Du gehässiges, gemeines Wesen. Du undankbarer, krimineller Flegel. Du Naseweis, du Schelmenpack. Du erbarmungsloser Mensch ohne Herz!
Gib uns unser Brot zurück.
Es kann nicht sein, dass gutmütige Menschen, wie Jody, Max, Dirk und ich, Desnachts, derweil wir uns an unseren süßen Träumen laben, bestohlen werden von einem Bösewicht wie dir! Du nahmst uns nicht irgendeine belanglose Sache, sondern die wichtigste: Das Brot des Lebens!
Kannst du dir vorstellen, wie es ist, morgens hungrig aufzustehen, mit Schlaf in den Augen langsam unter die Dusche zu trotten, sich auf eine gesunde Mahlzeit zu freuen, die als Grundlage für einen harten Arbeitstag dient?
Natürlich kannst du dir das vorstellen.
Aber kannst du dir auch vorstellen, wie es dann ist, in die Küche zu marschieren, den Tee aufzusetzen, den Tisch liebevoll einzurichten und dann mit Entsetzen, das das Herz in die Hose sacken lässt, festzustellen, dass das von dir für gutes Geld gekaufte Energiepaket namens Brot aus deinem Schrank entwendet wurde? Und nicht nur aus deinem, sondern aus denen deiner Freunde ebenso? Freunde, die dir wichtig sind? Freunde, für die du nun größeres Mitleid als eigenen Hunger empfindest?
Nein, das kannst du nicht. Sonst wärst du zu dieser Wahnsinnstat nicht bereit.
Brotdieb, sofern du das liest:
Nimm es dir zu Herzen!
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