Freitag, 31. August 2007

Rijeka

Wie schon berichtet, sahen mein Bruder und ich uns Anfang der Woche dazu gezwungen, der vollkommenen Abhängigkeit der Natur, die uns hier zuhause im Bezug auf fließend Wasser und warme Nahrung erreicht hätte, zu entfliehen. Und wie schon erwähnt, dauerten die Pläne dafür sehr lange und endeten darin, dass wir die einst so gut ausgeklügelten über den Haufen warfen und statt nach Italien, Frankreich oder Griechenland doch nach Rijeka in Kroatien flogen.
Dienstag am frühen Nachmittag flog unsere Maschine von Hannover los, wir kamen knapp eine halbe Stunde vor eigentlichem Abflug an und hatten Glück, noch einchecken zu können, da der Flug eine halbe Stunde Verspätung hatte. Aufgrund dieses Zeitmangels mussten wir übrigens auch wieder in die viel zu teure Hochgarage fahren. Wie Torben sehe auch ich mich dazu gezwungen, sie irgendwann abzureißen. Oder einen Anschlag drauf verüben. Aber gut, erstmal wollten wir jetzt wegfliegen.
Unsere Sitznachbarn im Flugzeug erwiesen sich als Hardcore-(Alkoholiker-)Schwuchteln, die ihr Liebesnest in einer einsamen Pension auf Istrien, irgendeiner Halbinsel nahe Rijeka, beziehen wollten. Hach, begeistert waren die beiden Schnapsdrosseln, die im Flieger mit Weißwein und Gin-Tonic auf ein paar Wochen Happyness anstießen, von ihrem Kroatien, das sie jetzt das vierte Mal infolge besuchten. Während des gesamten Fluges durfte ich mir dann alles über Istrien anhören, was er erlebt hat und so weiter. Das ganze natürlich mit dieser möchtegern-verstopften Nase und ein paar albernen Lachanfällen. Romantische Hotels konnte er mir empfehlen, die Abgeschiedenheit und so weiter, natürlich all das, was unseren Budget-Rahmen deutlich sprengen würde. Totgelacht hätte er sich bei vielen Details, die ihm aufgefallen sind, zum Beispiel, dass die Stadtbusse seine alten Schulbusse seien und so.
Danach konnte er mir noch zu jeder Stadt, die TUIfly anfliegt etwas sagen. Es sei sein Job, er war nämlich Landschafts- und Stadtplaner.
Gelandet sind wir dann endlich irgendwann auf dem schönen beschaulichen ehemaligen Militärflughafen der vokallosen Insel Krk, von dort sollte es mit Bus weitergehen. Unsere Flugnachbarn sollten sich auch dort wieder neben uns setzen und weiter von Istrien schwärmen, als wollten sie uns auch dafür begeistern und indirekt einladen. Dankend haben wir durchdringen lassen, dass wir nur nach Rijeka und auch schon wieder zurück wollten.
In Rijeka ging es erstmal was essen, das fiel bei uns schließlich morgens aus besagten Gründen aus. McDonald's war wieder das Ziel, das Torben ansteuerte und als Krüppel konnte ich mich schlecht dagegen wehren.
Wer nun allerdings glaubt, in Kroatien in einem Land zu sein, das vor kurzem noch Kriegsschauplatz (also gut, ist schon etwas her) war und zudem noch im Osten liegt und daher billig sein sollte, der täuscht sich. Diese Stadt ist unwesentlich günstiger als Deutschland und somit passten die Hotels auch nicht wirklich in unseren Budget-Rahmen. Trotzdem suchten wir am Informationscomputer nach einer Lösung, irgendwo sollte nämlich eine Jugendherberge geöffnet haben, hatte ich vorher im Internet gelesen. Kaum hatten wir aber zu klicken begonnen, kam eine nette, junge Dame, hübsch dazu, allerdings mit der Peter Maffay-Gedächtniswarze (gut, dagegen gibt's ja heute auch Mittel..) zu uns und fragte, ob wir eine Sleeping Location suchten, sie hätte da was anzubieten für deutlich weniger Geld, als die Hotels. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns, das mal anzuschaun. Durch die schöne Innenstadt wurden wir geführt in zwei Nebenstraßen, landeten in einem schäbigen Hinterhof eines allten, von außen dreckigen Hauses und verschwanden in einem seiner Eingänge. Einen Stock höher durften wir in ihre Privatwohnung und dessen Gästezimmer beziehen. Sah letztendlich doch recht nett aus, mit Fenster und Ventilator und Tisch und Schrank und drei Betten. Wir löhnten im Voraus, bekamen Schlüssel und noch das Bad gezeigt. War auch akzeptabel. Die Rucksäcke konnten wir dort lassen, was nett war, denn darunter schwitzte man schon ordentlich, selbst am Abend. Wertsachen nahmen wir aber lieber mit. Sicher ist sicher. Die Mutter versicherte uns, dass wir in der Nacht kommen konnten, wann wir wollten. Sie wusste, dass wir es auf den Alkohol abgesehen haben.
Und tatsächlich, das Bier dort konnte man sich schon günstiger reden/trinken, als es womöglich am Ende war. Wir besuchten also am Abend ein paar Bars und verköstigten ein, zwei Bierchen, dazu einen günstigen Cocktail und gingen bereits um halb eins zurück um zu schlafen.
Die Nacht war allerdings eher eine Qual, denn der Ventilator brachte nichts und durch das geöffnete Fenster drang auch nichts ein. Während meiner Träume verfestigte sich in meinem Kopf die Theorie, der Ventilator würde die warme Luft immer wieder von der kalten trennen und somit einen Austausch unmöglich machen und überhaupt träge er zu einer Verkühlung bei. Also schaltete ich ihn ab, trotz Protestes von Torben. Aber gut, auch diesmal siegte er wieder gegen seinen Krüppelbruder.
Der darauffolgende (ganze) Tag war eher unspektakulär. Rijeka hat nicht viel zu bieten, außer Hitze. Aber einen Strand suchte man vergebens, trotzdem Rijeka am Meer liegt. Stattdessen gibt's einen hässlichen Hafen, viele dichtbefahrene und laute Straßen und Gulli-Gerüche. Also verbrachten wir den Tag mal hier, mal da, mussten zwischendurch ins Internet-Kaffee und noch einen Flug buchen, nämlich von Stuttgart nach Hannover zurück. Da das Internet aber nicht so fortschrittlich war, konnte es die letzte entscheidene Seite nicht öffnen und wir waren umsonst da.
Zwischendurch aßen wir noch etwas beim Subway (wirklich typisch kroatisch!) und setzten uns am Ende in nen Park, leerten ein paar Büchsenbierchen und warteten darauf, bald in einer Kneipe Werder zu gucken. Auch das war recht nett, wir gewannen, die glatzköpfigen kroatischen Fans vor uns erwiesen sich als weniger fanatisch, als befürchtet und nach ein paar weiteren Bierchen ging es durch die Stadt in einen nahegelegenen Park mit Bäumen, den wir vorher auf ner Karte ausfindig gemacht hatten. Dort wollten wir uns schlafen legen. Ein kleines Museum in diesem Park bot einen netten Eingangsbereich, den wir sofort nutzten. Ich breitete eine Decke aus und lag mich auf sie. Torben wollte sich lieber drunter legen. Sicher, die vorherige Nacht hatte ja auch gezeigt, dass man in Kroatien des Nachts öfter mal erfriert. Letztendlich sahen wir am morgen, dass er eigentlich gar keine Decke mehr hatte, sondern nur aufm Beton lag, aber es schien ja nicht gestört zu haben. Um kurz vor sechs klingelte der Wecker, mittlerweile liefen auch der ein oder andere Mensch an uns vorbei. Auf dem Weg zum Bus begrüßten wir noch unsere unmittelbaren "Nachbarn" vom Polizeirevier und um halb sieben ging der Bus Richtung Krk zurück.
Dort in der Schlange beim Check-In waren wir die fünften. Und mussten trotzdem über zwanzig Minuten warten. Ich frage mich bis heute, ob wirklich alle rechtzeitig im Flieger saßen, oder ihn wegen des Check-Ins verpasst hatten. Unsere letzten Kunas investierten wir schnell noch in das ein oder andere nichtalkoholische Getränk und freuten uns, irgendwann im Flieger zu sitzen.
In Stuttgart angekommen freuten wir uns über nette 12°C, allerdings mit Sonnenschein, bestiegen die S-Bahn und fuhren gen Uni. Dort in die HdM, schnell den Rückflug für den Nachmittag gebucht und in meine Butze, Briefkasten leeren. Erfreulich war das, neben den ganzen Spiegeln fanden sich ein paar Postkarten an und nur eine Rechnung, da war ich erleichtert. Danach schickte ich Torben mit Rad zum Einkaufen, ich bevorzugte die Dusche. Wir stanken erbärmlich.
Frisch geduscht verputzten wir schnell unsere Pizza und legten uns schlafen. Um fünf ging der Flug, für halb vier stellten wir uns den Wecker. Widerwillig standen wir gegen vier auf, mussten noch abwaschen und dann zur S-Bahn. Dort kamen wir um zehn nach vier an, verpassten natürlich die Bahn und weil das Streckennetz Stuttgart so toll ist, mussten wir ne Viertelstunde auf die nächste Bahn warten, die auch irgendwie noch langsamer zu fahren schien, als sonst.
Aber gut, um zwanzig vor fünf kamen wir im Flughafenschacht an, genau wie geschätzte tausend andere, die sich alle mit großen Koffern auf vor der einzigen Rolltreppe einreihten. Sie übersahen zum Glück den Aufzug dahinter, wir nicht und so kamen wir relativ schnell nach oben.
Eine nette Dame von TUIfly schickte uns zu einen ganz leeren Schalter, damit wir schnell durchkamen. Doch dort wurde mir aber mitgeteilt, dass man mindestens ne halbe Stunde vor Flug einchecken müsste, das wär jetzt zu spät. Nach etwas Überzeugungsarbeit akzeptierte die Pfeife hinterm Schalter dann doch, meinen Ausweis zu nehmen und kurz Kontakt mit den Leuten vom Flieger aufzunehmen. Kein Problem sei das, wir müssten nur schnell machen. Alles klar, der Herr gab meine Daten in den Computer ein und sah dann, dass wir gar nicht gelistet waren. Prima. Eine Buchungsbestätigung konnte ich an der HdM auch nicht ausdrucken, hatte somit nichts in der Hand. Ein leichtes Grinsen konnte ich im Gesicht des blöden Schaltermenschen erkennen, als er mir mitteilte, der nächste Flug würde frühestens am nächsten Morgen gehen aber für diese komischen Studententickets sowieso nicht. Cool bleiben, oeRque.
Am Informationsstand von TUI fragten wir also artig nach dem nächsten Flug und ob wir dort buchen könnten. Nein, das ginge nur online oder telefonisch, was aber schweineteuer war. Aber unten gäbe es Internet. Also gut, runter. Toll, dass der Flughafen über Wireless-Lan verfügt. Nur blöde, wenn man keinen Computer dafür dabei hat. Und das dann auch noch als "Internet" zu bezeichnen.. Naja, wir sind schleunigst wieder hochgelaufen um an den tollen Internet-Computern für den Online-Check-In mal zu gucken, was man da noch machen kann. Und siehe da, wir konnten uns einloggen. Der nächste Flug für uns wäre aber erst Sonntag gewesen. Viel zu spät, heute haben wir nämlich Mannschaftsessen und im Hinterkopf war ja immer noch das viel zu teure Parkhaus von Hannover. Aber dann sah ich es: Unter Buchungsübersicht war deutlich einzusehen, dass der Flug für heute nach Hannover wohl gebucht war für uns und die Bestätigung konnte ich widererwartens sogar hier ausdrucken (normalerweise können die TUI-Computer nämlich nichts, haben kein Papier, stürzen ab oder die Tastatur ist so kaputt, dass man oft mit nur einer Taste gleich drei weitere mittippt). Währenddessen kam die nette Dame wieder zu uns und frage, ob alles in Ordnung sei. Mit Schweiß auf der Stirn, unter den Achseln und in den Augen, was aber eher einer Träne glich und verweinter Stimme (weil noch außer Puste vom Treppenlaufen) brachte ich ein "Nein, nichts ist in Ordnung" hervor und erzählte die Story, dass wir nicht gelistet seien, obwohl ich jetzt einen Beweis hätte. Und die nette Dame wurde immer noch netter, ließ einen extra Schalter für uns eröffnet, bestätigte, dass sie uns shcon vor ner Stunde hier gesehen hätte, was ich schleunigst etwas runterkorrigierte (wegen des Gewissens.. ich kann so schlecht lügen) und auf ne Dreiviertelstunde brachte. Mittlerweile war es 16:53 und wir hatten noch sieben Minuten Zeit und auch der neue Mann am Schalter tippte uns schnell noch rein und die nette Frau funkte mit den Leuten vom Flieger und der Kontrolle, durch die wir ja auch noch durchmussten. Der blöde Mann vom Schalter gegenüber hatte zum Glück gerade Pause, konnte mit all dem nicht konfrontiert werden. Um 16:58 oder so wurde uns mitgeteilt, dass wir so schnell wie möglich zum Tor 333 sollten, dort würde schon auf uns gewartet und so. Alles klar, der Krüppel rannte also, so schnell er konnte, schmiss seinen Rucksack auf das Band zum Scannen, seine Krücken hinterher und vergaß natürlich das Portmonnaie. Das war aber nicht der Grund für's Piepen nachher, sondern vielmehr meine Schiene am Knie. Aber ich dachte mir nichts dabei, schließlich hatte ich den Krüppelbonus und wurde noch nie weiter kontrolliert, sondern wohl als einziger Passagier einfach so weitergewunken.
Nur diesmal war da so ein neunmalkluger Aufpasser. So einer, der bestimmt früher in der Schule immer gemobbt wurde. Klein und etwas pummelig. Und jetzt hatte er endlich mal etwas Macht und konnte sie ausspielen. Er ging mit seinem Handscanner meinen ganzen Körper ab, fand natürlich das Portmonnaie, ließ es nochmal durchlaufen und meinte, ich solle bitte mitkommen in die "Kabine". Schlimmstes befürchtete ich, er sah nämlich etwas gereizt aus und dann sind solche Leute bestimmt zu allem bereit. Und auch von meiner Aussage, dass geplante Abflugszeit gerade JETZT sei, brachte ihn nicht von der Maßnahme ab. In der Kabine wurde die Tür säuberlich verschlossen und ich sollte mich hinsetzen. Gründlich wurde ich nochmal abgescannt und dann betouchte er erst die Schiene und später das Bein. Sie machten nur ihren Job, sagten sie.
Gefunden hat die Nase natürlich nichts, was seine Maßnahmen gerechtfertigt hätten und somit wurde ich noch ziemlich schnell entlassen. Torben hatte derweil all meine Sachen bei sich aufgeladen und es konnte weitergehen. Auf halben Wege fiel ihm aber auf, dass er meine Jacke verloren hätte und ich hatte es nicht gesehen, trotzdem ich hinter ihm war. Er ist also schnell zurück und fand sie zum Glück. Und dann trafen wir endlich am richtigen Schalter ein, wurden als Familie Segelken begrüßt und konnten im Tunnel verschwinden. Ich freute mich bereits auf das erleichterte ironische Klatschen der anderen Passagiere, die nur auf uns gewartet hatten. Aber Pustekuchen. Natürlich waren noch längst nicht alle im Flieger und somit konnten wir auch noch etwas warten.
Verschwitzt war ich schon wieder. Und ich stank erbärmlich. Da passte es ja perfekt, dass wir nur noch B-Plätze bekamen, also in der Mitte zwischen fremden Leuten saßen. Sie tate mir leid. Zum Glück konnte ich mir eine Jacke überziehen und der Flug war nicht zu lang und Klagen kamen mir auch nicht. Auch nicht von der rothaarigen alten Hexe neben mir, die sich beschwerte, dass sie kein Getränk bekäme, obwohl das irgendwo im Internet dabei stand. Prima, für eine Dreiviertelstunde Flug braucht man auch garantiert was zu trinken. Gut, Leute wie ich, die ihre ganze Flüssigkeit durch irgendwelche Poren verloren haben, die können das gebrauchen, aber doch nicht sie. Aber gut, wir haben's überlebt und am Ende kamen wir heil in Hannover an und auch das überteuerte Parkhaus konnten wir bezahlen, wenngleich wir auch erst wieder durch den halben Flughafen laufen mussten, bis wir einen Geldautomaten fanden.
Zuhause angekommen, konnten wir sofort einen ersten Schritt in Richtung gepflegte Zivilisation feiern; Wir hatten endlich wieder einen Wasserhahn, wenngleich er auch aus dem Bidet kam. Und wir haben jetzt auch einen Duschkopf - der war bitter nötig.

Nun, jetzt habe ich wieder zu weit ausgeholt und keine Lust mehr weiter zu schreiben, aber mehr gibt es auch nicht.
Nächste Woche ist wohl Palermo dran. Das hatten die Schwuchteln ausm Hinflug nämlich empfohlen.
Ich möchte hiermit auch nochmal deutlich darauf hinweisen, dass ich nichts gegen Homosexuelle habe, lediglich gegen diese ganz warmen Brüder. Ist das politisch korrekt?

Montag, 27. August 2007

Schwere Geburt

Es war eine schwere Geburt, aber ich hab's jetzt endlich geschafft; Wir haben uns entschieden, morgen zu keinem der vier Zielen zu reisen, trotzdem ich Palermo eigentlich schon gebucht hatte (war eigentlich von allen das lohnendste). Stattdessen werden wir nun nach Rijeka reisen, dort zwei Nächte bleiben, Donnerstagmorgen nach Stuttgart reisen und am selben Tage abends wieder nach Hannover zu fliegen.
Diese blöde Planung hat mir einen ganzen Abend geraubt und ich konnte nicht lernen -> Die Reise muss sich also lohnen.

Sonntag, 26. August 2007

Stuttgart + Ziel X

Torben und ich werden am Dienstag vor unserem Erdgeschoss fliehen. Es ist ja nicht auszuhalten. Trotz angeblichen Fortschritts fehlen uns mehr lebensnotwendige Einrichtungen, als je zuvor. Das Klo haben wir noch. Und ja, es ist auch schön gefliest, das alles. Und bei Kälteeinbruch hätten wir da sogar ne Fußbodenheizung. Ja, ist prima. Dafür hätten wir bei Kälteeinbruch aber auch nur noch fließend Wasser aus der Klospülung, da der Wasserhahn draußen, unsere sonst einzige Wasserquelle, garantiert auch mit einfrieren würde.
Herd und Backofen sind jetzt auch genauso wie der Rest der Küche herausgerissen, Teller würden nur noch für ein paar Tage reichen, danach wären sie dreckig und wegen o.g. Wassermangels unsäuberbar. Einen Kühlschrank haben wir noch. im Wintergarten. Den erreichen wir aber nur, noch von außen, also indem wir erst das Haus durch die Haustüre verlassen und irgendwie durch eine Wintergartentür wieder hineintreten. Das alles ist so, weil wir in einer Woche (!) Parkett gelegt bekommen. Und das braucht auch mindestens drei Tage, bis es begehbar ist.
Das sind doch tolle Aussichten. Wer freut sich nicht über Parkett, auch wenn man keine Küche und kein Waschbecken hat?!
Eben.
Deshalb fliehen wir jetzt. Also besser gesagt am Dienstag. Ich hol den Prachtbuben zu mir nach Stuttgart. Da bleiben wir aber wohl nur einen halben oder einen ganzen Tag, gehen kurz bei Ikea shoppen und fliegen dann weiter.
Aber wohin, das wissen wir noch nicht genau. Entweder geht es nach Paris, Neapel, Palermo oder Thessaloniki. Wir können uns noch nicht ganz entscheiden, weil alles so seine Nach- und Vorteile hat;
Paris ist schön, aber wir waren schon je zweimal dort und außerdem ist es verdammt groß und teuer.
Neapel ist, ich zitiere meine Chinesin: "complicated, schoen aber dreckig", also kriminell, unübersichtlich, aber es hat auch seine schönen Seiten.
Palerm ist bestimmt schön, noch südlicher und auf Sizilien. Und das ist vielleicht auch nicht gerade so toll. Die Mafia macht uns nämlich schon ein wenig Angst!
Thessaloniki hat schöne alte Gebäude und ist heiß. Aber wahrscheinlich gerade zu heiß und das wohl von allen Seiten..

Nun werde ich mal wieder eine Abstimmung machen lassen und mich dann nach euch richten, wo ich hin soll. Vielleicht entscheide ich es aber auch über euren Kopf hinweg.

So long - oeRque

Dienstag, 21. August 2007

Stockholm

Wir sind aus Stockholm zurück und haben's überlebt!
Am Sonntag sind der Torben, der Paul und ich verdammt früh um acht Uhr aufgestanden und haben uns auf den Weg nach Hannover gemacht, um von dort den schönen Norden Europas mit dem Flugzeug zu erreichen. Gleich am Flughafenkamen mir aber Zweifel, ob ich mitfliegen sollte, denn ich hatte mich in die schöne Grit vom Eiswagen verliebt. Und sie sich, glaube ich, auch in mich. Beruhigt durch das Argument, dass ich in nächster Zeit öfters auf diesem Flughafen verkehren würde, stieg ich dann aber doch ins Flugzeug und beschloss, ihr noch einen Brief zu schreiben. Dieser wurde auf dem Rückflug auf eine Kotztüte geschrieben und später dort, wo einst der Eiswagen stand (gestern Abend nicht mehr, weil es zu spät war) niedergelegt. Jetzt warte ich heute auf eine Antwort, aber solange kann ich ja über den Ausflug berichten.
Also am Sonntag sind wir am frühen Nachmittag in Stockholm gelandet, haben dort einen viel zu teueren Bus genommen und mussten ne dreiviertel Stunde fahren, bis wir die City von Stockholm erreicht hatten. Dort angekommen schlenderten wir erstmal durch die Stadt, besuchten auf dem Büchermarkt den Stand von Scientology und einen McDonald's. Schon dort ist uns aufgefallen, dass es verdammt viele hübsche Schwedinnen gibt. Ich weiß nicht, was die auf ihrer Halbinsel so tun, Rassentrennung oder so, aber so viele Hobby-Models auf einen Haufen findet man selten. Selbst die Bedienerinnen beim Mäcces sahen bezaubernd aus und waren selbstredend alle blond. Und dick behupt. Und diese Beobachtung zog sich wie ein roter Faden durch unseren gesamten Ausflug. Großartig.
Nach einem ausreichenden Essen machten wir uns weiter auf den Weg durch die Stadt, um mal zu schaun, was es hier überhaupt gab. Die Vorbereitungen waren nämlich eher ungenügend. Bei Wikipedia hat man sich mal schnell einen Überblick auf die Sehenswürdigkeiten verschafft, ohne einen Plan zu haben, wo sie denn stünden. Und Hotels.. ja, da haben wir gelesen, dass es irgendwo eine sehr günstige, aber gute Absteige in City-Nähe geben sollte. Es sollte aber auch beim "irgendwo" bleiben.
Irgendwie sind wir eher durch Zufall beim holländischen Reichstag angekommen und öffneten uns im anliegenden schönen, wenn auch kleinen Park eine leckere Dose Duty-Free-Holsten. Naja, lass es zwei Dosen gewesen sein. In diesem Park bei schönem Wetter gefiel es uns auf der Parkbank, umgeben von windschützenden Buchenhecken so gut, dass wir uns vornahmen, auch hier die Nacht zu verbringen. Das Wort "Parkhotel" bekommt glatt eine ganz neue Bedeutung!
Nach diesem Entschluss gingen wir zurück durch die Stadt, beguckten so dies und das (nichts weltbewegendes), aßen irgendwann zu Abend im Pizzahut und gingen danach wieder in die Stadt. Diese leerte sich rasch und die Suche nach einem Tanzlokal oder einer belebten Bar, in der wir zumindest die Hälfte der Nacht mit Spaß schnell vertreiben wollten, wurde aussichtslos. Schöne Schwedinnen liefen nicht mehr rum, es wurde sehr ruhig und so begab es sich, dass wir uns einfach an die Kreuzung der Hauptstraße, die die Fußgängerzone kreuzte und zweispurig war, auf eine Bank setzten, ein paar weitere Dosenbiere, diesmal die mit wenig Alkohol behafteten Carlsbergs, tranken und zur Ablenkung darum wetteten, welches Auto schneller nach der Ampel davon kommt.
Prima war das.
Um eins machten wir uns dann zurück nach"Hause", doch da kamen wir erstmal nicht an. Ein paar Seitenstraßen vorher war doch noch was los. In einer Bar war so eine tolle Feier, zwölf Stunden Rave-Musik oder so waren angesagt. So ne komische Musik, dessen liebe Hörer auch gerne mal Pillen einschmeißen oder so. Zumindest sind die Klischees so.
War aber besser als nichts. Leider standen wir nicht auf der Gästeliste, aber weil das ganze ja auf ner Terrasse stattfand, konnte man auch auf der anderen Straßenseite auf einer weiteren Parkbank seinen Spaß haben. Wir lauschten dieser komischen Musik, Torben besorgte im SevenEleven-Laden, der 24 Stunden aufzuhaben scheint, noch ein paar Bierchen und wir beobachteten die Gäste. Die waren auch irgendwie recht stark angeheitert, redeten etwas mit uns oder gaben einfach ihren Mageninhalt in unserer Nähe preis. War auch schön. Bald darauf sollte es aber ins Hotel gehen.
Dort angekommen mussten wir feststellen, dass der makellos grüne Rasen nur so makellos grün war, weil er desnachts gesprengt wird. Unsere eigentlich auserkorene Bank wurde auch vom kühlen Nass erwischt, so dass wir eine andere in einer anderen Nische nehmen mussten. Aber die war auch verdammt bequem. Paul hatte glücklicherweise von seiner ehrenwerten Mutter eine Decke mitbekommen und somit bekamen wir auch die nötige Wärme gespendet. Herrlich, wie gut man unter solchen Umständen doch schlafen konnte. Und wir schliefen ein. Und wir träumten.
Für zehn Minuten. Dann raschelte es auf einmal bedenklich und eher wir uns versahen, rissen wir schnell unsere Decke über den Kopf. Der für unsere Bank zugeteilte Gartensprenger beschloss sich nämlich dann auch mal, anzuspringen, während die anderen ausgingen. Es blieb uns nichts anderes übrig, als unsere trockene Bank in die andere, ursprüngliche Nische zu tragen. Aber seitdem war nichts mehr so bequem, wie zuvor. Dauernd tropfte von der Hecke noch etwas auf unseren Kopf, dieselbige war nicht dicht genug, um unsere Rucksäcke, die als Kopfkissen fungierten, zu halten und die Bank, auf die wir unsere Füße legen wollten, war auch zu nass.
Nach ner viertel Stunde entschied ich, dass es so nicht weitergehen konnte und machte einen kleinen Spaziergang, um eine neue Schlafstätte zu finden. Negativ.
Somit wanderte ich durch nachts einsam und verkrüppelt durch die Straßen, während Torben und Paul sich weiterhin in den Schlaf quälten und es anscheinend auch schafften. Stockholm bei Nacht ist aber auch toll. Man sieht die Ratten vögeln, die partylustigen Damen kreischen und in den Fluss (oder sind das in Stockholm jetzt alles Seen?!) reiern, die tolle Gendarmerie um drei Uhr erscheinen und losjoggen, ohne dass sie mich Penner beachteten.. Prima.
Ehe ich mich versah, war es auch schon fünf oder so und die Sonne ging auf. Eine wahre Wohltat, da meine Füße schon recht kalt waren.
Die Sonnenstrahlen einfangend lehnte ich mich gegen eine Statue und fand noch zwanzig Minuten Schlaf, dann fanden auch Torben und Paul mich. Wir tranken ein Frühstücksbierchen (Das klingt jetzt insgesamt nach sehr viel Bier, aber das war es gewiss nicht. In echt!), aber die beiden Buben konnten auch hier auf irgendwelchen Baumaterialien toll in den Schlaf finden. Prima, ich war wieder alleine und durfte den Blicken der Leute, die auf dem Weg zur Arbeit an uns vorbeiliefen, aus Scharm ausweichen.
Gegen sieben konnte ich die beiden aber endlich wach bekommen und dazu bringen, frühstücken zu gehen.
Natürlich hatte nichts auf und somit fanden wir wieder nur im McDonald's unsere Nahrung. War aber auch nicht schlecht, weil dort wenigstens wieder hübsche Schwedinnen auftauchten. Nach anderthalb Stunden dort rumgammeln konnten wir uns aufrichten und sind wieder zu unserer Wettbank gelaufen. Torben schnappte sich gleich eine ganze und ist eingenickt, Paul und ich haben lieber im sitzen so getan, als wenn wir uns nur kurz ausruhen würden (in Wirklichkeit sind wir aber auch eingeschlafen, während die Massen an uns vorbeiliefen. Es war jetzt aber nicht so schlimm, weil es da wirklich viele Bänke gab und um uns herum viele so taten, als würden sie sich nur kurz ausruhen).
Die Sonne verbrannte uns in dieser Zeit leicht das Gesicht, was aber nicht schlimm war. Torben haben Paul und ich einfach mal da liegengelassen und wir sind haben die weitere Umgebung erkundet. In einem Schaufenster fanden wir ein Bild von Stockholm von oben und schmiedeten Pläne, was wir mit mir Krüppel denn so erreichen könnten und noch machen wollten.
Insgesamt haben wir uns dann noch dies und das angeguckt, das Stadthaus, ein paar Kirchen, nette Gassen, wieder den Pizza Hut zum all you can eat und Frauen angucken. Das ganze übrigens mit Torben, dem das Leben als Penner aber wohl am meisten gefallen zu haben schien.
Am Ende waren wir erstmal froh, wieder im Bus zu sitzen. Auch wenn dieser keine Klima hatte, konnte man ganz gut schlafen. Und laufen konnte ich auch nicht mehr wirklich, was aber weniger am Knie oder den Füßen, als vielmehr an meinen Händen lag, die langsam verkrampften vom Festhalten der Krücken und bis heute leicht wehtun.
Am Flughafen in Hannover angekommen, legte ich die besagte Kotztüte ab, denn auch die große Anzahl an Schönheiten in Stockholm konnten mich nicht von den Gedanken an Grit abbringen.
Bei den ehrenwerten Großeltern, die irgendwie noch wach waren, bekamen wir noch widerwillen ein Brot geschmiert, oder zwei, oder drei und ein Bierchen sowie eine Toilette. Das war nämlich wichtig, weil der Papa uns per Telefon mitteilte, dass wir unseres wegen neuen Fußbodenbelags nicht benutzen dürften. Und nächste Woche dürfen wir nicht die Küche benutzen. Und das, wo die Großeltern nicht da sind..
Ich glaube, da verreisen wir wieder. Besser ist das.

Fotos und Videos folgen noch irgendwann, ich muss jetzt weiterschlafen.

Mittwoch, 15. August 2007

oeRque goes Europa

Ich werde meinen Ferien jetzt doch noch einen Inhalt geben in Form eines kleinen Europa-Trips. TuiFly macht's möglich (klick drauf und so)! Somit werde ich mit Torben und voraussichtlich Paul und wer sonst noch will und kann jeweils ein All you can fly-Ticket für 2oo Euronen mal ein paar Städte unseres schönen Kontinents besuchen. Stockholm, Newcastle, Porto, Venedig, Rom, Thessaloniki, zwischendurch immer wieder Stuttgart zum Briefkasten leeren und vielleicht noch ein paar andere Städte (wahlweise auch als Ersatz für die genannten, siehe auch Karte, was sonst so möglich ist) sind vorgesehen, jeweils so zwei Tage.
Den Schlaf holen wir uns im Flugzeug oder im McDonald's oder so. Spontanität wird wichtig sein.

Ich für meinen Teil bin aufgeregt.

Und wie!

oeRque

Ps.: Vorgenommen haben wir uns, in jeder Stadt einen Tanz, einen Gegenstand oder sonstwas immer wiederholt auf Foto oder Video festzuhalten (so wie der hier). Ich werde morgen eine Umfrage starten, um herauszufinden, was ihr sehen wollt. Ich liebe mich.

Dienstag, 14. August 2007

Mein Leben...

Ich würde euch gerne mehr aus meinem Leben schreiben, aber es bringt nichts. Ich habe einfach kaum einen Inhalt. Gut, drei Mal die Woche darf ich zur Krankengymnastik. Für jeweils ne halbe Stunde was für's Beinchen tun, das sind meistens die Highlights des Tages. Ansonsten telefonier ich ab und zu nochmal mit den Großeltern, um ihnen zu erklären, warum ich am nächsten Tage mal darauf verzichten möchte, ihr (wirklich leckeres) Essen ausfallen zu lassen. Der eigentliche Grund ist, dass uns (Torben und mir) sonst nicht zugetraut wird, selbstständig zu leben und so.
Okay, so wirklich klappt das auch nicht, weil Torben immer bis drei Uhr im Bett liegt und Unterschichtenfernsehen schaut. Wie ich die Zeit so lange überbrücke, kann ich gar nicht so genau sagen. Und ich hab alleine auch keinen Bock, bzw bin auch nicht so fähig, in diesem Rohbau einer Küche mir alleine etwas zu Essen zu machen. Zum Glück gibt's ab und zu noch McDonald's. Oder die Reste von Oma, die wir immer mitbekommen. Heute haben wir es allerdings tatsächlich mal geschafft, Spachtelmasse zuzubereiten. Die Handwerker waren ganz schön neidisch, glaub ich.
Meine Bewegung schränke ich ebenfalls auf ein Minimum ein, damit die Schweißdrüse außer Betrieb bleibt und ich nicht jeden Tag das Bedürnis hab, mich zu duschen. Der Weg zu den Großeltern ist nämlich doch lästig. Leider habe ich meistens aber doch das Bedürfnis und das ist wohl auch besser so.
Sonst sind die Highlights noch, wenn die ehemaligen Erziehungsberechtigten zum Eisverzehr laden. Oder wenn.. nee, sonst gibt es nicht viel.

oeRque

Mittwoch, 8. August 2007

Duuschen

Hach, heute ist ein guter Tag. Das erste Mal seit zwei Wochen konnte ich eine Dusche genießen. Vorbei sind die Zeiten, in denen ich vor der einzigen Spüle im Haus, nämlich in der Küche am großen Küchenfenster stand und mit einem oder zwei Waschlappen versuchte, den Dreck von meinem Körper zu kriegen.
Gestern dann kamen die erlösenden Worte des Arztes. Nachdem die Fäden gezogen wurden, sollte ich noch ca 24 Stunen warten, bis ich Wasser an die Wunde lasse.
Gut, insgesamt habe ich nur 20 Stunden gewartet, aber da ich gerade bei meinen Großeltern zum Essen war, bot es sich zwangsläufig an, auch gleich unter die Dusche zu hüpfen.
Es war ein Gedicht, das warme Nass auf meine Haut prasseln zu spüren. Und weiß Gott, es glich schon an Magie, wie die einst durchsichtigen Tropfen in denen sich das Licht brach auf ihrem Weg über meinen Körper nach unten immer dunkler und opaker, am Ende fast schwarz im Ausguss verschwanden.
Göttlich.
Jetzt bin ich wieder rein und trau mich unter Menschen. Ein tolles Gefühl.

Freitag, 3. August 2007

KATZE

Nun bin ich wieder zuhause und habe gleich eine Sorge weniger. Unsere Katze. Die bettelt bei mir garantiert nicht mehr nach Futter und das ist herrlich. Stattdessen tyrannisiert er Torben, sofern ich nicht in der Nähe bin.
Das alles begab sich vorgestern. An meine Gehhilfen hat sich das Tier fast gewöhnt, da stand es vor der Katzenklappe zum "Badezimmer" (ist dessen Namen immer noch nicht würdig). Ich musste auch auf Klo und wollte somit die Klinke der Tür herunterdrücken. Da diese aber nicht wirklich fest sitzt und immer weiter von der Halterung rutscht, je öfters man sie betätigt, entglitt sie meiner Hand und fiel direkt auf des Katers Kopf. Jaulend ist dieser dann in den Wintergarten geflüchtet, wo ich hinterher bin.
Mich erspähend geriet das Tier in Panik und sprang an die Scheiben, um zu flüchten. Vergebens. Ich bin dann zur Haustüre gegangen um hier eine Fluchtchance anzubieten. Allerdings schlich sich Ginger schnell an mir vorbei und raste die Treppe hoch, wo er den Rest des Tages unter Torbens Bett schmollen sollte.
Seitdem jault er nur, wenn er mich wieder rumtrampeln hört. Wie Torben es treffend formulierte: "Hinter jeder Ecke und hinter jedem Geräusch vermutet Ginger den fiesen Cyborg mit dem dicken Arsch, einem manuellen und einem pneumatischen Fuß und 2 Handfeuerwaffen".

Prima.

Mittwoch, 1. August 2007

Kreuzbandstory

Nach einer Woche Krankenhaus mit allen Höhen und Tiefen bin ich jetzt endlich wieder entlassen und kann zuhause rumgammeln, mich von einer viel zu sorgenvollen Großmutter bekochen lassen und die Ladys mit viel gespieltem Leid in meinen Bann ziehen.
Großartig.
Alles fing letzte Woche Montag an, als ich zur Voruntersuchung durfte. Unwissend, wie ich war, parkte ich auf dem eingezäunten Parkplatz direkt vor der Klinik, der gleich mal doppelt so teuer war, wie der andere Besucherparkplatz daneben. Somit durfte ich nicht nur drei Stunden im Krankenhaus verweilen, bis alles durchgecheckt war, sondern auch noch einen Wucherpreis von fünf Euronen dafür hinblättert.
Zwischendurch wurde mir Blut abgenommen, nochmal das Knie durchgecheckt und mir die beiden Narkose-Möglichkeiten erklärt. Vollnarkose wollte ich ja, aber nachdem ich gehört habe, dass ich davon Halsschmerzen bekommen könnte, weil sie mir zwischenzeitlich ein Schlauch in den Rachen schieben würden, hab ich mir nochmal die Sache mit der Spinal-Dingens, also der Wirbelsäulen-Narkose angehört.
Der Arzt blühte da vollkommen auf, war sehr begeistert von dieser Variante, er würde die auch immer nehmen (da frag ich mich, ob er so verletzungsanfällig ist oder sich gerne mal betäuben lässt) und man dann auch erstmal nach der OP direkt keine Schmerzen verspüren und so weiter. Man bekommt nur eine kleine Spritze in den Wirbelsäulen-Wasserkanal. Nur wenn sie das Rückenmark treffen würden, wär ne Lehmung sehr wahrscheinlich... egal, die nehm ich doch. Seit meiner Zahnarztstory bin ich eh davon begeistert, bei OPs live dabei zu sein.

Als ich Mittwoch ankam, dachte ich, ich würde maximal zwei Tage bleiben, weil mir die Ärzte Hoffnung machten, dass das Kreuzband noch zu gebrauchen war und nur etwas zusammengeflickt werden müsste, weil ich mich ja ansonsten sehr gut bewegen könnte und so. Später sollte sich herausstellen, dass es nur anderen Innen- und Außenbänder zu verdanken gewesen sei, weil diese so schön straff waren. Und natürlich, weil ich so muskuliert bin, nahm ich an.
Es ging dann auch recht schnell. Als ich meinen Schrank gepackt hatte, kam eine der reizenden Schwestern und meinte: Ausziehen. "Lady!?" erwiderte ich, aber mir wurde zugesichert, dass ich die Unterbüchse anbehalten dürfte. Sie tat mir leid.
Die Beruhigungstablette nahm mir sämtliche Aufgeregtheit und mit geiler Kopfbedeckung und diesen tollen OP-Hemden, die hinten offen waren und bei jedem Aufstehen einen Blick auf meinen Rücken und meinen geilen Arsch freigaben bedeckt ging es dann mit meinem Bett zum Narkose-Machen.
Meine chronische leichte Angst vor Spritzen hatte ich eigentlich schon überwunden, seit ich mir am Tag zuvor die Thrombose-Spritze selber setzen durfte. Aber im Narkose-Raum hieß es einfach mal "Jugend forscht" und ein Arzt-Gehilfe kam zu seinem großen Tag. Ich attestierte ihm eine hervorrangende Leistung, auch wenn er erst nach einigen Kontakten der Nadel mit meiner Wirbelsäule und anderen Knochen beim sechsten Versuch den richtigen Kanal fand. Aufbauen muss man die Leute ja, sonst haben sie ein Leben lang Angst davor.
Im OP-Saal bekam ich an meine Linke einen Monitor gestellt. Fernsehen. Geil. Ab Bauchnabel abwärts war alles betäubt und über selbigen wurde mit einem Gestell und einem Handtuch eine kleine Wand gebildet, damit ich nicht ganz auf den Doktor gucken konnte. "Endlich mal wieder richtige Männer-Beine," war der passende Kommentar zu meinen voluminösen, muskulierten Schenkeln. Und dann ging es auch schon irgendwie los, ohne dass ich was bemerkte. Der Monitor erleuchtete, allerdings war noch alles recht rot verschwommen. Nach und nach wurde klare Flüssigkeit ins Knie gepumpt und das Blut, das seit dem Unfall die Schwellung bildete, abgepumpt. Schnell erkannte man alle möglichen Knochen im Knie, die Sehnen, Bänder und so weiter. Mit einer Art Stemmeisen wurden die Gelenkteile auseinandergedrückt, sodass wir weiter mit dem Lichtleiter zu den Kreuzbändern kamen. Es war eine richtig schöne, kleine Erlebnistour durch den eigenen Körper. Großartig. Wie in einer Unterwasserwelt. Das hintere Kreuzband sah fabelhaft aus, aber beim vorderen stockte mir der Atem. Das war alles andere als ein Kreuzband. Das war zerfleddert wie sonstwas, glich einer Seeanemone und von einer klaren Struktur war nichts mehr zu erkennen. Mein Traum von einer kurzen OP mit leichtem Eingriff war vorbei, jetzt musste der Doktor ganze Arbeit leisten.
Der Raum, in dem ich lag, füllte sich immer mehr mit Menschen. Der Narkose-Lehrling, ein paar Arzthelfer, die über's Wochenende redeten, ein paar Schwestern, die aber älter wirkten, trotzdem ich sie unter Mundschutz und Kopfhaube kaum erkennen konnte. Zudem sprachen sie von ihren Partern, was mein Vorhaben, eine von ihnen anzubaggern, auf Eis legte.
Nun gut, der Onkel Doktor erklärte mir die weitere Vorgehensweise. Altes Kreuzband raus - Löcher bohren - Knie aufschneiden - Patellasehne (mittleres Drittel) rausnehmen (mit Knochen) - reinsetzen - zunähen - fertig.
Alles klar.
Mit einer kleinen Zange, die der Doktor durch den bleistiftdicken Tubus behutsam ins Knie einführte, begann er, das Kreuzband herauszureißen. Schien schwierig zu sein, zumindest bewegte sich mein Körper mit jedem Rupfen mit. Aber ich merkte ja nichts. Als er irgendwann nur noch abrutschte, war schwereres Gerät vonnöten. Also griff er zu einer Art Häckselmaschine, die diese Anemonen-Arme abknabberte und gleichzeitig absaugte. Putzig sah das aus.
Dann war Ruhe, der Doktor zog die Sonde wieder raus und der Monitor wurde für einige Zeit dunkler. Zwischendurch pampte man die Helfer an, die es nicht fertigbrachten, den Monitor, bzw die Sonde, ganz auszuschalten. Ich konnte nämlich bei genauem hinsehen auf dem Monitor noch den Doktor arbeiten sehen. Warum er so ein Geheimnis daraus machen wollte, wusste ich nicht.
Irgendwann wurde es laut und einige Vibrationen gingen durch meinen Körper. Man hatte mein Knie aufgeschnitten, die Patella-Sehne freigelegt und gerecht aufgeteilt und begann nun, diese mit jeweils etwas Knochen vom Schienbein und von der Kniescheibe herauszulösen. Mit Säge und Meißel.
Anschließend musste man Löcher bohren, mittem im Knie. Das allerdings blind, der Doktor sah auf dem Monitor lediglich, wo er hineintreffen sollte, aber nicht wo. Dazu bediente er sich eines Metallrings, durch den er treffen sollte. Die ersten zwei Versuche gingen knapp vorbei, der dritte saß aber perfekt. Sah ganz schön groß aus, der Bohrer. Ich sollte aber erfahren, dass das gar nicht der richtige war. Wenig später war es wieder laut und ein doppelt so großer Bohrer folgte, dieser machte auch ganz schön viel Knochenmark-Spähne. Dieses Kostbare gut wurde sogleich eingesammelt, es sollte die Löcher in Schienbein und Kniescheibe stopfen.
Um die Löcher zu kontrollieren, wurde noch ein Röntgenfoto geschossen und eine der netten Helferinnen deckte meinen Schritt mit der schweren Bleischürze. Und da da jetzt ne ebene Fläche bestand, konnte man gleich noch mehr Sachen ablegen. Zwischendurch erschrak ich noch einmal kurz bei dem Gedanken, dass ja wegen der Betäubung meine Schließmuskeln gar nicht mehr funktionieren würden, aber ich war zum Glück nüchtern und es herrschte kein zu großer Durck. Ich wollte trotzdem mal kontrollieren gehen und fragte mich sofort, warum die Mulbinden oder so unter die Schürze gelegt haben, bis mir einfiel, dass das ja nicht umsonst "Weichteile" heißt. Ganz schön übel. Und dann lag auch noch mit dem vollen Gewicht die Schürze auf sämtlichen lebenswichtigen Männerorganen.
Nach der OP tat das ganz schön weh..
Nun gut, die Röntgen-Bilder waren anscheinend zufriedenstellend, es konnte weitergehen. Jetzt ging es daran, die Knochenstücke in die etwas kleiner geratenen Löcher zu schlagen und zu verkeilen. Wieder vibrierte mein Körper bei jedem Schlag aber das alles ging ziemlich reibungslos. Perfekt eingelocht. Jetzt noch ein paar Beugübungen und schwupps konnte zugenäht werden.
Das unbequeme Liegen auf dem Rücken machte mir mittlerweile im Steiß bereich ein paar Probleme und ich versuchte, mich irgendwie anders zu legen. Ganz schön scheiße, wenn die Beine nicht funktionieren, also versuchte ich es mit Ruck, wobei der Arzt in Panik geriet, da mein Bein wohl nicht gerade sicher auf dem Tisch lag. Aber solange ich nichts merkte, war mir das egal.
Nach anderthalb Stunden war der Spaß vorbei, ich kam ins "Aufwachzimmer", wo ich mit Abstand der munterste war. Zwischendurch kam der dort zuständige Arzt und bespritze mich am Oberkörper mit Desinfektionsmittel. "Ist nass und kalt, nä?". Ach was. Ich glaube, er wollte das tun, um zu testen, wie weit die Narkose jetzt raus wär, wurde aber bei jedem Versuch vom Telefon unterbrochen wurde.
Auf dem Weg später in mein Zimmer entstand eine hitzige Debatte mit einer Krankenschwester, die meinte, ich sei zu schwer. Meine Argumente waren aber viel überzeugender, glaub ich und sie sah es ein.
Nach drei Stunden aufm Zimmer kamen die Schmerzen, aber als echter Mann hält man die ja aus. Ich habe Tablette bekommen. Trotzdem ich so lange wie möglich dem Druck stantgehalten habe, musste ich irgendwann auf's Örtliche. Der Kreislauf war aber noch nicht so in Ordnung und so begab es sich, dass die Schwester, mich klitschnass und schneeweiß erblickend, sofot mit den Worten "Na jetzt aber schnell, ich kann sie nicht halten," ins Bett schickte. Was soll das denn heißen? Sie war jetzt auch nicht viel schlanker als ich. Das war ja rüde, wie sie mich behandelte. Aber die Wogen sollten sich glätten. Für die darauffolgende Nacht wurde mir so eine tolle Ente angeboten. Seit meiner Zeit als Zivi war ich fasziniert von diesen Taschentoiletten. Ich nahm sie dankend an und füllte sie desnachts so um drei Uhr fast ganz. Ein tolles Gefühl, das ich nie vergessen werde.
Die Tage im Zimmer waren nicht soo spannend. Ich habe ein ganzes Buch durchgelesen, das sagt wohl viel über meine Langeweile aus. Ansonsten hab ich gegessen oder geschlafen. Schlaf musste ich aus der Nacht nachholen, da ich zwei sehr starke Sägewerke neben mir hatte.
Ab und zu kam die Krankengymnastin. Sie war sehr schön und fachkundig. Ich verliebte mich spontan in sie. Die zwanzig Minuten pro Tag mit ihr vergingen viel zu schnell, wir konnten unsere Beziehung nicht sonderlich vertiefen. Mit viel Liebe bog sie mein Bein, ließ am Ende die Beinmaschine heimlich in meinem Bett, so dass ich schneller auf die 90° Beugung kommen konnte und warf mir auch sonst verführerische Blicke zu. Spätestens am letzten Tag, dem gestrigen Dienstag, als ich mich auf den Bauch legen sollte und sie aus dieser Position meine Beine beugte, sich dabei auf meinem hübschen hintern abstützte - da sie zu früh kam, lag ich nur in körper betonender Boxer-Shorts da - kam der Moment, in dem sie sich auch in mich verliebte. Aber es war zu spät. Wir mussten uns trennen.
Ich werde sie vermissen.
Der Arzt kontrollierte mich dann gestern ein letztes Mal, tastete alles ab. Es schien ihm zu gefallen, in dem entstandenen Loch der Kniescheibe rumzudrücken. Von den am Ende schnell erreichten 90° (tagszuvor waren es lediglich 65°) war er begeistert, sprach dann aber davon, dass die Weichteile noch zu sehr geschwollen seien, einen Tag sollte ich noch brauchen. "Der Arsch," dachte ich. Dann war wohl doch der das mit der Bleischürze.
Nun, heute kam ich raus. Zum Glück, konnte ich sagen, da ich meine Nachbewohner kennenlernte. Zwei Herren, alt, mit wenig Hirn aber viel Redebedarf. Binnen zwanzig Minuten kannte ich die ganze Krankengeschichte des einen.
Nach dem Sektfrühstück, in dem alle Schwestern sehr betrübt dreinschauten (es sind meinetwegen selbst die gekommen, die sonst nicht arbeiten mussten), verabschiedete ich mich und jetzt lieg ich zuhause. Auf meinem Zimmer. Und unten werden wieder Wände eingehauen.
Vielleicht sollte ich meinem Kreuzband wieder etwas antun, dann hab ich wenigstens wieder den ganzen Tag Ruhe, viel TV und Essen, dass meiner Figur mal wieder gut tun könnte.

so long. oeRque

Ps.: Insgesamt verging die Zeit allerdings verdammt schnell, unter anderem deshalb, weil mein Bruder, der Prachtbub, mich fast täglich besucht hat und mir Liebe, Trost und viel Essen gespendet hat. Dafür möchte ich ihm rechtherzlich danken!

Dienstag, 24. Juli 2007

Zuhause und im Krankenhaus

oeRque ist wieder in der Heimat, hat seine kleine 13 m²-Bude verlassen und sich auf sein tolles zuhause gefreut. Nun, die Freude erlosch sogleich beim ersten Betreten.
Ich möchte euch jetzt einmal deutlich aufzeigen, wie ich momentan hause und wie mein Bruder es schon seit Wochen tut und leidet. Der arme Bub. Dass das Jugendamt noch nicht drauf aufmerksam geworden ist. Aber seht selber:


Einladend: Der Flur von der Haustür aus zu sehen.



Das gemütliche Wohnzimmer mit toller Sitzecke:



Die Küche, da kocht man doch gerne. Das hinter dem Fenster ist übrigens der Küchenschrank. Geschickt.


Dusche und Waschbecken sollen hier auch anscheinend bald wieder stehen: Das Bad


Das Klo ist eines der besten, seiner Art. Es steht sehr sicher auf ein paar Steinen. Der schwarze Eimer stellt die Spülung dar.


Die Treppe. Auch sehr wichtig.


Und hierdurch ging es mal in mein Zimmer.





Da kann ich mich fast glücklich schätzen, morgen ins Krankenhaus zu kommen. Da bisher aber nicht feststeht, wie sehr mein Kreuzband gerissen ist, weiß ich auch nicht, wie lange ich wohl bleiben muss. Ganz schön blöd. Vielleicht komm ich ja sogar morgen schon wieder raus.
Ansonsten laufen jetzt die Vorbereitungen für einen möglichen Aufenthalt, nachher meine Henkersmahlzeit und dann eine tolle Nacht. Morgen kann ich übrigens selber bei der OP zuschaun, ich bin schon sehr aufgeregt.
Eben durfte ich mir eine Thrombose-Spritze geben. Und ich hasse doch Spritzen. Und warum muss gerade ich mir selber Metall in die Wampe rammen? Und dann blutet das nicht einmal.

Mir fehlt die Inspiration, noch mehr zu schreiben.

oeRque

Samstag, 21. Juli 2007

Befreit

Seit vorgestern bin ich wieder ein freier Mann, die Prüfungsphase ist vorbei.
Gefeiert haben wir das gleich am Donnerstag um zehn nach der Informatik-Prüfung mit Sekt bzw Bier vor der HdM, anschließend ging's in die City zum Sushi essen. Endlich konnte ich mich wieder mit etwas sehr leckerem richtig vollfressen und in zwei Stunden hat man den Vorteil, dass das Hunger-Gefühl desöfteren mal wieder einsetzt.
Danach ging's zum Denis und Philipp in die WG zur weiteren Bierverköstigung bzw zum Chillen (war nötig, da für die Informatik-Prüfung extra eine halbe Nachtschicht eingelegt wurde). Zum Abend lud Daria zur "Grillparty". Gut, das Grillen war eher Nebensache, die Früchte der Bohle sättigten schon recht gut und irgendwie war es auch nicht im Sinne des Vermieters, dass der Grill angemacht wird. Haben wir trotzdem gemacht und ihn einfach mal abbrennen lassen. Zur Kühlung dienten noch ein paar Würstchen. Anschließend galt es, eine der letzten Bahnen zu erwischen und der Luke, Christian und ich sind noch auf die Biologie-Party aufm Campus gegangen. Das sah erst nach einem Reinfall aus, entwickelte sich aber noch zu einem guten Ausklang des Abends.
Gestern sind Denis, Luke und ich zum Max aus Freiburg gefahren, um dort seinen Geburtstag nachzufeiern. Die Fahrt dahin versprach toll zu werden, gerade so konnten wir uns noch in den Zug quetschen. Glücklicherweise leerte sich der Zug schon an der Haltestelle. Der Rest der Fahrt wurde uns von einer streitsüchtigen, bestimmt (nicht nur) psychisch kranken Frau, die hinter jeder Person, die sie anstupste, einen Mörder vermutete und uns alle sowieso als Mafia-Leute, die immer auf Drogenpartys gehen und ihr die Arbeitsplätze stehlen, sowie ihrer einzahnigen Mutter, versüßt.
Der Abend war auch schön, erst galt es, im schönen St. Nikolaus im Keller eines Gasthauses ein wenig Bier zu sich zu nehmen und später nach Freiburg in eine Discothek zu fahren. Relativ spät ging's zurück zum Max um dort zu nächtigen.
Jetzt bin ich zurück und ziemlich fertig. Ich denke mal, dass diese unmenschliche Prüfungsphase mich sehr geschlaucht hat, schieb es keinesfalls auf's Bier.
Aber es soll gelohnt haben, würde ich sagen. In Werkstoffkunde gab's eine 2,7, in Chinesisch gar eine 1,7 als Endnote. Nur Rechnungswesen werde ich wohl verkackt haben, was aber natürlicherweise 100prozentig nur am Prof liegt.
Nun werde ich meine Sachen zusammensuchen, die ich für die nächsten zwei Monate in der schönen Heimat brauchen werde.

oeRque

Montag, 16. Juli 2007

Sommer, Katze, Erleichterung, Mathe

Am heutigen Montag hatte ich das Vergnügen, meine Mathekenntnisse aus dem Leistungskurs nochmal zu bestätigen in Form einer Prüfung, für die ich mich Vorkenntnissen entsprechend vorbereitet habe; sehr sehr wenig. Ich konnte mich im Skript immer nur noch bestätigen, dass ich zwar nicht alles hundertprozentig weiß, aber dass mir jenes Wissen reicht. Stattdessen habe ich mich am Wochenende, das wider Ankündigungen doch sehr gespickt mit Partys war.
Am Freitag bat beispielsweise der Dirk schon ab vier zum Grillen. Und danach ist es eigentlich typisch, dass man für's Lernen keinen Kopf mehr findet, für's Bier aber ständig einen. Bis zwei war ich dann wach, vier Bier oder so waren es, über den Abend hinweg. Also eigentlich kein Problem.
Das Problem war das schlechte Gewissen, das mich plagte. Und zwar schlich sich dieses in meine Träume und verwischte meine Gedanken so sehr, dass ich den Eindruck hatte, extrem betrunken gewesen zu sein und Kopfschmerzen wurden für die Nacht auch simuliert. Furchtbar.
Samstag habe ich dann allerdings schon gut was gelernt, so sieben Stunden, nehm ich an. Dann ging's runter zum Belal, ein bisschen PlayStation spielen und ja, Bier zu trinken. Aber nur zwei. Und als ich dann eigentlich schon wieder ins Bett verschwinden wollte, weil Belal und Dirk in die Stadt wollten, hab ich mich doch noch aufgemacht und bin zu einer Hausparty aufm Campus gegangen. Schön war's da auch. Bis drei.
Gestern, am Sonntag war dann verabredete Kühlschrank-Übergabe, um 10 Uhr. Wie die ablief, steht im Post hier drunter. Gelernt habe ich dann ca sechs Stunden, dann lud der Dirk nochmal zu Burger King, danach tat ich nochmal eine Stunde so, als würde ich mich mit Mathe befassen und dann ging's wieder zum Belal, aber nur zum PlayStation spielen.
Nun, um halb zwei habe ich danna uch geschlafen. Aber unruhig. Das Gewissen schon wieder. Und dann kam des nachts auch noch der blöde Rollerfahrer vom Nachbarhaus wieder, der vor meinem Fenster zehn Minuten brauchte, um seinen neuen, schönen Roller in die Schutzhülle zu packen. Könnte ja auch regnen, ist klar. Und irgendwie hat sich in den frühen Morgenstunden auch gleich noch eine blöde Katze ins Haus eingeschlichen, die aufmal panisch wurde, da sie keinen Ausgang mehr fand.
Gott segne Jakob dafür, dass er sie nach einigem Kampf nach draußen lotsen konnte.
Als ich dann endlich wach wurde, war da dieses Kribbeln im Bauch. Der Dirk musste ja ausziehen, der Besuch des Hausmeisters stand noch bevor und ob ich jetzt wirklich genug für Mathe getan hatte, konnte ich mir immer noch nicht vor Augen führen. Und heiß war es. Ich mochte kaum essen. Der Hausmeister ließ nämlich immer mehr auf sich warten. Und dann kam er. Wortlos ging er mit Dirk in dessen Zimmer. Und sie redeten eine gefühlte Stunde miteinander.
Und fröhlich kamen beide wieder raus. Der Dirk hatte dem Hausmeister nämlich mit köstlichem Wein aus seiner Winzer-Familie beschenkt, so dass diesem die Tränen in die Augen schossen und ein klarer Blick auf die Spuren des Kühlschranks nicht mehr möglich war.
Dann stand nur noch Mathe an. Trotz einer Radtour von maximal 300 Metern zur HdM kam ich durchgeschwitzt dort an. Warum kann der Fahrtwind sowas denn nicht verhindern?
Das Highlight war dann allerdings, dass wir einen schönen Prüfungsraum mit Sonnenseite hatten. Ein Gedicht und eine Meisterleistung, neben dem Rechnen der nun nicht sonderlich schweren Prüfung die ganzen Schweißtropfen aufzufangen, bevor sie die Blätter erreichten um in diesen die Zellstofffasern aufzuquellen.
Die Prüfung lief dennoch ganz gut, aber eine eins werde ich wohl nicht ergattert haben.
Schade, aber so ist das Leben.

oeRque

Sonntag, 15. Juli 2007

Angst!

Liebe Familie, gut Freunde, ich lebe in Angst. Abermals.
Dieses Mal sind es keine Anrufe meiner türkischen Mitmenschen (die übrigens nur anrufen, weil ich, Eren, ein bekannter Musiker sein soll. Noch nie gesehen auf MTV) oder der Freund der Wasserstoffblondine (die übrigens wohl ausgezogen ist aufgrund der Aufgabe ihres Studiums... kein Wunder, bei der Haarfarbe..), sondern vielmehr unsere guten Hausmeister und Ordnungshüter des Wohnheims.
Und zwar ist es so, dass ich mich gütiger Weise bereit erklärt habe, Dirks Kühlschrank für das eine Semester, in dem er sich in London/England aufhalten wird, bei mir unterzustellen. Als ich hörte, dass er einen Kühlschrank überhaupt besitzt, musste ich ihm erstmal die Leviten lesen. Kühlschränke im Zimmer sind nämlich verboten, müsst ihr wissen.
Nach langer Diskussion und vielem Betteln von Dirk ("der Kühlschrank passt doch gar nicht in mein Auto") habe ich mich letztendlich weichkochen lassen. Ich habe ja auch ein Herz unter meiner beinahe stählernen Brust.
"Der Hausmeister merkt das schon nicht," hat er gesagt. "Tu den Kühlschrank in deinen Schrank, bohr ein Loch durch die Wand des selbigen," war sein Ratschlag. "Du musst auch nichts weiteres tun," meinte er. "Ich schlepp den alleine rüber, mit deinem Knie geht das doch nicht," war seine Sorge.
"Das gibt doch Schrammen aufm Boden", warnte ich.
Aber zu spät. Dirk Neunmalklug ließ sich nicht dazwischenreden und zog den guten Kühlschrank über den ganzen Flur. Und er hinterließ.. Schrammen!
Der ganze Weg des Corpus Delicti ist so klar zu erkennen, wie der schwarze Hai unter den weißen. Da kann keiner dran vorbei.
Ohh und geflucht habe ich. Doch in die Wut mischte sich immer mehr die blanke Angst vor den Konsequenzen.
Der Hausmeister wird nämlich morgen Dirks Zimmerchen begutachten kommen. Und er wird fragen, was das auf dem Boden ist. Und er wird der Spur folgen. Und diese Spur wird erstmal in meiner Zimmertüre enden. Dann wird er laut klopfen und mich schreiend zum Aufmachen auffordern.
"Ist offen", werde ich sagen. Oder ich werde nicht da sein. Oder ich werde mich verstecken. Und dann wird er den Zweitschlüssel holen. Und dann.. bin ich draußen!
Liebe Leute, es ist furchtbar. Ich habe die Vorhänge meines Zimmers zugezogen, meine Mitbewohner gebeten, aufzupassen und mich zu warnen. Bei jedem Geräusch zucke ich zusammen, kann mich auf das Lernen gar nicht mehr konzentrieren. Ich werde noch versuchen, den Kühlschrank irgendwie unterm Bett zu verstecken.
Und was macht Dirk? Er ist dort draußen auf dem Flur. Mit seinen Eltern. Sie räumen weiter sein Zimmer aus. Und sie lachen.

Haben die gar kein Herz?

oeRque

Montag, 9. Juli 2007

Physik

Mit Physik habe ich jetzt die wahrscheinlich schwerste Prüfung schon hinter mir und sie lief erstaunlicherweise fast gut. Große Zweifel am Bestehen habe ich nicht, die Hälfte der Punktzahl werde ich alleine schon dadurch, dass ich überall was hingeschrieben habe, zusammengewurschtelt haben.

Nu bin ich froh.

In Werkstoffe habe ich übrigens eine 2,7 geschrieben, das ist ja auch schonmal was. Und in Chinesisch lässt sich die Prof schon ein wenig Zeit. Das geht doch nicht, denke ich, aber was soll man tun?

Ich lerne nun mal für die nächsten drei Prüfungen.

Herzlichst - ich.

Sonntag, 8. Juli 2007

Abiball vom Prachtbub

Dieses Wochenende hatte mein Bruder, der Torben, ein wahrer Prachtbub seinen großen Tag; es war Abiball angesagt. Dieses Event konnte ich mir trotz Prüfungsphase natürlich nicht entgehen lassen, da Abibälle erstens immer cool sind und zweitens waren die anderen anwesenden genau die, die ich durch meine Anzeige in der Abizeitung angesprochen hatte. Nun wollte ich doch mal meine Resonanz abholen.

Der Abend war großartig, die Stimmung war gut, obwohl mich meine anstehende Physik-Klausur teilweise leicht bedrückte. Das Bier half mir aber, sie so schnell wie möglich zu vergessen.

Ich will jetzt auch gar nicht mehr sagen, nur so viel, dass die Fotos jetzt online sind.

Rechts nämlich!

oeRque

Freitag, 6. Juli 2007

Investition in die Zukunft

Ich habe übrigens letztens in (eine gemeinsame) Zukunft investiert; Ich habe meinen Besteck/Gedeck-Bestand von einem Teller auf gar drei (plus einen kleinen Pokemon-Teller) und Messer und Gabel von je zwei auf fünf aufgestockt!
Jetzt könnte ich sogar eine Dame - oder zwei - zum Essen einladen!
Bisher profitier ich allerdings lediglich dadurch, dass ich nicht mehr so oft abwaschen muss.
Ist auch was schönes.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Kreuzband und so

Gelobt sei Bremen!
Da hier in Stuttgart ja alles so lange dauert und aufgrund der Berge wohl andauernd Kreuzbänder reißen, habe ich mich wie gesagt für eine OP in Bremen entschieden.
Und aufmal geht alles ganz schnell. Ich werde mich jetzt also schon am 23.7. zur Voruntersuchung ins Krankenhaus begeben, am 25. wird die OP stattfinden. Somit habe ich danach genug Zeit, mich vom Brüderle pflegen zu lassen. Oder von wem anders. Und meine letzte Klausur wird auch nicht drunter leiden, nehm ich an.

Ich lerne jetzt weiter Physik. Was heißt lernen, ich wiederhole nur, denn ich hatte ja schon alles einmal.

oeRque

Dienstag, 3. Juli 2007

Kernspint

Heute war endlich mein großer Tag!
Ich durfte zur Kernspintomographie gehen, auf die ich so lange gewartet habe.
Es war irgendwann im Mai, ich war beim neuen Arzt meines Vertrauens (dachte ich) wegen meines oft zitiertem Kreuzbandes. Der Herr Doktor sah nichts auf den Röntgenbildern, war sich aber sicher, dass da ein Riss drin war. Ich sollte nur jetzt schleunigst noch zur Kernspint gehen, weil ja auch noch der Knochen kaputt sein könnten und dann müsste ich auf jeden Fall Krücken benutzen und so. Der Arzt war übrigens ein Arsch.
Einskommfünf Monate später habe ich endlich den Termin bekommen und wahrgenommen. Ich durfte auch nur ca eine Stunde im Wartezimmer warten und danach fünfzehn Minuten still liegen in der Röhre (was übrigens verdammt schwer ist, weil man sich immer einredet, dass mein Knie jetzt unbedingt bewegt werden müsste oder dieser oder jener Zeh das Bedürfnis verspürt, mal eben zu zucken). Darüberhinaus wurde mir mitgeteilt, dass ich nochmal eine Überweisung vom blöden Arzt bräuchte, da meine momentane ausm letzten Quartal sei. Toll, jetzt darf ich auch noch deren Termin-Engpässe büßen.
Letztendlich haben einfach nur nochmal bestätigt, was mir schon klar war. Vorderes Kreuzband wahrscheinlich ganz durch, Knochen und so aber gut.
Morgen geh ich dann mal zum blöden Doktor und werde ihm klarmachen, dass ich gerne in Bremen operiert werden möchte.

Warum ich euch das erzähle weiß ich nicht. Vielleicht, um nicht zu lernen.

oeRque

Montag, 2. Juli 2007

Prüfung Werkstoffe

War ganz gut, glaube ich. Also zweifeln am Bestehen tu ich nicht, aber ne 1 wird's auch nicht, dafür wurde dann doch zu viel gefragt, wo ich mir unsicher war.
Jetzt lern ich Physik. Ne ganze Woche lang. Dann muss das auch klappen!

Freitag, 29. Juni 2007

Referat Werkstoffe

Mittwoch musste ich wie gesagt ein Referat in Werkstoffe halten.
Da es irgendwie reinpasste, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ein wenig Werbung in eigener Sache mit einzubringen.

Aber seht selbst (die unwichtigeren Teile habe ich einfach mal rausgeschnitten..)



Kam insgesamt ganz gut an, glaub ich. Leider war meine Professorin am Ende mehr darauf bedacht, klarzustellen, dass sich die Frauen auch Frauen suchen könnte..

Dienstag, 26. Juni 2007

笔试中文考试 - schriftliche Chinesisch-Prüfung

War einfach. Statt angedachten 60 Minuten war ich nach 20 eigentlich fertig und habe noch zehn Minuten alibimäßig drin rumgeschaut.

Was ich gelernt hatte, konnte ich, was nicht, das nicht. Das waren aber nur so eins, zwei Sachen.
Ich bin guter Hoffnung!

Nun muss ich mein Referat vorbereiten, dass wir statt zu siebt jetzt nur noch zu zweit vortragen, da wir von einigen im Stich gelassen werden.

Der Verdacht, dass uns pro Monat einer verlässt, hat neue Nahrung bekommen. Zwar sind wir schon seit zwei Monaten fast ohne Komilitonen-Verlust, doch nun fehlen schon seit zwei Wochen zwei so ziemlich spurlos und waren heute auch nicht bei der Prüfung.
Der eine war beim G8-Protest in Rostock. Entweder ist er dort verschollen, oder seine Vogelspinnen in seinem Zimmer sind ihm zum Verhängnis geworden.

Bis späterle.

oeRque

Donnerstag, 21. Juni 2007

Umut Update

Es bahnt sich an, dass uns zum nächsten Semester vier nette Mitbewohner verlassen. Zwei stehen schon fest, zwei suchen noch etwas anderes. Ich wage zu bezweifeln, dass es an mir liegt.
Umut und ich sind seither kräftig am Pläneschmieden und Regeln aufstellen. Wir wollen es dann nämlich so richtig gut hier haben.
Das steht uns auch zu!







Neuigkeiten und so

Heute mal kurz, was in letzter Zeit so passiert ist:

Es kann sprechen!
Unser geliebter Mitbewohner, der Grieche, der, den wir rausmobben wollten, hat es geschafft: Seine ersten Sätze sind gesprochen und so gleich kann man auch schon fast mit ihm umgehen!
Alles tat sich zu, als da am letzten Mittwoch, glaub ich, das Sommerfest unseres Wohnheims stattfand (das mit den Sommerfesten geht hier so rum, in letzter Zeit fand jede Woche mindestens eins von einem anderen Wohnheim statt - gut für's Lernen!). Um bei diesem Fest nicht zu viel Geld zu verbraten, haben wir uns in der Küche zusammengesetzt zum Warm-Up, im Volksmunde auch Vorglühen genannt. Und der Grieche ist einfach mal nachm Essen da sitzen geblieben und machte keine Anstalten zu gehen (Ist ja auch nicht schlimm. Wir sind ja tolerant. Wirklich.). Getrunken hatte er auch erstmal nicht, bis wir ihn fragten, ob er denn nichts wollte. Bier mochte er nicht, sagte er, Ouzo sei sein Leben. Aber den trinkt man nicht alleine, sagt er.
Aber gut, da wir ja sehr offen für alles sind, boten wir ihm an, etwas mitzutrinken.
Nun, wir tranken auch jeweils so 80 ml, galten in den Augen des Griechen aber wohl als Verlierer. Der hatte nämlich in der Zeit eines meiner großen Gläser geleert. So 400 ml oder so.
Und dann tat er es. Es sprudelte förmlich aus ihm heraus! Er philosophierte über Ouzo und Trinkgebräuche, wehrte sich vehement, als man Ouzo als Schnaps bezeichnete und war auch sonst voller Lebenslust.
Prima.
Am nächsten Tag war damit aber schon fast wieder Schluss.

Dirk wo immer rülpsen tut kann waschen!

Da mein Mitbewohner, der Dirk, meistens (fast) nur nach Hause fährt, um seine Klamotten gereinigt zu bekommen ("Das kann Mutti machen, die Freut sich"), kann man ihn fast als unselbstständig bezeichnen. Fast. Da er aber erstens in der Prüfungsphase nicht nach Hause kommt und zweitens im nächsten Semester in der Nähe von London ein Praktikum macht (R.I.P., Dirk), fragte er mich, ob ich ihm das mit dem Waschen nicht mal zeigen kann. Ich, stolz wie Oscar (was ich mir aber nicht anmerken ließ), sagte spontan zu und so kam Dirk zu seinem ersten Waschgang. Selbst das Aufhängen auf dem Wäscheständer vom Simon (Dirk seinen Wäscheständer benutze ich ja), klappte auf Anhieb.
Prima, ich bin stolz.

China und so.

Am Wochenende wurde ich zweimal von meiner Chinesin mit auf Partys von irgendwelchen ihrer Freunde geschleppt. War ganz cool, weil man als Deutscher fast schon Exoten-Status besaß. Ist dann gut für's Lernen von Sprachen.
Montag hab ich mit ihr gelernt und wurde für Samstag zum Abendessen geladen. Sie will kochen.
Ich glaube, sie will mich heiraten.

Rückmeldungen auf meine Anzeige.
Meine Anzeige wird gemocht, wirkt auf einige aber zu überstürzt. So schrecken anscheinend einige Damen Gerüchten zufolge beim Anblick der Rose und dem indirekten Antrag zurück, da sie sich noch nicht reif genug für eine Ehe fühlen.
Lächerlich.

HdM-Kino rockt.

Ich war gestern im HdM-Freiluft-Kino. Kino findet wohl öfters statt, das Freiluft-Kino ist allerdings eine Attraktion, die es nur einmal pro Jahr gibt.
Zu sehen gab es "Wer früher stirbt ist länger tot", eine bayrische Komödie, also auch durchgängig mit diesem hässlichen Dialekt.
Als Linguist habe ich es aber verstanden.

Lernphase wird immer konkreter.

Heute in einer Woche habe ich bereits zwei Prüfungen hinter mir. Aber wahrscheinlich sind's auch die einfachsten Prüfungen, der ganze blöde Mist folgt erst danach.
Demnach muss ich aber langsam noch ein wenig mehr ranklotzen.
Glaub ich.

Montag, 11. Juni 2007

Anzeige

Liebe Leute!

In naher Zukunft, wenn ihr durch die Zeitungen blättert, die Poster in den Bushaltestellen erspäht, die Riesenplakate an den Hochhäusern anschaut und die Werbebanner hinter den Flugzeugen studiert;

"Moment mal, den kenn ich doch!"

Richtig gedacht. Das ist oeRque, der für sich wirbt. Zum Test meiner Kampagne werde ich erstmals im Abitursmagazin von Torbens Jahrgang erscheinen und mich dann langsam an den Spiegel etc wagen, je nach Erfolg.
Damit ihr vorbereitet seid, möchte ich euch hiermit schon exklusiv meine Anzeige vorstellen.

Aber seht selbst:






Mittwoch, 6. Juni 2007

Klausurentermine

Seit gestern habe ich meine Klausurentermine:

26.6. 14.15 Uhr Chinesisch schriftlich

(27.6. 14.15 Uhr) Referat Werkstoffe

28.6. 10:00 Uhr Chinesisch mündlich
02.7. 09:00 Uhr Werkstoffe
09.7 14:00 Uhr Physik

16.7. 14:00 Uhr Mathematik

18.7. 14:00 Uhr Rechnungswesen
19.7. 09:00 Uhr Informatik
24.9. 09:00 Uhr Grundlagen Printmedien

Ich bitte zu verzeihen, dass ich in der Zeit unmittelbar vor den Prüfungen eure Feiern nicht mit meiner Anwesenheit bereichern kann (Ausnahme ist der Abiball des heiligen O'Torbolot). Ich möchte schließlich mit 1,nochwas bestehen.

Montag, 4. Juni 2007

Neues von Umut

Umut war bisher ja immer mein bester türkischer Mitbewohner. Aber jetzt wissen wir nicht, ob wir ihm noch vertrauen können.
Als wir nämlich letzte Woche freihatten, da hat irgendein Horst die Sicherung rausgedreht. Über zwei Tage waren einige Zimmer ohne Strom, was nicht schlimm wär, da sie nicht bewohnt waren zu der Zeit. Das einzige Problem lag darin, dass auch die Küche betroffen war. Und dann waren die Kühl- und Eisschränke zwei Tage ohne Strom. Und das stinkt ganz bestialisch.
Vermuten tun wir alle den Umut, weil dieser schon einmal davor den Strom rausgenommen hat. Und er hatte - neben mir (da ich so eine tolle Kühlschrank-Politik habe) - als einziger keine Lebensmittel mehr im Kühlschrank. Und das gibt uns allen so zu denken.
Aber ich mag ihn dennoch, auch, weil ich ihn noch brauche. In letzter Zeit kommen nämlich mehr Anrufe und elektronische Kurzmitteilungen aus der Türkei und ebenso türkischen Haushalten denn je.
Das nächste Mal soll er nämlich rangehen und auf türkisch irgendwas über die Mutter des Anrufers sagen.
Das wird ein Riesenspass.

Ich möchte noch einmal klarstellen, dass der Umut weiterhin mein Lieblings-türkischer-Mitbewohner ist!

Zusammenfassung des Monats Mai 2007

Montag, 7. Mai 2007

Fast vergessen!

Ich wollte euch übrigens noch sagen, dass der Umut der coolste türkische Mitbewohner ist, wo gibt. Der hat nämlich keinen Nackenspoiler und mich auch noch nie bedroht.

Toll, nä?

Sonntag, 6. Mai 2007

Kükenfest, Grillparty und so weiter

Hallo Freunde, Familie, Fans und Faninnen,












Ich habe mich entschieden, euc
h heute noch, vor meiner Exkursionswoche, über meine Aktivitäten der letzten Woche aufzuklären.
Alles begann mit dem Freitag vorm Tanz in den Mai. Genauergesagt begann es schon am Donnerstag. Da nämlich hat ja Werder gespielt
. Nicht so toll, verloren auch noch, nämlich sehr hoch. Grundsätzlich hätte ich mich in den Schlaf weinen können, um schnell zu vergessen. Tat ich aber nicht. Ich habe lieber noch ein paar Mitbewohner, den Stefan, den Simon und den Dirk in einer Kneipe in der Stuttgarter City besucht und noch ein Bierchen verköstigt. Mit der letzten Bahn ging es nach zwölfe wieder Richtung Uni, in mein geliebtes Bettchen. Pustekuchen. In der Bahn trafen wir noch den Umut, ebenfalls ein Mitbewohner, der vom Frühlingsfest auf den Cannstadter Wasen kam und noch gar nicht so ins Bett wollte. Ihm zuliebe, ja, wirklich nur für ihn, sind wir also noch in die Wunderbar, einer Campus-Kneipe gegangen und vor lauter Tischfußballspielen vergaßen wir die Uhrzeit. Um vier war ich zuhause. Wär ja auch nicht schlimm gewesen, wenn ich nicht schon um acht wieder am anderen Ende der Stadt hätte sein müssen, um meine Mitfahrgelegenheit zu erwischen. Also gut, intensive zwei Stunden Powerschlaf waren also abgesagt. Ich musste ja schließlich auch noch meinen Abwasch von der ganzen vorherigen Woche erledigen, und somit schon um sechs wach sein.
Aber man schläft
ja auch gerne mal noch ein halbes Stündchen länger. Vollkommen müde und erschöpft, sowie schon wieder verschwitzt, erreichte ich allerdings pünktlich noch meine S-Bahn. Zum Glück hatte ich noch die Zeit, sowie die Unlust (oder den Geiz?) überwunden, um mir ein Ticket zu kaufen, denn ich wurde das erste mal so richtig kontrolliert. Nun, soll vorkommen.
Der Rest ist reine Formsache; zu fünft saßen wir in einem schön geräumigen Wagen, meine Fahrerin heizte, hinten schliefen wir und so begab es sich, dass ich meinen Rucksack mit sämtlichen Skripten gar nicht mehr angepackt habe. Mag auch daran liegen, dass wir nur 5,5 Stunden bis nach Bremen gebraucht haben.
Nun, das Wochenende verbrachte ich Freitag mit Bolzen und danach erholen, Samstag mit ner Fahrradreparatur (naja, ich habe reparieren lassen und mit klugen Ratschlägen und kühlem Bier zur Seite gestanden) und einem abendlichen Geburtstag (warum waren Torben und ich da eigentlich schon wieder die letzten?); Sonntag hatte ich ein Fußballspiel (naja, ich hab spielen lassen und mit klugen Ratschlägen und kühlem Wasser zur Seite gestanden), abends Fußball geguckt (gut, wieder Frust, aber war zu früh, um ins Bett zu gehen), danach lud ich noch Sebi samt Freundin zum Grillen (naja, diesmal hab ich auch wirklich etwas mitgegrillt, nachdem die Kohle mal wieder 2 Stunden brauchte, bis sie denn glühte), Montag war Gammeltag, bis Abends, da stand Tanz in den Mai in Brinkum auf dem Programm, vorher grillen beim David aus meiner Mannschaft (komisch, dass Torben und ich auch da fast wieder die letzten waren, wobei ich schneller zuhause war, als Torben, weil ich den klugen Fehler machte, mein Fahrrad anzuschließen, ohne einen passenden Schlüssel dabeizuhaben); Dienstag hab ich nur noch mein Fahrrad abgeholt und war dann pünktlich um 16 Uhr am Cinemaxx, um meiner nächsten Mitfahrgelegenheit beizuwohnen. Diesmal habe ich mich auch wirklich intensiv mit Rechenwesen und Grundlagen Printmedien befasst, als ich allerdings gerade in so einem tollen Lernrausch war, waren wir auch schon in angekommen. Bremen Hbf - Stuttgart Hbf in 4,5 Stunden. Donnerwetter. Mittwoch und Donnerstag bin ich brav zu meinen Lehrveranstaltungen gegangen. Donnerstag Abend fand dann das Highlight eines jeden Erstsemest'lers statt: Das Kükenfest, und damit unsere "Entkükung", eine Taufe, sozusagen. Um 18 Uhr wurden wir zur HdM geladen, wo die Zweitsemest'ler uns zusammenferchten und ersteinmal mit sämtlichen Wasserwurfgeschossen nass machten. War schön. Man blieb auch ganz ruhig, da jeder, der irgendwie aufmüpfig wurde, oder keine - wie befohlen - rote Rose mitgebracht hatte in einen der beiden eigens dafür angefertigten Pranger gestellt wurde, die Fingernägel lackiert bekam und auch sonst danach nicht wirklich gut aussah. Nach und nach, nachdem jeder eine kleine Prüfung bestanden hatte, wurden wir in die HdM gelassen, wo es auch schon gleich weiter ging. Im Akkord hieß es dann: Schuhe aus, Wertsachen in diesen Beutel, dein Kürzel bitte und dieses T-Shirt anziehen.. Dann bekamen wir die Augen verbunden und wurden durch einen Parcours geführt. Erste Station Liegestütze (ich bin ja gut trainiert, mach ich doch locker.. bis gestern hatte ich aber doch noch Muskelkater), als Belohnung gab es einen Schnaps. Wodka mit Tabasco oder so. Grandios, der brennt gleich doppelt so stark. An der nächsten Station lautete die Devise, auf die Knie zu gehen und durch ein Planschbecken mit Schleim (war es Wackelpudding?!) zu robben. Danach wurden einem die Haare geschoren. Ein Glück, dass man vorher die Scheren aus dem Rasierer genommen hat, somit habe ich noch immer die Haare schön. Dann wieder trinken, Wodka mit Haferflocken. Eine Konsistenz, die bestimmt nicht nur bei mir einen starken Brechreiz hervorrief. Danach wieder durch Schleim robben, noch einen Schnaps (Wodka mit Karotten oder so!?), dann wurde man nochmal ganz mit Schleim überzogen, auch die Haare schön, dazu ein bisschen Ketschup und letztendlich die Federn. Wir sollten ja Hühner und Hähne werden, nehm ich an. Anschließend bekam man die Augen wieder freigemacht und wurde sogleich darauf fotografiert. Nach dem Austeilen der Wert-Karte für Getränke ging es in den oberen Stock. Viele wuschen sich da sofort wieder. Eine Sache, die ich, wie schon einst erwähnt, vollkommen überbewertet hielt. Auch meine Schuhe habe ich erstmal versteckt und lief noch zwei Stunden barfuß rum (als ich dann mal dringend auf's Örtchen musste, kamen sie wieder an die mittlerweile sehr dreckigen Füße). Oben gab es in den verschiedenen Vorlesungsräumen verschiedene Areas, die sich auch ziemlich schnell füllten. Am tollsten war für mich dann doch der Karaoke raum und ich sang mich mit einigen Mitbewohnern in einen Rausch. Voll in Rage ging man mit der Musik ab und missachtete (oder bekam ihn gar nicht mit?) den mahnenden Finger und die Rufe des DJ's. Und dann war es zu spät. Die Bühne ist unter den Füßen uns hüpfender, begeisterter Jungs zusammengebrochen. Was bin ich froh, dass die HdM anscheinend überall noch Reservebühnen hat. Ich hab mich da auch erstmal nicht wieder blicken lassen. Vorerst nicht.
Etwas später trafen sich alle wieder unten ein, wo es zur Masterst
rafe, diesmal mit Publikum ging. Seit Monaten wurde ich von meinen Mitbewohnern genervt, dass ich garantiert eine bekommen würde, dafür würden sie sorgen. Ich sollte mir doch schonmal die Beine rasieren, bevor das Kaltwachs kommt, ordentlich Muckis anschaffen, bevor ich strippen und dann den Flitzer spielen müsste und so weiter. Aber nichts war, es gab keine Liste, wo mein Name drauf stand. Also gut, bevor ich mich schmollend in die Ecke setze ob der nicht eingehaltenen Versprechungen der Mitbewohner, bin ich kurzerhand selber auf die Bühne getreten und hab mich freiwillig gemeldet. Die Beinrasur wurde mir erspart (hierbei kam auch nur ein Rasierer zum Einsatz), ich musste lediglich mit einem Becher zwischen den Beinen aufm Stuhl sitzen und darauf hoffen, dass mein blinder Gegenüber mit der Gießkanne auch wirklich alles trifft. Na gut, am Ende war mein Schritt nass, aber das war dann auch egal.
Als ich fertig war, ging's wieder nach oben. Dort diente ich erstmal ohne zu wissen als laufendes Werbeschild für einen Likör, den es für einen Euro zu kaufen gab. Nun, dieser Likör nannte sich aber "F*cken". War trotzdem schön, ich bin auf positive Resonanz gestoßen. Ungünstigerweise waren die Getränkewertkarten jeweils nur für 10 Euro zu kaufen. Somit hatte keine der reizenden Damen Kleingeld und ich konnte auch nicht wechseln. Um drei Uhr war dann leider schon Schluss und anstatt einer Dame nahm ich nur einen Komilitonen mit nach Hause, der seine Bahn verpasst hatte.

Mein Zimmer ist imm
er noch voller Federn, das T-Shirt und die Hose jetzt erst endlich in der Wäsche, aber insgesamt war es eine sehr coole Party.
So, ich komm dann mal zum Freitag, auch wenn ich weiß, dass ich schon wieder viel zu viel schreibe und immer noch nichts gefrühstückt habe.

Freitag bin ich pünktlich um halb zwölf wachgeworden. Pünktlich zu Informatik-Ende. Schon wieder war ich nicht da. Wie kommt man auch bloß darauf, eine Lehrveranstaltung auf einen Freitag zu legen? Ich denke aber mal, dass ich nicht der Einzige war, der diese wunderbare Vorlesung verpasst hat.

Meine Mitbewohner hatten für den Freitag Abend eine Grillparty bei uns auf dem Dach geplant. Irgendein Idiot hatte aber die Tage vorher unser Grillrost, das Runde, zum Grill passende, geklaut. Aber was wären wir für Studenten, wenn der Dirk wo immer Rülpsen tut nicht einen idealen Einfall gehabt hätte. Mit einer gewagten Konstruktion aus einem Backofenrost und zwei Gabeln trug er zu einem wesentlichen Erfolg des Abends bei.
Wir dachten allerdings schon an einen Reinfall, da der Grill wie angekündigt um sechs Uhr an war (und zwar volle Pulle) und bis um viertel nach sieben noch immer niemand da war. Dann füllte sich aber langsam der Balkon und wir waren bestimmt an die vierzig Leute. Der Grill war bis zwölf Uhr immer voll belegt. Allerdings müsst ihr euch mal vorstellen, was die Frauen gemacht haben: Die hatten wohl nichts besseres zu tun, als am Nachmittag Gemüse zu schnibbeln und einen sogenannten Salat zu erstellen. So ein Schmarrn. Das fliegt doch alles locker duch das Rost durch und ist somit ungrillbar. Aber gut.
Desnachts regnete es dann das erste mal seit Wochen. Hach, was für ein lieblicher Geruch in der Nase, den so ein frischer Regen erzeugt. Schnell war die Terrasse aufgeräumt und der harte Kern fand sich im Keller wieder. Ein armer Bursche aus dem Apartements gegenüber war auch da. Dieser Bursche hat aber den Fehler gemacht und seinen Schlüssel in der Bude gelassen. Wir, als nette Leute, wollten ihm natürlich helfen, aber nachdem seine HdM-Karte das zweite Mal im Rahmen abgebrochen ist, war klar, dass wir ihm wohl Asyl gewehren müssten. Letztendlich durfte mein schönes Feldbett wieder herhalten.
In den Apartements gegenüber wohnt auch so eine schöne Wasserstoffblondine. Allerdings lieben wir nur ihre Rückansicht, die sehr perfekt zu sein scheint. Von vorne lag sie wohl schon zu lange im Solarium oder sie hat sich erst im hohen Alter dazu entschlossen, zu studieren. Nun, in ihrer Tür steckte noch ihr Schlüssel von außen. Drinnen schien es dunkel. Und bevor da jetzt ein Einbrecher kommt, klär ich die Dame doch mal auf. Also bin ich rein. Sie schlief. Es war dunkel. Dann habe ich sie aufgeklärt, aus dem Türrahmen heraus (nachher denkt sie noch böses von mir, wenn ich mich nähere). Es kam nur ein verschlafenes "jaaaaa, danke, tschüss". Meine nettgemeinte Frage, ob ich mich zu ihr setzen soll, um sie zu unterhalten, lehnte sie dankend ab. Ich habe ihr noch eine angenehme Nachtruhe mit süßen Träumen gewünscht und verließ ihr Zimmer mit einem zarten "Ich liebe dich". War schön. Kurz darauf sind wir noch ins internationale Zentrum gegangen, da war ne Party, die aber auch schon fast zu Ende war. Eigentlich wollte ich auch nur nochmal dahin, um auf die Wackelbrücke zu gehen. Manchmal nämlich, wenn es mich nachts überkommt, dann stehle ich mich ausm Wohnheim und laufe zur Wackelbrücke, wackle ein wenig und laufe wieder zurück ins Bettchen. Das ist immer prima und ich schlafe mit einem Lächeln im Gesicht ein. Das sind meistens die schönsten Nächte.
Am gestrigen Samstag habe ich nichts gemacht. Meine Mitbewohner, die guten, waren alle mit Samt weg. Ich hätte mich zum griechischen (der Nachname lässt darauf schließen) Mathematikstudenten gesellen können. Zusammen hätten wir uns fabelhaft gegenseitig anschweigen können. So eine Pfeife. Den mobben wir bestimmt noch raus. Am Freitag war ich zweimal in seinem Kahlem raum, um ihn zu überzeugen, doch auch noch grillen zu kommen. Aber er habe "ja gar nichts zum Grillen" dagehabt. Pfeife, man kann auch so kommen. Als ich zum dritten Male reinkommen wollte, hat er irgendwas unter die Türklinke gestapelt.. Vielleicht vertraute er seiner Konstruktion mehr, als einfach abzuschließen. Man weiß es nicht.

Also habe ich nichts gemacht, außer alle chinesischen Zeichen auf Karteikärtchen zu bringen. Zum Lernen heute. Nebenbei lief Fußball, sämtliche Filme und gegessen hab ich auch noch. Letztendlich saß ich zehn Stunden daran. Ein trostloser Samstag, zumal es auch nur trüb war und öfters mal regnete.

Morgen geht es also auf Exkursion. Stellt euch mal vor: Ich muss um halb sieben am Bahnhof sein! Wie früh ich da wohl aufstehen muss.
Zum Glück viel mir heute morgen ein, dass ich noch waschen muss. Die Wäsche läuft, während ich euch schreibe. Dürfte fertig sein, und da dauernd Leute mit vollgepackten Ikea-Täschchen in den Waschraum laufen und auch ebenso vollgepackt wieder rauskommen, wär es wohl besser, wenn ich sie jetzt wieder raushole und wenigstens eine Waschtrommel freimache.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen aus dem Süden und melde mich demnächst wieder.


Mirko aka oeRque