Mittlerweile sind nur noch Ulf und ich im Wohnheim auf unserer Etage anzutreffen, alle anderen sind in ihrer Heimat oder schon ausgezogen, wie Stefan und die Singapurianerin.
Letztgenannte war so frei und hat uns als Dank für unsere erfolglosen Integrationsversuche all ihr Geschirr überlassen. Ungespühlt und noch mit leckerem Essensresten. Und alles in der Spüle gelagert. Herrlich! Unter weiteren Tellerstapeln waren richtig putzige kleine Lebewesen, Pilze und andere undefinierbare Leckereien anzutreffen. Das brachte Ulf und mich auf die Idee, diese Wesen weiter zu beobachten, einen Blog einzurichten und vielleicht eine Live-Cam. Wir haben uns aber erstmal dagegen entschieden und lieber die ganzen Teller in den Müll geworfen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meine Pläne gehen jetzt in die Richtung, aus verschiedenen Lebensmitteln verschiedene Pilze zu züchten, sie später zu kreuzen und dann den ultimativen Superpilz zu züchten. Sofern ich damit beginne, lass ich es euch wissen.
Alle anderen noch halbwegs verwertbaren Geschirrteile haben wir dann fein gesäubert, Herd geschrubbt, Müll weggebracht (und somit den guten Fruchtfliegen ihren Lebensraum geraubt) und und und. Ohhh das Eichhörnchen ist wieder vor meinem Fenster und springt fröhlich im Regen herum! Also gut, die Küche ist also wieder auf Fordermann, heute hab ich dann mal Wäsche gewaschen. Handtücher und Bettbezüge brauchen aber ihren Platz, so dass ich mal schnell drei von vier Maschinen gefüllt hab. Tut mir leid um alle anderen, aber da musste ich jetzt mal Egoist sein.
Ce soir kommt Max um hier zu nächtigen, da er morgen ins ferne Russland fährt. Vielleicht trinken wir ein Bier zusammen.
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