Montag, 16. Juli 2007

Sommer, Katze, Erleichterung, Mathe

Am heutigen Montag hatte ich das Vergnügen, meine Mathekenntnisse aus dem Leistungskurs nochmal zu bestätigen in Form einer Prüfung, für die ich mich Vorkenntnissen entsprechend vorbereitet habe; sehr sehr wenig. Ich konnte mich im Skript immer nur noch bestätigen, dass ich zwar nicht alles hundertprozentig weiß, aber dass mir jenes Wissen reicht. Stattdessen habe ich mich am Wochenende, das wider Ankündigungen doch sehr gespickt mit Partys war.
Am Freitag bat beispielsweise der Dirk schon ab vier zum Grillen. Und danach ist es eigentlich typisch, dass man für's Lernen keinen Kopf mehr findet, für's Bier aber ständig einen. Bis zwei war ich dann wach, vier Bier oder so waren es, über den Abend hinweg. Also eigentlich kein Problem.
Das Problem war das schlechte Gewissen, das mich plagte. Und zwar schlich sich dieses in meine Träume und verwischte meine Gedanken so sehr, dass ich den Eindruck hatte, extrem betrunken gewesen zu sein und Kopfschmerzen wurden für die Nacht auch simuliert. Furchtbar.
Samstag habe ich dann allerdings schon gut was gelernt, so sieben Stunden, nehm ich an. Dann ging's runter zum Belal, ein bisschen PlayStation spielen und ja, Bier zu trinken. Aber nur zwei. Und als ich dann eigentlich schon wieder ins Bett verschwinden wollte, weil Belal und Dirk in die Stadt wollten, hab ich mich doch noch aufgemacht und bin zu einer Hausparty aufm Campus gegangen. Schön war's da auch. Bis drei.
Gestern, am Sonntag war dann verabredete Kühlschrank-Übergabe, um 10 Uhr. Wie die ablief, steht im Post hier drunter. Gelernt habe ich dann ca sechs Stunden, dann lud der Dirk nochmal zu Burger King, danach tat ich nochmal eine Stunde so, als würde ich mich mit Mathe befassen und dann ging's wieder zum Belal, aber nur zum PlayStation spielen.
Nun, um halb zwei habe ich danna uch geschlafen. Aber unruhig. Das Gewissen schon wieder. Und dann kam des nachts auch noch der blöde Rollerfahrer vom Nachbarhaus wieder, der vor meinem Fenster zehn Minuten brauchte, um seinen neuen, schönen Roller in die Schutzhülle zu packen. Könnte ja auch regnen, ist klar. Und irgendwie hat sich in den frühen Morgenstunden auch gleich noch eine blöde Katze ins Haus eingeschlichen, die aufmal panisch wurde, da sie keinen Ausgang mehr fand.
Gott segne Jakob dafür, dass er sie nach einigem Kampf nach draußen lotsen konnte.
Als ich dann endlich wach wurde, war da dieses Kribbeln im Bauch. Der Dirk musste ja ausziehen, der Besuch des Hausmeisters stand noch bevor und ob ich jetzt wirklich genug für Mathe getan hatte, konnte ich mir immer noch nicht vor Augen führen. Und heiß war es. Ich mochte kaum essen. Der Hausmeister ließ nämlich immer mehr auf sich warten. Und dann kam er. Wortlos ging er mit Dirk in dessen Zimmer. Und sie redeten eine gefühlte Stunde miteinander.
Und fröhlich kamen beide wieder raus. Der Dirk hatte dem Hausmeister nämlich mit köstlichem Wein aus seiner Winzer-Familie beschenkt, so dass diesem die Tränen in die Augen schossen und ein klarer Blick auf die Spuren des Kühlschranks nicht mehr möglich war.
Dann stand nur noch Mathe an. Trotz einer Radtour von maximal 300 Metern zur HdM kam ich durchgeschwitzt dort an. Warum kann der Fahrtwind sowas denn nicht verhindern?
Das Highlight war dann allerdings, dass wir einen schönen Prüfungsraum mit Sonnenseite hatten. Ein Gedicht und eine Meisterleistung, neben dem Rechnen der nun nicht sonderlich schweren Prüfung die ganzen Schweißtropfen aufzufangen, bevor sie die Blätter erreichten um in diesen die Zellstofffasern aufzuquellen.
Die Prüfung lief dennoch ganz gut, aber eine eins werde ich wohl nicht ergattert haben.
Schade, aber so ist das Leben.

oeRque

4 Kommentare:

  1. Ich finde du solltest deine Prioritäten nun endlich setzen:
    Weniger Lernen, mehr Bier!
    Lernen ist meiner Meinung genauso überbewertet wie Hygiene (oder wie man das schreibt). Du bist alt genug um das endlich selber zu erkenn. Außerdem bist du nur einmal jung, dein Vati wird es verstehen, deine Mutti bestimmt nicht, aber zum Glück leben wir noch(!) in der "männerwelt"..
    Ind diesem Sinne, Prösterchen..

    Fabian

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  2. Hehe, wie sagt man so schön: Fleiß ist die letzte Zuflucht des Versagers.

    Ihr habt Recht, die Macht des Bieres wird mich geleiten durch ein Studium voller Feiern.

    Großartig.

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  3. ich weiss nicht, aber in mir tummeln sich gefühle die ich nun mal loswerden will.
    Bier: gut!
    Lernen: medium!
    Dirk: grausam!

    Der besticht den Hausi doch, das liegt doch ganz klar auf der Hand. Erst nen Deep Throat und dann ne Pulle Wein, das ist doch genau deren Masche!

    Seht euch vor!

    Torben

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