Unter meinem letzten Beitrag stand ein Kommentar, ich würde auf Aktualität keinen Wert legen. Sowas kann ich nicht auf mir sitzen lassen, also werde ich mich jetzt äußern, wozu auch immer.
Die Woche meines großen Gewinns, also die letzte, verlebte ich voller Glücksgefühle, stets auf der Suche nach Partnerinnen, allerdings ließ der Erfolg zu wünschen übrig.
Am Donnerstag sollte es sich eigentlich ändern, es stand nämlich die legendäre S-Bar-Party an (bei der ich schon zweimal war, immer viel Spaß hatte, jedoch auch den einen oder anderen Stress mit dem Thekenpersonal, da sie ihr Pfandgeld nicht voll zurückzahlten.. aber das ist Schnee von gestern). Nun, die Party war toll, auch da wir uns aus Geiz schon vorher in unserer Partyküche in Stimmung brachten. Ich machte viele Fotos mit Frauen, die ich an diesem Wochenende Oma vorlegen werde, damit sie mit auswählen darf, wer zu mir passt. Ich merkte, dass viele Frauen es toll fanden und mich gerne näher kennengelernt hätten, aber keine traute sich, gegen Hilde (Name von der Redaktion geändert), die sich meiner annahm und mich belagerte, anzutreten. Somit hatte ich ein längeres Gespräch mit ihr, musste aber erklären, dass ich wegen einer privaten Geschichte noch nicht bereit für etwas Neues sei und so.. (wär schön, wenn ihr das im Notfall einfach mal bestätigen könntet..).
Ich verabschiedete mich irgendwann desnachts, als die grellen Lichter der S-Bar (ist übrigens unsere Cafeteria, sollte ich vielleicht noch anmerken) angingen und ging noch in die Wunderbar, eine schöne Lokalität auf dem Campus.
Dort war aber auch relativ schnell Schluss und ich begab mich nach Hause, alleine. Ins Bett. Es war fünf oder so.
Um zehn wurde ich von viel Lärm aus der Küche geweckt. Der Umut und der Simon und der Stefan diskutierten über irgendwas und ich gesellte mich in meinem Schlafgewand dazu, blieb auch gleich lange Zeit da. Frühstück funktionierte tadellos, aber ein wenig müde war ich schon noch. Also legte ich mich um zwölfe nochmal hin, für eine Stunde, danach stand Mittag an und dann Chinesisch. Aber das kurze Anruhen sollte ein großer Fehler sein.
Als ich erwachte war mir übel, meine Spaghetti konnte ich nur langsam essen und die Hälfte wegschmeißen, weil ich schon wieder zu spät zu Chinesisch wäre. Auf dem Weg zur HdM überlegte ich, ob ich noch kotzen sollte, aber der Anstand und der nüchterne Kopf sagten: Nö.
Also schlich ich mich in die Vorlesung. Es war die Hölle. Ich - normal Klassenprimus oder so - war dran und habe nichts mitbekommen. Stattdessen schwitzte ich kalt, stotterte rum und trank Wasser gegen die Übelkeit.
Nach einer Stunde verabschiedete ich mich mit den Worten "Ich muss weg", denn ich musste zum Flughafen. Nach drei Wochen Wasen wollte ich dem Volksfest hinterherreisen, denn der Freimarkt stand an.
Flieger war gut, ich schlief und überlebte. Richtig gut ging es mir erst beim späten Konterbier in der Bahn von Stuttgart. Der Abend galt der Familie (also der Hälfte davon, schließlich bin ich Scheidungsopfer, Trümmerkind), Freimarkt natürlich.
Samstag ging ich ins Stadion und hatte die erste kleine Schlägerei meines Lebens. Nach dem tollen 2:1 durch Rosenberg gab es in der Ostkurve eine satte Bierdusche. Ich nahm es belustigt gelassen auf, aber ein HSV-Fan, der mit seinen Freunden da war, regte sich fürchterlich auf, fluchte und erklärte, dass er keinen Wert auf seine Klamotten, aber auf seine Haare legte. Dabei hatte er ne Halbglatze.
Aber gut, mein Kumpel hat auch etwas abbekommen und meinte: "Ihh gitt, jetzt habe ich diese Haake Beck-Plürre im Gesicht", worauf ich erwiderte: "Spinnst du, Haake Beck ist voll toll!". Der HSV'ler drehte sich dann zu mir und meinte, ich solle die Fresse halten, sonst gebe es was. "Was denn?" hatte ich noch nicht ganz ausgesprochen, da saß sein Handballen schon an mein Kiefer. Von mir gab's ne Faust zurück, dann griffen schon seine Freunde ein.
Später entschuldigte er sich und es gab noch ein Bier für mich, danach mitm Umweg über ne Kneipe auf den Freimarkt direkt ins Bayernzelt. Liebe Oma, auch dort habe ich viele Frauen abgelichtet, ich werde sie dir zeigen (und auch hier noch ein Album anlegen mit all den 65 Bildern).
Es war auch dort toll, ebenso danach die Halle 7, wo ich Torben auch wiederfand, mit dem Kopf aufm Tresen, nicht ganz realisierend, was so um ihn herum passierte. Naja, er wurde wieder fitter mit der Zeit und ich verlor ihn aus den Augen, hatte dennoch Spaß.
Irgendwann aber wollte ich ihn mal mit meinem Restakku schleunigst fragen, wo er sei und wann er nach Hause wollte und so weiter. Es kamen nur komische Antworten zurück, er wolle jetzt wieder reinkommen und so und dann war mein Handy auch schon aus. Ich lieh noch welche von Freunden aus, um ihn zu kontaktieren, aber es wurde stets auf mein Handy zurückgeschrieben.
Naja, das Ende des Lieds war, dass er draußen war und wer draußen war, kam nicht mehr rein. Warum auch immer.
Er wartete also bestimmt zwei Stunden, der tapfere Prachtbube, auf mich und wir konnten gemeinsam ein Taxi besteigen und einen teuren Heimweg antreten.
Sonntag beguckte ich nochmal die Niederlage meiner Mannschaft, die sehnsüchtig auf meine Rückkehr zu warten scheint. Danach flog ich zurück.
Montag war ich pumpen, den Muskelkater habe ich heute noch. Aber es bedeutet, dass ich Muskeln habe.
Nun, sonst war es das. Morgen muss ich den Chinesen hier Deutschland erklären, danach fahre ich nach Mußbach.
Prima.
Ich verbleibe mit löblichen Grüßen!
oeRque
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Hallo oeRque, ich finde es richtig gut, dass du Anmerkungen und Kritik nicht nur hin nimmst. Sondern auch versuchst etwas zu ändern.
AntwortenLöschenJa, ich bin ja auch eigentlich sehr selbstkritisch und wusste tief in mir, dass du Recht hattest.
AntwortenLöschenDu darfst dich jetzt übrigens auch outen!
Hallo oeRque,
AntwortenLöschenich bin dein ehemaliger Fußballkollege und jetztiger Mitspieler deines Vaters, Stefan
Okay Stefan, du bist ein guter! Und da du dich jetzt ja angemeldet hast, kannst du doch auch unter die Schreiber gehen..
AntwortenLöschenhey mirk!
AntwortenLöschenwer war denn diese hilde die angeblich an dire klebte? (antwort bitte in icq).
ohje, vermisse 22C schon ein wenig wenn ich das so höre (umut, simon und stefan diskutieren in der küche).
du hast den fan also zurückgeschlagen? oder war das quasi ein zusatz den du aus redaktionellen/künstlerischen gründen hinzugedichtet hast? ;)
mit nicht einen wort erwähnst du das leid, welches dein (jetzt bestimmt ehemaliger) freund sebastian an diesem abend erleiden musste.
AntwortenLöschenes ist so rücksichtslos, das ich weinen muss!
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenIch habe dieses Leid auch leider nicht mitbekommen, lediglich vom Hörensagen.
AntwortenLöschenEntschuldigung, lieber Lenny.
Und ganz besonders Entschuldigung, lieber Sebastian.
Zum Glück weiß ich, dass es dir wieder besser geht.