abgefunden. Wir können schon ganz gut selber darauf aufpassen.
Wegen der Lende sitze ich zunächst nur cool mit meinem 'Little Miss Sunshine'-T-Shirt (Mini und ich sind im Partnerlook, das ist gerade voll angesagt) auf meinem Hocker, bis ich es auch hier nicht aushalte. Und tatsächlich, Tanzen ist eine gute Therapie, zumindest funktioniert das einwandfrei. Und da ich, um meine Coolness noch ein wenig mehr zum Ausdruck zu bringen, nicht nur ein cooles T-Shirt trage, sondern auch noch in meiner Jackentasche eine 3D-Brille aus Pappe aus dem Ocean's Park finde und heiße Tanzeinlagen mit einer fremden Dame hinlege, vor der sich bisher alle fürchten, bin ich kurz darauf der beste Freund von allen sich in der Nähe befindenen Gästen. Darunter gibt es gute, die gerne ein Bierchen teilen wollen, und auch besoffene, die die Standardleier runterlallen (Frage nach der Herkunft plus höchstes Lob für Deutschland, etc.), die ich wegen der Lautstärke aber nicht akkustisch wahrnehme, sondern über das Morse-Alphabet, dass die Speicheltropfen der Sprechenden in meinem Gesicht hinterlassen.
Am Ende hat der ganze Besuch meinem Rücken nur über diesen Zeitraum gutgetan, am Ende liege ich doch wieder mit Lende im Bett. Vielleicht schlafe ich morgen mal weniger und gehe zur Massage.
Es fängt auch ganz gut an, ich darf spielen, darf ein Tor schießen, aber dann setzt schlagartig eine Müdigkeit ein und bei irgendeiner Bewegung macht einer meiner Lendenwirbel nicht mit. Hatte ich schon einmal. Letztes Jahr zu gleichen Zeit. Ist voll arschig. Ich lass mich auswechseln, setze mich und komm später aus dieser Haltung kaum wieder raus. Auch die Taxifahrerin guckt mich mitleidig an, als ich nur mit viel Mühe und Armeinsatz aus dem Taxi steige.
Nun verlasse ich mich auf die heilenden Hände Minis und auf eine Wunderheilung in der Waagerechten, denn ich verschlafe den weiteren Tag einfach mal, da lässt es sich am besten aushalten.
Der Nachteil daran, den halben Tag zu verpennen, ist allerdings, dass man am Abend viel zu fit ist. Oder auch nicht. Denn als um acht Uhr das Telefon klingelt und Thomas mich aus meiner Traumwelt reißt, verläuft das Gespräch irgendwie so:
"Was?"
"Ausgeschlafen?"
"Ähh."
"Gut, dann können wir ja los."
"Wohin. Und warum?"
"Raus. 1+1. Stefan haut doch bald ab und der will's nochmal krachen lassen."
"Wo ist Stefan?"
"Na in Xi'an!"
"Aber das interessiert uns doch nicht. Wir sind doch nicht das!"
"Na wo sind wir dann...?"
Und erst da bemerke ich, dass ich nicht mehr in Thailand bin, sondern die Bettdecke und die Heizung lediglich für ein ähnliches Klima sorgen.
Nichtsdestotrotz sind wir ein paar Stunden später im 1+1. Natürlich nimmt die Garderoben-Hexe mal wieder nicht unsere Jacken an, aber damit haben wir uns mittlerweile abgefunden. Wir können schon ganz gut selber darauf aufpassen.
Wegen der Lende sitze ich zunächst nur cool mit meinem 'Little Miss Sunshine'-T-Shirt (Mini und ich sind im Partnerlook, das ist gerade voll angesagt) auf meinem Hocker, bis ich es auch hier nicht aushalte. Und tatsächlich, Tanzen ist eine gute Therapie, zumindest funktioniert das einwandfrei. Und da ich, um meine Coolness noch ein wenig mehr zum Ausdruck zu bringen, nicht nur ein cooles T-Shirt trage, sondern auch noch in meiner Jackentasche eine 3D-Brille aus Pappe aus dem Ocean's Park finde und heiße Tanzeinlagen mit einer fremden Dame hinlege, vor der sich bisher alle fürchten, bin ich kurz darauf der beste Freund von allen sich in der Nähe befindenen Gästen. Darunter gibt es gute, die gerne ein Bierchen teilen wollen, und auch besoffene, die die Standardleier runterlallen (Frage nach der Herkunft plus höchstes Lob für Deutschland, etc.), die ich wegen der Lautstärke aber nicht akkustisch wahrnehme, sondern über das Morse-Alphabet, dass die Speicheltropfen der Sprechenden in meinem Gesicht hinterlassen.
Am Ende hat der ganze Besuch meinem Rücken nur über diesen Zeitraum gutgetan, am Ende liege ich doch wieder mit Lende im Bett. Vielleicht schlafe ich morgen mal weniger und gehe zur Massage.
Tag 323: Behördengänge.
Wie gestern mit dem Männchen vom Auslandsamt abgemacht, stehe ich um halb zehn am Tor. Thomas hab ich auch mitgenommen, der braucht auch eine Visumsverlängerung. Es ist bitterkalt, aber das ist kein Grund, es mit der Pünktlichkeit genau zu nehmen. Toll, das ist bestimmt Denis‘ Schuld. Durch seine stetige Unpünktlichkeit hat sich garantiert im Gehirn der mit uns handelnden Chinesen die fälschliche Erkenntnis eingebrannt, dass man gut daran tut, später als abgemacht zu erscheinen, damit man selber nicht der Wartende ist.
Das Taxi mit dem Männchen vom Auslandsamt steht um zehn Uhr auf dem Hof. Stau, wird mir gesagt, aber das Taximeter spricht von einem großen Umweg. Warum ist Thomas dabei, werde ich gefragt? Jo, auch Visum. Nee nee, Visum ist nicht heute. Heute ist Wiederanmeldung. Da ich nämlich in Thailand war, hätte ich mich abmelden müssen und wieder anmelden. Kontrollstaat eben. Hab ich nicht gemacht, als ich nach Japan geflogen bin und hab ich auch nicht gemacht, als ich in Hong Kong war. Und eigentlich auch nicht, bevor ich nach Thailand geflogen bin. Aber dafür gibt es ja die Männchens vom Auslandsamt, die mittels Spitzel herausbekommen, dass man das Land verlässt und den Anruf bei der Polizei für einen übernehmen.
Bei der Polizei warten wir fast noch einmal eine Stunde. Im Hof, versteht sich. Weil man sich hier gedacht hat, man baut das Gebäude um einen Hof herum und alle Büros sind von hier zugänglich. Aber Warteräume gibt es nicht. Solche Gebäude sind eine Meisterleistung in Sachen Energieverschwendung, da jedes Zimmer nur eine undichte Aluminiumtür mit Einfachverglasung von der Außenwelt trennt. Und habe ich schon erwähnt, dass die Außenwelt schweinekalt ist? Gerade, wenn man zwei Wochen lang 35 Grad wärmere Temperaturen gewöhnt ist.
Letztendlich gebe ich dann eine Unterschrift ab, zeige meinen Ausweis und darf wieder zurückfahren. Ich muss jetzt Schlaf nachholen. Dabei geht der ganze Nachmittag drauf. Und abends bin ich dann fit genug, mit den anderen essen zu gehen, eine Jazz-Bar ohne Jazz-Band aufzusuchen und am Ende im 1+1 zu versacken.
Das Taxi mit dem Männchen vom Auslandsamt steht um zehn Uhr auf dem Hof. Stau, wird mir gesagt, aber das Taximeter spricht von einem großen Umweg. Warum ist Thomas dabei, werde ich gefragt? Jo, auch Visum. Nee nee, Visum ist nicht heute. Heute ist Wiederanmeldung. Da ich nämlich in Thailand war, hätte ich mich abmelden müssen und wieder anmelden. Kontrollstaat eben. Hab ich nicht gemacht, als ich nach Japan geflogen bin und hab ich auch nicht gemacht, als ich in Hong Kong war. Und eigentlich auch nicht, bevor ich nach Thailand geflogen bin. Aber dafür gibt es ja die Männchens vom Auslandsamt, die mittels Spitzel herausbekommen, dass man das Land verlässt und den Anruf bei der Polizei für einen übernehmen.
Bei der Polizei warten wir fast noch einmal eine Stunde. Im Hof, versteht sich. Weil man sich hier gedacht hat, man baut das Gebäude um einen Hof herum und alle Büros sind von hier zugänglich. Aber Warteräume gibt es nicht. Solche Gebäude sind eine Meisterleistung in Sachen Energieverschwendung, da jedes Zimmer nur eine undichte Aluminiumtür mit Einfachverglasung von der Außenwelt trennt. Und habe ich schon erwähnt, dass die Außenwelt schweinekalt ist? Gerade, wenn man zwei Wochen lang 35 Grad wärmere Temperaturen gewöhnt ist.
Letztendlich gebe ich dann eine Unterschrift ab, zeige meinen Ausweis und darf wieder zurückfahren. Ich muss jetzt Schlaf nachholen. Dabei geht der ganze Nachmittag drauf. Und abends bin ich dann fit genug, mit den anderen essen zu gehen, eine Jazz-Bar ohne Jazz-Band aufzusuchen und am Ende im 1+1 zu versacken.
Tag 322: Nicht ganz mein Tag.
Da kotzt das Balg mir doch tatsächlich vor die Füße.
Nach einer Nacht mit zwei Stunden Schlaf, dem Schlangestehen mit drängelnden Chinesen und der Aussage, mein Rucksack habe auf einmal Übergröße, nachdem es die letzten Flüge nie Probleme gab (aber wahrscheinlich muss hier jemand seine Morgenmuffelheit auf andere übertragen), habe ich letztendlich im Flieger Platz genommen, als ein kleiner Bub ausdruckslos seine Milchsuppe schwallweise und ohne sich zu beugen (trotzdem bleibt die Kleidung sauber) vor meine Füße erbricht. "Oh, haste gekotzt? Na dann geh mal schön weiter," sagt sein Papa, um möglichst schnell den Tatort zu verlassen.
Alle anderen hüpfen zum Glück auch drüber.
Kurz darauf erspäht eine Dame den scheinbar letzten freien Platz für ihr Handgepäck im dazu vorgesehenen Fach über meinem Schädel. Die blöde Kuh könnte wenigstens ihre Hände vorher freimachen, bevor sie auf Zehenspitzen stehend und ihren Busen in mein Gesicht drückend ihre Tasche zu der meinen stopft, denn dann könnte ihr das Mobilfunktelefon nicht direkt aus ihren Greifern auf meine Nase knallen. Sie tut es mit einem "Sorry" ab, dabei wäre ein "Danke" angebrachter, denn wär es nicht so früh am Morgen und ich reaktionsschneller, ich hätte ihr das Telefon gekonnt mit der Nasenspitze in den Kotzhaufen gelupft.
Dieser wurd übrigens von einer Stewardess erspäht und mit Zeitung abgedeckt. Pünktlich zum Start wird die Zeitung aber wieder von einem noch aufmerksameren Steward wieder entfernt, schließlich ist sie nicht angeschnallt.
Am Flughafen kommt mein Rucksack als letztes, ist ja Sperrgepäck. Das bedingt, dass der Flughafenbus voll ist und abfährt. Ohne mich. Ich könnte jetzt warten, aber ich bin müde. Und ich handel schnell einen ganz guten Preis aus. Der Verhandlungspartner entpuppt sich nur als Mittelsmann, er ruft dann das "Taxi". Ich soll so lange hinter einer großen Pflanze warten. Äußerst dubios. Auch, dass es sich beim Taxi um ein Privatfahrzeug handelt. Ist mir aber jetzt egal, ich will weg. Der Fahrer redet nicht viel und schaut etwas grimmig. So langsam kommt bei mir das Gefühl auf, dass es vielleicht nicht die beste Entscheidung war, einfach einzusteigen und ich fange langsam an, die wichtigsten Wertgegenstände langsam in meinem Socken verschwinden zu lassen.
Letztendlich habe ich aber nichts zu befürchten, der Fahrer findet einen schnelleren Weg, als die Taxis und ich komme heil und mit allen Wertgegenständen an.
Dennoch sollte ich mich nicht drauf verlassen, dass dieses Glück heute weiterhin Bestand hat, also tu ich das, was man dann am besten macht: Mich im Bett verkriechen. Dadurch gehe ich auch dem Anblick unserer durchaus im Chaos versunkenen Wohnung aus dem Wege.
Nach einer Nacht mit zwei Stunden Schlaf, dem Schlangestehen mit drängelnden Chinesen und der Aussage, mein Rucksack habe auf einmal Übergröße, nachdem es die letzten Flüge nie Probleme gab (aber wahrscheinlich muss hier jemand seine Morgenmuffelheit auf andere übertragen), habe ich letztendlich im Flieger Platz genommen, als ein kleiner Bub ausdruckslos seine Milchsuppe schwallweise und ohne sich zu beugen (trotzdem bleibt die Kleidung sauber) vor meine Füße erbricht. "Oh, haste gekotzt? Na dann geh mal schön weiter," sagt sein Papa, um möglichst schnell den Tatort zu verlassen.
Alle anderen hüpfen zum Glück auch drüber.
Kurz darauf erspäht eine Dame den scheinbar letzten freien Platz für ihr Handgepäck im dazu vorgesehenen Fach über meinem Schädel. Die blöde Kuh könnte wenigstens ihre Hände vorher freimachen, bevor sie auf Zehenspitzen stehend und ihren Busen in mein Gesicht drückend ihre Tasche zu der meinen stopft, denn dann könnte ihr das Mobilfunktelefon nicht direkt aus ihren Greifern auf meine Nase knallen. Sie tut es mit einem "Sorry" ab, dabei wäre ein "Danke" angebrachter, denn wär es nicht so früh am Morgen und ich reaktionsschneller, ich hätte ihr das Telefon gekonnt mit der Nasenspitze in den Kotzhaufen gelupft.
Dieser wurd übrigens von einer Stewardess erspäht und mit Zeitung abgedeckt. Pünktlich zum Start wird die Zeitung aber wieder von einem noch aufmerksameren Steward wieder entfernt, schließlich ist sie nicht angeschnallt.
Am Flughafen kommt mein Rucksack als letztes, ist ja Sperrgepäck. Das bedingt, dass der Flughafenbus voll ist und abfährt. Ohne mich. Ich könnte jetzt warten, aber ich bin müde. Und ich handel schnell einen ganz guten Preis aus. Der Verhandlungspartner entpuppt sich nur als Mittelsmann, er ruft dann das "Taxi". Ich soll so lange hinter einer großen Pflanze warten. Äußerst dubios. Auch, dass es sich beim Taxi um ein Privatfahrzeug handelt. Ist mir aber jetzt egal, ich will weg. Der Fahrer redet nicht viel und schaut etwas grimmig. So langsam kommt bei mir das Gefühl auf, dass es vielleicht nicht die beste Entscheidung war, einfach einzusteigen und ich fange langsam an, die wichtigsten Wertgegenstände langsam in meinem Socken verschwinden zu lassen.
Letztendlich habe ich aber nichts zu befürchten, der Fahrer findet einen schnelleren Weg, als die Taxis und ich komme heil und mit allen Wertgegenständen an.
Dennoch sollte ich mich nicht drauf verlassen, dass dieses Glück heute weiterhin Bestand hat, also tu ich das, was man dann am besten macht: Mich im Bett verkriechen. Dadurch gehe ich auch dem Anblick unserer durchaus im Chaos versunkenen Wohnung aus dem Wege.
Freitag, 15. Januar 2010
Tag 321: Geld sparen, Zeit verschwenden.
Die Nacht ist nicht toll. Die ganze Nacht bläst mir ein Ventilator in die Fresse, eine Decke hab ich nicht, trotzdem schwitze ich. Die Blase drückt bedenklich, eine ganze zeitlang, aber das nächste Klo ist ein Stockwerk tiefer neben der Rezeption.
Gegen halb zehn zwinge ich mich, aus meinem Wachkomma zu schlüpfen, denn ich erinnere mich an die Frühstückszeit, die bald endet. Aufgequollen und sehr nasal sprechend, Nebenwirkungen aus der Zugluft der Nacht, frage ich, wo denn das Buffett sei. Für mich nirgends. Na gut, das ist. Verständlich, zahle ich hier für mein Bett doch einen Preis, für den ich auf Koh Tao nicht frühstücken konnte. Aber das ist natürlich Gift für meinen Finanzplan, den ich in meinem unruhigen Schlaf aufgestellt hab. In Thailand kann ich nämlich nur an einer Sorte Automaten gebührenfrei etwas abheben und somit wäre ein weiterer Gang zum Automaren blanker Irrsinn. Geld fürs Frühstück ist somit nicht vorgesehen.
Hunger ignorieren und Zeit schinden, lautet meine Devise und ich setze mich im Hostel einfach mit einem Buch hin. Die Hotelangestellte mag meine neuen Haare, mein erbärmlicher Zustand bleibt ihr aber nicht verborgen. Sie weist mich freundlich auf eine Bank hin, auf der ich kostenlos noch schlafen könne.
Will ich aber nicht. Ist schließlich bald Mittag. Und zur Khaosan Road ist es noch ein gutes, tagsüber rattenfreies Stück.
Hier gibt es was zu essen, das Busticket zum Flughafen und ein paa eingeplante Souvenirs, damit ich mich in China nicht wieder rechtfertigen muss, warum ich nichts zur Erinnerung gekauft habe. Im 7eleven gibt es noch Getränke für den Tag, im Hostel wird die restliche Zeit verlesen und dann ein Tuk Tuk bestiegen. Ich verhandel erst gar nicht mehr, ist ja eingeplant.
Mit 8 Baht, also 16 Cent, komme ich am Flughafen an. Zwar mit Verspätung, da Bangkoks Straßen ihr wahres Ich zeigen und wir eine halbe Stunde einfach mal komplett stehen, aber auch mein Flug hat Verspätung.
Im Flieger wird mir ein Fehler in meinem Finanzplan bewusst. Denn ich fliege mit einer Billig-Fluglinie und für das leibliche Wohl muss man extra bezahlen. Kann ich aber nicht. Gibt ja keinen Geldautimaten an Board. Mein Abendessen muss also drei Stunden warten.
Und fast auch noch die ganze Nacht. Denn als ich in Shenzhen ankomme, ist der McDonald's gerade im Begriff, zu schließen, als letzter Nahrungslieferant. Und auch meine frische große Liebe betrügt mich zum allerersten Mal; alle drei Filialen des 7eleven machen dicht. Dabei trage ich heute extra ein T-Shirt mit dem Aufdruck ihres Emblems als Zeichen meiner Treue. Und bin ich mit frischen RMB-Blüten ausgestattet. So leicht wird man enttäuscht.
Anschließend sitze ich im Campingstuhl auf dem verwaisten und zugig kalten (fast schon eine Frechheit, dieses Wort bei 20 Grad zu benutzen, aber ich bin in diesem Jahr nur Hitze gewohnt) Flughafen Terminal B. Ab und zu kommt ein Wachmann vorbei. Einmal werden meine Personalien aufgenommen.
Zum Glück habe ich das Interner und mein Buch, welches ich vor dem Ausschalten des Lichtes zuende lese. Es ist bereits das zweite in 2010.
Gegen halb zehn zwinge ich mich, aus meinem Wachkomma zu schlüpfen, denn ich erinnere mich an die Frühstückszeit, die bald endet. Aufgequollen und sehr nasal sprechend, Nebenwirkungen aus der Zugluft der Nacht, frage ich, wo denn das Buffett sei. Für mich nirgends. Na gut, das ist. Verständlich, zahle ich hier für mein Bett doch einen Preis, für den ich auf Koh Tao nicht frühstücken konnte. Aber das ist natürlich Gift für meinen Finanzplan, den ich in meinem unruhigen Schlaf aufgestellt hab. In Thailand kann ich nämlich nur an einer Sorte Automaten gebührenfrei etwas abheben und somit wäre ein weiterer Gang zum Automaren blanker Irrsinn. Geld fürs Frühstück ist somit nicht vorgesehen.
Hunger ignorieren und Zeit schinden, lautet meine Devise und ich setze mich im Hostel einfach mit einem Buch hin. Die Hotelangestellte mag meine neuen Haare, mein erbärmlicher Zustand bleibt ihr aber nicht verborgen. Sie weist mich freundlich auf eine Bank hin, auf der ich kostenlos noch schlafen könne.
Will ich aber nicht. Ist schließlich bald Mittag. Und zur Khaosan Road ist es noch ein gutes, tagsüber rattenfreies Stück.
Hier gibt es was zu essen, das Busticket zum Flughafen und ein paa eingeplante Souvenirs, damit ich mich in China nicht wieder rechtfertigen muss, warum ich nichts zur Erinnerung gekauft habe. Im 7eleven gibt es noch Getränke für den Tag, im Hostel wird die restliche Zeit verlesen und dann ein Tuk Tuk bestiegen. Ich verhandel erst gar nicht mehr, ist ja eingeplant.
Mit 8 Baht, also 16 Cent, komme ich am Flughafen an. Zwar mit Verspätung, da Bangkoks Straßen ihr wahres Ich zeigen und wir eine halbe Stunde einfach mal komplett stehen, aber auch mein Flug hat Verspätung.
Im Flieger wird mir ein Fehler in meinem Finanzplan bewusst. Denn ich fliege mit einer Billig-Fluglinie und für das leibliche Wohl muss man extra bezahlen. Kann ich aber nicht. Gibt ja keinen Geldautimaten an Board. Mein Abendessen muss also drei Stunden warten.
Und fast auch noch die ganze Nacht. Denn als ich in Shenzhen ankomme, ist der McDonald's gerade im Begriff, zu schließen, als letzter Nahrungslieferant. Und auch meine frische große Liebe betrügt mich zum allerersten Mal; alle drei Filialen des 7eleven machen dicht. Dabei trage ich heute extra ein T-Shirt mit dem Aufdruck ihres Emblems als Zeichen meiner Treue. Und bin ich mit frischen RMB-Blüten ausgestattet. So leicht wird man enttäuscht.
Anschließend sitze ich im Campingstuhl auf dem verwaisten und zugig kalten (fast schon eine Frechheit, dieses Wort bei 20 Grad zu benutzen, aber ich bin in diesem Jahr nur Hitze gewohnt) Flughafen Terminal B. Ab und zu kommt ein Wachmann vorbei. Einmal werden meine Personalien aufgenommen.
Zum Glück habe ich das Interner und mein Buch, welches ich vor dem Ausschalten des Lichtes zuende lese. Es ist bereits das zweite in 2010.
Tag 320: More handsome.
Heute beginnt meine Heimreise gen China, die etappenweise erfolgt und knapp 50 Stunden dauern wird. Zunächst besteige ich einen Katamaran. Aus Erfahrungsberichten bin ich gewarnt, dass bestimmt die Hälfte der Passagiere kotzen müsste wegen der Geschwindigkeit und dem Wellengang. Heute ist aber alles ruhig. Ich ärgere mich nur, dass gerade ich scheinbar wieder den kältesten Platz unter der Klimaanlage eingenommen habe. Aber die Tortur dauert nur zwei Stunden.
Nach einer Stunde Pause am Piergeht die Reise mit einem Bus weiter. Dieser ist bequem, sauber und nicht zu unterkühlt. Ich bin dankbar darüber. Während der folgenden sieben Stunden werden zudem drei Filme abgespielt, leider immer nur immer von einer Bodenschwelle bis zur nächsten - oder eben nicht, wegen Wackelkontakt zwischen DVD-Spieler und Fernseher. Aber die Filme kenne ich bereits. Alle FSK 16, meine minderjährigen Mitreisenden sind umso begeisterter.
Nach zehn Stunden entspannter Reise (mittels Flugzeug wär es erfahrungsgemäß bestimmt nur geringfügig kürzer und deutlich stressiger) erreiche ich Bangkok, schon wieder, beziehe das selbe Hostel wie Anfang des Jahres, allerdings das deutlich einfacher eingerichtete Vierbettzimmer.
Anschließend will ich zur viel belebten Khaosan Straße laufen, wegen der vielen Ratten auf dem Weg nehme ich dann aber doch ein Tuk Tuk. Zumal ich den Fahrer von 100 auf 40 Baht runterhandeln kann.
Ich spüre, dass ich heute in Handellaune bin und ergatter ein vermeintliches Schnäppchen nach dem anderen, zumeist in Form von Kleidungsstücken. Wie ich die später alle nach Deutschland kriegen soll, die Frage stell ich mir garnicht erst.
Während ich an einem Stand die dortige Kollektion durchstöber, werde ich von einer jungen Dame unterhalten. Ich sei schon sehr handsome, aber sie könnte mich more handsome machen. Ich frage mich, wie das gehen soll und gebe ihr einfach mal einen Versuch. Nach fast zwei Stunden Prozedere, viel Reißen und Rupfen an meinen Haaren und dem damit verbundenen Verfilzen jener sitze ich zu guter letzt mit vielen kleinen Antennen auf dem Kopf da. Hatte ich zuletzt zur Konfirmation so. Kann man rauswaschen, sagt sie. Glaub ich noch nicht dran. Und will ich vielleicht nicht. Schließlich bin ich jetzt more handsome.

Achja, und rasiert habe ich mich auch schon länger nicht mehr.
Nach einer Stunde Pause am Piergeht die Reise mit einem Bus weiter. Dieser ist bequem, sauber und nicht zu unterkühlt. Ich bin dankbar darüber. Während der folgenden sieben Stunden werden zudem drei Filme abgespielt, leider immer nur immer von einer Bodenschwelle bis zur nächsten - oder eben nicht, wegen Wackelkontakt zwischen DVD-Spieler und Fernseher. Aber die Filme kenne ich bereits. Alle FSK 16, meine minderjährigen Mitreisenden sind umso begeisterter.
Nach zehn Stunden entspannter Reise (mittels Flugzeug wär es erfahrungsgemäß bestimmt nur geringfügig kürzer und deutlich stressiger) erreiche ich Bangkok, schon wieder, beziehe das selbe Hostel wie Anfang des Jahres, allerdings das deutlich einfacher eingerichtete Vierbettzimmer.
Anschließend will ich zur viel belebten Khaosan Straße laufen, wegen der vielen Ratten auf dem Weg nehme ich dann aber doch ein Tuk Tuk. Zumal ich den Fahrer von 100 auf 40 Baht runterhandeln kann.
Ich spüre, dass ich heute in Handellaune bin und ergatter ein vermeintliches Schnäppchen nach dem anderen, zumeist in Form von Kleidungsstücken. Wie ich die später alle nach Deutschland kriegen soll, die Frage stell ich mir garnicht erst.
Während ich an einem Stand die dortige Kollektion durchstöber, werde ich von einer jungen Dame unterhalten. Ich sei schon sehr handsome, aber sie könnte mich more handsome machen. Ich frage mich, wie das gehen soll und gebe ihr einfach mal einen Versuch. Nach fast zwei Stunden Prozedere, viel Reißen und Rupfen an meinen Haaren und dem damit verbundenen Verfilzen jener sitze ich zu guter letzt mit vielen kleinen Antennen auf dem Kopf da. Hatte ich zuletzt zur Konfirmation so. Kann man rauswaschen, sagt sie. Glaub ich noch nicht dran. Und will ich vielleicht nicht. Schließlich bin ich jetzt more handsome.
Achja, und rasiert habe ich mich auch schon länger nicht mehr.
Montag, 11. Januar 2010
Tag 319: Tanz mit den Haien.
Tag 319: Tanz mit den Haien.
Unser Wecker klingelt um halb sechs. Morgens. Beabsichtigterweise. Denn wir liegen am Osthang. Und im Osten geht bekanntlich die Sonne auf. Und das Aufgehen eben diese Sonne wollen wir doch mal unter die Lupe nehmen. Zumindest unter die Linse. Unserer Kameras. Der Himmel ist noch dunkel, uns bleibt also genug Zeit, den Hang herunter zu laufen. Wolkenlos ist der Himmel auch, leider nur über uns. Am Horizont jedoch sind ein paar Wolkenberge aufgetürmt. Aber die Sonne ist auch noch nicht da. Und schön sieht es allemal aus. Letztendlich haben wir Pech, die Sonne lässt sich nur leicht blicken. Morgen ist auch noch ein Tag.
Wir gehen erstmal wieder schlafen, bis zum Mittag. Die Jetzige Hitze überdauern wir im Restaurant, was aber an der langsamen Bedienung liegt.
Beim Gang dann endlich ins Wasser werden wir von Briten gewarnt; hier liege Glas rum, man solle vorsichtig sein und überhaupt, da schwimme ein Hai in unserer Bucht.
Das mögen wir nicht so glauben, schnorcheln trotzdem mal raus. Bestimmt eine Stunde treiben wir rum, bis wir es aufgeben wollen. Wir wollen gerade zurückschwimmen, da zischt unter uns tatsächlich doch ein Hai von einem Meter Größe unter uns durch. Der soll aber erstmal nicht wieder gesehen sein.
Am Land werden wir vom Tauchlehrer aufgeklärt, dass das schonmal passiert, aber wenn wir einfach aus der Bucht raus und dann Links schwimmen, sieht man mit Garantie auch welche.
Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und schwimmen raus. Nach einer halben Stunde erblicken wir dann einen Schatten, das Wasser ist nicht ganz klar. Wir rudern etwas in die Nähe, erblicken ihn und tauchen kurz auf, um unseren weiteren Kurs zu bestimmen. Als wir dann wieder abtauchen, wird es unheimlich, als im Radius von fünf Metern sechs bis acht eineinhalb Meter große Haie kreisen. "Die wollen nur spielen." beruhige ich mich.
Aber nicht mal das. Ein Flossenschlag meinerseits genügt, um sie erstmal zu vertreiben. Dafür hinterlassen sie einen Putzerfisch, der meint, ich sei besonders dreckig uns anfängt, sich an meinem Oberschenkel festzusaugen. Er ist nur schwer zu vertreiben.
Die Haie drehen noch ihre Runden und kommen auch näher, schwimmen sogar nicht tief unter mir durch.
Wahnsinn, da hat sich mein letzter Schnorchelgang noch einmal richtig gelohnt. Morgen fahre ich zurück nach Bangkok.
Unser Wecker klingelt um halb sechs. Morgens. Beabsichtigterweise. Denn wir liegen am Osthang. Und im Osten geht bekanntlich die Sonne auf. Und das Aufgehen eben diese Sonne wollen wir doch mal unter die Lupe nehmen. Zumindest unter die Linse. Unserer Kameras. Der Himmel ist noch dunkel, uns bleibt also genug Zeit, den Hang herunter zu laufen. Wolkenlos ist der Himmel auch, leider nur über uns. Am Horizont jedoch sind ein paar Wolkenberge aufgetürmt. Aber die Sonne ist auch noch nicht da. Und schön sieht es allemal aus. Letztendlich haben wir Pech, die Sonne lässt sich nur leicht blicken. Morgen ist auch noch ein Tag.
Wir gehen erstmal wieder schlafen, bis zum Mittag. Die Jetzige Hitze überdauern wir im Restaurant, was aber an der langsamen Bedienung liegt.
Beim Gang dann endlich ins Wasser werden wir von Briten gewarnt; hier liege Glas rum, man solle vorsichtig sein und überhaupt, da schwimme ein Hai in unserer Bucht.
Das mögen wir nicht so glauben, schnorcheln trotzdem mal raus. Bestimmt eine Stunde treiben wir rum, bis wir es aufgeben wollen. Wir wollen gerade zurückschwimmen, da zischt unter uns tatsächlich doch ein Hai von einem Meter Größe unter uns durch. Der soll aber erstmal nicht wieder gesehen sein.
Am Land werden wir vom Tauchlehrer aufgeklärt, dass das schonmal passiert, aber wenn wir einfach aus der Bucht raus und dann Links schwimmen, sieht man mit Garantie auch welche.
Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und schwimmen raus. Nach einer halben Stunde erblicken wir dann einen Schatten, das Wasser ist nicht ganz klar. Wir rudern etwas in die Nähe, erblicken ihn und tauchen kurz auf, um unseren weiteren Kurs zu bestimmen. Als wir dann wieder abtauchen, wird es unheimlich, als im Radius von fünf Metern sechs bis acht eineinhalb Meter große Haie kreisen. "Die wollen nur spielen." beruhige ich mich.
Aber nicht mal das. Ein Flossenschlag meinerseits genügt, um sie erstmal zu vertreiben. Dafür hinterlassen sie einen Putzerfisch, der meint, ich sei besonders dreckig uns anfängt, sich an meinem Oberschenkel festzusaugen. Er ist nur schwer zu vertreiben.
Die Haie drehen noch ihre Runden und kommen auch näher, schwimmen sogar nicht tief unter mir durch.
Wahnsinn, da hat sich mein letzter Schnorchelgang noch einmal richtig gelohnt. Morgen fahre ich zurück nach Bangkok.
Tag 318: Nichts tun.
Tag 318: Nichts tun.
Wir stemmen uns in diesen Tagen gegen das deutsche Naturgesetz und tun einfach mal so gut wie gar nichts. Normalerweise, so ist meine Erfahrung, treibt einem selbst im Urlaub irgendwas tief in uns dazu, nicht lange untätig an einem Fleck zu bleiben, sondern viel zu entdecken und die Zeit zu nutzen.
Heute jedoch nicht. Wir finden unsere Stühle wieder (die waren gesten verschwunden und sind jetzt nicht mehr zusammenklappbar, wahrscheinlich hat die Tauchschule an ihrer Bequemlichkeit Gefallen gefunden und hat sie jetzt verklebt, damit sie nicht mehr ins Handgepäck passen) und platzieren uns am Strand. Lesen, Blog schreiben, ab und an Schnorcheln, vom Felsen ins Wasser hüpfen und die Zeit passieren lassen, mehr steht nicht auf dem Programm.
Gegen Abend finden wir noch ein paar Urlauber, die mit uns Beach-Soccer spielen. Aber eigentlich ist das viel zu anstrengend, außerdem viel zu blutig, da der Sand ziemlich grobkörnig ist und den ganzen Fuß aufkratzt.
Am Abend an den Strandbars beim Lauschen des Rauschens des Meeres und ruhiger Musik mit Blick auf Gischt und Sternenhimmel, bei leckerem Bierchen beklemmt mich ein unbekanntes Gefühl, das mich ganz apart wirken lässt. Ich brauche lange, um herauszufinden, um was es sich handelt und noch länger, um es mir einzugestehen und noch viel länger, um Denis es zuzugeben. nach drei Stunden harten Kampf mit mir selbst kann ich nicht mehr. Ich bin tatsächlich müde. Aber warum? Ich habe doch nichts großartig gemacht, den Tag über. Vielleicht ist das der Grund, warum man sonst immer aktiv sein will. Damit man einen Grund hat, am Abend müde zu sein.
Da es Denis ähnlich ergeht, liegen wir um elf Uhr im Bett und lassen uns die Ventilatorluft ins Gesicht blasen.
Wir stemmen uns in diesen Tagen gegen das deutsche Naturgesetz und tun einfach mal so gut wie gar nichts. Normalerweise, so ist meine Erfahrung, treibt einem selbst im Urlaub irgendwas tief in uns dazu, nicht lange untätig an einem Fleck zu bleiben, sondern viel zu entdecken und die Zeit zu nutzen.
Heute jedoch nicht. Wir finden unsere Stühle wieder (die waren gesten verschwunden und sind jetzt nicht mehr zusammenklappbar, wahrscheinlich hat die Tauchschule an ihrer Bequemlichkeit Gefallen gefunden und hat sie jetzt verklebt, damit sie nicht mehr ins Handgepäck passen) und platzieren uns am Strand. Lesen, Blog schreiben, ab und an Schnorcheln, vom Felsen ins Wasser hüpfen und die Zeit passieren lassen, mehr steht nicht auf dem Programm.
Gegen Abend finden wir noch ein paar Urlauber, die mit uns Beach-Soccer spielen. Aber eigentlich ist das viel zu anstrengend, außerdem viel zu blutig, da der Sand ziemlich grobkörnig ist und den ganzen Fuß aufkratzt.
Am Abend an den Strandbars beim Lauschen des Rauschens des Meeres und ruhiger Musik mit Blick auf Gischt und Sternenhimmel, bei leckerem Bierchen beklemmt mich ein unbekanntes Gefühl, das mich ganz apart wirken lässt. Ich brauche lange, um herauszufinden, um was es sich handelt und noch länger, um es mir einzugestehen und noch viel länger, um Denis es zuzugeben. nach drei Stunden harten Kampf mit mir selbst kann ich nicht mehr. Ich bin tatsächlich müde. Aber warum? Ich habe doch nichts großartig gemacht, den Tag über. Vielleicht ist das der Grund, warum man sonst immer aktiv sein will. Damit man einen Grund hat, am Abend müde zu sein.
Da es Denis ähnlich ergeht, liegen wir um elf Uhr im Bett und lassen uns die Ventilatorluft ins Gesicht blasen.
Tag 317: Mit dem Kajak zum 7eleven.
Tag 317: Mit dem Kajak zum 7eleven.
Schon gestern haben wir für heute den Plan gefasst, ein Kajak zu mieten und damit die Insel etwas zu umrunden. Acht Uhr stehen wir auf, steht auf dem Plan, damit wir es locker zu dem Strand mit 7eleven und Geldautomat und zurück schaffen. Da wir aber nun gestern schon Geld geholt haben und ein Biervorrat bei einem Zimmer ohne Kühlschrank nichts bringt und es gestern später wurde, schlafen wir erstmal aus, frühstücken dann ein Cordon Bleu und mieten erst mittags das Kajak.
Da Denis bekanntlich sehr vorsichtig ist, was Wertsachen angeht und seit wir am ersten Tag von einem gehört haben, dessen kompletten Sachen aus dem Hotelzimmer gestohlen wurden, hat er einen panischen Respekt davor, alles im Zimmer zu lassen, erst recht ohne Tresor. Also alles in eine Tüte gegen Spritzwasser und dann in meine Tasche, Bücher noch dazu, denn so ein Kanak "kippt nie um!".
Zum nächsten Strand brauchen wir schon fünfmal länger als die zehn Minuten, von denen Tom, ein deutscher Tauchlehrer spricht. Und dieser Strand ist auch nicht schöner, als der unsere, wie ein Reiseführer behauptet. Wir bleiben auf zwei Getränke und als wir wieder losfahren wollen, passiert, was passieren muss, die Brandung ist viel stärker und drehen uns um 180 Grad. Die Bücher sind aufgeweicht, die Tasche nasse und sämtliche Metalle korrodieren sofort aufgrund des Salzwassers, aber unsere Wertgegenstände sind zumindest trocken.
Als halb um den nächsten Zipfel rum sind, ziehen in unserem Rücken bedrohlich dunkle Wolken auf und die See wird unruhiger. Auf dem offenen Meer können wir ein umgedrehtes Kajak schleht gebrauchen, also rudern wir lieber doch zurück. Wird auch Zeit, an meinen Händen bilden sich unlängst Blasen. Und an unserem Strand wissen wir wenigstens, was wir haben.
Am Abend soll eine Party stattfinden, in einem Nachbarressort den Hang hoch. Jimmy meint, man müsste da eigentlich hin, aber er muss noch die eigene Bar betreuen. Hier wird uns gezeigt, dass sämtliche Panikmache vor den Konsequenzen von Drogenbesitz (Todesstrafe) scheinbar ungerechtfertigt sind, denn freudig und üppig wird Marihuana, selbst gezüchtet, konsumiert. So wirkt die Bar im Jamaika-Style mit Raggae-Musik gleich noch viel authentischer.
Von anderen erfahren wir, dass auf der Party nichts los sei, also machen wir alles richtig, weiter hier zu bleiben und anschließend in die Heia zu verschwinden.
Schon gestern haben wir für heute den Plan gefasst, ein Kajak zu mieten und damit die Insel etwas zu umrunden. Acht Uhr stehen wir auf, steht auf dem Plan, damit wir es locker zu dem Strand mit 7eleven und Geldautomat und zurück schaffen. Da wir aber nun gestern schon Geld geholt haben und ein Biervorrat bei einem Zimmer ohne Kühlschrank nichts bringt und es gestern später wurde, schlafen wir erstmal aus, frühstücken dann ein Cordon Bleu und mieten erst mittags das Kajak.
Da Denis bekanntlich sehr vorsichtig ist, was Wertsachen angeht und seit wir am ersten Tag von einem gehört haben, dessen kompletten Sachen aus dem Hotelzimmer gestohlen wurden, hat er einen panischen Respekt davor, alles im Zimmer zu lassen, erst recht ohne Tresor. Also alles in eine Tüte gegen Spritzwasser und dann in meine Tasche, Bücher noch dazu, denn so ein Kanak "kippt nie um!".
Zum nächsten Strand brauchen wir schon fünfmal länger als die zehn Minuten, von denen Tom, ein deutscher Tauchlehrer spricht. Und dieser Strand ist auch nicht schöner, als der unsere, wie ein Reiseführer behauptet. Wir bleiben auf zwei Getränke und als wir wieder losfahren wollen, passiert, was passieren muss, die Brandung ist viel stärker und drehen uns um 180 Grad. Die Bücher sind aufgeweicht, die Tasche nasse und sämtliche Metalle korrodieren sofort aufgrund des Salzwassers, aber unsere Wertgegenstände sind zumindest trocken.
Als halb um den nächsten Zipfel rum sind, ziehen in unserem Rücken bedrohlich dunkle Wolken auf und die See wird unruhiger. Auf dem offenen Meer können wir ein umgedrehtes Kajak schleht gebrauchen, also rudern wir lieber doch zurück. Wird auch Zeit, an meinen Händen bilden sich unlängst Blasen. Und an unserem Strand wissen wir wenigstens, was wir haben.
Am Abend soll eine Party stattfinden, in einem Nachbarressort den Hang hoch. Jimmy meint, man müsste da eigentlich hin, aber er muss noch die eigene Bar betreuen. Hier wird uns gezeigt, dass sämtliche Panikmache vor den Konsequenzen von Drogenbesitz (Todesstrafe) scheinbar ungerechtfertigt sind, denn freudig und üppig wird Marihuana, selbst gezüchtet, konsumiert. So wirkt die Bar im Jamaika-Style mit Raggae-Musik gleich noch viel authentischer.
Von anderen erfahren wir, dass auf der Party nichts los sei, also machen wir alles richtig, weiter hier zu bleiben und anschließend in die Heia zu verschwinden.
Tag 316: Einfach mal abschnorcheln.
Tag 316: Einfach mal abschnorcheln.
Früh sind wir schlafen gegangen, unser Bungalow liegt am Osthang und somit knallt uns die Sonne schon früh auf die Fensterfront, so dass der Ventilator auch nicht mehr viel gegen die schnell steigende Hitze anhaben kann. Kein Wunder also, dass wir um neun Uhr freiwilliger Natur aufstehen. Wir frühstücken, mieten uns Flossen und Schnorchel und packen erstmal mit unseren Campingstühlen an den weißen Sandstrand am türkiesen Meer.
Da ich es bisher vermieden habe, eine Badehose zu kaufen, am Strand hier aber auch keine angeboten werden, muss ich inmprovisieren. Ich trage also meine schönste Unterhose, sie ist olivgrün mit zwei Flamingos auf dem Hinterteil. Früher fand ich knappe, enge Badehosen uncool, aber heute bin ich begeistert.
Ab und an waten wir so ins Wasser, allerdings bietet dieses aufgrund der Temperatur nur bedingt die gewünschte Erfrischung. Dafür umso mehr Korallenriffe und eine Fischvielfalt, die den Ocean Park in Xi'an fast in den Schatten stellt. Gut, Haie und Schildkröten waren noch nicht zu sehen, aber mit etwas Glück kommt das noch.
Wir entscheiden uns also schnell dafür, dass Schnorcheln komplett ausreicht und wir keinen Tauchschein machen müssen. Das hätte zwar die Bungalow-Anlage, die zugleich Tauchschule zwar gerne, aber das hieße dann vier Tage Unterricht mit Hausaufgaben und das brauchen wir momentan wirklich nicht.
Den ganzen Tag am Strand können wir dann doch nicht verbringen, meine Nase und Denis Brust sind schnell in einem bedrohlichen Rot gefärbt.
Leider sind wir in unserer abgeschiedenen Bucht ohne Mobilfunk-Empfang den Preisen der wenigen Restaurants und Strandbars aufgeschmissen, sodass wir schnell einen Geldautomaten benötigen. Den gibt es zwar auf der Insel, aber nur in der Stadt. Da trifft es sich gut, dass heute großer Muai-Thai-Abend ist und einer unserer Barkeeper kämpft mit. So ist die Überfahrt in die Stadt am Abend vergleichsweise günstig, denn am Tage kostet sie 100 Baht, was zwei Euro entspricht und nach Sonnenuntergang erhöht man gerne um ein Vielfaches, der heutige Aufpreis ist allerdings gering.
Die Preiserhöhung ist aber verständlich, da die Fahrt durch den dunklen Dschungel über viele Schlaglöcher noch einmal gefährlicher ist, als sowieso schon. Aber da wir das Abenteuer ab und an suchen, nehmen wir gerne auf der Ladefläche, diesmal ohne Haltestange, Platz und vertrauen Jimmy voll und ganz.
Ich bin Denis sehr dankbar (Achtung, Ironie), dass er während der Kämpfe (zwei Kinder-, ein Frauen- und vier Männer-Kämpfe) Jimmy ein Bier ausgibt. Denn Jimmy verträgt wie viele Asiaten keinen Alkohol.
Letztendlich sind aber mehrere von unserem Resort vor Ort und ein nüchterner Fahrer ist schnell gefunden.
Ein 7eleven mit ATM ist gefunden, unser Barkeeper hat gewonnen und unsere Hautröte wird garantiert braun, letztendlich also ein erfolgreicher Tag.
Früh sind wir schlafen gegangen, unser Bungalow liegt am Osthang und somit knallt uns die Sonne schon früh auf die Fensterfront, so dass der Ventilator auch nicht mehr viel gegen die schnell steigende Hitze anhaben kann. Kein Wunder also, dass wir um neun Uhr freiwilliger Natur aufstehen. Wir frühstücken, mieten uns Flossen und Schnorchel und packen erstmal mit unseren Campingstühlen an den weißen Sandstrand am türkiesen Meer.
Da ich es bisher vermieden habe, eine Badehose zu kaufen, am Strand hier aber auch keine angeboten werden, muss ich inmprovisieren. Ich trage also meine schönste Unterhose, sie ist olivgrün mit zwei Flamingos auf dem Hinterteil. Früher fand ich knappe, enge Badehosen uncool, aber heute bin ich begeistert.
Ab und an waten wir so ins Wasser, allerdings bietet dieses aufgrund der Temperatur nur bedingt die gewünschte Erfrischung. Dafür umso mehr Korallenriffe und eine Fischvielfalt, die den Ocean Park in Xi'an fast in den Schatten stellt. Gut, Haie und Schildkröten waren noch nicht zu sehen, aber mit etwas Glück kommt das noch.
Wir entscheiden uns also schnell dafür, dass Schnorcheln komplett ausreicht und wir keinen Tauchschein machen müssen. Das hätte zwar die Bungalow-Anlage, die zugleich Tauchschule zwar gerne, aber das hieße dann vier Tage Unterricht mit Hausaufgaben und das brauchen wir momentan wirklich nicht.
Den ganzen Tag am Strand können wir dann doch nicht verbringen, meine Nase und Denis Brust sind schnell in einem bedrohlichen Rot gefärbt.
Leider sind wir in unserer abgeschiedenen Bucht ohne Mobilfunk-Empfang den Preisen der wenigen Restaurants und Strandbars aufgeschmissen, sodass wir schnell einen Geldautomaten benötigen. Den gibt es zwar auf der Insel, aber nur in der Stadt. Da trifft es sich gut, dass heute großer Muai-Thai-Abend ist und einer unserer Barkeeper kämpft mit. So ist die Überfahrt in die Stadt am Abend vergleichsweise günstig, denn am Tage kostet sie 100 Baht, was zwei Euro entspricht und nach Sonnenuntergang erhöht man gerne um ein Vielfaches, der heutige Aufpreis ist allerdings gering.
Die Preiserhöhung ist aber verständlich, da die Fahrt durch den dunklen Dschungel über viele Schlaglöcher noch einmal gefährlicher ist, als sowieso schon. Aber da wir das Abenteuer ab und an suchen, nehmen wir gerne auf der Ladefläche, diesmal ohne Haltestange, Platz und vertrauen Jimmy voll und ganz.
Ich bin Denis sehr dankbar (Achtung, Ironie), dass er während der Kämpfe (zwei Kinder-, ein Frauen- und vier Männer-Kämpfe) Jimmy ein Bier ausgibt. Denn Jimmy verträgt wie viele Asiaten keinen Alkohol.
Letztendlich sind aber mehrere von unserem Resort vor Ort und ein nüchterner Fahrer ist schnell gefunden.
Ein 7eleven mit ATM ist gefunden, unser Barkeeper hat gewonnen und unsere Hautröte wird garantiert braun, letztendlich also ein erfolgreicher Tag.
Samstag, 9. Januar 2010
Tag 315: Finales Reiseziel erreicht.
Tag 315: Finales Reiseziel erreicht.
Seit Silvester sind Denis und ich nun schon auf der Reise. Wer dachte, Guangzhou, Hong Kong, Shenzhen, Pattaya oder etwa Koh Samui wäre unser eigentliches Reiseziel, der hat sich getäuscht.
Denn heute setzen wir über nach Koh Tao. Diese Insel befindet sich wiederum etwas weiter im Norden, ist kleiner und hoffentlich somit ruhiger, besitzt Koh Samui doch den Flughafen und auf Koh Phangan findet immer die Half- bzw Fullmoon-Party statt. Koh Tao bietet hingegen nicht soviel, außer ruhige Strände. Und die können wir nach einem Jahr, das locker, aber nicht sehr entspannend war, mal gebrauchen.
Auf der Überfahrt bemerken wir, dass ein großer Teil der Passagiere Deutsche sind. Nun haben wir also Briten, Amis und alte Männer in Nord-Pattaya, Russen in Süd-Pattaya, die Holländer auf Koh Samui und die Deutschen auf Koh Tao.
Aber wir sind ja auch die aberteuerlichsten von allen. Denn auf Koh Tao gibt. Es wahrhaftig nicht viel. Zwar entstehen viele Bongalow-Einheiten an den Klippen am Meer, aber da muss man erst einmal hinkommen. Und befestigte Straßen sind hier nur partiell empfunden. Wir waren zum Glück vorgewarnt. "Die miesesten Straßenverhältnisse treffen auf die ambitioniertesten Autofahrer," heißt es im Internet. Und so ist es dann auch. Zunächst nehmen wir auf der Ladefläche eines Pick-Ups Platz, der mit Sitzbänken an den Seiten und jeweils 10 cm hoher Rückenreling. Beim nächsten Anleger dürfen wir dann aber ins Fahrerhaus, hinten sollen mal erfahrenere Platz nehmen. Es geht dann steil bergauf und steil bergab, in Schlaglöcher mit einem Satz rein und mit viel Kraft wieder raus. Hin und wieder weichen wir einem Felsen aus, der noch nicht aus der Straße gezogen werden konnte. Rechtsund Links dichter Dschungel. Der Fahrer aber kennt sich aus, kann während der Fahrt unbeschwert reden, mittels Telefon.
Unser Bungalow befindet sich in einer kleinen Bucht. Da es bald dunkel wird und die Bucht viele scharfe Riffe bietet, findet das Schwimmen heute nicht statt. Wir bleiben im Bungalow, verscheuchen Kakerlaken, lassen einen 30 cm langen Gecko, wo er ist, ignorieren die große Spinne am Kopfteil des Bettes und lesen den ganzen Abend. Das ist ja richtig entspannend! Leider befindet sich der nächste 7eleven auf der anderen Seite der Insel. Sonst wäre es noch gemütlicher. Nur einmal schrecken wir kurz hoch, als ein Siebenschläfer aus dem Gebälk über der Terrasse fällt und anschließend auch vom Rande dieser noch ein Stockwerk tiefer. Wir sind angekommen, im Dschungel.
Seit Silvester sind Denis und ich nun schon auf der Reise. Wer dachte, Guangzhou, Hong Kong, Shenzhen, Pattaya oder etwa Koh Samui wäre unser eigentliches Reiseziel, der hat sich getäuscht.
Denn heute setzen wir über nach Koh Tao. Diese Insel befindet sich wiederum etwas weiter im Norden, ist kleiner und hoffentlich somit ruhiger, besitzt Koh Samui doch den Flughafen und auf Koh Phangan findet immer die Half- bzw Fullmoon-Party statt. Koh Tao bietet hingegen nicht soviel, außer ruhige Strände. Und die können wir nach einem Jahr, das locker, aber nicht sehr entspannend war, mal gebrauchen.
Auf der Überfahrt bemerken wir, dass ein großer Teil der Passagiere Deutsche sind. Nun haben wir also Briten, Amis und alte Männer in Nord-Pattaya, Russen in Süd-Pattaya, die Holländer auf Koh Samui und die Deutschen auf Koh Tao.
Aber wir sind ja auch die aberteuerlichsten von allen. Denn auf Koh Tao gibt. Es wahrhaftig nicht viel. Zwar entstehen viele Bongalow-Einheiten an den Klippen am Meer, aber da muss man erst einmal hinkommen. Und befestigte Straßen sind hier nur partiell empfunden. Wir waren zum Glück vorgewarnt. "Die miesesten Straßenverhältnisse treffen auf die ambitioniertesten Autofahrer," heißt es im Internet. Und so ist es dann auch. Zunächst nehmen wir auf der Ladefläche eines Pick-Ups Platz, der mit Sitzbänken an den Seiten und jeweils 10 cm hoher Rückenreling. Beim nächsten Anleger dürfen wir dann aber ins Fahrerhaus, hinten sollen mal erfahrenere Platz nehmen. Es geht dann steil bergauf und steil bergab, in Schlaglöcher mit einem Satz rein und mit viel Kraft wieder raus. Hin und wieder weichen wir einem Felsen aus, der noch nicht aus der Straße gezogen werden konnte. Rechtsund Links dichter Dschungel. Der Fahrer aber kennt sich aus, kann während der Fahrt unbeschwert reden, mittels Telefon.
Unser Bungalow befindet sich in einer kleinen Bucht. Da es bald dunkel wird und die Bucht viele scharfe Riffe bietet, findet das Schwimmen heute nicht statt. Wir bleiben im Bungalow, verscheuchen Kakerlaken, lassen einen 30 cm langen Gecko, wo er ist, ignorieren die große Spinne am Kopfteil des Bettes und lesen den ganzen Abend. Das ist ja richtig entspannend! Leider befindet sich der nächste 7eleven auf der anderen Seite der Insel. Sonst wäre es noch gemütlicher. Nur einmal schrecken wir kurz hoch, als ein Siebenschläfer aus dem Gebälk über der Terrasse fällt und anschließend auch vom Rande dieser noch ein Stockwerk tiefer. Wir sind angekommen, im Dschungel.
Tag 314: Kalte Füße.
Tag 314: Kalte Füße.
Viel zu früh klingelt um neun Uhr unser Wecker. Glücklicherweise haben wir uns schon desnachts mit Frühstück eingedeckt, können dieses während des Packens einnehmen und anschließend via Motorroller zum Busbahnhof gebracht werden. Hier kostet der Shuttlebus natürlich wieder mehr, als die Auskunft im Hotel war, aber wir müssen ja irgendwie zum Flughafen kommen.
Und so heiß es draußen ist, so kalt wird es dann dank Klimaanlage in öffentlichen Gebäuden und Fahrzeugen und man kann sich nicht dagegen wehren. Im Bus lässt sich die Lüftung nicht abstellen und lässt den linken Arm immer kälter. Auf dem Flughafen herrscht ein permanenter Zug über den Fußboden und auch das einstündig verspätete Flugzeug ist nicht wärmer.
Erst auf dem niedlichen Flughafen der Insel Koh Samui im Golf von Thailand, unserer heutigen Zwischenstation, wird es endlich wieder warm um die Knöchel.
Als wir heute morgen planten, schnell nach einer verlockenden Stunde Flugzeit auf der Insel zu sein, dachten wir nicht, dass wir letztendlich doch neun Stunden gebraucht. In der Zeit wär man auch fast mit Bus und Boot da. Aber wir wollen nicht meckern, schließlich hocken wir nun vor unserem Bungalow am Strand mit jeweils einem Bierchen, lauschen den Wellen und betrachten die Sterne im klaren Himmel. Die Stille trügt ein wenig, denn eigentlich ist die Insel komplett überlaufen, zum größten Teil von Niederländern.
Wir können gar nichts dafür, erst später einzuschlafen, denn unser Bungalow besitzt nur einen Ventilator. Momentan habe ich aber auch genug von Klimaanlagen.
Viel zu früh klingelt um neun Uhr unser Wecker. Glücklicherweise haben wir uns schon desnachts mit Frühstück eingedeckt, können dieses während des Packens einnehmen und anschließend via Motorroller zum Busbahnhof gebracht werden. Hier kostet der Shuttlebus natürlich wieder mehr, als die Auskunft im Hotel war, aber wir müssen ja irgendwie zum Flughafen kommen.
Und so heiß es draußen ist, so kalt wird es dann dank Klimaanlage in öffentlichen Gebäuden und Fahrzeugen und man kann sich nicht dagegen wehren. Im Bus lässt sich die Lüftung nicht abstellen und lässt den linken Arm immer kälter. Auf dem Flughafen herrscht ein permanenter Zug über den Fußboden und auch das einstündig verspätete Flugzeug ist nicht wärmer.
Erst auf dem niedlichen Flughafen der Insel Koh Samui im Golf von Thailand, unserer heutigen Zwischenstation, wird es endlich wieder warm um die Knöchel.
Als wir heute morgen planten, schnell nach einer verlockenden Stunde Flugzeit auf der Insel zu sein, dachten wir nicht, dass wir letztendlich doch neun Stunden gebraucht. In der Zeit wär man auch fast mit Bus und Boot da. Aber wir wollen nicht meckern, schließlich hocken wir nun vor unserem Bungalow am Strand mit jeweils einem Bierchen, lauschen den Wellen und betrachten die Sterne im klaren Himmel. Die Stille trügt ein wenig, denn eigentlich ist die Insel komplett überlaufen, zum größten Teil von Niederländern.
Wir können gar nichts dafür, erst später einzuschlafen, denn unser Bungalow besitzt nur einen Ventilator. Momentan habe ich aber auch genug von Klimaanlagen.
Tag 313: Gefressen von den Fischen.
Tag 313: Gefressen von den Fischen.
Das Frühstück, sofern überhaupt welches für uns gedacht ist, verschlafen wir aus gutem Grund abermals. Dennoch kommen wir ausmahmsweise mal früher vor die Tür. Nach einer Stärkung im Einkaufscenters unseres Vertrauens wagen wir uns ins Wasser. Allerdings nicht komplett und erst recht nicht ins Meer, sondern lediglich mit den Füßen in ein Aquarium. Aber das ist schon (Nerven)Kitzel pur, denn dieses Aquarium ist gefüllt mit Starfischen, die nichts lieber essen, als alte Fußhaut. Und davon haben wir so einige. Das Gefühl, von Fischen angeknabbert zu werden, ist nicht unbedingt das schlechteste, aber doch zum Teil nicht ganz erträglich, vor allem wenn sie zwischen den Zehen nach Nahrung suchen.
Nach zwanzig Minuten ist der Fischschwarm zunächst satt und unsere Massage ist somit beendet. Eine Frechheit ist, dass wir bezahlen müssen, müsste man uns doch eigentlich dankbar für diese Nahrungsspende sein.
Frischen Fußes geht es dann wieder in das Rentner-Vergnügungsviertel von gestern, wo wir im Pfälzer bei guter deutscher Hausmannskost aufgeklärt werden, dass wir vielleicht lieber mal nach Südpattaya ziehen sollten, da sei noch mehr los.
Das ganze geht mit einem Pick-Up, der immer im Kreis um die Kneipenblöcke fährt.
Erste Anlaufstation im Süden ist eine Bar mit Muay-Thai-Boxkampf in der Mitte. Nach zwei Schlägen wissen zumindest wir, dass es sich um einen Schaukampf handelt, aber scheinbar als einzige, denn die Wettanbieter scheinen davon nicht überzeugt zu sein. Oder sie wollen einen Abzocken.
Lassen wir uns aber nicht. Stattdessen ziehen wir die Mädels hinterm Tresen in Gesellschaftsspielen ab.
Später ziehen wir in die Walking Street, in der die zweite offizielle Sprache schlagartig von Englisch in Russisch umschlägt. Und hier kann man dann auch nur europäische Mädels anschauen, wenn man das will.
Wir bleiben auf das ein oder andere Getränk und beobachten das Treiben auf den Straßen, kriegen einen Döner und treten über ein paar Umwege über gestrige Bars den Heimweg an. Morgen geht es früh raus. In vier Stunden endet unsere Nacht.
Das Frühstück, sofern überhaupt welches für uns gedacht ist, verschlafen wir aus gutem Grund abermals. Dennoch kommen wir ausmahmsweise mal früher vor die Tür. Nach einer Stärkung im Einkaufscenters unseres Vertrauens wagen wir uns ins Wasser. Allerdings nicht komplett und erst recht nicht ins Meer, sondern lediglich mit den Füßen in ein Aquarium. Aber das ist schon (Nerven)Kitzel pur, denn dieses Aquarium ist gefüllt mit Starfischen, die nichts lieber essen, als alte Fußhaut. Und davon haben wir so einige. Das Gefühl, von Fischen angeknabbert zu werden, ist nicht unbedingt das schlechteste, aber doch zum Teil nicht ganz erträglich, vor allem wenn sie zwischen den Zehen nach Nahrung suchen.
Nach zwanzig Minuten ist der Fischschwarm zunächst satt und unsere Massage ist somit beendet. Eine Frechheit ist, dass wir bezahlen müssen, müsste man uns doch eigentlich dankbar für diese Nahrungsspende sein.
Frischen Fußes geht es dann wieder in das Rentner-Vergnügungsviertel von gestern, wo wir im Pfälzer bei guter deutscher Hausmannskost aufgeklärt werden, dass wir vielleicht lieber mal nach Südpattaya ziehen sollten, da sei noch mehr los.
Das ganze geht mit einem Pick-Up, der immer im Kreis um die Kneipenblöcke fährt.
Erste Anlaufstation im Süden ist eine Bar mit Muay-Thai-Boxkampf in der Mitte. Nach zwei Schlägen wissen zumindest wir, dass es sich um einen Schaukampf handelt, aber scheinbar als einzige, denn die Wettanbieter scheinen davon nicht überzeugt zu sein. Oder sie wollen einen Abzocken.
Lassen wir uns aber nicht. Stattdessen ziehen wir die Mädels hinterm Tresen in Gesellschaftsspielen ab.
Später ziehen wir in die Walking Street, in der die zweite offizielle Sprache schlagartig von Englisch in Russisch umschlägt. Und hier kann man dann auch nur europäische Mädels anschauen, wenn man das will.
Wir bleiben auf das ein oder andere Getränk und beobachten das Treiben auf den Straßen, kriegen einen Döner und treten über ein paar Umwege über gestrige Bars den Heimweg an. Morgen geht es früh raus. In vier Stunden endet unsere Nacht.
Mittwoch, 6. Januar 2010
Tag 312: Pattaya.
Tag 312: Pattaya.
Zwei volle Tage Bangkok reichen vollkommen, heute reisen wir zum Ballermann Asiens, nach Pattaya. Das ganze geht mit Minibus, den man im Hostel bestellt. In Thailand scheint man sich für hohe Zahlen zu schämen, denn nach den Ticket-Preisen für das Muay-Thai ist auch die Reisezeit vollkommen untertrieben, wir kommen locker auf das doppelte der angepriesenen eineinhalb Stunden. Auch, weil wir zwischendurch halten und der Fahrer für zwanzig Minuten verschwindet.
In Pattaya läuft der Hase noch einmal etwas anders. Taxis sind fast abgeschafft, Tuk Tuks findet man ebensowenig, das 'local Taxi' ist entweder ein Roller oder ein Pick-Up mit Bänken auf der Ladefläche und Trittbrett.
Allerdings riechen die Preise nach Abzocke, kommt man in Bangkok doch mit dem halben Preis für zwei Personen weiter, als hier für den Preis von einer Person.
Wir laufen also zunächst, bis doch ein normales Taxi hält. Aber der Fahrer hat scheinbar mangels Kundschaft wenig Erfahrung, es ist zu viel verlangt, aus dem Stadtplan zu erkennen, dass wir einmal links und dann nur noch geradeaus müssen.
Wir laufen also weiter durch eine Geisterstadt, es ist wenig los und die Häuser wirken sehr kahl. Aber das ist scheinbar so, wenn die Leuchtreklame nicht eingeschaltet ist.
Kurz vorm Hotel habe ich Zweifel, ob wir nicht schon zu weit sind, redet man am Busbahnhof doch nur von zwanzig Minuten Wandern. Beim fragen nach dem Weg werden wir aber abermals nur an ein paar Rollerfahrer verwiesen und letztendlich steigen wir auf. Fünfzig Meter später und jeweils 30 Baht später sind wir da.
Beim Check-In werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass jede Dame, die wir mitnehmen, einen gewissen Aufpreis bedeutet. Jawoll, wir sind mitten drin im Sextourismis.
Und wer jetzt glaubt, Pattaya besteht nur aus Bars, Hotels, Nutten und männlichen Touristen nicht unbedingt jungen Alters, der darf sich fast bestätigt fühlen.
Selbstverfreilich zählen wir hier deutlich zum jungen Part der Urlauber und viele andere feiert, bereits am Stock gehend, beim interkulturellen Austausch seinen zweiten Frühling, aber natürlich verirren sich auch viele Familien und uns gleich gesinnte, die lediglich den Drang auf Feiern verspüren.
Nachts erwacht die Stadt also zum Leben, nachdem tagsüber selbst am Strand wenig los ist. Man schläft also Tage und geht abends auf die Straßen, in einen Gogo-Schuppen (oft auch als seriöses Ehepaar) oder einfach nur in eine Bar mit Terrasse und Livemusik. Das Personal ist immer freundlich und nich aufdringlich, auch wenn man nicht vorhat, eine der Damen mitzunehmen. Da alle des Englischen mächtig sind, kommt man schnell ins Gespräch.
In der Touristeninformation wurde uns bei der Ankunft der Massageschuppen gegenüber unseres Hotels wärmstens empfohlen. Auf dem Heimweg später am Abend wollen wir diesen dann eigentlich mal ausprobieren, kostet ja nichts. Leider kriegt man aber keine normalen Angebote, jede Dienstleistung enthält gewisse Extras.
Wir fallen unmassiert in unsere Betten. Sogar ganz alleine, wie der Ladyboy an der Rezeption bemängelt.
Zwei volle Tage Bangkok reichen vollkommen, heute reisen wir zum Ballermann Asiens, nach Pattaya. Das ganze geht mit Minibus, den man im Hostel bestellt. In Thailand scheint man sich für hohe Zahlen zu schämen, denn nach den Ticket-Preisen für das Muay-Thai ist auch die Reisezeit vollkommen untertrieben, wir kommen locker auf das doppelte der angepriesenen eineinhalb Stunden. Auch, weil wir zwischendurch halten und der Fahrer für zwanzig Minuten verschwindet.
In Pattaya läuft der Hase noch einmal etwas anders. Taxis sind fast abgeschafft, Tuk Tuks findet man ebensowenig, das 'local Taxi' ist entweder ein Roller oder ein Pick-Up mit Bänken auf der Ladefläche und Trittbrett.
Allerdings riechen die Preise nach Abzocke, kommt man in Bangkok doch mit dem halben Preis für zwei Personen weiter, als hier für den Preis von einer Person.
Wir laufen also zunächst, bis doch ein normales Taxi hält. Aber der Fahrer hat scheinbar mangels Kundschaft wenig Erfahrung, es ist zu viel verlangt, aus dem Stadtplan zu erkennen, dass wir einmal links und dann nur noch geradeaus müssen.
Wir laufen also weiter durch eine Geisterstadt, es ist wenig los und die Häuser wirken sehr kahl. Aber das ist scheinbar so, wenn die Leuchtreklame nicht eingeschaltet ist.
Kurz vorm Hotel habe ich Zweifel, ob wir nicht schon zu weit sind, redet man am Busbahnhof doch nur von zwanzig Minuten Wandern. Beim fragen nach dem Weg werden wir aber abermals nur an ein paar Rollerfahrer verwiesen und letztendlich steigen wir auf. Fünfzig Meter später und jeweils 30 Baht später sind wir da.
Beim Check-In werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass jede Dame, die wir mitnehmen, einen gewissen Aufpreis bedeutet. Jawoll, wir sind mitten drin im Sextourismis.
Und wer jetzt glaubt, Pattaya besteht nur aus Bars, Hotels, Nutten und männlichen Touristen nicht unbedingt jungen Alters, der darf sich fast bestätigt fühlen.
Selbstverfreilich zählen wir hier deutlich zum jungen Part der Urlauber und viele andere feiert, bereits am Stock gehend, beim interkulturellen Austausch seinen zweiten Frühling, aber natürlich verirren sich auch viele Familien und uns gleich gesinnte, die lediglich den Drang auf Feiern verspüren.
Nachts erwacht die Stadt also zum Leben, nachdem tagsüber selbst am Strand wenig los ist. Man schläft also Tage und geht abends auf die Straßen, in einen Gogo-Schuppen (oft auch als seriöses Ehepaar) oder einfach nur in eine Bar mit Terrasse und Livemusik. Das Personal ist immer freundlich und nich aufdringlich, auch wenn man nicht vorhat, eine der Damen mitzunehmen. Da alle des Englischen mächtig sind, kommt man schnell ins Gespräch.
In der Touristeninformation wurde uns bei der Ankunft der Massageschuppen gegenüber unseres Hotels wärmstens empfohlen. Auf dem Heimweg später am Abend wollen wir diesen dann eigentlich mal ausprobieren, kostet ja nichts. Leider kriegt man aber keine normalen Angebote, jede Dienstleistung enthält gewisse Extras.
Wir fallen unmassiert in unsere Betten. Sogar ganz alleine, wie der Ladyboy an der Rezeption bemängelt.
Tag 311: Thailands Taxifahrer sind Verbrecher.
Tag 311: Thailands Taxifahrer sind Verbrecher.
Unser Tagesablauf gleicht dem gestrigen, das Frühstück wird verschlafen, wir essen draußen ein wenig (wegen der Hitze fehlt die Lust auf Nahrungsaufnahme), machen Sightseeing, wobei vieles geschlossen hat (es ist Sonntag, dazu waren Feiertage, viele sind auf das Land gefahren, weshalb die Stadt sehr leer ist, was das ganze angenehmer gestaltet).
So ist auch wenig Verkehr, die vierspurigen Straßen sind hauptsächlich von bunten Taxis und Tuk Tuks befahren, die Hälfte davon leer. Trotz mieser Auftragslage gehen die Fahrer ihrem Hobby nach, dem Bescheißen und Abzocken. Zunächst wird gefragt und gegrübelt, wo man denn hin will (zum Teil wissen sie nicht, wo der große Palast ist, das Wahrzeichen der Stadt) und sobald man sitzt, werfen sie mit hohen Zahlen im sich. Auf die Fahrt mit Taximeter stehen sie nicht so, lieber nennt man einen fünfmal so hohen Preis, das ganze möglichst pro Passagier. Und ist man dann mit dem Handeln am Ende, muss man noch mit dem eigenen Mobilfunktelefon das Hotel anrufen, damit diese dem Fahrer abermals erklären können, wohin es geht.
Da wir aber Studenten sind und das günstige Taxifahren von Xi'an gewohnt sind, wodurch sich ein gewisser Geiz eingeschlichen hat (denn die Preise gleichen zugegeben denen Chinas, aber wenn es doch günstiger geht, nimmt man lieber das an, Kleinvieh macht auch Mist und das Ersparte ist zumeist ein Bier wert) sitzen wir an diesen Tagen in mehren Taxis und Tuk Tuks, die wir kurz darauf verlassen wegen Wucherpreisen. Wir können es uns auch leisten, eben weil so wenig los ist.
Einen Fahrer machen wir heute ziemlich sauer, haben wir doch schon einen Preis ausgehandelt, der dem Taximeter gleicht, aber dem Fahrer nicht mitgeteilt, dass wir an das Ende der nicht kurzen Straße wollen. Sein innerer Kilometerzähler sorgt dafür, dass seine Laune immer schlechter wird und er ins Schwitzen kommt. Wir tun ihm den Gefallen und steigen eine Kreuzung zu früh aus. Dabei kommt es eigentlich auf das Gleiche raus, denn an dieser Ecke kann er maximal Ratten aufgabeln, Menschen sind Mangelware.
Mitleid habe ich mit ihm nicht.
Unser Tagesablauf gleicht dem gestrigen, das Frühstück wird verschlafen, wir essen draußen ein wenig (wegen der Hitze fehlt die Lust auf Nahrungsaufnahme), machen Sightseeing, wobei vieles geschlossen hat (es ist Sonntag, dazu waren Feiertage, viele sind auf das Land gefahren, weshalb die Stadt sehr leer ist, was das ganze angenehmer gestaltet).
So ist auch wenig Verkehr, die vierspurigen Straßen sind hauptsächlich von bunten Taxis und Tuk Tuks befahren, die Hälfte davon leer. Trotz mieser Auftragslage gehen die Fahrer ihrem Hobby nach, dem Bescheißen und Abzocken. Zunächst wird gefragt und gegrübelt, wo man denn hin will (zum Teil wissen sie nicht, wo der große Palast ist, das Wahrzeichen der Stadt) und sobald man sitzt, werfen sie mit hohen Zahlen im sich. Auf die Fahrt mit Taximeter stehen sie nicht so, lieber nennt man einen fünfmal so hohen Preis, das ganze möglichst pro Passagier. Und ist man dann mit dem Handeln am Ende, muss man noch mit dem eigenen Mobilfunktelefon das Hotel anrufen, damit diese dem Fahrer abermals erklären können, wohin es geht.
Da wir aber Studenten sind und das günstige Taxifahren von Xi'an gewohnt sind, wodurch sich ein gewisser Geiz eingeschlichen hat (denn die Preise gleichen zugegeben denen Chinas, aber wenn es doch günstiger geht, nimmt man lieber das an, Kleinvieh macht auch Mist und das Ersparte ist zumeist ein Bier wert) sitzen wir an diesen Tagen in mehren Taxis und Tuk Tuks, die wir kurz darauf verlassen wegen Wucherpreisen. Wir können es uns auch leisten, eben weil so wenig los ist.
Einen Fahrer machen wir heute ziemlich sauer, haben wir doch schon einen Preis ausgehandelt, der dem Taximeter gleicht, aber dem Fahrer nicht mitgeteilt, dass wir an das Ende der nicht kurzen Straße wollen. Sein innerer Kilometerzähler sorgt dafür, dass seine Laune immer schlechter wird und er ins Schwitzen kommt. Wir tun ihm den Gefallen und steigen eine Kreuzung zu früh aus. Dabei kommt es eigentlich auf das Gleiche raus, denn an dieser Ecke kann er maximal Ratten aufgabeln, Menschen sind Mangelware.
Mitleid habe ich mit ihm nicht.
Tag 311: Thailands Taxifahrer sind Verbrecher.
Tag 311: Thailands Taxifahrer sind Verbrecher.
Unser Tagesablauf gleicht dem gestrigen, das Frühstück wird verschlafen, wir essen draußen ein wenig (wegen der Hitze fehlt die Lust auf Nahrungsaufnahme), machen Sightseeing, wobei vieles geschlossen hat (es ist Sonntag, dazu waren Feiertage, viele sind auf das Land gefahren, weshalb die Stadt sehr leer ist, was das ganze angenehmer gestaltet).
So ist auch wenig Verkehr, die vierspurigen Straßen sind hauptsächlich von bunten Taxis und Tuk Tuks befahren, die Hälfte davon leer. Trotz mieser Auftragslage gehen die Fahrer ihrem Hobby nach, dem Bescheißen und Abzocken. Zunächst wird gefragt und gegrübelt, wo man denn hin will (zum Teil wissen sie nicht, wo der große Palast ist, das Wahrzeichen der Stadt) und sobald man sitzt, werfen sie mit hohen Zahlen im sich. Auf die Fahrt mit Taximeter stehen sie nicht so, lieber nennt man einen fünfmal so hohen Preis, das ganze möglichst pro Passagier. Und ist man dann mit dem Handeln am Ende, muss man noch mit dem eigenen Mobilfunktelefon das Hotel anrufen, damit diese dem Fahrer abermals erklären können, wohin es geht.
Da wir aber Studenten sind und das günstige Taxifahren von Xi'an gewohnt sind, wodurch sich ein gewisser Geiz eingeschlichen hat (denn die Preise gleichen zugegeben denen Chinas, aber wenn es doch günstiger geht, nimmt man lieber das an, Kleinvieh macht auch Mist und das Ersparte ist zumeist ein Bier wert) sitzen wir an diesen Tagen in mehren Taxis und Tuk Tuks, die wir kurz darauf verlassen wegen Wucherpreisen. Wir können es uns auch leisten, eben weil so wenig los ist.
Einen Fahrer machen wir heute ziemlich sauer, haben wir doch schon einen Preis ausgehandelt, der dem Taximeter gleicht, aber dem Fahrer nicht mitgeteilt, dass wir an das Ende der nicht kurzen Straße wollen. Sein innerer Kilometerzähler sorgt dafür, dass seine Laune immer schlechter wird und er ins Schwitzen kommt. Wir tun ihm den Gefallen und steigen eine Kreuzung zu früh aus. Dabei kommt es eigentlich auf das Gleiche raus, denn an dieser Ecke kann er maximal Ratten aufgabeln, Menschen sind Mangelware.
Mitleid habe ich mit ihm nicht.
Unser Tagesablauf gleicht dem gestrigen, das Frühstück wird verschlafen, wir essen draußen ein wenig (wegen der Hitze fehlt die Lust auf Nahrungsaufnahme), machen Sightseeing, wobei vieles geschlossen hat (es ist Sonntag, dazu waren Feiertage, viele sind auf das Land gefahren, weshalb die Stadt sehr leer ist, was das ganze angenehmer gestaltet).
So ist auch wenig Verkehr, die vierspurigen Straßen sind hauptsächlich von bunten Taxis und Tuk Tuks befahren, die Hälfte davon leer. Trotz mieser Auftragslage gehen die Fahrer ihrem Hobby nach, dem Bescheißen und Abzocken. Zunächst wird gefragt und gegrübelt, wo man denn hin will (zum Teil wissen sie nicht, wo der große Palast ist, das Wahrzeichen der Stadt) und sobald man sitzt, werfen sie mit hohen Zahlen im sich. Auf die Fahrt mit Taximeter stehen sie nicht so, lieber nennt man einen fünfmal so hohen Preis, das ganze möglichst pro Passagier. Und ist man dann mit dem Handeln am Ende, muss man noch mit dem eigenen Mobilfunktelefon das Hotel anrufen, damit diese dem Fahrer abermals erklären können, wohin es geht.
Da wir aber Studenten sind und das günstige Taxifahren von Xi'an gewohnt sind, wodurch sich ein gewisser Geiz eingeschlichen hat (denn die Preise gleichen zugegeben denen Chinas, aber wenn es doch günstiger geht, nimmt man lieber das an, Kleinvieh macht auch Mist und das Ersparte ist zumeist ein Bier wert) sitzen wir an diesen Tagen in mehren Taxis und Tuk Tuks, die wir kurz darauf verlassen wegen Wucherpreisen. Wir können es uns auch leisten, eben weil so wenig los ist.
Einen Fahrer machen wir heute ziemlich sauer, haben wir doch schon einen Preis ausgehandelt, der dem Taximeter gleicht, aber dem Fahrer nicht mitgeteilt, dass wir an das Ende der nicht kurzen Straße wollen. Sein innerer Kilometerzähler sorgt dafür, dass seine Laune immer schlechter wird und er ins Schwitzen kommt. Wir tun ihm den Gefallen und steigen eine Kreuzung zu früh aus. Dabei kommt es eigentlich auf das Gleiche raus, denn an dieser Ecke kann er maximal Ratten aufgabeln, Menschen sind Mangelware.
Mitleid habe ich mit ihm nicht.
Tag 310: One Night in Bangkok.
Tag 310: One Night in Bangkok.
Das Frühstück verschlafen wir um fünf Stunden. Beim Erwachen bemerken wir, was für ein tolles Hostel wir eigentlich erwischt haben. Ruhige Lage, dennoch in der Altstadt nicht weit vom Schuss, großes, bequemes Bett, Flachbild-TV, Internet, schönes Bad, etc. für sechs Euro die Nacht. Also buchen wir gleich noch für eine dritte Nacht.
Als wir das klimatisierte Zimmer verlassen, trifft uns sofort der Schlag. Dreißig Grad. Stehende Luft. Schmutzige Straßen. Fischgeruch. Bangkok ist nicht wirklich sauber. So läuft man nachts auch gerne mal durch ein Rudel Ratten, das den nicht abgeholten Müll genießt.
So schauen wir heute Nachmittag zunächst ein paar Tempel und Schreine an, denn dort ist es sauber. Und dann fällt uns ein, dass wir irgendwas vergessen haben. Richtig. Essen. Das nächstbeste Restaurant ist somit Anlaufstation. Hier gibt's nur vegetarische oder gar vegane Kost, aber die kann erstaunlicherweise auch was. Das Restaurant auch. Denn hier zeigt sich der komplette Unterschied zu China: sind dort die Straßen sauber (mal abgesehen von der Luftverschmutzung; Müll findet man kaum, immer ist einer zugegen, der ihn wegräumt), so wird in Restaurants gerne auf den Boden gerotzt und auch Essensreste landen dort, so watet man hier draußen durch Müll (theoretisch ist auch jemand zugegen, um ihn abzuholen, aber der betreibt vor Ort Mülltrennung und nimmt nur das mit, was etwas Geld bringt), in Restaurants kann man dafür fast vom Boden essen, wenngleich da keine Reste landen.
Wir fahren noch etwas Boot, irgendwo hin, einfach den Fluss rauf, ist günstiger als Taxi. Einen liegenden Buddha sehen wir, das muss dann aber auch reichen an Kultur. Wir lassen uns zur Kosan-Straße bringen, wo es neben T-Shirt-Läden viele Bars gibt, seriöse und in den Seitenstraßen unseriöse mit Tischtennis-Spielen. Letztere suchen wir selbstverfreilich nicht auf, wird im Intenet doch stets davon abgeraten.
Nun ist der Abend angebrochen, ein erstes Bier getrunken, wir aber noch nicht wirklich akklimatisiert, ziemlich matt. Zu einem ziemlich hohen Preis lassen wir uns von einem Tuk Tuk zunächst in das wunderlicherweise nur zwei Straßen entfernte Hostel zurückbringen (mangels Plan wissen wir nicht wirklich, wo wir sind).
Thai-Boxen wär eine Alternative für den Abend. Am Stadion angekommen merken wir leider, dass die Information im Hostel über die Preise nicht ganz richtig war und dreißig Euro können wir besser investieren. Zum Beispiel auf dem Nachtbasar. Gut ist hier, dass die Verkäufer nicht so penetrant sind, wie in China. Schlecht ist, dass sie dafür auch wenig in Verhandlungslaune sind. T-Shirts bekommt man so nur zu Preisen zwischen vier und fünf Euros, dafür sind die Aufdrucke deutlich schöner und fehlerfrei. Zu guter letzt sorgt ein gigantisches Angebot dafür, dass wir uns nicht entscheiden können, wir schlagen also nicht sonderlich groß zu.
Das gesparte Geld können wir besser investieren. Zum Beispiel in der Cowboy-Street. Hier bedarf es keinerlei Arbeitsuniform, um zu wissen, wer was ist. Das sieht man am Geschlecht. Alle Frauen, oder die, die so aussehen und sich dafür halten sind Bedienstete, alle Männer sind Kundschaft. Punkt. In den Bars findet man keinen männlichen Kellner. Das übernehmen die alten Frauen, während die jungen dazu verpflichtet sind, gelangweilt auf den Podesten zu tanzen oder sich an den Kunden, zumeist angetrunkenen, doppelt so alten kräftigen Buben mit schütterem, ergrautem Haar, zu schmiegen und nach einem Drink zu fragen. Wir passen also nicht ganz in das Klientel, sind wir doch im gleichen Alter wie die Belegschaft und wenig daran interessiert, anderen Damen Drinks zu spendieren. Nur gucken, nichts anfassen und gut auf unser Geld aufpassen, lautet die Devise.
Zunächst klappt das ganz gut mit dem Fernhalten, denn sobald ein Mädel von unserer deutschen Herkunft erfährt, verdreht sie die Augen und zieht wortlos ab. Wir finden nicht heraus, welches Klischee von uns hier gängig ist.
Nur Beehh schreckt unsere Nationalität nicht ab, denn Beehh liebt uns. Glaub ich. Darum legt sich Beehh auch richtig ins Zeug. Aber Denis und ich sind zum einen vergeben und zum anderen selbstredend nicht daran interessiert, etwas daran zu ändern. Also zeigt sich bei uns nicht die gewünschte und von ihr garantiert fest eingeplante Reaktion.
Highlight des Abends ist dann die nich eingeplante Schlägerei zwischen zwei Damen auf dem Tanzpodest. Normalerweise sollte man da einschreiten, aber das überlassen wir lieber den Mamas, den kräftigen Damen, die wahrscheinlich respekteinflößender sind als jeder Lude von St. Pauli.
Beehh legt sich dessen unbekümmert weiter richtig ins Zeug. Vergebene Liebesmüh, denn bei Ladenschluss (ab drei Uhr ist in Bangkok Sperrstunde) ist der Funke immer noch nicht übergesprungen.
Jetzt tut Beehh mir Leid, hat sie sich doch so viel Mühe gegeben und sich garantiert in uns verliebt. Um ihr zu zeigen, dass es nicht an ihr liegt, lüge ich und sage ihr, dass Denis und ich ein Paar sind. Ob sie sich besser fühlt, weiß ich nicht.
Anschließend geht es auf der Straße richtig ab, denn viele Tänzerinnen sind Hobby-Alkoholiker und setzen sich bewaffnet mit einer großen Flasche Schnaps und einem Eimer Wasser (gegen den Geschmack) in den Dreck und betrinken sich. Müssen wir uns nicht antun, wir gehen schlafen.
Das Frühstück verschlafen wir um fünf Stunden. Beim Erwachen bemerken wir, was für ein tolles Hostel wir eigentlich erwischt haben. Ruhige Lage, dennoch in der Altstadt nicht weit vom Schuss, großes, bequemes Bett, Flachbild-TV, Internet, schönes Bad, etc. für sechs Euro die Nacht. Also buchen wir gleich noch für eine dritte Nacht.
Als wir das klimatisierte Zimmer verlassen, trifft uns sofort der Schlag. Dreißig Grad. Stehende Luft. Schmutzige Straßen. Fischgeruch. Bangkok ist nicht wirklich sauber. So läuft man nachts auch gerne mal durch ein Rudel Ratten, das den nicht abgeholten Müll genießt.
So schauen wir heute Nachmittag zunächst ein paar Tempel und Schreine an, denn dort ist es sauber. Und dann fällt uns ein, dass wir irgendwas vergessen haben. Richtig. Essen. Das nächstbeste Restaurant ist somit Anlaufstation. Hier gibt's nur vegetarische oder gar vegane Kost, aber die kann erstaunlicherweise auch was. Das Restaurant auch. Denn hier zeigt sich der komplette Unterschied zu China: sind dort die Straßen sauber (mal abgesehen von der Luftverschmutzung; Müll findet man kaum, immer ist einer zugegen, der ihn wegräumt), so wird in Restaurants gerne auf den Boden gerotzt und auch Essensreste landen dort, so watet man hier draußen durch Müll (theoretisch ist auch jemand zugegen, um ihn abzuholen, aber der betreibt vor Ort Mülltrennung und nimmt nur das mit, was etwas Geld bringt), in Restaurants kann man dafür fast vom Boden essen, wenngleich da keine Reste landen.
Wir fahren noch etwas Boot, irgendwo hin, einfach den Fluss rauf, ist günstiger als Taxi. Einen liegenden Buddha sehen wir, das muss dann aber auch reichen an Kultur. Wir lassen uns zur Kosan-Straße bringen, wo es neben T-Shirt-Läden viele Bars gibt, seriöse und in den Seitenstraßen unseriöse mit Tischtennis-Spielen. Letztere suchen wir selbstverfreilich nicht auf, wird im Intenet doch stets davon abgeraten.
Nun ist der Abend angebrochen, ein erstes Bier getrunken, wir aber noch nicht wirklich akklimatisiert, ziemlich matt. Zu einem ziemlich hohen Preis lassen wir uns von einem Tuk Tuk zunächst in das wunderlicherweise nur zwei Straßen entfernte Hostel zurückbringen (mangels Plan wissen wir nicht wirklich, wo wir sind).
Thai-Boxen wär eine Alternative für den Abend. Am Stadion angekommen merken wir leider, dass die Information im Hostel über die Preise nicht ganz richtig war und dreißig Euro können wir besser investieren. Zum Beispiel auf dem Nachtbasar. Gut ist hier, dass die Verkäufer nicht so penetrant sind, wie in China. Schlecht ist, dass sie dafür auch wenig in Verhandlungslaune sind. T-Shirts bekommt man so nur zu Preisen zwischen vier und fünf Euros, dafür sind die Aufdrucke deutlich schöner und fehlerfrei. Zu guter letzt sorgt ein gigantisches Angebot dafür, dass wir uns nicht entscheiden können, wir schlagen also nicht sonderlich groß zu.
Das gesparte Geld können wir besser investieren. Zum Beispiel in der Cowboy-Street. Hier bedarf es keinerlei Arbeitsuniform, um zu wissen, wer was ist. Das sieht man am Geschlecht. Alle Frauen, oder die, die so aussehen und sich dafür halten sind Bedienstete, alle Männer sind Kundschaft. Punkt. In den Bars findet man keinen männlichen Kellner. Das übernehmen die alten Frauen, während die jungen dazu verpflichtet sind, gelangweilt auf den Podesten zu tanzen oder sich an den Kunden, zumeist angetrunkenen, doppelt so alten kräftigen Buben mit schütterem, ergrautem Haar, zu schmiegen und nach einem Drink zu fragen. Wir passen also nicht ganz in das Klientel, sind wir doch im gleichen Alter wie die Belegschaft und wenig daran interessiert, anderen Damen Drinks zu spendieren. Nur gucken, nichts anfassen und gut auf unser Geld aufpassen, lautet die Devise.
Zunächst klappt das ganz gut mit dem Fernhalten, denn sobald ein Mädel von unserer deutschen Herkunft erfährt, verdreht sie die Augen und zieht wortlos ab. Wir finden nicht heraus, welches Klischee von uns hier gängig ist.
Nur Beehh schreckt unsere Nationalität nicht ab, denn Beehh liebt uns. Glaub ich. Darum legt sich Beehh auch richtig ins Zeug. Aber Denis und ich sind zum einen vergeben und zum anderen selbstredend nicht daran interessiert, etwas daran zu ändern. Also zeigt sich bei uns nicht die gewünschte und von ihr garantiert fest eingeplante Reaktion.
Highlight des Abends ist dann die nich eingeplante Schlägerei zwischen zwei Damen auf dem Tanzpodest. Normalerweise sollte man da einschreiten, aber das überlassen wir lieber den Mamas, den kräftigen Damen, die wahrscheinlich respekteinflößender sind als jeder Lude von St. Pauli.
Beehh legt sich dessen unbekümmert weiter richtig ins Zeug. Vergebene Liebesmüh, denn bei Ladenschluss (ab drei Uhr ist in Bangkok Sperrstunde) ist der Funke immer noch nicht übergesprungen.
Jetzt tut Beehh mir Leid, hat sie sich doch so viel Mühe gegeben und sich garantiert in uns verliebt. Um ihr zu zeigen, dass es nicht an ihr liegt, lüge ich und sage ihr, dass Denis und ich ein Paar sind. Ob sie sich besser fühlt, weiß ich nicht.
Anschließend geht es auf der Straße richtig ab, denn viele Tänzerinnen sind Hobby-Alkoholiker und setzen sich bewaffnet mit einer großen Flasche Schnaps und einem Eimer Wasser (gegen den Geschmack) in den Dreck und betrinken sich. Müssen wir uns nicht antun, wir gehen schlafen.
Tag 309: Neujahr des Wartens.
Tag 309: Neujahr des Wartens.
Mittags um eins denkt sich Denis, wir hätten genug geschlafen. Also weckt er mich aus meinem komatösen Schlaf in meinem Campingstuhl neben den Schließfächern in der Mall unseres Vertrauens am Pier des Kowlooner Hafens. Wir bemerken, dass wir mindestens geduldet wurden, denn um uns herum wurdegewischt und auch unser Müll wurde entfernt.
Nach einer Nudelsuppe kann es eigentlich nach Bangkok gehen. Eigentlich. Wären da nicht noch zehn Stunden bis zum Flug und noch einige Kilometer und Grenzen nach Shenzhen zu überbrücken. Busbahnhof, Bus rein, Grenze Hong Kong zu China, Bus raus, penibelste Passkontrolle, Bus rein, Flughafen. Zwischendrin immer mal wieder warten. Die Hälfte der zehn Stunden sind dann geschafft.
Am Flughafen betreiben wir dann mal Körperpflege. Die Füße wollen auch mal wieder atmen. Und der Belag auf den Zähnen stört. Und dann sitzen wir den Rest der Zeit in unseren Stühlen (ich bin mit noch immer dankbar, sie mitgenommen zu haben, denn so müssen wir uns nicht mit dem gemeinen Pöbel die Metallbänke teilen) vorm Pizza-Hut neben den 7eleven (eine der besten Erfindungen der Neuzeit, Danke, Herr Siebenelf) und schlafen oder lesen oder essen oder nutzen das weltweite Internet, das einfach so im Flughafen rumliegt.
Gegen Mitternacht heben wir dann ab. Wir sitzen in einer AirAsia Maschine und die Stewardessen scheinen nebenberuflich Models zu sein. Zudem stören sie kaum, da Speisen und Getränke kostenpflichtig sind und man so nicht alle paar Minuten was vor die Nase gesetzt bekommt.
Dank Zeitvershiebung landen wir um drei Uhr nachts in Bangkok. Den Passkontrolleuren ist anzumerken, was sie von Nachtschicht an einem Feiertag halten, wir stehen eine halbe Stunde in der Schlange, obwohl wir nicht sehr weit hinten stehen.
Natürlich fahren die Shuttlebusse erst um sieben Uhr wieder in die Stadt. Was macht man nun? Erstmal rauchen. Also Denis. Feuer dafür schnorrt er sich bei einer attraktiven Dame. Diese erweist sich aber schnell wegen ihrer großen Hände und der tiefen Stimme als unser erster Ladyboy.
Wir könnten jetzt noch vier Stunden hier überbrücken, haben ja Stühle und genug Erfahrung in Sachen Warten, aber für die über zwanzig Grad selbst um diese Zeit sind wir deutlich zu warm angezogen. Also Taxi. Für rund zehn Euro Festpreis werden wir chauffiert. Aber nicht irgendwie. Wir besteigen ein pinkes Taxi mit Gastank. Trashig.
Vierzig Minuten, in denen wir zwanzig 7eleven passieren (wir kämen also locker ohne Hotel über die Runden), später sind wir endlich am Zielort.
Nach dem Recherhieren, welches lokale Bier am besten munden mag, fallen wir endlich wieder in ein Bett.
Mittags um eins denkt sich Denis, wir hätten genug geschlafen. Also weckt er mich aus meinem komatösen Schlaf in meinem Campingstuhl neben den Schließfächern in der Mall unseres Vertrauens am Pier des Kowlooner Hafens. Wir bemerken, dass wir mindestens geduldet wurden, denn um uns herum wurdegewischt und auch unser Müll wurde entfernt.
Nach einer Nudelsuppe kann es eigentlich nach Bangkok gehen. Eigentlich. Wären da nicht noch zehn Stunden bis zum Flug und noch einige Kilometer und Grenzen nach Shenzhen zu überbrücken. Busbahnhof, Bus rein, Grenze Hong Kong zu China, Bus raus, penibelste Passkontrolle, Bus rein, Flughafen. Zwischendrin immer mal wieder warten. Die Hälfte der zehn Stunden sind dann geschafft.
Am Flughafen betreiben wir dann mal Körperpflege. Die Füße wollen auch mal wieder atmen. Und der Belag auf den Zähnen stört. Und dann sitzen wir den Rest der Zeit in unseren Stühlen (ich bin mit noch immer dankbar, sie mitgenommen zu haben, denn so müssen wir uns nicht mit dem gemeinen Pöbel die Metallbänke teilen) vorm Pizza-Hut neben den 7eleven (eine der besten Erfindungen der Neuzeit, Danke, Herr Siebenelf) und schlafen oder lesen oder essen oder nutzen das weltweite Internet, das einfach so im Flughafen rumliegt.
Gegen Mitternacht heben wir dann ab. Wir sitzen in einer AirAsia Maschine und die Stewardessen scheinen nebenberuflich Models zu sein. Zudem stören sie kaum, da Speisen und Getränke kostenpflichtig sind und man so nicht alle paar Minuten was vor die Nase gesetzt bekommt.
Dank Zeitvershiebung landen wir um drei Uhr nachts in Bangkok. Den Passkontrolleuren ist anzumerken, was sie von Nachtschicht an einem Feiertag halten, wir stehen eine halbe Stunde in der Schlange, obwohl wir nicht sehr weit hinten stehen.
Natürlich fahren die Shuttlebusse erst um sieben Uhr wieder in die Stadt. Was macht man nun? Erstmal rauchen. Also Denis. Feuer dafür schnorrt er sich bei einer attraktiven Dame. Diese erweist sich aber schnell wegen ihrer großen Hände und der tiefen Stimme als unser erster Ladyboy.
Wir könnten jetzt noch vier Stunden hier überbrücken, haben ja Stühle und genug Erfahrung in Sachen Warten, aber für die über zwanzig Grad selbst um diese Zeit sind wir deutlich zu warm angezogen. Also Taxi. Für rund zehn Euro Festpreis werden wir chauffiert. Aber nicht irgendwie. Wir besteigen ein pinkes Taxi mit Gastank. Trashig.
Vierzig Minuten, in denen wir zwanzig 7eleven passieren (wir kämen also locker ohne Hotel über die Runden), später sind wir endlich am Zielort.
Nach dem Recherhieren, welches lokale Bier am besten munden mag, fallen wir endlich wieder in ein Bett.
Sonntag, 3. Januar 2010
Tag 308: Silvester.
Tag 308: Silvester.
Es ist der letzte Tag des Jahres und wie angekündigt wollen Denis und ich diesen in Hong Kong verbringen. Dahin kommt man im Prinzip schnell und günstig, sagt Denis. Einfach nach Guangzhou günstig fliegen, da in ein Boot steigen und kurz darauf befindet man sich schon im Hafen von Kowloon, einem Stadtteil mit Blick auf Hong Kong Island und hoffentlich gigantischem Feuerwerk. Sagt Denis.
Er erwähnt aber nicht, dass man in Guangzhou eine halbe Stunde auf einen Bus warten muss, der zwei Stunden nach Zhongshan, einen Ort an der Küste, braucht und 65 Yuan kostet. Und er erwähnt auch nicht, dass man dann ein Taxi besteigt und, so schnell dieses auch fahren mag, man dann abermals eineinhalb Stunden auf das Boot warten muss. Er erwähnt zwar auch nicht, dass der Grenzübergang min vielen Dokumenten verbunden ist, aber das weiß ich ja schon. Zumindest könnte er aber erwähnen, dass die Überfahrt noch einmal eineinhalb Stunden braucht und 180 Yuan pro Nase kostet.
So kommt es, dass wir letztendlich erst knapp zwölf Stunden nach Aufbruch in Hong Kong ankommen. Aber zumindest dort gleich am richtigen Ort. Im Hafen von Kowloon. Leider noch nicht mit Sicht auf die Skyline von Hong Kong Island, aber bis dahin ist es ein Katzensprung. Denken wir. Leider hat sich unser Gedanke aber schon rumgesprochen, denn die Straße ist voll mit Menschen, zumindest dort, wo die Polizei noch nichts abgesperrt hat. Zum Ufer kommen wir wegen Überfülltheit heute leider nicht mehr, das Feuerwerk können wir maximal noch von weitem auf der Straße begutachten, sofern kein Wolkenkratzer die Sicht versperrt. So folgen wir also den Massen und finden uns irgendwann auf einer sonst dichtbefahrenen Straße wieder, auf der es nicht mehr weiter vorwärts geht. Da wir unser Gepäck zuvor in einer Mall eingeschlossen haben, laufen wir nur noch mit einzig unseren Campingstühlen rum und ziehen den ein oder anderen Neid auf uns, als wir die Stühle auspacken und uns setzen. Wir müssen uns ja maximal um Mitternacht mal kurz erheben.
Das tun wirzum Leidwesen unserer Hintermänner, die auf gute Sicht hofften, dann auch und sehen ein nicht gerade berauschendes Feuerwerk. Da gibt es in Xi'an täglich schönere zu begutachten. Allerdings sehen wir auch nur einen kleinen Teil. Zehn Minuten später ist dieses vorbei und es zieht die Massen wiedernach Hause. Und zwar fast komplett. Einzig unsere kleine Stuhlinsel mitsamt uns beiden bewegt sich nicht, bis die Blasen drücken. Man mag es kaum glauben, dass wir tatsächlich einen kleinen Flecken Erde in dieser Stadt finden, der von kaum einem Menschen berührt wird. Diese schmale Gasse wird die weitere Nacht stetiger Anlaufpunkt zum Verrichten unserer Notdurft sein.
Die weiteren Stunden platzieren wir uns vor 7eleven Supermärkten aus denen wir Getränke beziehen und mit deren Kunden wir leicht ins Gespräch kommen. Lange verweilen wir dort aber nicht, sondern führen ein Normadenleben.
Am Hafen treffen wir auf eine Gruppe Inder, die einen Koffer mit Musikanlage besitzen und von dieser Musikabspielen. Wir wohnen ihrer Freiluftdisco mehrere Tänze bei und philsophieren anschließend über Religionen. Als diese abziehen, wohnen wir zwei Obdachlosen bei. Wir sind heute schließlich auch welche, da muss man zusammenhalten.
Es ist acht Uhr, als wir gefrühstückt haben und unser Lager neben den Schließfächern in der Mall aufschlagen. Da es draußen windet und leich regnet, lässt es sich hier wohl am besten schlafen.
Ein schönes Silvester verleben wir!
Es ist der letzte Tag des Jahres und wie angekündigt wollen Denis und ich diesen in Hong Kong verbringen. Dahin kommt man im Prinzip schnell und günstig, sagt Denis. Einfach nach Guangzhou günstig fliegen, da in ein Boot steigen und kurz darauf befindet man sich schon im Hafen von Kowloon, einem Stadtteil mit Blick auf Hong Kong Island und hoffentlich gigantischem Feuerwerk. Sagt Denis.
Er erwähnt aber nicht, dass man in Guangzhou eine halbe Stunde auf einen Bus warten muss, der zwei Stunden nach Zhongshan, einen Ort an der Küste, braucht und 65 Yuan kostet. Und er erwähnt auch nicht, dass man dann ein Taxi besteigt und, so schnell dieses auch fahren mag, man dann abermals eineinhalb Stunden auf das Boot warten muss. Er erwähnt zwar auch nicht, dass der Grenzübergang min vielen Dokumenten verbunden ist, aber das weiß ich ja schon. Zumindest könnte er aber erwähnen, dass die Überfahrt noch einmal eineinhalb Stunden braucht und 180 Yuan pro Nase kostet.
So kommt es, dass wir letztendlich erst knapp zwölf Stunden nach Aufbruch in Hong Kong ankommen. Aber zumindest dort gleich am richtigen Ort. Im Hafen von Kowloon. Leider noch nicht mit Sicht auf die Skyline von Hong Kong Island, aber bis dahin ist es ein Katzensprung. Denken wir. Leider hat sich unser Gedanke aber schon rumgesprochen, denn die Straße ist voll mit Menschen, zumindest dort, wo die Polizei noch nichts abgesperrt hat. Zum Ufer kommen wir wegen Überfülltheit heute leider nicht mehr, das Feuerwerk können wir maximal noch von weitem auf der Straße begutachten, sofern kein Wolkenkratzer die Sicht versperrt. So folgen wir also den Massen und finden uns irgendwann auf einer sonst dichtbefahrenen Straße wieder, auf der es nicht mehr weiter vorwärts geht. Da wir unser Gepäck zuvor in einer Mall eingeschlossen haben, laufen wir nur noch mit einzig unseren Campingstühlen rum und ziehen den ein oder anderen Neid auf uns, als wir die Stühle auspacken und uns setzen. Wir müssen uns ja maximal um Mitternacht mal kurz erheben.
Das tun wirzum Leidwesen unserer Hintermänner, die auf gute Sicht hofften, dann auch und sehen ein nicht gerade berauschendes Feuerwerk. Da gibt es in Xi'an täglich schönere zu begutachten. Allerdings sehen wir auch nur einen kleinen Teil. Zehn Minuten später ist dieses vorbei und es zieht die Massen wiedernach Hause. Und zwar fast komplett. Einzig unsere kleine Stuhlinsel mitsamt uns beiden bewegt sich nicht, bis die Blasen drücken. Man mag es kaum glauben, dass wir tatsächlich einen kleinen Flecken Erde in dieser Stadt finden, der von kaum einem Menschen berührt wird. Diese schmale Gasse wird die weitere Nacht stetiger Anlaufpunkt zum Verrichten unserer Notdurft sein.
Die weiteren Stunden platzieren wir uns vor 7eleven Supermärkten aus denen wir Getränke beziehen und mit deren Kunden wir leicht ins Gespräch kommen. Lange verweilen wir dort aber nicht, sondern führen ein Normadenleben.
Am Hafen treffen wir auf eine Gruppe Inder, die einen Koffer mit Musikanlage besitzen und von dieser Musikabspielen. Wir wohnen ihrer Freiluftdisco mehrere Tänze bei und philsophieren anschließend über Religionen. Als diese abziehen, wohnen wir zwei Obdachlosen bei. Wir sind heute schließlich auch welche, da muss man zusammenhalten.
Es ist acht Uhr, als wir gefrühstückt haben und unser Lager neben den Schließfächern in der Mall aufschlagen. Da es draußen windet und leich regnet, lässt es sich hier wohl am besten schlafen.
Ein schönes Silvester verleben wir!
Tag 307: Qujiang Ocean World.
Tag 307: Qujiang Ocean World.
Mini hat Karten für die Ocean World nicht weit vom Campus besorgt, also gehen sie, Nadine, Philipp, Thomas und ich, da wir ja frei und nichts anderes zu tun haben, doch einfach mal dahin.
Hier gibt es alles rund um den Ozean und die dort ansässige Tierwelt, viele Aquarien mit vielen Sorten unzähliger Fische, 3D-Animationen und Tier-Shows zu sehen. Beim 3D-Kino hat man wohl einen Animationsersteller, der das Meer nur aus Erzählungen kennt, die Arbeit machen lassen, denn die dortigen Lebewesen gleichen eher Aliens mit vielen Armen und meterlangen Zungen, aber das gemeine Publikum ist auch davon sehr begeistert, Hauptsache 3D.
Auch lässt sich drüber streiten, ob die Massenfischhaltung artgerecht ist, aber um es mal mit Konfuzius zu nehmen: Woher sollen wir wissen, ob der Fisch sich wohlfühlt? Er sagt es uns ja nicht. Und Krokodile und Schlangen werden gerne von Arm zu Arm gereicht, wir lässt sich nicht gerne streicheln?
Dennoch ist es schon recht imposant, was man hier aufgefahren hat an Tierarten und Aquarien. So gibt es einen Unterwasser-Tunnel, sodass man umgeben ist von Thunfischen, Haien, Schildkröten und stündlich von Meerjungfrauen, die im Abendkleid baden gehen.
Bei der Delfin und Seehund-Show begeistert mich am meisten, dass die Tiere tatsächlich Chinesisch verstehen.
Ein wenig erschrocken bin ich letztendlich nur, als ich später erfahre, dass der Braunbär in seinem tristen Betonkäfig eigentlich doch ein Eisbär sein soll, der nur sehr lange nicht mehr geduscht hat.
Abends treffen wir uns (Mini und ich brauchen in der Ocean World drei Stunden, während die anderen nach einer Stunde anrufen und fragen, wo wir bleiben) in einem Shaolin-Restaurant, indem traditionell Essen servier wird, soll heißen, der Kellner schreit zweimal, welches Essen fertig ist und der Rest der Belegschaft brüllt irgendwas wie "fertig" oder "toll" und Bieb wird aus kleinen Tonschalen getrunken.
Und dann ist er auch schon vorbei, unser letzter gemeinsamer Abend. Denn morgen geht es für Denis und mich über Hong Kong nach Thailand und wenn ich am 14. Januar wiederkomme, sind nicht mehr viele anzutreffen.
Mini hat Karten für die Ocean World nicht weit vom Campus besorgt, also gehen sie, Nadine, Philipp, Thomas und ich, da wir ja frei und nichts anderes zu tun haben, doch einfach mal dahin.
Hier gibt es alles rund um den Ozean und die dort ansässige Tierwelt, viele Aquarien mit vielen Sorten unzähliger Fische, 3D-Animationen und Tier-Shows zu sehen. Beim 3D-Kino hat man wohl einen Animationsersteller, der das Meer nur aus Erzählungen kennt, die Arbeit machen lassen, denn die dortigen Lebewesen gleichen eher Aliens mit vielen Armen und meterlangen Zungen, aber das gemeine Publikum ist auch davon sehr begeistert, Hauptsache 3D.
Auch lässt sich drüber streiten, ob die Massenfischhaltung artgerecht ist, aber um es mal mit Konfuzius zu nehmen: Woher sollen wir wissen, ob der Fisch sich wohlfühlt? Er sagt es uns ja nicht. Und Krokodile und Schlangen werden gerne von Arm zu Arm gereicht, wir lässt sich nicht gerne streicheln?
Dennoch ist es schon recht imposant, was man hier aufgefahren hat an Tierarten und Aquarien. So gibt es einen Unterwasser-Tunnel, sodass man umgeben ist von Thunfischen, Haien, Schildkröten und stündlich von Meerjungfrauen, die im Abendkleid baden gehen.
Bei der Delfin und Seehund-Show begeistert mich am meisten, dass die Tiere tatsächlich Chinesisch verstehen.
Ein wenig erschrocken bin ich letztendlich nur, als ich später erfahre, dass der Braunbär in seinem tristen Betonkäfig eigentlich doch ein Eisbär sein soll, der nur sehr lange nicht mehr geduscht hat.
Abends treffen wir uns (Mini und ich brauchen in der Ocean World drei Stunden, während die anderen nach einer Stunde anrufen und fragen, wo wir bleiben) in einem Shaolin-Restaurant, indem traditionell Essen servier wird, soll heißen, der Kellner schreit zweimal, welches Essen fertig ist und der Rest der Belegschaft brüllt irgendwas wie "fertig" oder "toll" und Bieb wird aus kleinen Tonschalen getrunken.
Und dann ist er auch schon vorbei, unser letzter gemeinsamer Abend. Denn morgen geht es für Denis und mich über Hong Kong nach Thailand und wenn ich am 14. Januar wiederkomme, sind nicht mehr viele anzutreffen.
Tag 306: Saige Computercity.
Tag 306: Saige Computercity.
Philipp geht wahrscheinlich wöchentlich hin und alle sind von ihr begeistert, nur ich bin bisher nicht dem Hype gefolgt und in die Saige Computercity gepilgert. Zwar habe ich iPod und PSP dort erworben, besser gesagt erwerben lassen, aber selber bin ich maximal vorbeigefahren.
Da mein Laptop-Akku mittlerweile maximal noch zwei Minuten hält und auch der meines neuen Mobilfunktelefons von der Leistungsstärke stark zu wünschen übrig lässt, schnapp ich mir heute mal Thomas und trete mit ihm den Gang an.
Die Computercity besteht aus vielen großen, vierstöckigen Gebäudekomplexen, die gespickt sind mit vielen kleinen Ständen, die Elektronik sämtlicher Firmen verkaufen. Leider werden Originalfabrikate auch nur zu Originalpreisen verkauft, Billigfabrikate sind nicht unbedingt von bester Qualität und wegen Preisabsprache ist ein Handeln schlecht möglich (jeder Stand besitzt ein Heftchen mit Anfangs- und Mindestpreis), dennoch wird man hier garantiert fündig. So kriege ich einen Laptop-Akku für ein Fünftel der Preisempfehlung des Herstellers, der zumindest vom Gehäuse dem Original in nichts nachsteht, einen Akku für das Mobilfunktelefons und ein Ladekabel und obwohl ich eigentlich jeweils sehr schnell fündig werde, verbringen wir fast den ganzen Nachmittag.
Aber nun habe ich eigentlich alles, was ich noch benötigte und somit wird mein erster Besuch wahrscheinlich auch mein letzter bleiben.
Philipp geht wahrscheinlich wöchentlich hin und alle sind von ihr begeistert, nur ich bin bisher nicht dem Hype gefolgt und in die Saige Computercity gepilgert. Zwar habe ich iPod und PSP dort erworben, besser gesagt erwerben lassen, aber selber bin ich maximal vorbeigefahren.
Da mein Laptop-Akku mittlerweile maximal noch zwei Minuten hält und auch der meines neuen Mobilfunktelefons von der Leistungsstärke stark zu wünschen übrig lässt, schnapp ich mir heute mal Thomas und trete mit ihm den Gang an.
Die Computercity besteht aus vielen großen, vierstöckigen Gebäudekomplexen, die gespickt sind mit vielen kleinen Ständen, die Elektronik sämtlicher Firmen verkaufen. Leider werden Originalfabrikate auch nur zu Originalpreisen verkauft, Billigfabrikate sind nicht unbedingt von bester Qualität und wegen Preisabsprache ist ein Handeln schlecht möglich (jeder Stand besitzt ein Heftchen mit Anfangs- und Mindestpreis), dennoch wird man hier garantiert fündig. So kriege ich einen Laptop-Akku für ein Fünftel der Preisempfehlung des Herstellers, der zumindest vom Gehäuse dem Original in nichts nachsteht, einen Akku für das Mobilfunktelefons und ein Ladekabel und obwohl ich eigentlich jeweils sehr schnell fündig werde, verbringen wir fast den ganzen Nachmittag.
Aber nun habe ich eigentlich alles, was ich noch benötigte und somit wird mein erster Besuch wahrscheinlich auch mein letzter bleiben.
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