Donnerstag, 3. April 2008

Es stinkt zum Himmel!

Ich weiß jetzt, warum meine Matratze verschwunden war! Es war pures Mitleid und zu meinem eigenen Schutze. Was sich nämlich zur Zeit in unserem Flur rumtreibt ist ein Gestank sondergleichen, ein Furz des Teufels, um es mal so auszudrücken.
Meine singapurianische Nachbarin hat nämlich jetzt ihre Klamotten gewaschen. So weit, so gut. Aber in Singapur fügt man dem vielleicht wohlriechendem Waschmittel noch etwas Patchouli hinzu. Dieses Patchouli versprüht einen Duft, sodass Insekten das Weite suchen und sich nicht in der Kleidung einnisten. Seit heute zähle ich mich also zu den Insekten.
Denn die weitere Nebenwirkung, so lautet es im Internet, ist, dass es auf Leute, die den Geruch "mögen", wie ein Aphrodisiakum wirkt.
Man darf der Dame also gar nicht böse sein - sie steht halt voll auf mich und das ist ihr natürliches Balzverhalten. Sie weiß es einfach nicht besser.
Jetzt weiß ich allerdings nicht, was ich machen soll; Ignoriere ich den Gestank, dann wird er vielleicht stärker, weil er noch nicht "wirkt". Steige ich drauf ein, denkt sie, ich steh drauf und der Gestank wird auch schlimmer. Ein verfluchter Teufelskreis. Sollte ich ihr sagen, dass es nur stinkt und nicht gut riecht? Dann fühlt sie sich vielleicht gekränkt (es könnte schließlich ihr ganz persönlicher Körperduft sein) und reist ab und das dient irgendwie nicht der Völkerverständigung.
Ich hab mir jetzt also erstmal vom Mirbach ne Pulle Febréze mitbringen lassen, die rettet mich vorerst.
Habt ihr weitere Tipps?

Dienstag, 1. April 2008

Zack!

Heute morgen...

Ratet mal was!

Montag, 31. März 2008

Multimedial

Heute durften wir im Digitaldruck (technologisches Praktikum) eigene Bilder in DIN A3 ausdrucken. Das wurde natürlich genutzt. Während die Brit Reinecke-Playboy-Reihe in meinem Besitz bleibt, habe ich folgendes Bild in der Küche aufgehängt:




Da der Titel "Multimedial" lautet, füge ich hier auch noch mein momentanes absolutes Lieblingslied an. Es handelt sich um bewegte Bilder und Ton!



Tolles Lied!
Und anstatt in der freien Mittagspause Chinesisch zu lernen, habe ich heute abermals die Küche auf Vordermann gebracht. Kommt bei den Mädels bestimmt gut an, bei meiner Chinesisch-Professorin aber wohl nicht.

Großer Mist!

Sonntag, 30. März 2008

Tipp des Tages

Ich kann jedem nur raten, morgens noch vorm Frühstück einen Topf mit Salzkartoffeln aufzusetzen. Diese kocht man, bis sie gar sind. Anschließend stellt man sie irgendwo hin, erledigt seine Arbeit und wird am Abend jedes Tages sich selbst sehr dankbar sein, weil man, mit einem Salzstreuer bewaffnet, immer wieder mal eine wegmümmeln kann.
Und dieses Gefühl ist einfach großartig!

Samstag, 29. März 2008

Nachtrag!

Ich bin im Paradies!

von Matratzen und anderen wichtigen Dingen

Es geht wieder los - abermals lebe ich in Angst, meine Damen und Herren! Diesmal sind es nicht harmlose Anrufe aus anatolischen Ländern, keine Schrammen im Fußboden, eingraviert durch einen illegalen Kühlschrank, die den Hausmeister auf die Fährte bringen könnte, nein, es wurde auch nicht nur ein Topf geklaut oder draußen Lärm gemacht in der Nacht, es ist viel schlimmer.
Über Ostern wurde doch tatsächlich meine Matratze vom Flur geklaut. Meine Ausweichmatratze, die ich immer dem Mirbach für seine Freundin leihen muss. Jetzt sieht es wohl so aus, dass ich immer auf dem Lattenrost (bequeme, vollflächige Spanholzplatte) pennen muss, wenn sie herkommt. Ich sollte den Mirbach überreden, Schluss zu machen. Meine schöne Matratze stand zwei Wochen lang im Flur vor meiner Türe, weil ich zu faul war, sie ins Zimmer zu tragen. Genug Zeit für diese kriminellen "Menschen", ihre Pläne zu machen und dann zuzuschlagen, wenn ich nichts dagegen machen kann.
Ich hoffe, meine Angst ist euch verständlich. Denn wer eine Matratze vom Flure klaut, der schreckt auch vor Mord nicht zurück!!
Die einzige Hoffnung, die ich habe, ist, dass es nur sich nur um ein Versehen handelt. Für diesen Fall habe ich einen Zettel in den Flur geklebt, auf dem auf 7 Sprachen die sinnvolle Frage "Wo ist meine Matratze" zu lesen ist.
Gemeldet hat sich noch keiner.

Nun, da ich mich nicht mehr gerne im Ghetto "Campus" aufhalte, verständlicherweise, verbringe ich die Tage hauptsächlich in der HdM, die Abende und Nächte auf irgendwelchen Partys. Ich komme immer erst dann wieder, wenn ich mir genug Mut angesoffen habe.
Donnerstag ging es in die Schräglage, Nestflucht war angesagt. War wohl die einzige Disco, die für den Tag Werbung gemacht hatte, denn es war voll wie ich später auch. Und vor allem waren nur HdM-Leute da. Für den Rücktransport wurde ein Shuttle-Bus eingerichtet. Und der war deluxe. Richtig schön mit einer Mieze, die noch Bier verkaufte. Hätte auch der Bus vom VFB sein können.
Nun gut, gestern war Chinesisch dann eine Herausforderung, die ich aber glorreich bewältigte. Abermals wurde ich als Musterschüler bezeichnet, weil ich ein angeblich schweres Zeichen konnte und gefragt, ob ich früher in der Schule nur 1en geschrieben hab. Hach, damit prahl ich gerne.
Abends ging's zur Antrittskneipe der Grafia, danach auf die Bratzen-Party von Malte. Anschließend gab es lecker Fisch bei Max, Stefan und Ben in der Küche. Heute tut es mir übrigens leid, dass wir ihren chinesischen Mitbewohner mobbten und seine Zimmertür verbarrikadierten.
Und heute geht es weiter - meine (bereits oft erwähnte) Panamanesin hat heute Geburtstag und mich gefragt, ob ich nicht auch in die Partyküche kommen wollte. Da geh ich also gleich hin mit ner schönen Flasche Sangiovese. Vorher lerne ich aber noch Spanisch via Youtube-eLearning-Videos. Thema heute: Sexualidad.

Ich kann jetzt schonmal sagen, dass es in San Francisco eine große homosexuelle Gemeinschaft gibt. Wenn das also mal nichts wird.

Dienstag, 25. März 2008

..m..m....mord!

hallo.. es, es tut mir.. es tut mir sehr leid.
ich, ich kann nicht... ich kann nicht richtig reden, ich bin am boden.. zerstört!
am späten ... oh gott ich kann nicht mehr ... am späten sonntagabend.. da habe ich den Osterhasen.. ICH HABE IHN ÜBERFAHREN!

Mittwoch, 19. März 2008

Hola!

Ich habe meine Meinung geändert und den Panamanesinnen, von denen die eine eigentlich ne Kolumbianerin ist, ausdrücklich Asyl gewehrt. Ich denke, sie werden sich in Kürze in mich verlieben.
Nachdem ich Freitag schon einmal joggen war, habe ich es heute abermals getan. Sieben Runden, diesmal ohne Pause und Hin- und Rückweg. Dann hatte ich Hunger. Aber Knie meckert kein bisschen. War außerdem sehr nettes Wetter. Ziemlich kalt, dazu Schneefall, aber auch die ganze Zeit Sonne.
In dieser Woche saß ich exakt einmal in einer "richtigen" Vorlesung (also eine, in der man nur sitzt und zuhört und mitschreibt - zum Teil recht langweilig). Der Rest war bisher immer praxisnah. Ich bin zwar immer noch sehr lange in der HdM, aber die Zeit vergeht viel schneller.
Gleich geht es schon wieder zum nächsten Projekt, wird was ganz spannendes!

In diesem Sinne:
Hasta luego

Sonntag, 16. März 2008

diese Panamanesen

Da wollte ich gerade mal den Müll rausbringen, weil der Mirbach das vergessen hat (natürlich nur aus Versehen. Ich will ihm da gar nicht unterstellen, dass er das vergessen hat, weil wir keine Müllbeutel mehr haben, oder weil ihm die Säcke zu schwer wurden, nachdem er seinen Zimmermüll noch reingefüllt hat), naja, ich habe auf jeden Fall den Müll rausgebracht und dann ist unsere Küche doch glatt von vier fremden Leuten besetzt, einem komischen Kauz und drei feine Damen, Panamanesinnen. Sie kochen da einfach drin. Die eine wohnt weiter oben, hat da aber kein freies Kühlschrankfach gefunden und jetzt nutzt sie halt unsere. Wenn die nicht so verdammt hübsch wären, hätte ich die schon längst rausgeschmissen. Vielleicht sollte ich einfach ne Gegenleistung fordern, die können nämlich recht gut kochen, glaube ich.
Nun gut. Gestern war ich in Kirchheim, Max feierte Geburtstag und somit durfte ich Führer der ersten Rally-Gruppe sein. Es ging einen Berg hoch und wieder runter mit Rätseln und Drachen und Schätzen. War ganz schön anstrengend in Halbschuhen ohne Profil auf matschigem Boden, abends war ich zumindest ziemlich müde. Meine nächste Großinvestition wird dann wohl für Wanderschuhe draufgehen.
Abends war ich erst beim Jakob, grillen, dann in der Stadt, Schräglage, dann bin ich ausgerissen und noch ins 7° gegangen und dann irgendwann zurück und es war irgendwie alles sehr anstrengend.
Chronologisch betrachtet ist es nicht korrekt, dass ich jetzt von Freitag berichte, aber ich tu es trotzdem. Freitag nämlich war ich bei Yijun, meiner Chinesin, mit der ich im ersten Semester öfter mal gelernt habe, eingeladen. Und ich war bei Jakob eingeladen. Und ich war noch auf einer 50s-Motto-Party eingeladen. Normalerweise hätte ich Probleme, mich zu entscheiden, wo ich denn hingehe, aber in diesem Falle war es recht einfach. Denn die Partys fanden im Allmandring 26 a, b und c statt - Heimspiel und nur einmal umfallen und schon ist man bei der nächsten Location.
Also war ich erst bei Yijun, als einziger Deutscher. Der Rest der Gäste bestand aus Chinesen, Polen, Tunesiern und keine Ahnung was noch, also sehr international. Die Damen haben dazu sehr lecker gekocht. Um elf ging es zur nächsten Party, war prima, ich blieb bis vier.
Die erste Semesterwoche war recht komisch. Ich musste meinen Stundenplan eigentlich selber zusammenstellen, aber es kamen immer wieder Serverausfälle und Vorlesungsverschiebungen und so weiter dazwischen. Zudem fehlen noch einige Profs für interessante Vorlesungen, die ich eigentlich belegen wollte.
Bisher alles sehr kompliziert und nervig aber da muss ich wohl durch. Dafür bin ich aber in den Schwedisch-Kurs gekommen, das freut mich.
Meine Noten stehen jetzt auch alle fest.
Dreimal 3,0
Dreimal 2,3
Einmal 2,0
Einmal 1,0
und einmal fehlt dann doch noch offiziell, aber liegt wohl auch bei 1,0.
Somit habe ich alles bestanden.

Glückwunsch auch dazu!

Dienstag, 11. März 2008

Es war so klar!

Natürlich war mir klar, dass ich heute um fünf Uhr aufwachen sollte. Und natürlich habe ich auch meinen Wecker gestellt. Und dennoch war es irgendwie klar, dass es anders kommen sollte.
Als Wecker dient jetzt schließlich wieder mein altes Handy, das noch die ein oder andere Macke mit sich trägt - wenn das Handy lautlos ist, klingelt der Wecker auch nicht. Was dann noch Krach macht, ist der Vibrationsalarm. Aber auch dieser wird deaktiviert, sobald das Handy am Ladekabel steckt. Und ja, das tat es. Und nein, natürlich beachtete ich das nicht gestern Nacht.
Somit kam es, dass fünf Uhr verging und oeRque weiter süß träumte. Es verging Viertel nach fünf und halb sechs, die nächste halbe Stunde ebenso. Um 5:50 war Treffen. Um 6:07 allerdings erwachte ich wie von der Tarantel gestochen mit einem bösen Verdacht. Ich stand schon aufrecht im Bett, als von meinem Handy ein Licht ausging, dem es zu folgen galt. Natürlich war es nicht der Wecker, sondern Hanna, die fragte, wo ich denn bleibe.
Nun gut, ne Viertel Stunde später saß ich dann im Auto und die Fahrt konnte losgehen. Zu fünft im kleinen Nissan Micra.. Wir kamen zum Glück noch pünktlich. Das heißt, nicht ganz. Wir haben kurz vorher nochmal bei MAN angerufen, wie es denn dort mit Frühstück aussähe. Hatten sie nicht. Aber zu McDonald's dürften wir auf ihre Kosten gehen. War gut.
Den Tag über beobachteten wir den Druckprozess unseres Projektes und bekamen noch ne Führung und später ein gutes Mittagessen in der Kantine. Jetzt bin ich zurück und müde, aber ich muss den Abend heute in der Küche verbringen, bis irgendwann meine neue Mitbewohnerin mal reinkommt. Ich hab sie heute schon kurz gesehen.. sie ist hübsch! Da muss man sich ja ranhalten. Jetzt müssen natürlich noch die inneren Werte zählen.
Ich halte euch auf dem Laufenden!

Semesterbeginn

Seit ich letzten Donnerstag nach Stuttgart zurückgereist bin, habe ich so einiges erlebt.
Am Freitag habe ich die Bude aufgeräumt und eingekauft, etwas Chinesisch wiederholt und gegen neun endlich (mit der letzten Möglichkeit) zwei Karten für das Spiel Stuttgart - Werder ergattert (bei ebay für 25 Euro zum Sofortkaufpreis - normal wären 28 Euronen!). Eigentlich hatte ich schon vier, für mich, meinen Papa, dem Prachtbuben, meinen Onkel und mich. Aber mein Cousin, Max, wollte auch noch mit. Das spürte ich.
Dann habe ich geklärt, wen ich als sechste Person noch mitnahm. Der Gewinner war Denis, mein schwäbischer Kommilitone. Aber er würde im Werder-Block keinen Stress machen.
Und er tat es nicht, warum auch. Er freute sich ebenso wie ich über neun Tore, theoretisch alle zehn Minuten eins. Das Spiel versüßte uns das Dinkelacker und später anderes Bier bei meinem Onkel in Kirchheim / Teck, wo ich die Nacht verbrachte. Vorm Schlafengehen passierte mir leider das fucking Malheur, dass mein Handy in die Toilette fiel. Ich weiß nicht wie, aber es ist mir auch egal, denn die Hauptsache war, dass es erst nach dem Spülen passierte. Meine Kommilitoninnen nennen es übrigens "mein Handy ist in den Tee gefallen". Klar, ist ja auch naheliegender.
Am Sonntag erwachte ich dann morgens mit ein wenig Brand, aus gutem Grund durfte mein Vater zuerst duschen.
Danach flogen wir etwas mit Max' ferngesteuerten Flugzeug im Garten (und in ca 30 Nachbargärten) herum, bevor wir auf die Idee kamen, die Burg Teck zu erklimmen. Mit meinen Schuhen ohne Profil war das auch fast kein Problem, dennoch verwunderte es mich sehr, dass mein Bruder und ich oben klitschnass ankamen, während alle anderen trocken und bei bester Kondition ankamen (gut, die letzten Wochen war mein Weg auch eigentlich nur: ausdemBett-andenSchreibtisch-indasBad-andenSchreibtisch-indieKüche-andenSchreibtisch-indasBett. Deshalb sollte ich wohl etwas mehr laufen in nächster Zeit. Oder sonst mehr Sport treiben. Heute hatte ich nämlich nen ganz schönen Muskelkater im Arsch (vom Abbremsen auf rutschigem Grund bergab), und mein Arsch ist groß, müsst ihr wissen - somit auch die Schmerzen. Abends brachte mich dann der Bube heim, da ich ja dachte, ich müsste frühzeitig bei der fucking FH sein zwecks Begrüßung der Kücken und Vorlesungen und Stundenplanzusammenstellung und so.
Dachte ich. Abends war natürlich die Homepage unser Hochschule der MEDIEN abermals down so dass das große Rätseln rumging, wann wir denn anfangen dürften.
Die Antwort war: um 14:15. Und wie der Zufall es so wollte, fielen danach die Vorlesungen auch aus. Nein, besser klingt es, dass sie erst nächste Woche beginnen. Um diese freie Zeit (und drohende Langeweile) zu überbrücken, trafen wir uns einfach fast als gesamter Studiengang (ich zähle DCB und DTB jetzt mal zusammen) einfach auf meinem Nachbardach zum Grillen. Und natürlich Trinken. Mein Frühstück waren also nach drei Bieren endlich zwei Steaks und acht Würstchen - ein Traum und meiner Figur, die in den letzten Wochen anscheinend leidete (schließlich nahm ich ne Menge ab) tat es wahrscheinlich auch gut.
Anschließend waren wir noch bei Hanna zum Weinverzehr (wie früher während der Prüfungsphase) und nun bin ich wieder hier, habe noch vier Stunden, bis fünfe, zu schlafen, weil es morgen früh zu MAN Roland geht zum Drucken unseres Drupa-Projektes.
Wird bestimmt cool. Leider verpasse ich dann wohl BWL. Spannendes Fach.

Leider werde ich nicht da sein.

Gutes Nächtle.

Donnerstag, 6. März 2008

Zurück in Stuttgart

Nachdem ich gestern noch einen ganzen Tag in der Heimat verbracht habe (mit Shoppen in Bremen, Geld verzocken im Casino...) bin ich heute leicht verspätet aufgewacht, hab meine Sachen gepackt und bin wieder nach Stuttgart gefahren. Ist schon toll, dass ich dauernd in irgendwelchen Zügen sitze, die einen fucking technischen Defekt haben.
Bei einer Stunde Verspätung habe ich natürlich meinen Anschlusszug verpasst, bin insgesamt aber doch gar nicht sooo spät angekommen. Allerdings zu spät, um noch zu Catharina, meiner Cousine, anlässlich ihres sechsten Geburtstags nach Kirchheim unter Teck zu fahren.
Stattdessen chill ich heute Abend mal in meiner Bude. Ich frage mich allerdings, wie ich in diesem Saustall gut lernen konnte. Ich muss mich schon konzentrieren, sonst brech ich mir die Füße oder hol mir Kreuzband.
Wenigstens war ich damals nicht so egoistisch und habe mir noch ein paar Bier übergelassen.
Und da muss ich sagen, das finde ich prima von mir!

Ich räum auf.

Mittwoch, 5. März 2008

London

Wie berichtet, so war ich die letzten vier Tage in London und es war pretty awesome.
Tagsüber haben wir, bzw. Montag und Dienstag ich alleine, weil das Dirkle ja arbeiten musste, reingelegt, er hatte einen Fortbildungskurs, naja auf jeden Fall hab ich da alleine die Stadt besichtigt. Abends galt es, die Pubs zu erkunden. Außer wiederum Samstag, da gab's im Dirk und Ziv'schen Haus eine Party. War recht international, eigentlich kein Engländer dabei, lediglich ein Schotte, ein paar Franzosen, Südkorea, Israel und Deutschland. Damit alle pünktlich um sechs kamen, wurde für vier Uhr geladen. Gäste kamen trotzdem recht pünktlich, so dass ich gegen halb eins recht erschöpft auf der Couch eingepennt bin. Ohne Decke und Kissen unter mir (weiß auch nicht, warum mir die geklaut wurden). Um mich herum wurde weiter Party gemacht bis fünf, davon hab ich aber nicht viel mitbekommen. Nur einmal wurde ich wach, weil ich mich selber reden hörte und das war mir recht unheimlich. Muss etwas böses gewesen sein, denn alle anderen guckten mich schweigend und mit großen Augen an. Pretty cool.
An Sightseeing habe ich folgendes abgearbeitet:
London Bridge - Fergie singt nen Song darüber. Außerdem fahren da die besten U-Bahnen
Tower Bridge - Wenn ich groß bin, bastel ich mir auch so eine schöne Brücke zu meinem Schloss
Tower of London - bin ich nur rumgegangen, Eintritt war zu teuer
Shakespear Globe - war ich auch nicht drin. Aber der Shakespear war irgendwie ein hässlicher Vogel
Tate Modern - kostenloses Kunstmuseum. Hauptausstellung war ein einziger Riss, der durch eine große leere Halle ging. Abgefahren!
St. Pauls Cathedral - Stand ich kurz vor und hab Fotos von anderen Besuchern gemacht
Covent Garden - Markt mit Schaustellern und viel Kitsch.
Greenwich - eine Lebenslüge, die sich mir dort offenbarte; Es heißt nicht, wie von meinen Englisch-Lehrern angepriesen, Grienwitsch, sondern einfach nur Grännitsch. Aber ich stand auf dem Nullten Breitengrad - in echt!
London Eye, Government Houses (Big Ben), Westminster Abbey - stehen ja alle dichtgedrängt da rum, also hab ich's schnell abgearbeitet
Buckingham Palace, St. James Park, Greenpark - Parks sind recht nett, Buckingham Palace klein, die Wachen sind megastrange. Außerdem hat sich Killer-Harry mir nicht gezeigt.
Hydepark - Schön da. Ich wurde von Crazy Squirrels, Eichhörnchen, angefallen und hatte Panik.
Oxford Street - da gibt es viele tolle Einkaufsläden
Natural History Museum - da gibt es echte Dinosauria und Chi-Chi, den tollen Panda-Bären. Ausgestopft. War kostenlos.
Camden - Stadtteil, in dem die Leute crazy unterwegs sind. Wie das Viertel in Bremen oder Kreuzberg in Berlin. Die großartige Amy Winehouse findet es hier so richtig schnuckelig.
Ja, das war wohl alles.

Ansonsten bin ich viel Tube gefahren, auch mit den Bussen, hab viel Bier probiert und mir die Füße wund gelaufen.
Ryan Air ist auch ganz nett, hatte aber auf beiden Flügen Verspätung. Hin wegen des Sturms, da hatten wir wohl Gegenwind, zurück weiß ich nicht, warum. In den Fliegern gibt es keine Fernseher, kein Audio-Programm und es wird jeweils nur grob sauber gemacht. Aber für etwas mehr als ne Stunde lässt es sich gut aushalten und der Preis entschädigt für alles.

So long,
Me.

Back from London

Seit ca. 1,5 Stunden bin ich aus London zurück. Gelandet im Schnee. Abgefahren.
In Druckverfahren I habe ich doch tatsächlich eine 1,0 geschrieben. Stolz. Man könnte mir also eigentlich auch schon so meinen Bachelor überreichen.
Über meinen Aufenthalt werde ich morgen mehr berichten.
Nur so viel: Es ist soo much fun!

Gutes Nächtle!

Montag, 25. Februar 2008

Es geht bergauf!

Nicht nur, dass ich langsam aber sicher die lästigen Viren meiner Erkältung loswerde (sie sitzen nur noch im Halse), nein, heute diagnostizierte mir der Arzt der Roland Klinik, dass ich wohl doch keinen Kreuzbandriss hätte, maximal einen winzigen Einriss des Meniskus, aber auch das könnte er nicht spüren und und da mir auch nichts weh tut, sei das zu vernachlässigen. Vielmehr fehlt es in meinem Schenkel und im Knie noch gehörig an Muskelmasse. Wenn ich die aber aufgebaut habe, so prophezeiht er mir eine glorreiche Zukunft.
Desweiteren habe ich unsere Kohlfahrt überlebt. Nun gut, war auch nicht soo schwer. Hab nur jede zweite Runde mitgetrunken, insgesamt also nicht viel. Gegen neun hab ich den Konsum ganz eingestellt, eher zufällig. Da ist nämlich schon die erste Hälfte der Gruppe gegangen. Der zweiten wollte ich mich eigentlich anschließen, um elf, aber es mangelte an Plätzen im Autowagen. Also sind Maggie und ich bis zum Ende geblieben, danach in meinen Autowagen gekrochen und haben einfach mal die Nacht darin verbracht. Hätt's mir kälter und unbequemer vorgestellt. Um halb acht morgens ging es heim.
Hab ich aber gut geschlafen.

Mehr hab ich nicht zu sagen.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Heimat = schlechtes Pflaster!?

In den letzten Tagen hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken, ob ich in Zukunft weiterhin öfers mal in die Heimat reisen sollte, oder ob hier doch nur alles gegen mich ist. In Stuttgart bin ich stets topfit und gesund, strahle aus großen Äuglein (es sei denn, die Nacht ist schon vorangeschritten), bin wohlgesättigt und genährt und die Frauen fliegen auf mich.
Komm ich dann aber mal ins beschauliche Groß Mackenstedt, so reiße ich mir entweder das Kreuzband, muss (deswegen) ins Krankenhaus, reiße mir das Kreuzband wieder oder hole mir ne schöne Grippe (wie seit Montag..). Daraus resultiert, dass meine Äuglein nicht mehr strahlen, sondern blass und klein sind, gar zugeschwollen (sie lenken glatt vom fettigen Haar ab), der Appetit geht gen Null und der soziale Kontakt lässt stark zu wünschen übrig.

Das ist doch kein Leben!?

Sonntag, 17. Februar 2008

Heimat

Seit gestern bin ich wieder in der Heimat, habe die erste Kohlfahrt dieses Jahres mitgemacht.
Was bleibt ist die Frage, was ich das letzte Jahr ohne mein Dachfenster gemacht habe.

Ich fahr zum Fußball.

Freitag, 15. Februar 2008

Finally I got it

Ich bin fertig. Finito. Aus die Maus.

Und jetzt wird gefeiert bei der Daria. Die beste Voraussetzung dafür schaffen die drei Stunden Schlaf der letzten Nacht..

Woerquelich?!

Die Luft ist raus

Scheiße verdammte.
Die letzte Prüfung steht bevor und die Motivation ist gleich null. Zumindest den Tag über gewesen.
Nun heißt es: Schlafen, denn um sechse klingelt der Wecker, der Rest eines unfassbar langen Skriptes will auch noch eingeprägt sein.

Läuft.

Ich bin ein Kraftwoerque.

Dienstag, 12. Februar 2008

Ordnung in das Chaos

Jetzt, da ich nur noch eine Prüfung, die verspricht, nicht wirklich schwer zu sein, zu schreiben habe, kann ich endlich mal wieder ein wenig Ordnung in meinen Haushalt bringen.
Meine fein säuberlichen Zettel, auf die ich wichtige Sachen für die Prüfungen gemalt habe (in Sonntagsschrift mit Skizzen und so) kann ich endlich wieder von den Wänden hängen.
Meine Wäsche, vor allem Bettwäsche und Handtücher, kann ich endlich aus dem Schrank holen und in die Waschmaschine stecken.
Meine ganze Post, die ich in letzter Zeit von der .comdirect und der DKB-Bank bekommen habe, hab ich nun endlich mal sortiert. Herausgekommen ist ein Haufen von fünf neuen Kreditkarten (zweimal Maestro, zweimal Visa und einmal ne normale .comdirect-Karte).
Die Visa habe ich gleich mal einsetzen können, da ich jetzt auch die nächsten drei Wochen vorlesungsfreie Zeit planen konnte. Vom 29.2. bis 4.3. werde ich nämlich dem Dirk in London mal einen Besuch abstatten. 23,00 Euro zahl ich insgesamt für den Flug von Bremen nach London/Stansted (obendrauf kamen nochmal 8 Euro Kreditkartengebühren.. prima!).
Nun, vielleicht ist das ganze Geld aber auch falsch angelegt, da ich unter Umständen in der Woche in der schönen Roland-Klinik wieder verweilen werde, um mich abermals flicken zu lassen. Vielleicht verschieb ich das auch einfach mal auf die Woche vor Ostern.
Aufgrund dieser Ungewissheit muss ich jetzt aber noch planen, mit was ich nächsten Samstag nach Hause reise. Wenn ich operiert werden würde, wäre ein Rucksack vorteilhaft, weil ich ja nach Stuttgart zurück wieder mit Krücken laufen würde. Dann könnte ich aber keinen Laptop mitnehmen und hätte immer Stress mit dem Brüderle, der noch meinen PC in seinem Zimmer hat, ihn aber für sich beansprucht, weil er ja irgendwann den verhandelten Verkaufspreis überweisen würde.
Irgendwann.
Hach, was ist das alles aufregend.
Jetzt wisst ihr bescheid, nä.
In der blöden Prüfung "Übungen zu Grundlagen Prepress", wo ich am Computer so ne Seite mittels Illustrator, InDesign und Photoshop herstellen musste, habe ich nur eine 3,0. Abermals schäme ich mich sehr, aber vielleicht frage ich nochmal den Prof, was da denn jetzt soo falsch war. Schließlich habe ich die gleichen Schritte gemacht, wie Daria, die holde ausgebildete Mediengestalterin neben mir. Gut, die hat auch nur eine 3,0, aber irgendwas kann da vielleicht nicht stimmen.
So, die Waschmaschine ruft.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Ihre Jeanne d'oeRque

Montag, 11. Februar 2008

Hey DJ...

... dreh die Badepantin' zurück,
mach keine Faxen,
die Buben spielen verrückt!
Die ganze Bud brennt
und ich singe im Chor:
Ich geh schlafen, ich geh schlafen, ich hau mich aufs Ohr.


Farbmesstechnik lief heute wider Erwarten sehr gut. War nach zwanzig Minuten fertig. Ich bin ein Held!

Sonntag, 10. Februar 2008

Ich...

... habe in Druck- und Druckweiterverarbeitungsmaschinen nur eine 3,0. Ich bin von mir selbst sehr enttäuscht.
Und vorgestern wurde ich im Rewe beim Weinkaufen von der hübschen Kassiererin nachm Ausweis gefragt. Mit 22 Jahren für einen Wein, den man ab 16 Jahren kaufen kann.
Heute muss ich lernen. Farbmesstechnik. Und das ist ganz schön blöd und unlögisch.
Gehabt euch!

Herzlichst,
eure Angela Moerquel

Mittwoch, 6. Februar 2008

Noten

Nach meiner 2,0 in Chinesisch habe ich jetzt auch eine 2,3 in Werkstoffe II abgeräumt.
Das nenn ich mal einen Schnitt.

Ich gratuliere allen, die heute Geburtstag haben.

Edit: Heute hab ich noch Druckverfahren I geschrieben. War einfach. Hatte die gleiche kurz vorher nochmal als Übungsprüfung (war eine aus nem anderen Semester) gemacht, der Unterschied war sehr gering.
Gibt hoffentlich wieder was gutes.

Montag, 4. Februar 2008

Die schöne Lernphase

Seit etwas mehr als zwei Wochen befinde ich mich nun in meiner Prüfungsphase und ja, es lässt sich eigentlich noch gut aushalten, auch wenn sich mein Tagesablauf sehr verändert hat.
In der ersten Woche war es noch normal. Da hatten wir zwar noch Vorlesung, die Prüfungen waren aber lediglich zweimal Chinesisch, wofür ich das Semester über stetig lerne, und am Computer (erwähnte ich bereits). In Chinesisch habe ich mich verschlechtert im Gegensatz zum letzten, aber nur um eine Noteneinheit von ner 1,7 auf 2,0.
Die Woche drauf hatte ich Geburtstag und Donnerstag und Freitag Prüfungen (Druck- und Druckweiterverarbeitungsmaschinen und Grundlagen Prepress). Lief beides gut. Für Prepress war das Lernen am Donnerstag etwas eingeschränkt, da ich Besuch von der halben Familie bekam und der Abend für's Essen in einem leckeren japanischen Restaurant (7 Gänge) drauf ging. Um halb zwölf kam ich von dort heim, lernte noch bis eins (dann hatte ich es auch eigentlich drauf) und um sechse erwachte ich wieder, zum Wiederholen. Nach der Prüfung wurde wieder gepennt, gegessen, behauptet, man müsste lernen, jedoch doch lieber die Küche aufgeräumt da ich relativ spontan zum gemeinsamen Biervernichten einlud. Effektive Lernzeit betrug also 10 Minuten. Abends Feier. Samstag morgen war im Arsch. Der Mittag auch, die Küche musste von Salzstangen und Schnapsgläsern befreit werden. Danach Essen (ui, ich kochte mal wieder sehr schön - macht ja mehr Spaß, als lernen). Essen dauert nach Feiern ja gewohnt länger.
Der frühe Abend wurde dann endlich genutzt, Werkstoffe II zu lernen. Naja, erstmal für zwei Stunden, dann essen, dann DSDS schaun. Danach weiter, bis eins.
Sonntag morgen bin ich gegen sieben wieder aufgestanden, lernte, verzweifelte, weil im Skriptum geschätzt hundert mal so viel steht, wie in den Vorlesungen, wo es eher um Politik und griechische Mythologie ging, als um Buchleinen, nahegebracht wurde. Um zehn, naja, halb elf, gönnte ich mir ne Pizza, weil Daria zum gemeinsamen Lernen bat. Die hätte mir aber auch mal sagen können, dass wir erst brunchen wollten. So nämlich kam ich erstmal zu spät, die anderen warteten also, und dann kam ich auch noch gut gefüllt. Anstandshalber und weil es so lecker war, stopfte ich mir dennoch einiges rein, danach ging das Lernen los. Diesmal in Form eines Quiz mit Frage-Antwort und wer die meisten Fragen beantworten konnte, gewann eine Wundertüte.
Ich siegte glorreich, trotzdem ich maximal die Hälfte des Skriptums gelesen hatte bis dato.
Dann Werder reingezogen. Ja, war spannend.
Dann essen, rumgammeln. Um zehn überkam mich doch das schlechte Gewissen: Gewonnen hatte ich zwar, die Fragen waren aber ja auch nicht soo schwer. ALso nochmal den Rest des Skriptums lesen -> Scheiße, hiervon und davon wusste ich ja nichts. Gelernt wurde also wieder panisch, bis halb eins. Dann ging es ins Bett, allerdings sorgten die Buletten mit viel Zwiebeln und Knoblauch gespickt, dazu Feta-Füllung, für ziemlichen Sodbrand im ganzen Bauch, verbunden mit Übelkeit. Kotzen tat ich mit Nichten.
Als ich um halb dreie endlich eingeschlafen war, klingelte natürlich das Telefon. War doch klar, dass Erens Erens alte Handynummer die Vodafone-Nummer ist, die ich jetzt für das Festnetz-Telefon habe. Der Nummerntausch war also vollkommen umsonst. Hätte Herr Voda Fone aber auch mal selber drauf kommen können.
Dieses Mal stand auch eine Nummer im Display. Und ja, jetzt kommt meine Stunde, ich werde mich rächen. Um halb drei wird nämlich heute MEIN Wecker klingeln und dann werde ich da anrufen und sie richtig zur Sau machen. Ja, jetzt ist die Zeit des oeRque gekommen.
Nun gut, um sechs erwachte ich wieder, las nochmal durch, was ich mir gestern auf sämtliches Altpapier noch groß und fett gekritzelt hatte, ging zur FH und zack - die Prüfung saß. Waren einfach meine Fragen.
Toll.
Danach same Procedure as nearly everyday und ich hab gepennt. Bis halb vier. Dann Mittagessen. Wieder ganz groß. Und weil mein Mitbewohner, der eigentlich Küchendienst hat, letzte Woche ausgezogen ist, dachte ich mir: Ach, ich habe gerade so viel Übung drin, die Küche zu putzen, dass ich das doch einfach mal übernehme. Ist ja auch schöner, als zu lernen.
Und jetzt schreibe ich lieber Blog, als für übermorgen zu lernen.

Ich hab es nicht einfach, das sag ich euch.

Aber gleich geht's wieder los. Und zwar so richtig. Druckverfahren I steht an. Nicht schwer.

Freitag, 1. Februar 2008

Sagen Sie 'Tschüss' zu Eren!

Wie ihr wisst, hatte ich gestern Geburtstag. Ich habe viele schöne Geschenke erhalten, Kuchen und Sekt von den reizenden Damen meines Studiengangs, eine High-Tech-Butterdose, Bier, n Buch, einen Schutzengel, veredeltes Papier, das man gegen Gegenstände eintauschen kann.... ja, sehr sehr schöne Geschenke. Nicht unbedingt das schönste, aber vielleicht das wertvollste Geschenk lieferte mir aber ein anderer letzte Nacht ab: Der werte Herr Voda Fone schien einen Krisenstab eingerichtet zu haben, der lange getagt und genächtigt hat, sich von der Außenwelt abschottete und stets heiß diskutierte über die Leiden des Mirko o. S.. Letztendlich schien dieser Krisenstab in der letzten Nacht eine Eingebung gehabt zu haben, es ging nur noch um formalitäten, um das Ausformulieren des Schreibens! Und heute morgen dann durfte ich es endlich lesen:

"Lieber Kunde! Hier Ihre neue Festnetznummer 0711-....* , die i.d.R. in 24 Stunden freigeschaltet wird.
Die Nummer kommt nochmal per Post.
Ihr VodafoneTeam"

* = (wird hier nicht weiter veröffentlicht, denn wer 'Eren' googlet plus die Stuttgarter Vorwahl, wird zwangsläufig auf meiner Seite landen. Und vom Intellekt her könnte ich mir vorstellen, dass einfach nur noch kombiniert wird: Eren+Telefonnummer - da muss ich anrufen)

Ich war zu Tränen gerührt, fast so sehr, dass ich das Lernen für meine Prüfung fast vergaß. Mitten in der Nacht (und so spät muss es gewesen sein, denn ich war bis zwei wach und schlief bis sechs) fand mein Leiden ein Ende.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, da ich mich endlich voll und ganz auf mein Studium konzentrieren kann.
Ein Traum.

Und ja, das muss jetzt erstmal als einzelner Beitrag stehen. Über mein sonstiges Leben und miene Prüfungen werde ich baldigst wieder plaudern.

Montag, 28. Januar 2008

Kurz so dies und das

Liebe Leute,
Ich melde mich kurz und zwar wirklich nur kurz, bin nämlich etwas im Prüfungsstress. Den war ich letzte Woche auch schon, aber da nur für Chinesisch. Und da hab ich eine 2,0. Ist schlechter, als letztes Semester, aber ich bin zufrieden.
Chinesisch schrieb ich am Dienstag und am Freitag hatte ich die mündliche Prüfung. Anschließend hatten wir noch 'Interkulturelles Seminar', mit Vortrag über den Chinesischen Jugendtag und die 4. Mai-Bewegung und so. Währenddessen gab es gut zu essen und zu trinken, so dass mir ein wenig die Aufregung, die auch ein toller harter Typ, wie ich es bin, manchmal noch hat, genommen werden konnte.
Zum Ausklang der des Abends sind wir zur Abschlusskneipe der Grafia gefahren. Dort wurde ich fuxiert, mit Bierdusche. Draußen. Und es war kalt. Mir folgten Hanna, Daria und Lukas.
Relativ früh, so um eins, ging es ins Bett. Der Samstag gehörte vorerst "Druck- und Druckweiterverarbeitungsmaschinen". Allerdings erst, als ich mich endlich dazu aufraffen konnte.
Abends hat Patrick, mein treuer Mitbewohner, den man eigentlich nicht oft sieht, aber dessen Shisha-Rauch man auch schon morgens aufm Flur riechen kann, seinen Abschied gefeiert. Er war nur zum Praxissemester hier.
Geplant hatte ich eins, vielleicht zwei Bierchen zwischendurch in den Lernpausen. Es kam natürlich alles anders, wenn man sich so etwas vornimmt und so blieb ich nachm Abendessen um sieben in der Küche hängen und konnte mich erst ins Bett begeben, als der kleine Zeiger einmal um die Uhr gewandert war.
Somit war mein Sonntag im Arsch, aber heute war ich aktiv.
Ich schwör.

Moerquo

Mittwoch, 23. Januar 2008

Ab in die Röhre

Gestern morgen war es so weit: ich durfte endlich erfahren, was mit meinem Knie los ist. Dafür hatte ich mir auch den allerfrühsten Termin geben lassen, was um 7:40 war. Morgens. In der Früh! Da musste ich mehr als ne Stune früher raus, als sonst.
Aber ich hab's gepackt!
Aber wirklich gelohnt hat es sich nicht, das Ergebnis lautet: Leichter Ausriss des neuen Kreuzbandes, dazu ein leichter Einriss des fucking Meniskus', sagte die Ärztin bei der Radiologie. Mein Orthopäde, den ich um 10 Uhr ansteuerte, konnte zwar den Meniskusriss, nicht aber den des Kreuzbands auf den Bildern erkennen, aber beim Abtasten ging er auch davon aus.
Jetzt soll ich mal wieder in der Roland Klinik vorstellig werden und die dürfen entscheiden, was gemacht wird. Leider sind sie aber erstmal bis Juni ausgebucht, zumindest was die Sprechstunden angeht (was mich sehr verwundert, denn beim letzten Mal hab ich zwei Wochen vor OP erst angerufen..), bekam aber eine Mitte Februar, weil irgendjemand abgesagt hat.
Nun gut. Nachmittags schrub ich dann Chinesisch. Eigentlich war ich auf eine 1 aus, aber ich schraube jetzt doch mal die Erwartungen weiter nach unten. Statt um 16 Uhr haben wir erst gegen 17 Uhr angefangen (was natürlich ein idealer Zeitpunkt für eine Klausur ist) und dann war das Niveau der Prüfung zu hoch für meine innere Konzentration. Zumindest ein wenig. Aber Freitag kommt die mündliche dran, da kann ich nochmal was reißen.
Gestern abend ging's zum Druckerstammtisch. Kleiner Vortrag (der gestern leider länger ausgefallen ist) und als Dankeschön für's zuhören Essen und Trinken satt und.. umsonst.
Danach wollte ich eigentlich noch was für meine Prüfung heute tun, hab ich aber nicht. Irgendwie klappten die Adobe-Programme (Illustrator, Photoshop, InDesign) bei mir nicht, also hab ich lieber geschlafen.
Heute setzte ich mich allerdings schlauerweise neben Daria (die kann sowas) und bin somit gut fertig geworden.
Jetzt muss ich lernen - verständlich.

Montag, 21. Januar 2008

Was erlauben Vodafone!?

Es sind nun sieben Tage (also eine Woche!) seit meinem Schreiben zu Vodafone vergangen und ich habe bisher lediglich eine SMS (die aber sowohl auf Handy, als auch Festnetz-Telefon) bekommen, in dem sie den Eingang meines Schreibens (unter der Rubrik 'Kritik') registriert haben und sie in Kürze darum kümmen würden.
Taten sie das?
Nein.
Zumindest nicht mit einer Antwort. Vielleicht aber haben sie irgendwas doch getan, denn seitdem habe ich keine Anrufe mehr bekommen. Ist ja auch nicht schlecht.

Nun, wie habe ich die letzte Woche sonst noch verbracht, außer mit dem Warten auf die erlösende Antwort?!
Zum einen hatte ich mir nichts vorgenommen. Zum anderen kam es dann aber doch anders.
Am Dienstagabend war ich bei einer Veranstaltung der Grafia, unserer HdM-Verbindung. Ich war allerdings nur der einzige Gast und so konnten die drei Mitglieder die Zeit nutzen, um mich zu überzeugen, beizutreten, also gab ich auch irgendwann, nach ein paar kostenlosen Bierchen, nach. Einfach so. Mit mir hat sich die Anzahl der aktiven Mitglieder um zweihundertprozent erhöht!
Den Mittwochnachmittag, der erste freie seit Monaten, habe ich dann mal gepflegt verschlafen. Daraus resultierte, dass ich mich Donnerstag so fit fühlte, dass ich noch zum Filmrausch gegangen bin und dort erstmal versackte. Kostengünstig gab es Bier und Cocktails. Hätte ich aber vorher gewusst, dass der Tequila nur Fusel war und sich nach einer Nacht in schreckliche Kopfschmerzen verwandelt - ich wär wohl bei Bier geblieben.
Freitagmorgen war eine Infoveranstaltung über meinen China-Aufenthalt, den Ertrug ich mit viel Selbstdisziplin bravourös. Danach haben wir noch schnell Denis und Luke geweckt, die die Nacht im Filmrausch-Kino verbracht haben, dann hab ich zuhause selber noch ein Stündchen gepennt und anschließend Chinesisch gehabt. Abends war ich eigentlich immer noch müde und verkatert. Eigentlich. Kurzentschlossen machte ich mich dann aber doch noch auf den Weg zu Christian, weil er mit Hanna noch etwas für unser Drupa-Projekt malen musste. Im Gepäck hatte ich ne schöne Flasche Wein.
Ehe ich mich versah, sind wir danach gleich weiter zu Hanna gefahren, wo es galt, noch ein paar Fläschchen zu leeren.
Samstag stand lernen auf dem Programm und abends das 6-Tage-Rennen. Ein Kumpel meinerseits hat wiederum einen Kumpel, der Eventmanager oder sowas ist und somit an Backstage-Pässe kam und zudem noch das Barteam aus dem Striptease-Bereich kannte. Es war sehr nett und feucht und fröhlich, es reichte ein Blickkontakt und mein Glas war wieder gefüllt. Und da ich den Grad meiner Vollheit nie in Litern, sondern in Euronen, die ich dafür blechen musste, messe, kann man sagen, dass ich stocknüchtern um zwölfe (wegen der letzten S-Bahn) aus dem Laden gegangen bin.
Gestern hab ich wieder gelernt und je mehr ich tat, desto unsicherer wurde ich mir, dass ich Chinesisch überhaupt noch kann. Aber gut, ich lerne jetzt einfach noch etwas und dann pack ich das morgen auch und dann bin ich auch etwas weniger im Stress.

Ich liebe mich.

oeRque
So fühlte ich mich aber nicht.

Montag, 14. Januar 2008

Der nächtlichen Ruhestörung muss ein Ende gesetzt werden.

Eben habe ich einen ersten Schritt getan, um der nächtlichen Ruhestörung, die mir penetrante Eren-Fanatiker immer erteilen.
Folgendes Schreiben habe ich per elektronischer Post an Vodafone geschrieben:

================================================================

Liebes Vodafone,
Als liebenswürdiger, geduldiger junger Mann habe ich es lange genug mitgemacht, um jetzt sagen zu können: Es kann so nicht weitergehen!
Seit 10 Monaten habe ich einen Vertrag bei euch (so einen zum Studententarif, nur teurer, obwohl ich effektiv das gleiche in Anspruch nehme, wie bei eurem Tarif für 19,95 Euro, nur eben doch viel teurer) mit extra Telefon mit Vodafone-Zuhause-Nummer (also jetzt habe ich drei Nummern, unter denen ich erreichbar bin).
Das Vodafone-Zuhause-Telefon, nä, das ist auch ganz toll. Das steht immer auf meiner Fensterbank und wartet darauf, dass ich nach Hause komme. Ich würde es eigentlich auch mitnehmen in die FH, aber es ist ein wenig zu groß. Naja, eigentlich steht es da und ist fast immer ruhig.
Aber eben nur fast immer. Liebe Vodafone, ich werde ihnen jetzt mein Problem schildern, von dem ihr bestimmt nicht glaubt, dass es sowas geben kann und vor allem, dass jemand überhaupt unter diesen Umständen leben kann.
Und zwar ist das so: Das Telefon steht wie gesagt immer auf der Fensterbank und ist den ganzen Tag ruhig. Aber abends, also nicht jeden Tag, aber oft in der Woche, da bimmelt der Klingelapperat schon sehr sehr häufig. Ich würde mich freuen, normalerweise, da mich ein lieber Gesprächspartner, den ich kenne, von meinem mitunter drögen Lernstoff ablenken gut und gerne mal ablenken darf.
Das richtige Problem ist aber: Ich kenne diese Leute nicht. Und sie mich nicht. Trotzdem denken sie, dass sie mich kennen.
Diese Leute kommen aus allen Teilen Europas, rufen aus der fernen Türkei, aus der Schweiz und mitunter auch aus Deutschland an. Und sie halten mich für Eren. Und Eren ist ein toller türkischer Sänger. Anscheinend. Über den findet man bei Google aber nichts.
So.
Und wenn sich nun eine Person verwählt hat, finde ich das gar nicht schlimm, aber diese Personen haben sich bestimmt schon je zwanzig Mal verwählt. Ich versuche ihnen stets in allen Sprachen klarzumachen, dass ich nicht der Eren bin. Aber mitunter habe ich das Gefühl, sie hören aus allem, was ich sage, stets nur "Eren" raus. Und dann kombinieren sie. Und dann kommen sie zu dem Entschluss: Nun, der kennt den Eren, also kennt er den Eren. Verstehen sie? Die denken vielleicht, ich erlaube mir ein Scherz und bin der Eren selber. Und deshalb rufen sie immer und immer wieder an.
ich habe es auch schon mit schreien versucht. Meine Nachbarn aus dem Wohnheim habe ich wachgerufen dadurch, weil die Anrufe wie gesagt oft spät abends kommen, oft sogar mitten in der Nacht. Und dann nicht einmal, sondern fünf Mal.
Sowas raubt mir natürlich den Schlaf. Und den brauche ich. Weil sonst kann ich in den Vorlesungen nicht aufpassen, was schon schlimm ist, allerdings neige ich auch sehr schnell zu fetten Tränensecken und kleinen Äuglein. Und nun ist da ja noch meine Oma, die sich langsam Sorgen macht, dass ich keine Frau abbekomme. Und mit diesen Tränensäcken ist es kein Wunder, dass man nicht so auf mich steht, wie man sich das erhofft. Und außerdem bin ich ja noch müde und dann vielleicht auch launisch, was auch nicht ankommt.
Nun bitte ich euch, liebes Vodafone, mir schnellstmöglichst eine neue Nummer zu geben. Mir und vor allem Oma zuliebe.
Als ich in den Semesterferien geschätzte drei Monate nicht in meinem Wohnheim verbrachte und danach wiederkam, hatte ich 152 Anrufe in Abwesenheit und mein SMS-Speicher war voll.
Das muss man sich mal vorstellen.

Liebes Vodafone, tu was. Ich kann nicht mehr.

Herzlichst,

Ihr Mirko oeRque Segelken.

Ps.: Hiermit kündige ich schonmal an, dass in den nächsten Tagen eine Kündigung meines Vertrages, bzw eine Bitte zur Nichtverlängerung zum nächsten Thermin, März 2009, in Ihr Haus flattert.
Das hat dann aber wohl andere Gründe.

Freitag, 11. Januar 2008

Freitagabendplanung

Ich übermittle euch hiermit ein kleines Lebenszeichen meinerseits.

Um euch nahezubringen, was ich am heutigen Freitagabend vorhabe, zitiere ich ein kleines Gedicht.

'Drinking Alone Under the Moon' by Li Bai

Among the flower, with a whole pot of wine,
- A solitary drinker with no companions -
I raise my cup to invite the bright moon:
It throws my shadow
and makes us a party of three.

But moon
Understands nothing of drinking,
And shadow
Only follows aimlessly.
For the time
Shadow and moon are my fellows,
Seizing happiness
While the Spring lasts.
I sing:
the moon sails lingeringly,
I dance:
my shadow twirls and bobs about.
As long as I'm sober, we all frolic together;
When I'm drunk, we scatter and part.
Let us seal together
this passionless friendship -
Meet again
by the far-off River of Stars!


Ja, so werde ich es tun.
Oder ich lerne.

Sonntag, 30. Dezember 2007

Foto-Jahresrückblick!

Des Ex-Trainers Sohn, der Fabian Martens, brachte mich auf die glorreiche Idee, einen kleinen Jahresrückblick zu verfassen, gespickt mit Fotos und so. Ich danke dir, mein lieber, kluger Engel Fabian.

Januar:
Ich war arbeitslos, war ein paar Mal in Stuttgart, um mich nach ner WG umzuschauen. Ohne Erfolg. Deshalb auch kein Foto. Ein schlechter Anfang, für so einen Foto-Jahresrückblick!

Februar:
oeRque bekommt die Zusage von der HdM. Das wird begossen. Im Nonnenkostüm. Seitdem fehlt der komische Nonnenhut zum Kostüm.


März:
oeRque findet seine Butze im Studentenwohnheim. Trotzdem sie danach nie wieder so sauber war, wie am Tag des Einzugs, gefiel sie ihn auf Anhieb nicht. Das kam erst später mit Torben und Paul und meinen Sachen und den damit verbundenem Chaos.
Ich war den Monat noch zweimal zuhause, jedoch weniger aus Heimweh als vielmehr wegen zweier Geburtstage von David und dem Schwesterherz.





April:
Die ersten Studienwochen sind vorbei, es lag eine S-Bar-Party und das erste Kükenfest an. Leider finde ich keine Fotos mehr davon, also stelle ich ein selbstgemaltes Aktbild rein. Es stellt Torben dar. Und zwar danach.

Mai:
Dieser Monat hatte allerlei zu bieten, aber keine Vorlesungen. Erst waren Feiertage. 1. Mai und so. Und anschließend die Exkursion durch Norddeutschland. Und dann der Franzosenaustausch, bei dem mir auf grausamste Weise während des Fußballspiels nach unserer Vatertagstour das Kreuzband gerissen wurde. Dann kam irgendwann noch Pfingsten, aber oeRque war ein gebrochener Mann.
Dieser Austausch läutete aber auch eine neue Ära ein. Von nun an gab es die Gewissheit, dass Torben ein Gelegenheitskloschläfer ist. Geleitet von dem Namen "stilles Örtchen" zieht sich der Bube immer auf öffentliche Toiletten zurück, wenn er nicht mehr trinken kann oder müde ist.



Juni:
Der Monat war eher ruhig. Anfangs war ich nochmal in der Heimat, weil der Vater zum Geburtstag lud (nachdem er wieder in Groß Mackenstedt eingezogen war). Hier wurde mir erst meine Zukünftige, Hatice, klargemacht. Ich habe noch ein paar Jahre, um mir die Hörner abzustoßen, dann wartet sie auf mich. Weil ich so ein toller Hengst bin.


Das mit dem Hengst hat sich rumgesprochen, sofort wurde mir nämlich auch das erste Kind angedichtet:


Außerdem fand während des Monats die Superfreunde-Vatertagstour statt. Natürlich nicht am Vatertag. Trotz Volleyballspielens im Sand hielt das Knie voll und ganz. Geil!
Nur der Sebi würde fast ertrunken sein. Wenn im Graben Wasser gewesen wäre. Oder wenn wir in nicht gerettet hätten. Schweinegeil!



Ui und dann war da noch in diesem Monat die Zeit, in der Dirk seine Freunde eingeladen hatte ausm Rheingau, um mich erst betrunken zu machen, damit ich mich später aus Versehen auf mein Feldbett schmeiße, auf dem Dirko aber schon lag, um es somit zu zerstören. Erfolg hatten sie, die Buben.


Juli:
Es war Prüfungsphase: oeRque bestand alles. Während dieser Phase gab es den Abiball vom Prachtbuben. Es kam zu einer kleinen Superfreunde-Reunion. Nach überstandener Prüfungen galt es, das Kreuzband wieder zu flicken, damit ich nicht ganz aufgehe, wie ein Hefeklos (wie sich jetzt herausstellt, war es wohl zu spät).
Was sonst noch geschah: Ich erklärte mich nach langer Überredungszeit dazu bereit, illegal Dirks Kühschrank bei mir aufzubewahren. Doch der Schelm hatte mehr im Sinn, als nur einen Transport zu ersparen: Er wollte mir viel Ärger bereiten und kratzte eine Riesenspur in den Boden bishin in mein Zimmer. Zum Glück schien der Hausmeister nicht viel zu sehen.


August:
Nach einer Woche im Krankenhaus grillten die Superfreunde am Silbersee. Prima war's.


Dann ging es per Flieger nach Stockholm, Rijeka und Palermo. Ich habe zu viel drüber gesprochen, also halte ich jetzt mal gepflegt meine Fresse.





September:
Nach einer sehr heiteren Jubiläums-Ernte-Fahrt ging es ein paar Tage später nach Brüssel. Hier war es nicht minder heiter.


Brüssel (Aurélien):


Oktober:
Im Oktober stattete der Paul mir nen Besuch. Meinen ersten überhaupt in Stuttgart. Wir besuchten desöfteren den Cannstatter Wasen. Da ich vom Volksfest nicht die Nase vollbekam, war ich auch noch zweimal beim Freimarkt. Zudem nahm ich mit der Familie an einer Weinprobe in der Pfalz teil und stattete Khaleda einen Besuch ab, um bei ihr Geburtstag zu feiern.




November:
Ich glaube, es war mal wieder S-Bar-Party. Viel wichtiger in diesem Monat war allerdings das Kükenfest, das wir ausrichteten. Ich fand es sehr hold.



Dezember:
Für diesen Monat folgen noch Bilder. Folgendes fand statt: Ich wurde erster offizieller Partyküchen-Tischtennis-Turnier-Sieger, hatte einige Weihnachtsfeiern, feierte zweimal Weihnachten (einmal soger verfrüht) und bekam Besuch vom Buben.

Ein ereignisreiches Jahr 2007 neigt sich also dem Ende, ich verspreche, dass das nächste noch toller wird.
Ich bedanke mich bei allen Lesern und Bild-Guckern und wünsche nen guten Rutsch!

In Liebe,
oeRque

Sonntag, 23. Dezember 2007

Jetzt folgt nämlich wieder mehr!

Sodele, der Bube befindet sich nicht mehr in meiner Bude, ich allerdings auch nicht, denn wir sind nun wieder in der Heimat. Und das ist auch ganz gut so, weil hier einfach mehr Platz für uns beide ist.
Nachdem wir das vergangene Woche schon bei meiner Mama mit den Großeltern und den Geschwistern schon einmal Weihnachten gefeiert haben (als Scheidungsopfer macht man das nämlich so, des Stresses wegen), was auch sehr dufte war, vor allem lecker, feucht fröhlich, voller Geschenkesegen (ich habe jetzt nämlich zwei ultratolle Topfhandschuhe aus Silikon und bin einmal mehr der Held der Partyküche, auch aufgrund meiner neuen Waage und meines Schlafanzuges) und vor allem stressfrei, nun, also danach am Sonntag sind wir, der Bube und ich, zu mir gereist.
Die Woche war lustig. Montag hatte ich Vorlesung, eigentlich, aber ich musste frühstücken. Außerdem mussten wir in die Stadt, Geschenke kaufen. Unsere Ausbeute war gleich null. Was wir abends gemacht haben, kann man sich ja denken.
Dienstag hatte ich Vorlesung, nachmittags, vorher haben wir uns Burger gemacht. Köstlich. Abends hatten wir ne inoffizielle Partyküchenweihnachtsfeier und sind anschließend in die Wunderbar gezogen. Was wir da gemacht haben, kann man sich ja denken und bedarf keiner weiteren Ausführung.
Mittwoch hatte ich Vorlesung, eigentlich. Aber da man sich ja denken kann, was am Abend vorher los war, kann man sich auch denken, wo ich am Morgen lieber geblieben bin. Dann haben wir uns eine phänomenale Pizza selber gemacht und nachmittags war dann auch Vorlesung. Abends sind wir zum Filmrausch gegangen, aber nicht, um dort Kino zu gucken. Christian und Luke sind schließlich ganz hohe Tiere da und so saßen wir im Nebenraum mit dem Rest Glühwein, den die Zuschauer nicht gekauft haben. Was da abging, kann man sich ja denken.
Donnerstag hatte ich Vorlesung, ich war auch hin. Alle fünf Einheiten. Mittags machten wir uns Spaghetti mit einer kongenialen Soße aus sämtlichen Resten. Abends ging es zu Denis und Philipp, Feuerzangenbowle schauen und trinken. War cool, beide haben sich sehr viel Mühe vorher gegeben, nett alles dekoriert, Gedichte vorbereitet und sowas. Nun, ich könnt euch wohl denken, was ich jetzt eigentlich geschrieben hätte.
Freitag ging's nach Hause mit ner Mitfahrgelegenheit. Acht Stunden sind wir gefahren, war ganz schön ätzend.
Am gestrigen Samstag hatten wir Weihnachtsfeier. Weihnachtsfeiern muss man haben, auch wenn es gerade nicht wirklich gut läuft. Das einzig Positive, das wir in die Winterpause nehmen können, ist allein die Tatsache, dass wir mit nur sechs Punkten nicht einmal letzter sind. Zum Spieler des Jahres wurde Markus gewählt, der Streber. Ich war sehr erschüttert, weil ich eigentlich die beste Torquote habe: einmal zehn, einmal sechzig Minuten gespielt, dabei ein Tor geschossen. Das macht eine Quote von 9/7 Toren pro Spiel. In Dezimalzahlen sind das 1,2857142857142857142857142857143. Und das ist doch allerhand! Nicht mal der Hugo ist so toll. Aber wie sagte bereits der Rummenigge: Fußball ist keine Mathematik.
Essen war toll, Christa, die Wirtin, hat sogar ab und zu ein Lächeln aufgesetzt, was ihr sonst ziemlich schwer fällt, wir durften Tennis und Fußballtennis spielen - mein Knie hat voll gehalten - und vor allem waren Getränke inklusive. Was daraus resultierte, kann man sich ja denken. Das beste aber war mit Abstand meine Idee, mein vernarbtes Knie etwas zu modifizieren und einen netten oeRquofanten raufzumalen.




Um halb drei wurden wir rausgeworfen, doch ehe Torben und ich uns zu Fuß auf den Rückweg machen konnten, saßen wir schon im Taxi, ohne Geld, mit den anderen auf dem Weg nach Stelle zum Tobi, es sollte noch gepokert werden. Das Taxi bezahlten wir mit sämtlichen zusammengekratzten Groschen. Torben und ich nahmen uns vor, möglichst schnell rauszufliegen und dann nach Hause zu laufen. Der Bube schlief beim Tobi aber erstmal ein, ich versteckte selbstgebrannten Kaffeeschnaps von mir und ihm, der musste nämlich nicht mehr unbedingt sein und dann fingen wir mal an.
Da wir ja kein Geld mehr hatten, lagen im Pott nur zwei Euro und fünf Schuldscheine, jeweils im selbigen Wert.
In der vierten Runde setzte ich zum perfekt eingefädelten Zug, ging mit Ass und sechs All in und flog. Geil. Torben sollte eigentlich folgen, aber über seinen Ehrgeiz hinweg vergaß er unseren Plan, so dass ich bis zu seinem Sieg so um ca. sechs Uhr den Dealer spielen durfte. Aber das machte ich ja anscheinend gut. Wie aber er gewonnen hat, versteht bis heute keiner. Die Wertigkeit der Chips hat er bis zur letzten Runde nicht verstanden und als wir uns dann mal auf den Rückweg machten, sah sein Gang nicht unbedingt aufrecht und zielgerichtet aus.
Nun gut, um sieben bin ich schlafen gegangen, wurde aber um zwei wieder geweckt, weil Matze es tatsächlich ernst meinte, als er auf dem Weg sagte, er käme mit Brötchen vorbei.
jetzt chill ich und warte auf Weihnachten volume II.

Das oeRquofant.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Bald folgt wieder mehr..

Der Bube hält mich hier nämlich ganz schön auf Trab! Ich muss ihn bekochen, seine Sachen aufräumen, ihm immer ausreichend Bier zur Verfügung stellen, darf morgens, wenn ich mal zur FH gehe, nicht zu laut sein, damit er seinen verdienten Schlaf bekommt, ich selber schlafe auf der harten Matratze auf dem Boden, damit er es weicher hat, ich muss ihn vor meinen Mitbewohnern beschützen und rechtfertigen, ganz stubenrein ist er auch noch nicht und laut und aggressiv wird er schnell.

Trotzdem verleben wir eine tolle Zeit.

Ein erschlafftes
oeRque

Sonntag, 9. Dezember 2007

Hallo Freunde!

Eine ereignisreiche Zeit liegt mal wieder hinter mir, voller lernen, Uni und Partys.
Über mein schweres Leben als Student habe ich schon berichtet (Vorlesungen morgens und abends, zwischendurch mal eine oder zwei Vorlesungen frei, aber die Zeit ist einfach nicht ausreichend, um sie effektiv zu gestalten. So pfeife ich schon am Donnerstag immer aus dem letzten Loch und freue mich auf ein Wochenende, auch wenn die Zeit zwischen selbigen immer kürzer zu werden scheint. Ganz schön viel Text jetzt, dafür, dass er eigentlich in einer Klammer steht.). Trotzdem ließ ich es mir am Donnerstag nicht nehmen, auf den Geburtstag von Umut und Christoph (Freunde von Umut und mittlerweile auch von mir und anderen Mitbewohnern, weil sie immer unsere Küche belagern und unsere Pizzen essen) zu gehen, um ein wenig Bier und Glühwein zu verköstigen. Dummerweise saß ich neben Orkhan, Aserbaidschane, wohnt in der WG, wo meine Chinesin auch wohnte, daher kenn ich ihn schon länger (war auf seinem Geburtstag, obwohl ich ihn nicht kannte und so). Nun, nachdem wir seinen Jägi leer hatten, addierte sich noch eine Menge Vodka hinzu, allerdings hatte ich gut vorher gegessen, so dass es mir nicht so viel antat.
Gegen eins war der Hauptteil der Leute verschwunden und auch ich machte mich mit einem mitgenommenen Umut und Stefan auf den Weg nach Hause, nicht aber, ohne nochmal in die Wunderbar zu schauen, die aufm Weg lag. Dummerweise durften die nichts mehr ausschenken und wir gingen schleunigst weiter. Im Allmandring angekommen war der Lärm aus der Küche eines anderen Hauses nicht zu überhören und ich entschloss mich, einfach mal nachzuschauen, was Sache war. Die anderen beiden konnte ich nicht mehr überzeugen. Ganz schön mutig, nä, dass ich mich stumpferweise einfach bei einer anderen Party einschleiche..
Nun, im obersten Stock war also eine meiner geliebten Erasmus-Partys. Anwesend waren Italiener, Franzosen und Spanier. Ich musste nicht lange dumm rumstehen, denn ich hatte baldigst ein Bier in der Hand, gesponsort von einem Spanier. Irgendwie unterhielt ich mich mit ihm auf seiner Sprache (die ich seit zweieinhalb Jahren nicht mehr angewandt habe - so hörte es sich allerdings auch an) und so verging die Zeit. Am Ende war ich noch mit zehn Spaniern da und machte den großen Fehler, beim Hundeblick eines Spananiern schwach zu werden und das Angebot eines Cigarillos seinerseits anzunehmen. Schmeckte nicht und ich war froh, dass ich bei ungefähr die Hälfte die Asche zu doll abklopfte, so dass sie ganz ausging. Danach gab's weiter Bier und Rum und um fünf ging ich doch endlich mal nach Hause.
Der Cigarillo rächte sich noch desnachts, aber wie immer fand ich tadellos den Weg, selbst im Halbschlaf, um alles rauszulassen, was mir auf der Seele, bzw. im Halse, brannte.
Chinesisch am Freitag um 11:45 war hart, aber um drei ja schon wieder vorbei. Eigentlich war ich verdammt müde, aber ich dachte nicht ans schlafen, machte also nur dies und das und ging um halb sieben zum Frisör, mein Bollerkopf sollte nicht mehr bollernd sein, sondern schmaler.
Als ich zurückkam, waren Stefan und Simon dabei, auf dem Küchentisch mit einem Miniset, das Umut beim 'wichteln' (was auch immer das ist) erhalten hatte, Tischtennis zu spielen. Ich war begeistert und schlief abermals nicht, sondern ließ mich zum ersten offiziellen Partyküchen Tischtennis Turnier überreden.
Ich besiegte beide eingespielten Mitbewohner und darf mir gleich eine Urkunde dafür selber basteln!
Irgendwann später ging es dann ins Rocker 33, es stand wie jeden Monat Karrera Club an. War cool.
Nach abermals viel zu wenig Schlaf erwachte ich so gegen elf, da ich um zwölf Besuch erwartete von zwei überaus reizenden Komilitoninnen, Hanna und Daria, und einem nicht minder reizenden Komilitonen, Marco, zwecks Vorbereitung eines Vortrags für den kommenden Freitag.
Dann gab's Fußball und abends das nächste TT-Turnier. Aufgrund von Doping-Spekulationen wird aber noch darüber diskutiert, ob der Ausgang so gewertet werden darf. Ich plädiere für nein und somit ist es also auch nicht wert, die Sieger hier namentlich zu erwähnen. Genauso wie die der zwei folgenden Turnieren.
Aber heute Abend siege ich - nachdem ich gelernt habe.

Prost!

Dienstag, 4. Dezember 2007

Nachtrag - der Neugierde wegen

Ich habe gestern von meinen beiden großen Paketen gesprochen, den Inhalt jedoch nicht näher erläutert. Aber ich möchte euch nicht weiter auf die Folter spannen:

Es waren zwei Adventskalender, pünktlich zum 1.12.
Die Mutti hat ihn mit viel Liebe selbstgestaltet und etwas fabulöses dazu gebacken. Bei meinem Vater bin ich ganz dankbar, dass er das mit dem Backen unterlassen hat.
Nun ist leider nur mein Diät-Plan etwas über den Haufen geworfen.

Ich danke also in diesem Sinne ganz herzlich meinen mich liebenden Erzeugern (in der Hoffnung, dass sie es auch wirklich sind).

Die Mitbewohnerin wird noch weiter analysiert, ich werde aber baldigst wieder von ihr reden.

Hab euch lieb und so.

Montag, 3. Dezember 2007

Update

Zuerst möchte ich hier über Umut reden, weil er schon so lange nicht mehr erwähnt wurde. Umut und ich und die Partyküche im Allgemeinen spielen jetzt Fooma und der Umut wollte unbedingt vom Tobi, dem Griechen, den Kießling kaufen, nä. Angeboten hat er den de Jong von Hamburch und zwei Mios dazu und er dachte, dass das voll toll wär. Ich persönlich halte weder von de Jong noch von Kießling was, also hielt ich mich erstmal daraus, aber weil Umut schon den ersten Spieltag gewonnen hatte, dachte ich, er wäre doch gut und hätte einen Riecher für gute Spieler und dann habe ich ihm gesagt, dass ich mir mit Tobi einig wäre und den Kießling gegen den Gomez getauscht hätte. Weil das ein lukrativeres Angebot war als das von Umut - das bestätigen auch Simon und Stefan - hat er mir das sofort geglaubt und ich hab mir ins Fäustchen gelacht und Stefan auch, als ich ihn aufgeklärt hab.
Der Umut denkt immer noch, der Deal würde so stattfinden.
Ich hab ihn ganz schön gelinkt, den Umut. Aber insgesamt hatte jetzt niemand was davon. Der Umut hat nur ganz wenige Punkte gemacht und ich sogar minus zwölf, weil der Gomez ja verletzt war.
So ein Mist aber auch.

Das war aber nur eine von lediglich zwei, vielleicht drei Sachen, die in letzter Zeit nicht toll waren.
Als ich letztens nämlich in meiner Kulturtasche gewühlt habe, hab ich voll in die Rasierklinge gefasst. Glück im Unglück kann man es nennen, dass es nur eine dreiklingige Klinge (darf man das so sagen?) war und keine fünfklingige, wie ich sie auch besitze, so blutete ich zwar stark, aber nicht ganz aus und überlebte.
Dazu bin ich seit einer Woche krank und hoffe, ein Burnout-Syndrom noch abwehren zu können. Und auch nicht gut war es letztens beim Referat, weil nur ich und ganz wenige andere was gemacht haben und ich zum Teamleiter deklariert wurde und mit der ganzen Situation vollkommen überfordert zu sein schien.
Wir haben es trotzdem gemeistert.

Toll war aber insgesamt, dass ich mir am Donnnerstag das Golf-Automobil von coe-Süd, also vom Onkel Holger für's Wochenende geliehen habe. Ja, es war schön, mal wieder in einem sauberen, heilen Auto zu fahren. Ich benötigte jenes Automobil, um Ikea mal wieder einen Besuch abzustatten (der Stapel der Gutscheine musste abgebaut werden).
Mit dem Simon machte ich mich Freitag um acht auf den Weg. Acht Uhr abends am Freitag - das muss leer sein. Dieser Gedanke zerschlug sich im Nu, als wir in die Hochgarage eingewiesen werden mussten. Voll war es also und alles nur, weil der Ikea am Tag zuvor neu eröffnet hat (also die haben wohl umgebaut oder so) und ein riesiges Tatarata draus gemacht wurde. An jeder zweiten Ecke gab es Sekt umsonst und Live-Bands und Cocktails, die aber für 2 Euro. Beinahe hätte ich vergessen, dass ich Fahrer bin, sonst hätte ich mich gegen meine Pläne dort einfach abgeschossen.
Nun, insgesamt bin ich aber froh, dass ich beim Kükenfest so lange aufräumen musste, denn eigentlich wollte ich damals schon das Auto leihen und das wäre dann ja umsonst gewesen.
Dass Ikea neu eröffnet hat und tolle Angebote hat, darf ich aber nicht der Tante Vera erzählen, sagt Holger.
Ich kann ihn verstehen.
Le lendemain, am folgenden Tage, nutzte ich abermals das Auto, um zur Post zu fahren. Der blöde Paketdienst kommt anscheinend immer nur, wenn ich nicht da bin. Die Wut darauf verschwand aber geschwind, als ich entdeckte, dass zwei (!) große Pakete von meinen Eltern, eins mütterlicher-, eins väterlicherseits, auf mich warteten.
Eigentlich konnte ich es kaum erwarten, sie zu öffnen, aber ich geduldete mich, denn da ich zuvor dreimal durch die Stadt gedüst bin auf der Suche nach einem Parkplatz, musste es sich noch lohnen und ich bin noch einkaufen gefahren. Am hohen Verkehrsaufkommen war der Weihnachtsmarkt und die Tatsache, dass jeder Laden irgendwelche Angebote hatte und bis Mitternacht aufmachen wollte und so. Hier geht ganz schön die Lucy ab.
Naja, als ich mit dem Einkaufen fertig war und meine Parkhauskarte an der Kasse entwerten ließ (kann man binnen 90 Minuten ab einem Einkaufswert von mindestens 5 Euronen), wollte ich aber wieder nach Hause, fuhr gen Schranke und wartete. Der tolle Kartenautomat wies mich aber darauf hin, dass ich tatsächlich schon mehr als 90 Minuten sonstwo war und ein Restbetrag von 1,20 Euronen bestand.
Prima, also sorgte ich dafür, dass die ganze Schlange hinter mir nochmal bitte 20 Meter zurücksetzt, damit ich die Schranke frei machen konnte -> die Leute hatten gar keine andere Wahl und ich konnte mal richtig toll Authorität ausüben. Ja, das war spitze.
Ich löhnte schlussendlich den Restbetrag und fuhr heim.
Gestern lernte ich, nutzte nochmal den Wagen für einen Trip zum Burger King und das war's schon.
Heute war's ebenfalls unspektakulär, wäre da nicht die Tatsache, dass ich eine neue MitbewohnerIN bekommen habe! Ist ne ganz liebe und so und weil ich die Chance nutzen musste, wenn eine Frau schonmal da ist, bot ich ihr an, sie zu ihrem ersten Einkauf zu fahren (ich brauchte nämlich auch noch Wasser, dass Samstag leider ausverkauft (!) war).
Dann fuhr ich zum Onkel, tauschte das Auto aus, joggte von dort zur Bahn, war froh, sie zu erwischen und durfte in ihr noch dreißig Minuten warten, bis sie losfuhr.
Zuhause speiste ich und ging pumpen. Jetzt schau ich LOST (habe ich aufgenommen) und schreibe diesen wunderbaren Artikel.

oeRque - goes toilet and dann sleepen.

Freitag, 23. November 2007

Kükenfest die zweite

Ich komme gerade vom Kükenfest (zehn Uhr morgens) und werde nach dem Schlaf mehr berichten.

Dann will ich mal (elf Stunden später).
Gestern stand mal wieder unser wunderbares, allsemestriges Kükenfest an und da wir keine Küken mehr sind, gebührte meinem Semester die Ehre, dieses auszurichten.
Vor fünf Wochen bekamen wir den Termin und die Drittsemestler "übergaben" uns die Aufgabe. Hauptorganisatoren wurden gebildet für die verschiedenen Bereiche. Ich stellte mich dem Druckteam als Helfer zur Verfügung, in der jehen Vorfreude, Plakate, Flyer und vor allem T-Shirts zu drucken. Hauptorganisatoren waren aber so komische Werber-Frauen, die ich nicht kannte und es dauerte lange, bis ich ihre Namen erfahren habe und sie kontaktieren konnte. Lirum larum, Plakate und Flyer wurden nach außerhalb gegeben, weil's günstiger wäre, als in der HdM zu drucken und wegen der T-Shirts melden sie sich nochmal.
Natürlich.
Wer's glaubt.
Wochenlang habe ich nichts mehr gehört, Sonntag frugte ich vorsichtig nochmal an, ob die T-Shirts auch woanders gedruckt würden. Nein, bekam ich als Antwort, sie würden hier fertig gemacht und man würde händeringend nach Helfern suchen (natürlich, über stille Post und so, weil Emails kamen ja nicht). Ich meldete mich für Dienstagmittag an mit ein paar Komilitonen, nahm sogar in Kauf, eine VOrlesung zu verpassen und ging zum Siebdruckraum, wartete ne halbe Stunde, ging dann betrübt doch in jene Vorlesung und ärgerte mich über diese blöden Organisatoren.
Jetzt hab ich endlich meinen Frust einmal niedergeschrieben und fühle mich gleich besser. Die Werberinnen und ich werden aber bestimmt keine Freunde mehr.
Nun, um nicht ganz ohne Arbeit darzustehen, meldete ich mich noch zum Aufbauen gestern und zum Parcours-Helfer [wie ihr vielleicht wisst (aus meinem letzten Bericht übers Kükenfest), werden die Küken am Anfang blind durch einen Parcours geführt und hier maltraitiert, mit allerlei Ekel und Erniedrigung]. Aufbauen ging ganz gut, viele Helfer waren da, es ging recht fix. So fix, dass wir zu dritt noch kurz zu mir gingen, um meinen Korn, den ich mir am Vortag von nem Kumpel hab mitbringen lassen (ich hatte keine Zeit), zu verköstigen, weil das Bier auf dem Fest ja auch teuer ist und so. Danach ging's zum Parcour, ich war erst dafür eingeteilt, die armen Kleinen mit Ketchup vollzuspritzen, wahlweise auch mit Mayonaise, aber ich dachte, es würden vielleicht zwei reichen und wurde kurzerhand umfunktioniert zum Spielehelfer/-vorbereiter (die draußen vor der Türe stattfanden, um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen), bereitete alles vor, klärte alle unklarheiten um dann - undankbar - doch wieder entzogen zu werden, weil Parcoursführer fehlten. Eigentlich wollte ich das nicht machen, weil der Boden vor lauter Schleim rutschig war und ich das mit meinem Gewissen des Kreuzbands wegen nicht vereinigen konnte, aber der Korn zuvor schien doch wie ein Katalysator für eine Vereinigung zu wirken. Und überhaupt konnte ich dann endlich mal Authorität aussprühen und ein kleiner Blick nach draußen verriet mir vorher, dass die Kükinnen eine gewisse Attraktivität versprühten.
Ca. 20 Damen und Herren durfte ich durch Planschbecken mit Schleim und Haferflocken und Kondomen robben lassen, zur Liegestütze zwingen, anschreien, meinen ebenso attraktiven Parcourhelfern zum Schminken und Einflößen widerlicher Getränke übergeben und am Ende zum Foto schicken. Toll. So ein Machtgefühl! Die Augenbinden hängte ich mir anschließend als Trophäen um den Hals, die hässlichste diente später als cooles TuPac-Kopfband.
Die Reaktionen waren verschieden und reichten von einem angerregten Flirt über die Bildung von Vatergefühlen bishin zum Hass, ausgedrückt durch wüste Schläge und Tritte (ich gehe dennoch davon aus, dass sie lieb gemeint waren).
Leider mussten wir den Parcours nach drei Stunden und ca. 80% durchgeschleuster Küken abbrechen, da bei der Planung nicht berücksichtigt wurde, dass es sich um ein Wintersemester verbunden mit neu eingeführten Studiengängen handelte, woraus resultierte, dass nicht (wie bei uns) maximal 300 Küken am Start waren, sondern 500. Und ab der normale Pöbel war eigentlich schon für 8 Uhr "geladen" und es war mittlerweile 21:15 und wir mussten den Boden noch wieder herrichten. Mir tat es für den Rest leid, aber die kamen dann auch einfach zu spät, sagte ich mir und schon konnte das Mitleid mir gar nichts mehr anhaben.
Die Party war schon sehr cool, fand ich, etwas chaotisch mit Wertmarken, Garderobe, Pfandrückgabe und so weiter, aber egal. Bier war normal teuer, es gab fünf Areas, im HipHop-Bereich tanzte ich die Mädchenherzen weich und tat so dies und das.
Gegen Ende war ich auch noch so toll und habe mit dunen Kopf einfach noch in der Garderobe geholfen und alle Jacken sogar richtig rausgegeben. Und dann kam der Punkt, an dem mich der Alkohol das erste Mal nicht begünstigte; während alle gingen, blieb ich mit ein paar weiteren "dummen" alleine einen Moment zu lange zurück und war sofort dazu verdonnert, auch noch abzubauen. Klar kann ich noch zwei Stunden länger bleiben, es hilft ja nichts.
Dass wir aber nur noch so zehn Leute waren (von ich weiß nicht wie vielen, die sich vorher als Auf- und Abbauer anmeldeten), konnte ich ja nicht ahnen.
Tja und dann begann die Tortur. Festgetrocknete Federn mussten überall abgekratzt, die Waschbecken von eben solchen befreit, die Anlagen und Bühnen abgebaut und der Boden besenrein gefegt werden. Dazu Kleiderbügel aus der Garderobe sortieren (es gab drei Sorten), die Pfandflaschen einsammeln, die Reste wegkippen.
Und weil das alles nicht schon genug ist, durften wir auch noch sämtliche Tische (ca 100..) wieder in die erste Etage schleppen. Da merkt man erst, wie viele Kaugummis drunter kleben.
Lange Rede, kurzer Sinn, um halb neun waren wir fertig, durften uns noch von einer fluchenden Alten anhören, dass vor ihrem Büro noch ne Limette lag und dass es ekelig war und dass es somit wohl das letzte Kükenfest war. Wir zogen uns also noch kurz in den Kinoraum der HdM (ein Komilitone ist dort Hauptverantwortlicher, hat also die Schlüssel) und tranken ein Feierabendbier, ein leckeres Astra, und danach noch in die S-Bar um einen leckeren Muffin zu frühstücken.
Zuhause duschte ich mich erstmal (da ich eigentlich auch eher einem Küken glich nach dem Parcours) und konnte gegen halb elf endlich schlafen.
Den Rest des Tages gammelte ich, weihte eben meine neue Auflaufform ein und freue mich, dass es bald wieder Nacht ist und ich schlafen darf.

Wunderbar.
oeRque

Mittwoch, 21. November 2007

Mein(e) absolute(r) Lieblingsprofessor(in)

Verehrte Fan-Gemeinde,
Ich weiß, ich habe es schon oft erwähnt, und bin euch bestimmt schon auf die Nerven gegangen, aber ich finde, es wird nun Zeit für eine explizite Huldigung an meine absolute Lieblinigsprofessorin an der HdM.

Es ist...

... Frau Vera Schick,
meine tadellose Chinesisch-Professorin, der ich viel zu verdanken habe.

Ich könnte seitenlang ihre Vorzüge vorstellen, aber ich denke, man muss sie einfach selber erlebt haben. Außerdem möchte ich euch nicht allzu neidisch machen.

Ein freudiger,
oeRque


(Zu behaupten, die Tatsache, dass o.g. Professorin seit gestern um meinen Blog bescheid weiß und wahrscheinlich drin lesen wird, hätte mich nur dazu veranlasst, diese Huldigung niederzuschreiben, wäre pure Blasphemie!)

Montag, 19. November 2007

Neue Großinvestition

Heute habe ich mir im Kaufland für 4,99 € eine neue Auflaufform gekauft.
In Gedanken an diese richtungsweisende Anschaffung werde ich mich jetzt zum Pumpen bewegen.

Der Rest folgt morgen.

o-e-R-q-u-e

Montag, 12. November 2007

Spongebob Marathon und der Rest des Wochenendes

Das letzte Wochenende war endlich mal wieder eines der ruhigeren, ohne verreisen und große Partys. Zum Lernen. So nimmt man es sich zumindest vor.
Freitag hatte ich bis nach acht Vorlesung, sofern man das so nennen kann. Eigentlich war ich nur dazu beauftragt, Bier und DVD zu besorgen und dann haben wir im Rahmen des interkulturellen Seminars im HdM-Kino "Deutschland, ein Sommermärchen" zusammen mit den Chinesen geguckt. Da kommen Erinnerungen hoch und ein wenig Wehmut. Aber gut, damit möchte ich euch nicht belästigen.
Danach kam Luke mit zu mir, wir aßen ein wenig zu Abend, gingen in eine Kneipe aufm Campus (die uns kurz danach aber wieder rauswarf, weil es "zu spät" war um halb zwölf). Luke ist dann auch nach Hause gefahren und Christian und ich wollten uns vorm Schlafengehen nochmal die Uschi [Umweltschutztechnik - Hilde (Name weiterhin von der Redaktion geändert) gehört zu dieser Fraktion]- Party angucken, obwohl wir vorher gewarnt wurden, dass man auch mal ne Stunde vor der Türe wartet und dann doch nicht reinkommt, weil es zu voll war und zu teuer glaube ich auch.
Als wir ankamen, machte die Schlange tatsächlich keine Anstalten, kürzer zu werden und als wir gerade gehen wollten, passierte das Unglaubliche: Eine Dame unbekannten Alters und unbekannten Aussehens kam aus einem Seiteneingang, gut 10 m vom Haupteingang entfernt, und die Tür fiel nur allzu langsam ins Schloss. Ich Rebell ergriff die Möglichkeit und zack, waren wir quasi in der richtigen Halle, mussten nur noch Rasch eine Ballustrade überqueren und schon hatten wir den fucking Eintritt und eine drohende Verkühlung (denn es schneite und regnete nur noch und es war windig) gespart und konnten ein wenig Party machen. Es war recht unspektakulär, ich kannte kaum jemanden, dafür das Bier. Und das schmeckte. Um wenigstens irgendwen zu kennen, rief ich den ganzen Abend über "HILDE". Und als wir schon auf dem Weg nach draußen waren, sollte es tatsächlich zu einem atemberaubenden Wiedersehen kommen: Es war auf der Treppe, ich rief "HILDE, da bist du" und Hilde drehte sich zu mir. Ein kurzer Handkuss, ein irritierter Blick, ein "Auf Wiedersehen" und dann ging's weiter - DAS muss Liebe sein. Am nächsten Tag bekam ich via Internet eine Nachricht "Sorry, warst das zufällig du gestern auf der Treppe?" - na vielen Dank auch.
Samstag bin ich zur Post und dann einkaufen, der Bus zurück ist mir natürlich vor der Nase weggefahren und so ging ich zu Fuß. Das Fußballgucken in der Kneipe für den Nachmittag legte ich kurzerhand in meine eigene Bude, das Handy diente als Leinwand, war aber auch ganz großartig. Abends ging es mit Christian zu Hanna, wir tranken BelgischBier und Glühwein (und ja, ich bin wieder fähig, ihn aufzunehmen), außer Hanna, wegen eines komischen Ernährungsplans. An diesem Abend machte mich Christian auch auf den Spongebob Schwammkopf-Marathon aufmerksam, der kurz zuvor gestartet war. Auf Nick (so ein Kindersender) wurde also 24 Stunden lang nur diese Serie gezeigt und da es einer olympischen Disziplin gleicht, versprach ich, auch so lange zuzuschauen, wie es ging. Und als wir um eins nach Hause kamen, schaltete ich sofort den Fernseher, oder besser die Fernsehfunktion auf meinem tragbaren Klapprechner, ein und ich guckte Spongebob. Und das Bild lief und lief. Selbst als ich schlafen ging, lief es weiter. Es war zwar etwas krank, in der Nacht öfters aufzuwachen, geweckt durch ein schrilles Lachen, und ständig nur das gleiche Bild zu sehen: Einen gelben Schwamm mit brauner Hose und einen roten Seestern, der sehr dumm ist.
Morgens bin ich aufgewacht und schaute ohne Frühstück weiter. Nur zwischendurch gönnte ich mir eine Dirk'sche Spachtelmasse. Es tat beinahe weh, als ich um fünf entschied, doch noch ein paar Zeichen zu lernen. Für zwei Stunden tat ich dies aber, um am gegen acht die letzte Folge (zugleich auch eine ganz neue der neuesten Staffel) Spongebob zu gucken.
Effektiv schaute ich also 10 bis 11 Stunden zu und kam mir danach sehr ausgelaugt zu.
Als positiv entnehme ich, dass ich heute dem Bildschirm lieber fern bleiben wollte und lieber las. Das soll ja auch mal ganz gut sein.

Jetzt lerne ich noch und nachher geh ich pumpen.

Euer Ich.

Samstag, 10. November 2007

So lebe ich

Vom guten Mitbewohner Stefan habe ich dieses sensationelle Video über meine Wohnzustände erhalten. Es ist herrlich.




Was gibt es sonst noch zu sagen?

Richtig, wir haben jetzt den ersten Schnee gehabt. Es war aber ekelig, weil einfach nichts liegen blieb und alles nass ist.
Das ist aber natürlich nichts gegen das, was meine Familie hoch im Norden durchlebt. Regen, Orkanböen, Sturmflut. Ich mache mir Sorgen und bitte um ein Lebenszeichen!

oeRque

Donnerstag, 8. November 2007

Jetzt aber!

Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass ich geschrieben habe und ich habe ein schlechtes Gewissen, zudem bin ich kaum noch aufnahmefähig, weil ich ja alles weiterhin eingespeichert habe, was ich jetzt aufzuschreiben versuche.

Ich berichtete glaube ich als letztes, dass ein Referat bevorstand. Ja, das war vorletzten Freitag und sollte eine lockere, runde Sache werden. Die Chinesen sollten eine halbe Stunde vortrage, wir Deutschen ebenso, danach eine halbe Stunde Diskussion - prima, da sind wir schnell fertig.
Leider nicht. Um zehn nach acht musste ich zur Bahn und da waren wir gerade fertig geworden, weil einige drei Minuten nicht gut wirklich einschätzen konnten. Aber egal.
Anschließend bestieg ich die Bahn Richtung Mußbach, wo besagtes Familientreffen stattfand. Tagsüber wurde gegessen und gewandert (so richtig Berge und so und ganz schön weit - aber das Kreuzband hält) und abends galt es, Wein zu verköstigen. Und er war köstlich. Ich danke auch der Mutter, die mir ein Paket für zuhause gestiftet hat.
Am Montag fuhr ich mit meinem Onkel zurück, dem Kofferraum voll Bier und die Rückbank mit zwei Cousins und einer Tante, die der Wein zum Halse rauszuhängen schien. Aber es hielt.
Das wir erst Mittags zurückfuhren, verpasste ich leider zwei Vorlesungen, die dritte nahm ich aber mit. Am Dienstag fielen auch wieder Vorlesungen aus, Chinesisch nämlich eines Hexenschuss' wegen, dafür setzte ich mich aber morgens (!) freiwillig (!) mit in eine andere Vorlesung, die wir wegen Chinesisch nicht haben, die aber ganz interessant scheint. Außerdem hatte ich ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich Mittwoch schon wieder in die Heimat geflogen bin (musste das letzte Mal das Tchibo-Ticket nutzen) und da sieht es nicht so toll aus, wenn ich in der Zwischenzeit nur zweimal an der Hochschule war.
Mittwoch erwachte ich also um halb sechs, nachdem ich am Abend vorher noch auf ner Party war. Vom Flug bekam ich nicht viel mit, ich verschlief alles, danach Bahnfahren, zuhause ankommen und die ganze Zeit dem Torben seine Arbeitslosigkeit feiern. Das heißt auf der Couch (aber auf einer neuen, hübschen Couch) hocken, Unterschichtsfernsehen schauen (aber auf nem schönen großen Fernseher) und zwischendurch X-Box daddeln. Ich gewann fast immer.
Donnerstag begann ähnlich, abends ging es aber auf den Freimarkt, und zwar traditionsgemäß mit den ehrenwerten Großeltern, die sich in Spendier- und Trinklaune befanden. Ich war Fahrer. Hin und zurück. Zurück aber ohne Torben, den durfte ich zu nächtlicher Zeit um halb fünf ausm Stubu abholen, samt seiner Freunde, die natürlich alle in verschiedenen Dörfern wohnen. Aber gut, ich war eh wach. Vorher hatte ich natürlich nicht an einen Schlüssel gedacht (meiner wurde für die Bauarbeiter geopfert) und mein Vater war nicht wie versprochen zuhause, also klingelte ich die anderen Großeltern aus dem Bett und auch sie zeigten sich gerne bereit, noch eins, zwei Bierchen zu vernaschen, weil der verlorene Enkel ja mal wieder da war.
Freitag stand abermals der Freimarkt an, diesmal mit der Mannschaft. Es war großartig - Bier aus der Mannschaftskasse (in die ich ewig nicht mehr eingezahlt habe, wofür ich mich aber auch schäme und was ich hiernach sofort tun werde), ein bisschen Karussel, dann Halle 7, andere Leute treffen und irgendwann sich wundern, warum alle weg sind. Dann das Brüderle aufsuchen, das diesmal nicht draußen warten musste und auch nicht aufm Tresen eingepennt ist und diskutieren, ob wir noch fünfzig Minuten auf ne Bahn warten oder gleich n Taxi nehmen. Taxi ging vor, Fahrer war ein Linguistik-Student. Französisch konnte er sprechen, ich versuchte, es ihm gleichzutun. Natürlich war mein Französisch spitzenmäßig, zumindest bildete ich es mir ein. Am nächsten Tag musste ich mal wieder feststellen, dass es besser wär, mir zu vorangeschrittener Stunde einfach mal das Mobiltelefon wegzunehmen..
Samstagmorgen musste ich früh aufstehen. Um zehn. Es ging auch gut, duschen war eine Wonne (vor allem, weil mein Papa gleich danach auch wollte und ich somit nicht die ganzen Scheiben und Wände abziehen musste), Frühstück ging auch gut runter, aber ich war noch granatenvoll. Darunter zu leiden hatte Christian, der mich ne Stunde später abholte und meine Fahne eine ganze Fahrt von Bremen nach Bonn.
Dort besuchten wir Khaleda, die Geburtstag feiern wollte und uns einfach mal einlud. Natürlich waren wir viel zu früh da und helfen konnten wir auch nicht, also gingen wir in die Stadt, Fußball schauen und danach noch ein wenig weiter durch die Stadt. Ins Zentrum wollten wir und fragten einfach mal nach. Die Lady schlug eine Richtung vor, allerdings war das nicht wirklich das Zentrum, wo wir ankamen. Lediglich die Innenstadt eines Stadtteils namens Poppelsdorf. Naja, wir wollten also umkehren und einen kleinen Bogen laufen, sind also rechts abgebogen um die nächste wieder rechts zu nehmen, das Problem war nur, dass einfach keine Straße mehr rechts kam. Irgendwann erblickten wir aber doch eine kleine Straße, die gut beleuchtet war und marschierten und marschierten und plötlzlich standen wir auf einem Berg, auf dem es dann gar nicht mehr so beleuchtet war. Glücklicherweise fand sich aber auch dort ein Mann, der uns helfen wollte. Mein genbedingter innerer Sinn für Orientierung sagte mir aber, das könnte nicht stimmen und so nahmen wir meinen Vorschlag und kamen auch ziemlich genau an. Ich bin halt doch ein Teufelskerl.
Dann war's abends und die Party war angesagt. Prima war's, die Khaleda hat auch ganz schön hübsche Freundinnen und so, aber das nur nebenbei. Gegen sechs ging es ins "Bett" und um zehn aufstehen, aufräumen und was essen - für die Dame. Wir blieben einfach mal liegen und als wir vier Stunden später wieder erwachten, konnten wir auch nicht mehr helfen.
Abends fuhr ich zurück und jetzt habe ich Vorlesungen. Die ganze Zeit. Ich fühl mich bald schon ausgebrannt. Ich habe diese Woche vier Mal um acht Uhr und ebenso oft abends bis 19:15. Das ist ganz schön hart, aber mit etwas Glück stehe ich es durch.

Gekocht habe ich eben ganz toll. Ich hatte 500 g Hackfleisch zu verwerten, also machte ich Spaghetti mit Soße und ganz viele Frikadunsen. Mit Zwiebeln und Paprika und Schafskäse innen drin. Leider vergaß ich Knoblauch und eine größere Menge an Salz, aber mit viel Senf sollten sie heute Abend schmecken.

Ich lern jetzt ein wenig Französisch.

o+