Montag, 10. November 2008

Stiftungsfest der TV Grafia

Letztes Wochenende fand das lang geplante Stiftungsfest meiner Verbindung statt. Für all den Stress und Aufwand in den letzten Wochen (in denen ich mich hier nicht mehr gemeldet habe) wurden wir sehr gut entschädigt, das Fest war sehr schön!
Am Freitag stand ein gemütliches Beisammensein ohne Programm auf dem Programm (klingt das jetzt paradox?). Einem sehr leckeren Büffett folgte sehr günstiges Bier, sowie fünf Fuxierungen und Burschierungen, sprich Bierduschen.
Am Samstag ging es pünktlich um 15 Uhr auf die MS Wilhelma, einem Schiff auf dem Neckar, das ganze im feinsten Anzug. Der Nachmittag ging für eine recht müßige Jahreshauptversammlung drauf. Müßig deshalb, weil die Diskussionen ins Leere zu führen schienen, es ungeheuer heiß unter Deck war und die Bediensteten etwas unfähig waren einen ganzen Tisch auf einmal aufmerksam zu bedienen. Abends fand der Festkommers statt, dem Höhepunkt. Unser Programm kam gut an, für Flüssignahrung wurde stets von dem einen oder anderen Alten Herren gesorgt und die Bierstaffel gewannen wir auch.
Als wir gegen Mitternacht wieder anlegten, fuhren wir noch in die Stadt. Ich besuchte, glaube ich, vier Kneipen, die letzten dann mehr oder weniger alleine. Schlussendlich war ich um halb neun zuhause, was auch daran lag, dass ich bei der ersten Bahn zu sozial war und noch jemanden wecken wollte, sodass wir beide diese verpassten, dass ich in der zweiten Bahn eingenickt bin (wahrscheinlich in einen Sekundenschlaf) und bei der nächsten Station panikartig ausstieg, da ich dachte, ich sei da und letztendlich noch auf die dritte Bahn warten musste, in die ich mich legte, telefonierte und sang, um nicht wieder einzuschlafen.
Um halb elf weckte mich Christian, der wegen Seekrankheit schon um halb eins zu mir gefahren ist und deshalb recht ausgeschlafen war. Man sollte nach zwei Stunden eigentlich böse sein, allerdings machte er das auf eine ganz fantastische Art und zwar mit folgendem Lied:



Um elf Uhr saß ich dann beim Katerfrühstück im Schwanen, genoss noch ein Bierchen und Maultaschen und freute mich insgeheim auf mein Bettchen. Das sollte aber noch bis sieben Uhr auf mich warten. Um Mitternacht genoss ich mein Abendessen, um dann noch drei Stunden mit den besten Mitbewohnern, die ich habe, in der Küche zu hocken und geheime Pläne zu schmieden.
Das Manipulieren des Bierautomatens bildete den Schlusspunkt eines fantastischen Wochenendes.

我叫孟豪

Mein chinesischer Name ist raus; Ich heiße 孟豪 (meng4 hao2).
Zur Bedeutung:
孟 ist ein bekannter Nachname, hat keine große Bedeutung, lediglich sowas wie "ältester Bruder".
豪 dagegen bedeutet sowas wie "groß", "heroisch", "ungeheuer begabt"... und das trifft mich voll und ganz.
Ich danke meinen Chinesisch-Professorinnen!

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Chinesischer Name

Langsam nähert sich meine Abreise nach China (in fast genau 4 Monaten ist es wohl soweit) und somit beginnt auch der ganze Stress; Visum, Stipendium, Gesundheitszeugnis.. und ein chinesischer Name.
Auf dem Visumsantrag steht nämlich, dass man auch einen chinesischen Namen angeben muss. Ich glaube, es gibt nichts schöneres, als sich selber einen Namen mit Bedeutung auszusuchen, allerdings fehlt mir momentan die Inspiration, bzw. mir fallen glatt so viele ein.
Ich wär sehr glücklich, wenn IHR mir bei der Suche helfen könntet. Bedingung: Es müssen drei Zeichen sein, also der Name darf nur aus drei Strichen bestehen.
Mir schwebt da sowas vor wie:

'Im Winde wiegender Grashalm'
'Kuss des Nordens'
'Starker deutscher Schönling'

Ich bitte um weitere Ideen.

Samstag, 11. Oktober 2008

Die erste Woche ist rum

Ich habe es geschafft; die erste Woche des neuen Semesters ist rum und sie wurde so verlebt, wie es sich für eine erste Woche, in der sich alle wieder treffen, gebührt; jeden Abend Feierei, weil man es sich ja leisten kann.
Montag ging's zu Kommilitonen vom Dirk, anschließend kamen wir nicht drum rum, in unsere neue Lieblingskneipe, das Boddchamber, ca. 75 Meter von unserem Wohnheim entfernt, einzukehren. Dabei wollten wir eigentlich schlafen, schließlich war Vorlesungszeit.
Dienstag Pokern bis in die Puppen.
Mittwoch kam Jakob ausm Praxissemester aus Wien mal bei mir zu Besuch. Um halb drei war er da, mit nem Sixer (in weiser Voraussicht nur einen, weil es ja noch nen Bierautomaten gibt). Hilft ja nichts. Abends das zweite Mal Wasen für mich (das erste Mal war Samstag vor einem Bundesliga-Spiel, das ich nicht erwähnen möchte). Jakob schlief um elf, ich kam abermals nicht ums Boddchamber rum.
Donnerstag. Wecker klingelt um 6h30, wir müssen nach Heidelberg. Zug erwischen wir, kaufen allerdings ein BaWü-Ticket, das für den IC nicht gilt. Meine Fahne vernehmend dachte der Schaffner wahrscheinlich, dass es besser wär, uns das durchgehen zu lassen. Bei Heidelberg mussten wir fatalerweise eine Stunde auf alle möglichen anderen warten. Diese Wartezeit veranließ (klingt komisch..) Jakob letztendlich, nach Freiburg zu fahren, es ging nicht mehr. Ich bin da aber ja trainierter, meisterte die ganze Exkursion mit Bravour.
Zurück nahm ich extra den langsameren Zug, um noch etwas zu schlafen. Abends stand wieder Wasen an, diesmal von der Verbindung. Bier ging auf Kassenkosten. Hilft ja nichts.
Gestern wurde es dann mal ruhiger, schließlich hatte ich heute schon wieder Vorlesungen.

Dirk ist krank. Und kein Mensch hier hat Grippostad für ihn. Ich habe ihm verboten zu husten. Er tut es trotzdem. Er will mich vergiften. Das ist ja nicht auszuhalten. Vergiften und mir die Nerven rauben, das ist zur Zeit alles, was er will. Nur am rumquarken. Dauernd hat er Hunger. Und Durst. Und dann verbrennt er sich noch den Mund am Tee. Den ganzen Mund.

Tommy: Es ist gerade irgendwie keine Maiszeit, haben nur den aus der Dose. Hast du vielleicht ein anderes Gemüse? Das nehmen wir dann bald in Angriff, sofern Dirk nicht von uns geht.

Jetzt will er schon wieder ne Zitrone in seinen Tee, der Vitamine wegen. Ich halt's nicht aus!!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Es geht wieder los!

Morgen findet das ungeregelte Lotterleben erstmal ein jähes Ende, um zehn Uhr heißt es Antanzen zum Beginn des Wintersemesters. Es geht auch gut los: Von 10h bis 17h30 habe ich Chinesisch, insgesamt nur 90 Minuten Pause dazwischen.
Beim Versuch, in einen normalen Tagesablauf mit frühem Schlafengehen und pünktlichem Aufstehen zurückzufinden, habe ich erfolgreich versagt: Seit letztem Sonntag habe ich durchgehend jeden Abend mindestens eine Party gefunden, zu welcher ich mich selbst einladen konnte. Spaß hat's gemacht, das Lernen meiner Chinesisch-Zeichen hat's aber behindert.
Für heute Abend sieht es auch schon wieder recht vielversprechend aus; alle möglichen Mitbewohner kommen wieder und da ist es natürlich Pflicht, einen Willkommens-Umtrunk zu veranstalten.
Oh Gott, mir fällt es gerade sehr schwer, irgendwas zu schreiben, drum beende ich das jetzt auch. Wichtiger ist sowieso, dass ich mich abermals um meinen Vorlesungs-Plan kümmere, der sich in der letzten Woche fast täglich änderte und somit das Organisieren von Wahl-Fächern unmöglich machte.
Ich empfehle mich.

Edit: Dirk und ich werden in der kommenden Woche Mais essen und ihn analysieren.

Freitag, 26. September 2008

Das kleine Kätzchen im Prager Regen

Da ich dieses Jahr in Prag beim Postkartenschreiben etwas kreativer sein wollte, fragte ich den ehrenwerten Quentin, ob er eine Idee hätte, worüber ich schreiben konnte, mit der Bedingung, dass es so wenig wie möglich mit dem Urlaub zu tun habe. Und sein innigster Wunsch war es, dass ich ein Gedicht über ein kleines Kätzchen im Prager Regen schrieb. Und sein Wunsch sollte geschehen.

(Stimme aus der Dunkelheit):

Kätzchen, Kätzchen, warum weinst du so?
Bist doch sonst glücklich, munter, froh!

(Kätzchen):
Ach, eigentlich kann ich nicht klagen,
Gibt ja nicht viele Dinge, die mich plagen.
's ist der Regen, der mich stört,
Denn vom Hund habe ich gehört;
In Prag soll's oft und lange gießen
Und das Nass kann ich nicht genießen;
Will ich doch nur draußen spielen,
Mit meinen Freunden, den vielen!
Will hüpfen, lachen, laufen
Und nicht im Regen ersaufen.

(Stimme aus der Dunkelheit):
Der Hund ist 'n gemeiner Zeitgenosse,
Geprägt vom Leben in der Gosse.
Schau! Da hinten wird's schon wieder heiter!
Geh raus! Spiel mit deinen Freunden weiter!

Sonntag, 21. September 2008

Ahoi!

Ich war gestern im Münchener Fußball-Stadion!
Und für solche Momente lohnt es sich zu leben:

Donnerstag, 18. September 2008

Deutsche Post

Als ich vor ca. fünf Wochen meine niedliche kleine Studentenbude verließ, fiel mir viel zu spät ein, dass ich noch das ein oder andere Einschreiben erwartete (ebay-Bahntickets, Werder-Karten...). UlfUlf mit dem Empfangen der Post zu beauftragen ging auch nur eine Woche, da dieser zum einen arbeiten musste und zum anderen schon dabei war, seine Sachen zu packen um auszuziehen. Also handelte ich in Flensburg schnell und machte via Internet einen Post-Lager-Service klar, für 8,20 Euro den Monat.
Dies klappte wohl zuerst auch ganz gut, aber nicht lange genug, da es irgendeinen Personalwechsel in der Filiale Vaihingen gab. Letztendlich zog ich acht Zustellungen aus meinem Briefkasten, darunter auch einem Einschreiben vom 3. September. Das zugestellte Päckchen des Lager-Services hingegen enthielt nur einen Brief und einen Spiegel.
Ich hatte Glück, dass mein Einschreiben, zwei Tickets für das Spiel VFB-Werder, nicht, wie angedroht, nach sieben Werktagen zurück an den Absender geschickt wurden, sondern noch gerade bei der Post lagerten. Trotz dieser Güte ihrerseits musste ich die Depot-Eröffnung eines Postbank-Kontos ablehnen (ist ja jetzt sowieso Deutsche Bank).
Zudem schrieb ich dem netten, jedoch nicht ganz fähigen Logistikunternehmen eine kleine Mail mit meinen Klagen. Dies war Montagmittag. Gegen Abend kam eine Mail, dass meine Anfrage weitergeleitet und bestimmt baldigst bearbeitet werden würde.
Gut, eine Standard-Antwort, da kommt bestimmt sowieso nie was zurück (wie bei Vodafone zum Beispiel).
Aber nach einmal schlafen, wer hätte es gedacht, befand sich ein netter kleiner Brief im Briefkasten, in welchem stand, dass es der Post leid tut, allerdings alles richtig im System eingegangen ist, sie mir also nicht den Preis zurückerstatten könnten, sich aber freuten, wenn ich diese sechs beigefügten Briefmarken als Entschädigung annehmen könnte.
Mir blieb ja nichts anderes übrig, oder soll ich sie zurückschicken!? Das wär ein wenig paradox, denn dafür bräuchte ich eine dieser Briefmarken und somit hätte ich sie ja rein theoretisch angenommen. Oder soll ich unter die Briefmarke schreiben: "Bitte nicht überstempeln, diese Briefmarke gehört der Deutschen Post Ag!" ?
Nein, ich stempel das jetzt mal als faire Geste ab, bekleb ein paar Briefumschläge und erfreu mich daran, dass alles gut gegangen ist.
Warum ich das schreibe - ich weiß es nicht.

Und schon wieder nichts über Mais.

oeRque

Montag, 15. September 2008

ulmen.tv

Ich bin seit längerem Fan von Christian Ulmen, spätestens seit "Mein neuer Freund" 2005 (glaube ich) im TV zu sehen war. Vor kurzem gab es dann noch die Serie "Dr. Psycho", ebenfalls sehr lustig.
Umso mehr freut es mich, dass es jetzt auf www.ulmen.tv fast täglich kleine neue Clips gibt, in denen Ulmen wieder drei Charaktere von "Mein neuer Freund" (Alexander von Eich, Uwe Wöllner und Knut Hansen) spielt, diesmal allerdings in anderer Mission.
Aber seht selbst:

Sonntag, 14. September 2008

Stuttgart-Flensburg-Bremen-Oeding-Bremen-Venedig-Brüssel-Prag-Brüssel-Stuttgart

Liebe Gemeinde, ich habe vier abwechslungs- und ereignisreiche Wochen hinter mir, in denen ich halb Europa besichtigte. Ich entschuldige mich jetzt schon für einen viel zu langen Beitrag, aber er wird so gegliedert, dass jeder sich rauspicken kann, was ihn interessiert. Oder nicht. Und morgen, ja morgen ist wirklich Mais dran.

16.8. Stuttgart - Flensburg
Nach nur zwei Stunden Schlaf wurde ich um fünf Uhr morgens von meiner Mitfahrgelegenheit um fünf Uhr morgens in Stuttgart abgeholt, um nach Flensburg, zu Brüderchen und Schwägerchen und zwei Französelchen, Charlie und Camille zu besuchen. Eigentlich wollte ich mit einer ebay-Bahnkarte hinfahren, aber der Verkäufer zog es vor, in den Urlaub zu fahren, anstatt das Ticket zu versenden.
Die Woche war sehr cool, wir erlebten den Bundesliga-Start bei ein paar günstigen Metern Bier, tranken Absinth, stürmten fremde Parties, fuhren auf der Flensburger Förde Boot, besuchten in Hamburg die total coole Scientology-Religion und und und. War prima!

22.8. Flensburg - Bremen
Irgendwann wollte ich Torben und Alex F. aus F. nicht weiter auf die Nerven gehen und fuhr nach Bremen, auch, weil die meisten Superfreunde sich dort tummelten. Im Irish Pub habe ich meine Flirtkünste auf Chinesisch an einer Chinesin gezeigt. Sie hat sich nie wieder gemeldet.
Zudem musste in der alten Heimat noch ein originelles Hochzeitsgeschenk für die Mutter hergestellt werden. Eigentlich sollte es ein Haufen Schrott werden, doch nun ist es richtige Kunst.

27.8. Bremen - Südlohn / Oeding
Zusammen mit Torben, Alexandra, Mel und einem Anhänger voll Kunst ging es am Mittwoch in die neue Heimat meiner Mutter und meinem jetzigen Stiefvater Bert'sche zwecks deren Hochzeit. Das ganze fand in einer alten Burg statt, die Feier war sehr schön und meine 'Verwandschaft' ist um einiges gewachsen. Ich war sowohl am 'Polterabend', als auch bei der Hochzeitsfeier der letzte. Strike!

28.8. Oeding - Bremen
In Bremen galt es noch einmal, wieder fit zu werden nach vielen Tagen Feierei. Sollte natürlich nicht so sein, mir fällt jetzt erst ein, dass ich da erst im Irish Pub war, und es ging erst um halb fünf zurück und am Folgetag war Fußball spielen angesagt. Also sonderlich fit war ich nicht.

1.9. Bremen - Venedig
Am Montag trafen sich Amir, Quentin und ich am Bremer Flughafen, um nach Venedig zu fliegen. Zwar kam Amir ausnahmsweise mal pünktlich, dafür aber, wie zu erwarten, mit zwei Kilo Übergewicht. Seitdem wissen wir auch, wie sich Ryan Air finanziert. Venedig war eigentlich recht schön, allerdings mit über 30°C etwas zu heiß, zumindest dafür, dass wir kein Appartement hatten, um den Schweiß abzuduschen. Dies ist dadurch begründet, dass wir am Flughafen Trevisio gelandet sind und dieser befindet sich 50 km vor Venedig und unserer Rückflug am Folgetag war schon um halb neun, sodass unser Bus dahin vor 6 Uhr abfuhr und es sich somit nicht gelohnt hätte, eine Unterkunft zu suchen. Eigentlich war an der ganzen Sache auch nur zu bemängeln, dass man die Arbeitslosigkeit damit reduzieren wollte, dass man anstatt Schließfächer (für unser Gepäck) einzurichten, einfach einen leerstehenden Raum nahm, drei Italiener und eine Kasse, in dem dann von 6h bis 24h auf dein Hab und Gut aufgepasst wurde. Um Mitternacht hatten wir also wieder eine Kilogramm Klamotten am Hacken und konnten uns nur noch in eine Kneipe setzen, mit nem Schweizer über die kriminellen Italiener unterhalten und irgendwann am Bahnhof auf einer Spanholzplatte zu schlafen. Aber gut, an Venedig ist eigentlich auch nur Venedig die Attraktion, sodass wir schon alles gesehen hatten.
Am Bahnhof waren ca. 20 andere Menschen, die teilweise schliefen. Die, die es nicht taten, waren von uns schnell als Taschendiebe identifiziert, auch weil sie uns ein Stück folgten und dann zwanzig Meter vor uns hielten, um uns zu beobachten. Wir postierten Amir als erste Wache und so konnte uns niemand etwas anhaben.

2.9. Venedig - Brüssel
Eigentlich war geplant, dass wir spätestens gegen Mittag endlich eine wohlverdiente Dusche bei Quentin genießen zu können. Weit gefehlt. Nach nur maximal zwei Stunden Schlaf für jeden kamen wir am Flughafen an um dort festzustellen, dass wir ne Stunde länger warten müssten. Nach einer halben Stunde wurde das ganze aber auf zwei weitere Stunden, dann auf 17, später auf 18 Uhr verlängert. Flugzeug Break Down oder so war die Begründung. Fantastisch. Ryan Air erwies sich aber als gütig und wir bekamen einen Essensgutschein. Amir und ich schliefen dann abwechselnd like a Penn0r in dem Restaurant aufm Tisch, sowie aufm Flughafen-Boden.
Irgendwann kam aber die erlösende Nachricht, dass eine Maschine aus London uns um halb drei holen würde. Dass wir in dieser erst noch 40 Minuten darauf warteten, dass irgendwelche Koffer gesucht wurden und dann weitere 40 Minuten auf die Startfreigabe, war dann auch egal.
In Brüssel durfte dann geduscht werden, später gingen wir ins Gauguin, eine nette, verrauchte Studentenkneipe. Das entschädigte für vieles.

3.9. Brüssel - Prag
Einen Tag später ging's nach Prag, für acht Tage diesmal. Und nicht mehr zu dritt, sondern mit Werner und Aurélien, zwei netten Buben, die Quentin auch immer mit auf den Freimarkt begleiten. Ich werde auch dies gliedern.

Unterkunft:
Nachdem Quentin sich eine Woche mit der Suche nach einer passenden Unterkunft rumplagte, ich gar nicht, kam Amir auf die glorreiche Idee, einfach nur mal www.prag-urlaub.de einzutippen. War ein Volltreffer! Wir hatten ein nettes Appartment mitten in der City. Die Haustür befand sich an einer Straße mit Markt jeden Tag, unsere Fenster allerdings zu einer ruhigen Seitengasse. In diese verirrten sich nur ab und zu ich sag mal 'selbstständige Unternehmerinnen' mit ihren zumeist männlichen Kunden, um denen Ihre Arbeit zu zeigen. Sofern wir dies zufällig beobachten konnte, wurde die ganze Show mit Jubel und Sprüchen unsererseits kommentiert.
Auszusetzen war also eigentlich nur, dass bereits am zweiten Tag die Wasser-Kälte-Regulierung in der Dusche kaputt ging, das Lattenrost des einen Betts und dass Amir und ich immer schräg in unserem Hochbett schlafen mussten, da es zwar eigentlich breit genug war, die vorm Runterfallen schützende Kante sich allerdings auf Matratzenhöhe befand und keiner sich zutraute, zu dicht daran zu schlafen. Achja, und das versprochene Internet befand sich nicht in unserer Wohnung, sondern in der darüber. Aber gut, das brauchten wir letztendlich sowieso kaum.

Tagesablauf:
Nachdem wir meistens bis mittags geschlafen hatten, brauchten wir noch zwei Stunden, bis alle geduscht waren. Danach ging es in die Stadt, um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.
Später wurde gekocht (naja, nur zweimal), meistens ging es aber in ein Restaurant zum Essen. Am Abend selber suchten wir Bars, Clubs oder Discotheken auf, die jeden der acht Tage geöffnet hatten.

Wetter:
Bis auf eine Ausnahme hatten wir nur Sonnenschein und die langen Hosen blieben meistens im Haus.

Die Stadt:
Prag ist recht schön, zudem sind die meisten Sehenswürdigkeiten nicht zu weit auseinander, sodass wir alles zu Fuß erreichen konnten. Naja, vorausgesetzt, wir kannten den Weg. Durch Prag läuft nämlich die Moldau, an der man sich orientieren könnte, würde sie nicht einen Bogen machen und somit gleich zwei Möglichkeiten vorhanden sind, wenn es um die Frage geht, wo denn nun der Fluss ist. Während Amir und ich recht schnell damit zurechtkamen und zumindest immer die richtige Richtung fanden, konnte das selbsterklärte Navigationssystem Q. dies nicht von sich behaupten. So begab es sich, dass wir zeitgleich verschiedene Wege zu einem fünf Minuten entfernten belgischen Café antraten, Amir und ich aber zwölf Minuten früher dort waren, als der Herausforderer.
Naja, letztendlich hatten wir eigentlich alles besichtigt, was es so zu besichtigen gab.

Die Menschen:
Prag ist vollkommen auf die Touristen angewiesen, zumindest scheint es so. Jeden Tag in der Woche haben Clubs und Discotheken geöffnet, ohne Rücksicht auf die Einwohner. Vor fast jeder Lokalität stehen irgendwelche Leute, die dich mit tollen Angeboten zu werben versuchen. Ein anderer Teil der Bevölkerung nennt sich Taschendieb. Das ist allerdings nur den schnellen vorbehalten, weder Amir und ich konnten einem folgen.

Essen und Trinken:
Speiß und Trank gilt gemeinhin als günstig in Prag. Dies trifft allerdings nur auf den Trank, genauergesagt auf's Bier zu. Grundsätzlich zahlt man dort für einen halben Liter Bier weniger, als für einen fünftel Liter Bier oder Wasser. Das gute daran ist nicht nur, dass man nicht so viel Geld verliert, sondern auch, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss beim Verzehr dieses Genussmittels am Nachmittag.
Essen hingegen ist echt scheiße, man wird ganz gut abgezockt. Entweder taucht auf der Rechnung noch ein hoher Prozentsatz Tip, also Service auf, oder das Gedeck kostet pro Person noch eine nette Summe oder auf einmal muss man alle Beilagen, die bei einem Gericht mit aufgeführt sind, dazubezahlen. Somit verliert man dort doch ne Menge Geld!

Nightlife:
Desnachts suchten wir entweder das Coyote auf, einer Bar mit heißen Kellnerinnen, die zu jeder vollen Stunde eine Show ablieferten, in der anscheinend berühmten fünf Etagen-Disco (ich bin Schuld an einem Loch in der Tanzfläche), in irgendwelchen Pubs oder im Chapeau Rouge, in der es trotz häufigem Kunstnebels oft nach Gras roch. In einen Club, in den wir gelockt werden sollten ('Hey my friends, come to Magic Club, we have big titties, small titties, pussies, you want to f***...' - 'Shut up'), gingen wir hingegen nie.

Besondere Vorkommnisse:
Eines Tages gingen wir am späten Nachmittag in eine kleine Bar in einer Seitenstraße. Bier kostete unter einem Euro (halber Liter), Shots kosteten auch nicht so viel. Zudem hatte Werner erfahren, dass er sein Semester bestanden hatte und somit bestellten wir ein paar Runden Wodka (bzw. Becherovka für mich - ich danke Opa, dass er mir diesen einst empfohlen hatte). Nach acht Runden à 0,04 l (also doppelte Shotmenge), davon einige auch mit dem Barbesitzer, wollten wir dann doch noch was essen, versprachen aber, wiederzukommen an einem anderen Tag. Der Besitzer wollte extra für uns am Sonntag eröffnen, Aurélien fädelte dies ein. Zu einem Wiedersehen kam es aber nicht, da Aurélien seitdem Angst vor dieser Gasse hat. Es mag daran liegen, dass er dann doch einen netten Absturz hatte und sich drei Stunden lang nicht mehr vom Bürgersteig entfernen ließ.

Fazit:
Prag ist ne coole Stadt, werde garantiert irgendwann wieder dort hinfahren.

11.9. Prag - Brüssel
Am Donnerstag ging es zurück nach Brüssel. Seitdem bin ich krank. Es ist das dritte Jahr in Folge, dass ich in Brüssel war, und jedes Mal war ich irgendwie krank. Gut, ich bin jetzt nicht sterbenskrank, aber verkühlt. Dies lag wahrscheinlich daran, dass ich im Flieger direkt eingeschlafen bin und mir fünfzig Minuten die Lüftung in den geöffneten Mund geblasen wurde. Es gibt nichts schöneres, als dann mit einem total ausgetrocknetem Mund aufzuwachen und ein Kratzen im Halse zu verspüren, das vorher nicht da war.
In Brüssel waren wir abends noch im Delirium, einer Bar mit 2004 Biersorten.
Freitag wurden Amir und ich von Quentin als billige Arbeitskraft missbraucht und mussten ca. 200 Kartons mit Skripten mittels Einkaufswägen quer über den Campus schleppen. Und das bei dauerhaftem Regen.

12.9. Brüssel - Stuttgart (finally)
Freitag bin ich mittels Mitfahrgelegenheit dann endlich wieder abends im eigenen Bett gelandet. Also eigentlich hatte ich mir vorgenommen, gleich nach meiner Ankunft um halb elf zu schlafen, war ja noch etwas angeschlagen. Aber weitgefehlt. Schon früh bemerkte ich die Erasmus-Party im Keller unseres Hauses, ausgerichtet von zwei Ungarn, die imch sogleich einluden, von ihrem Gulasch zu naschen. Fantastisch.
Um zwei war ich im Bett.
Gestern dann Einschulung meiner Cousine in Kirchheim / Teck. Mein Studentenausweis, der mich am Wochenende dazu befähigt, umsonst Bahn zu fahren, ist abgelaufen. Somit schulde ich der Bahn momentan noch 40 Euronen wegen Schwarzfahrens.

Heute habe ich bis halb sechs abends im Bett gelegen, war auch mal recht schön, jetzt plagt mich aber der Hunger.

Mittwoch, 20. August 2008

Alexandra F. aus F.

Liebe Gemeinde,
Heute möchte ich euch eine sehr feine Dame vorstellen, die ich auch mittlerweile sehr ins Herz geschlossen hab. Diese junge Frau ist Alexandra F. aus F., meine Schwägerin in Spe, in die sich mein Bruder schon etwas verliebert hat.
Alexandra studiert in F. erfolgreich BWL, möchte aber diese Plattform nutzen, um noch anders ganz groß rauszukommen. Mancher möge ihr unterstellen, mediengeil zu sein, aber ich denke, sie ist einfach nur sehr clever.
Sollte sich unter meiner Leserschaft nun eine nette Person befinden, die über die nötigen Mittel verfügt, Alexandra groß rauszubringen, der möge sich bitte mittels Kommentar bei mir melden, ich leite die Kontaktdaten dann gerne weiter.

Hier noch ein nettes Bild von ihr:

Donnerstag, 14. August 2008

Entschuldigung

Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass der Mais noch auf sich warten lässt. Das hat aber zwei vollkommen authentische Gründe;
1. Es läuft schon ab vor dem Aufstehen bis abends Olympia. Wie kann man sich da auf Mais konzentrieren?
2. Ich musste meinen Roller pimpen. Heute habe ich mich mit Ulf rangesetzt und ein Fahrrad etwas geschlachtet, also eigentlich nur den Lenker. Es hätte mir um das Fahrrad leid getan, aber letztendlich war's das beste für den edlen Drahtesel. Schließlich stand es schon seit ich hier war vor meinem Fenster rum, Luft war nicht im Reifen, Kette verrostet. Zudem hat es vom Erzeuger den furchtbaren Namen "Mountain Ass" erhalten. Wer heißt schon gerne "Bergarsch" ?
Aber hier ist das Bild vom stolzen oeRque mit Barbie-Roller mit Lenker:




Mit diesem schönen Roller werde ich jetzt immer von meinem Zimmer zu Küche und in die Dusche rollen (zur Toilette nicht, solange ich noch keine Rollerrampe auf die Treppe gebaut habe). Meine Mitbewohner werden vor Neid erblassen und ich werde noch bessere Noten schreiben, weil ich so Zeit einspare und mehr lernen kann.

Montag, 11. August 2008

spießiges Stuttgart

Es ist mal wieder Zeit über mein Wochenende zu reden. Schon am Freitag während der Olympia-Eröffnungsfeier dröhnte viel BumBum durch die Bude. Ich vermutete einen unzivilisierten Mitbewohner hinter den Bässen, musste dann aber schnell feststellen, dass es an dem Rock-Festival hinter unserem Haus auf dem Rasen lag. Ulf und ich statteten dem ganzen mal einen kurzen Besuch ab, um halb elf war allerdings schon Ende und wir gingen doch noch in die City. Ins Zwölfzehn sind wir reingekommen, ins spießige L'Oasis aber nicht, wir wurden grundlos von der Emanzen-Türsteher abgewiesen. Und das, nachdem wir im Regen da hinliefen. Uns blieb nichts anderes übrig, als draußen in der Kälte noch ein wenig Gerstensaft zu verköstigen um dann irgendwann den letzten Nachtbus zu erwischen. Auf dem Rückweg musste ich schmerzhaft feststellen, dass die Wikingerschiff-Schaukel vor dem Starbucks nicht zu der sichersten gehört, da man sich mit einer Flasche in der Hand ganz vorne nicht ausreichend festhalten kann, wenn fremde Halodris so doll sie können Anschwung geben. Das L'Oasis hat zu einer Verkühlung geführt, der Starbucks zu einer Prellung der linken Brust. Ich habe beiden Lokalitäten aber angeboten, dies außergerichtlich zu klären.
Samstag ging's in die Stadt mit UlfUlf, Stefan und dessen Simönchen zum Chinesisch-Essen und anschließendem im-Park-Gammeln. Abends nochmal kurz Rock-Festival, dann zum Ben im Nachbarhaus, der mit Bruder und Freunden am selbigen Abend seinen Auszug durchgeführt hat. Der inhaltliche Rest des Abends basiert auf den Erzählungen des UlfUlf, wobei der Wahrheitsgehalt angezweifelt werden kann, gerade, wenn man mich kennt.
Es ging in einen Club (in den wir sogar als Männer-Bande reinkamen). Hier sollte ich abermals ein bekanntes Gürtelproblem gehabt haben und einen Tisch als Tanzfläche umfunktioniert haben. In die nächsten Clubs kamen wir anscheinend nicht rein und Ulf verabschiedete sich schonmal, da er befürchtete, mit mir den Bus nicht mehr zu erwischen. Pustekuchen. Im Bus fand ich ihn anscheinend wieder, bewaffnet mit einem rosaroten Barbie-Roller. Den soll ich anscheinend von irgendwelchen Schotten geschenkt bekommen haben. Gut, das mit dem Roller kann ich nicht mehr abstreiten, denn ich fand ihn gestern morgen unterm Waschbecken, in die Pfandflaschensammlung gedonnert. Überhaupt war alles recht komisch am Morgen, ich trug noch Socken, T-Shirt und Uhr, meine Tür stand sperrangelweit geöffnet und aus der Küche dröhnte Musik.
Ulf behauptet, ich sei eigentlich auch in der Küche eingeschlafen und ich hätte ihn gebeten, Musik und Licht anzulassen. Aber das geht ja gar nicht, wenn ich doch morgens im Bett lag, oder?!

Kulinarisch hatte es dieses Wochenende auch in sich. Freitag haben Ulf und ich selber Pizza gemacht, Sonntag ebenso (weil wir noch so viel übrig hatten). Am Samstag erst chinesisch und abends feinstes Rinderfilet vom Hinterteil. Hab ich mir mal beim Schlachter gegönnt, wobei ich doch recht erstaunt war, dass die 128 Gramm 4,85 Euro gekostet haben.
Aber somit habe ich den Genuss an Fleisch wiedergefunden.
Morgen ess ich Mais, damit ich euch meine Erfahrungen damit mitteilen kann.

Dienstag, 5. August 2008

Gemüse-Philosophie 1 - die Gurke

1. Einführung
Wie angedroht werde ich mich in der nächsten Zeit häufiger unseren heimischen und auch exotischen Gemüsesorten widmen. Ursprung der Idee ist, dass Ulf und ich nicht mehr so viel zu sagen haben, da das Thema Fußball (er ist HSV'er) ausgelutscht ist und seine Arbeit auch nicht so mein Interessenfeld tangiert. Zudem habe ich in letzter Zeit bevorzugt Gurken gegessen, mit Essig, Salz und Pfeffer.

2. Definition Gemüse
Für die Definition bediene ich mich am Wikipedia-Artikel:
Gemüse ist ein Sammelbegriff für essbare Pflanzenteile wild wachsender oder in Kultur genommener, meist ein- oder zweijähriger krautiger Pflanzen. Im Gegensatz zu Pflanzen oder Pflanzenteilen, die vor allem wegen ihrer Speicherstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette genutzt werden und deshalb die Grundkost in unserer Ernährung darstellen, wird Gemüse als Beikost vor allem wegen seines Gehalts an Vitamine, Mineralsalzen, Extraktstoffen und ätherischen Ölen verzehrt und wirkt zudem geschmacksbildend und appetitanregend. Zudem haben Gemüse aufgrund ihres hohen Anteils an Ballaststoffen eine wichtige Funktion für die Verdauung.

2.1 Unterschied zwischen Gemüse und Obst
Der Unterschied zwischen Obst und Gemüse ist nicht eindeutig definiert. Grob kann man sagen, dass eine Gemüse-Pflanze nur einmal 'tragend' ist, also nur ein einziges Mal ein Gemüse abgeben kann. Danach ist die Pflanze kaputt. Obstpflanzen hingegen haben eine hohe Lebensdauer und sind jedes Jahr tragend. Ein weiterer Unterschied liegt in der Zubereitung: Die meisten Gemüse werden gekocht (die Gurke würde ich allerdings nicht dazuzählen), während Obst, sofern reif, sofort und ohne Umwege genossen werden kann. Um mehr Geschmack in das Gemüse zu bekommen, bedarf es der Verwendung von Gewürzen (wobei ich auf eine pure Gurke oder Paprika nichts kommen lasse!).

2.2 Unterteilung der Gemüsesorten
Unterteilt wird in Salate & Blattgemüse, Kohl, Rettich & Rüben, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Gurken & Kürbisse, Kräuter, Sprossen, Keimlinge, Knollengemüse, Nachtschattengewächse, Sellerie, Fenchel & Co., Wurzelgemüse, Gräser und Getreide. Aber auch diese Unterteilung ist schwammig, da sich einzelne Gemüse zu mehreren Arten zählen kann.. Aber auch diese Unterteilung ist schwammig, da sich einzelne Gemüse zu mehreren Arten zählen kann.

3. Die Gurke
3.1 Eigenschaften einer Gurke
Wie ich gerade gelesen habe, gehört die Gurke zu den wirtschaftlich bedeutendsten Arten! Hätte man das gedacht? Eigentlich sind Gurken getrenntgeschlechtlich (mit männlichen und weiblichen Blüten an derselben Pflanze), aber die guten Biologen haben mittlerweile für einen höheren Ertrag rein weibliche Gurkenpflanzen gezüchtet. Bei so einem Frauenüberschuss wär ich gerne mal eine männliche Gurkenblüte.

3.2 Die Frucht
So eine Gurke ist ja ein ganz fabulöses Gemüse, trotzdem es, in meinen Augen, recht hässlich ist. Lang und unförmig, nicht wirklich rund sondern drei- bis sechseckig (da es sich während des gesamten Wachstums platt liegt, denke ich mal - ein Wunder, dass es nicht zu Dekubiti, also wundgelegene Stellen, kommt), ziemlich verwarzt (wobei das bei eingelegten Gewürzgurken schlimmer ist, als beim großen Bruder, der Salatgurke) und zudem bezeichnet sie sich als 'Beere' (wobei wir wieder bei der problematischen Abgrenzung von Obst und Gemüse wären).
Die Frucht ist von außen grün, innen eher weiß, wobei ein wenig grün aus der Schale (die ich neuerdings nicht mehr mitesse, die soll ja voller Pestizide und so sein) ins Fruchfleisch migriert, aber es gibt auch Sorten, die orangelich sein sollen. Dieses Faktum hilft mir auch beim Verständnis, warum der Chinese die Gurke 'Huanggua' 黄瓜, also 'gelbe Melone' nennt. Das wabbelige in der Mitte sind die Samen. Viele schnibbeln das meistens raus, wahrscheinlich, damit der Salat nicht so matschig wird. Aber ich mag gerade diesen Teil der Gurke sehr gerne und lass auch nichts darauf kommen.

3.3 Vor- und Nachteile einer Gurke
3.3.1 Nachteile
Eine Gurke lässt sich nur sehr schwer kochen. Ich habe es ein paar mal probiert, in einer Reis- und Gemüsepfanne, um ihr mal die Chance zu geben, sich weiter zu entfalten, aber die Gurke hat mich da ein wenig enttäuscht. So eine Gurke besteht ja auch hauptsächlich aus Wasser und das bekomm ich auch aus dem Hahn. Zudem verändert sich der Geschmack durch die Hitze, vielleicht durch das Absterben der Samen, wer weiß das schon so genau. Ein weiterer Nachteil ist, dass man die Gurke nicht zu dicht an das Eisfach im Kühlschrank legen darf. Sonst gefriert das Wasser. Und wenn Wasser gefriert, so dehnt es sich bekanntlich aus. Dadurch, mutmaße ich, dehnen sich auch die Zellen und gehen vielleicht kaputt, denn nur so kann ich mir erklären, dass die Gurke nach dem Auftauen matschig und ungenießbar ist.

3.3.2 Vorteile
Da die Gurke aus Wasser besteht, ist sie sehr erfrischend und ist nach dem Sport ein wahrer Genuss. Auch gut lässt sie sich mit eher trockenen Sachen wie Brötchen und Käse oder Wurst kombinieren oder mit Gewürzen modifizieren. Herrlich! Ich bin in der letzten Zeit ein wahrer Gurken-Fan geworden.

3.4 Aus dem Leben einer Gurke - ihre Gefühle
Ich habe mich desöfteren gefragt, wie sich so eine Gurke wohl fühlt. Liegt den ganzen Tag auf der faulen Haut und wartet darauf, geerntet zu werden. Manche müssen viel zu früh mit dem Leben abschließen und bekommen eine Massenbeerdigung in einem Glas mit Gewürz-Essig-Wasser. Davor muss eine Gurke doch, bis sie eine gewisse Größe erreicht hat, tierische Angst haben. Außerdem ist so eine Gurke doch recht hässlich, so lang und dürr. Ich würde mir eine runde, ballförmige Gurke wünschen - mehr Fruchtfleisch, weniger lästige Schale! Allerdings würde dies wahrscheinlich nachteilig für das faule Pack sein, da das ganze Gewicht nicht mehr verteilt, sondern auf einer Stelle ist. Folge: Dekubitus. Da muss sich die Gurke noch etwas einfallen lassen.
Zudem frage ich mich, wie eine Gurke so fühlt. Man sagt nicht: Du bist schlank wie eine Gurke, ich mag deine hübschen Gurkenaugen etc.. nein, man sagt: Du lahme Gurke, diese Gurkentruppe etc. Was hat die Gurke einem getan, dass man sie als Beleidigung benutzt? Zumal frage ich mich, woher der Begriff 'Gurkentruppe' kommt. Das Internet bietet wenig Aufklärung, da die meisten Artikel von einer gleichnamigen Musikgruppe handeln. Lediglich www.stupipedia.org bietet etwas Aufklärung, wobei ich noch nicht weiß, ob ich diesem Bericht Glauben schenken darf:
Entymologisch betrachtet ist die Gurkentruppe eine Erfindung der Engländer: die Anhäufung derselben Gruppierung fand vor allem in den frühen 90er Jahren in der damals noch "Premier League" genannte Spielklasse des beliebtesten Ballsports auf der Insel, dem Cricket, statt. Teams wie Ostsouthhuddlescobbledown oder Plesbitharistan Thwistlethorp prägten den Begriff der Gurkentruppe: sie erschienen mit eigens von ihnen, speziell für das Cricket gezüchteten, grün-länglich gezogenen Battern anstatt der von anderen Teams verwendeten Schlagholzinstrumenten.

4. Fazit
So eine Gurke ist ein erfrischendes, schmackhaftes Gemüse, das allerdings ein wenig einfältig ist, was die Zubereitung betrifft. Dennoch hat sie es nicht verdient, als Beleidigung verwendet zu werden, denn so eine Gurke hat auch Gefühle und hat schon genug durchgemacht, sei es die Manipulation, dem Rassismuss den männlichen Blüten gegenüber und die Unart, die kleinen Kinder zu nehmen, um sie als Delikatesse, der Gewürzgurke, zu vermarkten. Die Gurke kurbelt unsere Wirtschaft und unseren Appetit an und darauf kommt es an!

5. Abschlusswort
Ich bin sehr gespannt, was ihr von der Gurke haltet; ob ihr meine Meinung teilt, ob die Gurke euch schmeckt oder ob ihr jemals schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht habt.
Im nächsten Beitrag geht es um: Mais

"Die Nudel" von Peter Ludolf

In unserer Partyküche ist es längst schon Kult, in anderen Teilen Deutschlands bislang auch, drum möchte ich euch Peder Ludolfs Ode an die Nudel nicht weiter vorenthalten.
Dieser Beitrag ist auch der Beginn einer neuen Blogreihe, denn auch ich habe jetzt mehr Zeit, mich den scheinbar unwichtigen Dingen des Lebens widmen und in den nächsten Tagen über verschiedene Gemüsesorten philosophieren.
Doch hier erstmal Peter Ludolfs Beitrag, in Video und unten von mir niedergeschrieben.



Eine Nudel ist ein also n Ganztag.
Man kann im Winter, Sommer, man kann morgens, abends essen, so ein Nudel ist ja wirklich ein sehr leckeres Gericht. Man kann Nudeln machen warm, man kann Nudeln machen kalt. Also man kann in den Urlaub, man kann mit zum Picknick machen, man kann abends, morgens essen, wie man gerade Hunger hat. Dawegen spielt keine Tageszeit, keine Sonnenzeit, kein Winter oder so. Die Italiener essen es ja auch jeden Tag. Also ist eine Nudel ein ewiges Essen.
Egal, aus was ist die Nudel gemacht ist, egal, wie die Nudel zubereitet wird. Jeder hat seinen Geschmack. Einer ist gerade morgens aufgestanden, isst gerne Nudeln. der macht sich auch morgens Nudeln. Kein Bisschen. Dawegen lass ich auf Nudeln nichts kommen.
Humor muss ein. Dafür ist ja die humorvolle italienische Nudel. Der hat ja auch Humor, der Italiener!
Eine Nudel kräftigt.
Eine Nudel kräftigt nicht nur, die hat Energie bringt sie, auch nichts anderes, ganz wichtig. Wenn man die gegessen hat, hat man auch Freude am ganzen Tag. Und so schneller ist man. Oder: Und so baut man seine Kraft und seine Freude auf. Das ist das Wichtige! Haha! Die Nudel schmeckt und darauf kommt es an!

Montag, 4. August 2008

Putzzeit

Mittlerweile sind nur noch Ulf und ich im Wohnheim auf unserer Etage anzutreffen, alle anderen sind in ihrer Heimat oder schon ausgezogen, wie Stefan und die Singapurianerin.
Letztgenannte war so frei und hat uns als Dank für unsere erfolglosen Integrationsversuche all ihr Geschirr überlassen. Ungespühlt und noch mit leckerem Essensresten. Und alles in der Spüle gelagert. Herrlich! Unter weiteren Tellerstapeln waren richtig putzige kleine Lebewesen, Pilze und andere undefinierbare Leckereien anzutreffen. Das brachte Ulf und mich auf die Idee, diese Wesen weiter zu beobachten, einen Blog einzurichten und vielleicht eine Live-Cam. Wir haben uns aber erstmal dagegen entschieden und lieber die ganzen Teller in den Müll geworfen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meine Pläne gehen jetzt in die Richtung, aus verschiedenen Lebensmitteln verschiedene Pilze zu züchten, sie später zu kreuzen und dann den ultimativen Superpilz zu züchten. Sofern ich damit beginne, lass ich es euch wissen.
Alle anderen noch halbwegs verwertbaren Geschirrteile haben wir dann fein gesäubert, Herd geschrubbt, Müll weggebracht (und somit den guten Fruchtfliegen ihren Lebensraum geraubt) und und und. Ohhh das Eichhörnchen ist wieder vor meinem Fenster und springt fröhlich im Regen herum! Also gut, die Küche ist also wieder auf Fordermann, heute hab ich dann mal Wäsche gewaschen. Handtücher und Bettbezüge brauchen aber ihren Platz, so dass ich mal schnell drei von vier Maschinen gefüllt hab. Tut mir leid um alle anderen, aber da musste ich jetzt mal Egoist sein.
Ce soir kommt Max um hier zu nächtigen, da er morgen ins ferne Russland fährt. Vielleicht trinken wir ein Bier zusammen.

Stuhr oder Stuttgart?

Da ich mich jetzt in meinen wohlverdienten Semesterferien befinde, stellt sich für mich nur noch die Frage, wo und wie ich diese verbringe.
Angedacht war, in Stuttgart zu arbeiten, aber die Firma, von der ich eigentlich eine Zusage habe, meldet sich nicht zwecks Einsatzzeiten, also such ich mir wohl etwas anderes.
Die letzte Woche war ich mal in der Heimat, Torben erst bei der Badeinselregatta anzufeuern (der Verlierer wurde nur Vierter), das Feinsliebchen zu begutachten, bevor es wieder in die Staaten musste und meine Schwägerin in Spe in der Familie zu begrüßen. Blöd war, dass eben jene kaum da waren und auch Dr. Lennox Martin und Sebster es vorzogen, in den Urlaub zu fahren. Somit war der ganze Aufenthalt recht langweilig, da es galt, den Tag zu überstehen, bis ich abends mit den Herren Vater und Großvater mehr oder weniger bechern konnte. Teilweise war mir so langweilig, dass ich sogar gelesen hab oder mir einen Sonnenbrand anzüchtete, um ein wenig Action zu haben. Ist mir gelungen.
Somit fiel die Entscheidung, nach Stuttgart erstmal zurückzukehren nicht sonderlich schwer. Freitag war gleich ne Erasmus-Party, Samstag war ich mit ein paar Leuten in der Stadt. War beides wunderbar, allerdings wurde der Samstag etwas durch die Sorge um Ulf getrübt, der es vorzog, vom Toilettengang nicht zurückzukommen, sondern irgendwo anders hinzugehen. Er war wohl gegen sechs zuhause, konnte sich aber nicht mehr erinnern, warum er ging und wohin überhaupt.
Heute mach ich noch mal einen faulen Lenz, geh lediglich mal zum Hausmeister und morgen such ich mir dann mal wieder Arbeit.Sollte ich nur was in Bremen finden, wär es nicht schlimm, da der Quennie seit Freitag auch dort ist für einen Monat. Vielleicht steht Anfang September dann Prag an und im September mal wieder Brüssel an.
Heidewitzka, da kommt doch bestimmt Action auf.

Freitag, 25. Juli 2008

Ferien!

Liebe Leute, ich habe jetzt die sehnlichst erwarteten Ferien, seit knapp einer Woche. Leider sind sie doch nicht so prickelnd, wie man sich das denkt. War man noch vor einiger Zeit ein Workaholic, so weiß ich gar nicht, was ich mit dem ganzen Tag anfangen soll. Zudem habe ich gefühlte 3 kg wieder zugenommen (hoffe, die setzen sich an meine Schenkel, die in letzter Zeit ums ein oder andere Mal bemitleidet wurden, da sie denen eines Models gleichen).
Gestern verließ mit Stefan der letzte patente Kommilitone den Campus. Er ist einer von vielen, die ich in diesem Studium nicht wiedersehen werde, da er ins Praxissemester geht und wenn er wiederkommt, geh ich nach China und wenn ich wiederkomme, ist er fertig. Das heißt, ich muss mir im nächsten Semester neue Freunde suchen. Kann gut, aber auch erfolglos werden.
Das Semesterende begossen wir ausreichend in Freiburg bei Max, der wie letztes Jahr zu seinem Geburtstag lud. Die Party war sehr cool, hab einige kulinarische Köstlichkeiten in Form von Cocktails und wild gemischten Schnäpsen (Freiburg hat das 'Shooters' wo ausschließlich Kurze ausgeschenkt werden) genossen, zwei Bars sowie eine Disco (wurde mir erzählt und Bilder beweisen es) kennengelernt und ein paar höchst feine Mäuschen.
Begrüßt habe ich den folgenden Tag mit zwei Weizen und schon war eben jener mein Freund! Anschließend ging es an nen Baggersee und später am Abend auf ein Musik-Festival. Noch aufregender war aber die Fahrt anschließend mit dem Nachtbus. Ich hielt eine kleine Ansprache, wer ich bin, wo ich herkomme, wo ich hinwill und schon waren die restlichen Passagiere (gehobenem Alters) meine Freunde. Mit einer älteren Lehrerin habe ich Coco-Jambo getanzt, wobei die Schwierigkeit darin bestand, dass wir dazu selber singen mussten und keiner ne Ahnung vom Song hatte und meine Hose rutschte... Der Busfahrer wollte uns am Ende zumindest aus Angst vor schwindender Stimmung nicht aussteigen lassen.
Der Montag war entspannter, wir sind durch die Gegend gefahren, da einige ein Motorrad hatten und es da ganz nette Strecken gibt, abends wurde gegrillt.
Ein Tipp, den ich exklusiv hier vorstelle: Wenn euch alkoholfreies Weizen zu langweilig ist; vermischt es mit Bacardi! Das ist wahnsinnig lecker!
Nun hocke ich seit Dienstag hier, habe zwei Buben beim Auszug geholfen und weiß nicht, was ich tun kann.
Drum fahr ich morgen mal nach Hause um Torben bei der Badeinsel-Regatta auf der Weser zu unterstützen.
In diesem Sinne: Frohes Weizen!

Sonntag, 13. Juli 2008

Richtigstellung

Wollte ich vor ein paar Einträgen noch aufgrund meiner weltverändernden Erkenntnisse einen Wissenschaftspreis absahnen, musste ich heute doch glatt feststellen, dass es einen Fehler in der Auswertung gab:
Sagte ich doch, dass ein nicht getrockneter, eingepackter Regenschirm einen wohlwollenden Bananengeruch versprüht, musste ich heute feststellen: Es lag nicht am Regenschirm. Sondern an der Banane!
Mir kam das ganze schon ein wenig komisch vor, da es in meinem Rucksack desnachts immer so raschelte, heute dann der grausame Befund (und ich habe wirklich lange überlegt, ob ich darüber schreiben sollte):
In einem anderen Fach, als das, in dem der Regenschirm lag, ertastete ich doch glatt etwas weiches, feuchtes. Erschrocken riss ich das schleimige etwas heraus und trotz ihres erbärmlichen Zustands konnte ich die Banane sofort erkennen. Es war grausam, was wochenlange Isolation aus dieser so feinen Südfrucht machen kann. Obwohl; Isolation ist falsch ausgedrück. Es haben sich nämlich putzige kleine Bananen-Tierchen entwickelt und zusammen mit der Banane eine riesen Party gefeiert, nehme ich an.
Zuerst wollte ich sie behalten, aber der Gestank war mir dann doch zu übel. Mein Rucksack weicht jetzt auch schon den halben Tag im Waschbecken in einem Cocktail aus Wasser, Seife, Waschmittel, Shampoo, Parfüm und Febreeze ein und das Fenster steht weit offen.
Chinesisch habe ich auch lieber in der Küche gelernt.
Was war sonst so?
Richtig, die Panamanesinnen-Party. War großartig, ich war abermals der Exot als einziger Deutscher. Die Damen hatten für jeden eine Maske gebastelt, war schließlich Karnevalsparty. Meine Nachbarin hat mich überall vorgestellt als "the guy who has a solution for every problem", da durch mich die Strom- und Musik-Versorgung gesichert war. Ich war also schon eine Art Held, zumindest fühlte ich mich so.
Gegen 1 wurde unsere Party aber aufgelöst, natürlich von den kleinen Security-Leuten. Ich habe sie mal gefragt, warum sie diese Party auflösen, unter der Woche aber nichts gegen die Rumänen machen. Natürlich war das nicht deren Revier und so, klar. War ja nur direkt vor der Haustür.
Aber gut, die Party war zwar vorbei, aber es gab glücklicherweise noch die Swedish-Finnish-Party im anderen Wohnheim, die glatt noch größer war und noch internationaler. Ja, es war sehr hold.
Samstag kam ich erst sehr sehr langsam in Schwung und als ich dann beim Lernen so richtig in Fahrt war, musste ich auch schon wieder zur Nadine, die Geburtstag hatte. Wir waren bei ihr und dann in der allseits beliebten Schräglage. Da hab ich glatt den Bruder eines deutschen Fußball-Nationalstürmers (Kleiner Tipp: Früher Stuttgart, jetzt Schalke, tolle Frisur, noch besserer Bart, Sprachfehler) sofort erkannt. Er mich aber anscheinend nicht, denn er war doch recht aggressiv. Nach ein wenig Getuschel meinerseits fragte er mich dann, ob das sein müsste und so. Und kurze Zeit später wollte er mich schon fast hauen. Hätte er mich bloß mal geschlagen, das wär bestimmt nicht so schlimm gewesen, wie die fiesen, hysterischen Beleidigungen seiner weiblichen Begleitungen: "geh doch zu deiner Mutter windeln wechseln...du hast doch voll nen kleinen Schw***...!!!".
Hat mich sehr getroffen. Ich hab mir dann auch nur noch ein paar Biere gegönnt und bin heimgefahren. Ich konnte kaum schlafen.

Freitag, 11. Juli 2008

Fatalität!

Langsam fange ich an zu zweifeln. Entweder bin ich einfach nur ein sehr sehr kluger Kopf mit einer Menge mit Wissen befruchtetem Gehirn oder die Professoren passen ihre Prüfungen an die Lernbedingungen, sprich an das heiße Wetter, an. Da bin ich heute abermals mit minimalstem Lernaufwand in eine Prüfung gegangen und es lief eigentlich mal ziemlich gut. Eine 1,0 wird es wohl nicht, aber bestanden ist's. Davon geh ich jetzt mal einfach aus.
Das ist schon die dritte Prüfung in Folge, die mich an der Schwierigkeit des Studiums zweifeln lässt; in den ersten beiden waren mir die Fragen, die drankamen, mehr oder weniger bekannt, entweder aus früheren Prüfungen oder, naja, soll man's Spionage nennen? Und heute durften wir glatt alles an Hilfsmitteln mitnehmen, was wir für angemessen hielten.
Zum Glück weiß ich, dass Chinesisch am Montag anders ausschaut, drum werde ich mich gleich wieder daran setzen.
Was passiert sonst so in meinem tollen Leben?
Meine Lendenwirbel sind wieder voll und ganz eingerenkt, wenn ich abends Durst habe, geh ich zu den Rumänen, ich habe mir den rechten Arm in der Sonne verbrannt (gibt ein schönes Muster; Unterarm braun, Oberarm rot, Rücken weiß), Stefans XBox hat gestern den Geist aufgegeben, obwohl ich mit River Plate Buenos Aires 1:0 gegen Max mit AC Mailand geführt habe, heute abend ist Karnevalparty aufm Nachbardach, ausgerichtet von den Panamanesinnen und ich bin eingeladen, morgen feiert Naddel ihren Geburtstag...
Ich glaub, das war alles.
Standard, quasi.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Eine weitere Erkenntnis

Heute bin ich zu einer neuen Erkenntnis gekommen:
Lässt man einen Regenschirm nach der Benutzung nass eingepackt in seiner Schutzhülle etwas mehr als eine Woche im Rucksack, so riecht dieser Rucksack angenehm nach Banane.
Oder es befindet sich in ihm noch eine Banane, die man noch nicht entdeckt hat. Für diesen Fall bedarf es weiterer Untersuchungen.
Das ist doch mal ein Ding, oder?

Mittwoch, 2. Juli 2008

Erkenntnisse des Tages

1. Lasse das Eisfach deines Kühlschranks nicht zu sehr vereisen - Eis kann wandern (glaube ich) und zerstört dir noch die Klappe (was man als angehender Ingenieur allerdings wohl wieder zurechtrücken kann) und es ist nicht gerade schön, wenn das Abtauen 12 Stunden dauert und du dauernd Wasser rausschöpfen musst.
2. Wenn der Arzt deine Lendenwirbel wieder einrenkt und sagt, dass es bald besser wird, glaube ihm nicht. Oder fahre danach kein Fahrrad. Oder so.
3. Wenn die der Stefan zu einem Match Pro Evolution Soccer herausfordert, gehe nicht davon aus, dass es bei einem Match bleibt. Plane lieber ein, erst ein paar Stunden später fertig zu sein.
4. Lernen im Hochsommer ist für'n Arsch.
5. Ein 160-Seiten-Skript bedarf keiner tagelangen Lernerei. Es reicht vollkommen aus, wenn man sich 4 Stunden die Skizzen anschaut und sich den Rest denkt, wobei das Denken mit einem "Ist doch logisch!" vollkommen ersetzt werden kann.
6. Das Öffnen von Brandblasen bietet nicht nur ein unangenehmes Gefühl an selber Stelle sondern ist auch noch unästhetisch.
7. Der Hausmeister geht davon aus, dass jeder die Hausregeln liest (gibt es in vier Sprachen). Einfacher wäre es, auf die Müllcontainer zu schreiben, für was sie vorhanden sind; dann würde das insgesamt mit der Mülltrennung auch klappen und müsste nicht alles verbrannt werden.

Ist damit alles geklärt?

Ich denke doch.

Dienstag, 1. Juli 2008

Prüfungszeit = "Mach alles, was du nicht magst, aber schon immer mal vorhattest "-Zeit

Liebe Gemeinde,

Es ist mal wieder so weit; die halbjährliche Prüfungszeit ist angebrochen. Und im Gegensatz zu den anderen Semestern kann ich nur sagen; Endlich!
Es ist nämlich viel stressfreier aufmal. Alle Vorträge sind gehalten, die Berichte geschrieben und abgegeben, sowie mit sehr gut bis gut bewertet, ich muss nicht jeden Tag um 8h15 an der FH sein und dort den Tag verweilen und die Sommerfeste sind auch vorbei... kurzum: Die ruhige, eher chillige Zeit hat begonnen.
Das letzte Wochenende habe ich mit Stefan konsequent in der Hochschule gelernt, schließlich musste das vor Montag erledigt sein, da ein EM-Sieg eigentlich außer Frage stand und somit der Montagmorgen vor "Prepress Workflows I" für's Schlafen reserviert war.
Schade, ich fand durch ein schlechtes Finale doch schon gegen zwölf Uhr in die Heia.
Prüfung war nicht sooo toll. Kaum vorstellbar, aber der Prof hat tatsächlich noch Fragen gefunden, die nicht im vielumfassenden Fragenkatalog standen.
Nach der Prüfung galt es, sich auszuruhen, um heute wieder voll zur Tat zu schreiten. Erst wurde auf der XBox bei Stefan gezockt, Fußball, virtuell. Anschließend sollte es in die Praxis aufm Hartgummiplatz umgesetzt werden, aber aufmal schoss es mir durch den Rücken. Nun darf ich morgen wieder den Orthopäden meines Vertrauens aufsuchen. So ist es schließlich kein Leben.
Gut, gestern habe ich dann noch TV geschaut und aufgeräumt, das musste auch mal wieder sein. Und heute habe ich meinen, bzw. Dirks Kühlschrank mal enteist , hatte ich mir auch schon lange vorgenommen. Das integrierte Eisfach ist nämlich aufmal doppelt so breit geworden, allerdings passt nichts mehr rein, weil einfach alles voll mit Eis ist.
Eine tierische Schweinerei.
Zudem war ich dann noch beim Hausmeister und hab mal wieder Küchenutensilien besorgt, mit Umut.
Und jetzt.. ja jetzt sollte ich wohl lernen. Wäre besser.

Lebt wohl!

Montag, 23. Juni 2008

Gewicht

Es ist Faktum, unbestreitbar, amtlich, klar zu erkennen, nicht widerlegbar: Das Studium macht mich kaputt.
Ich habe, trotzdem ich nicht weniger esse, gestern 8 (in Worten: acht) Kilogramm weniger auf die Waage gebracht, als noch am Anfang des Semesters. Das ist doch kein Leben!?
Einziger Vorteil: Mein Waschbrettbauch ist endlich wieder erkennbar.

Samstag, 21. Juni 2008

Update

Trotz großen Hungers schreibe ich jetzt mal wieder was.
Was ist passiert in den letzten Wochen? Nun, zum einen gab es die Exkursionswoche. Ich war zuhause, dann bei Mutti und dann in Düsseldorf auf der Drupa. War recht cool. Ich wollte eigentlich beim Julius pennen, in Köln, weil ich es für günstiger und toller im Vorfeld empfand. Allerdings dachte ich da auch noch, dass die beiden Städte nur durch den Rhein getrennt werden und man problemlos dahinkäme. Kam man aber nicht. Nur mit 50 Minuten S-Bahn-Fahrt (plus 30 Minuten darauf warten) oder mit ICE für 16 Euro (und gefühlte 10 Minuten Fahrtzeit). Aus Rache für dieses infrarstrukturelle Versagen seitens Nordrhein-Westfalens habe ich nach einigem Hin- und Her einfach kehrt gemacht und bin auf gut Glück zur Jugendherberge, wo die anderen HdM'ler untergebracht waren, gelatscht. Dort gab ich vor, reserviert zu haben, wobei ich fest von einer Absage ausging. Nur leider kamen die dort mit der ganzen Überbuchung überhaupt nicht zurecht und hatten keinen Überblick mehr. Fazit war, dass ich ein Viererzimmer für mich alleine hatte, in dem in der zweiten Nacht illegalerweise noch andere Leute pennten. Abends hatten wir das Glück, vorher Connections zu anderen Firmen geschlossen zu haben, so dass wir Getränke-Gutscheine für die von ihnen gemieteten Kneipen hatten. Und so ein Altbier kann auch gut schmecken.
Dann fing die EM an und die Zeit der Sommerfeste aufm Campus. Mindestens eins pro Woche. Herrlich und zugleich fatal, da es eigentlich nie bei der angepeilten Null-Uhr-Bettruhe blieb.
Und am 30. schreibe ich meine erste richtige Prüfung, für die muss jetzt mal gelernt werden.
Schwedisch habe ich bereits bravourös bestanden.
Ein weiteres Highlight momentan ist die Gastvorlesung einer chinesischen Professorin. Thema ist "Bilder und Farben in MATLAB". Also so ein blödes Programm, eigentlich für die Mathematik gedacht, aber man kann auch viel mit Bildern machen; Farbprofile ändern, Pixel ändern, Druckerzeugnisse auf Gleichheit prüfen und so. Die PPS-Folien sind schön auf Chinesisch, sodass die meiste Zeit für's Zeichen-Raten drauf geht. Dazu gibt's immer Aufgaben, die so gut wie keiner hinbekommt. Weil MATLAB einfach blöd ist. Weil die einen Formeln auf dem einen Computer funktionieren, auf dem anderen nicht. Und auch alles nur manchmal.
Naja, auf jeden Fall haben wir das jetzt dreimal wöchentlich (weil wir ein Semester-Programm in drei Wochen unterkriegen müssen) und am Ende bekommt jeder ne individuelle Aufgabe, die er lösen und dazu zwei Seiten auf Chinesisch schreiben muss. Zwei Seiten mit einem Basiswissen von gerademal vielleicht 700 Zeichen. Ich bin froh, Yijun zu kennen, die sowohl Chinesisch als auch MATLAB beherrscht.
Genug davon.
Ich habe Hunger und muss noch weiter lernen.
Draußen machen die Rumänen wieder Party. Fatalerweise habe ich mich letztens mit ihnen angefreundet, und noch viel fatalererweise erlaubte ich ihnen auch damals, so viel Party zu machen, wie sie nur wollen.

Leicht hab ich es ja nicht..

Samstag, 14. Juni 2008

Lacus Tranquillus Profondium - es wird poetisch

Heute bricht eine neue Epoche an: oeRque wird poetisch.
Anlässlich meiner Burschierung in der Grafia bekam ich einen neuen Biernamen. Allerdings musste ich ihn mir verdienen und das ging so: Ich bekam im Vorfeld ein Stichwort mitgeteilt, das mit eben jenem Namen was zu tun hatte. Dazu sollte ich mir dann eine Geschichte ausdenken und mutmaßen, wie ich denn heiße.
Mein Stichwort war "Kraft der Ruhe" und mir war sofort klar, worauf das abzielt: Irgendwas mit meiner Schweigsamkeit, die ich oft an den Tag lege, vor allem in neuer Umgebung.
Gestern in einer verkaterten Stunde, als ich an einer Geschichte grübelte, fragte ich mich irgendwann, wieso ich denn so bin, bzw. so wirke. Und da mir irgendwann ein paar Reime durch den Kopf schossen, hab ich einfach aus meinen Gedanken ein Gedicht verfasst.
Es ist ein sehr sinnliches, melancholisches. Ich bitte euch, meine Gefühle, die ich erstmals so dramatisch offenbare, zu achten und nicht zu lachen, zumindest nicht in meiner Anwesenheit.
Danke!
Hier also nun mein kleines Gedicht, das zugegebenermaßen doch drei DIN A4-Seiten einnahm:


Die Kraft der Ruhe – oder: Die Offenbarung des Mirko S.

Ich bin kein Mann der vielen Worte,

dafür aber sicherlich von ganz besonderer Sorte

Klar, ich halte oft das Maul,

doch woran liegt’s? Bin ich zu faul?

Bin ich nicht neugierig, weil ich keine Fragen stelle,

oder gar uninteressiert, weil ich nicht bei jeder Diskussion was von mir belle?

Wenn ich nicht mit jedem rede, bin ich dann arrogant,

oder einfach nur dumm, weil ich wieder mal keine Worte fand?

Nein, ich sag es so, wie ich es seh;

Ich erfüll einfach das Norddeutsche Klischee.

Qualität geben wir von uns nur

Ansonsten bleiben wir stur

Wenn wir nix zu sagen haben, halten wir die Fress,

und wir machen uns bestimmt keinen Stress

Wir sind und bleiben ruhig und kühl,

ich kann euch sagen, ein tolles Gefühl.

Wir sind einfach immer gelassen,

Ich kann’s auch kaum fassen,

Dass man mit dieser Einstellung gut lebt,

Wo es doch eigentlich immer nur um Stress und Hektik geht.

Doch womit ich euch beruhigen kann;

In meinem Kopfe hab ich immer einen Plan.

Ich hör mir gerne Meinungen an, gebe meine aber nicht Preis,

bevor noch jemand denkt: Was labert denn der für’n Scheiß?!

Ich muss meine Stimme schonen,

für die wichtigen Worte, die sich lohnen.

Es ist keine Absicht, es tut mir leid,

und glaubt mir, dass ich den Denis oft beneid,

denn der kann selbst ohne Kopfeinschalten

seinen Mund so gut wie nie halten.

Und reißt ihr einen Witz, glaubt mir, ich freu mich innerlich,

denn laut Lachen, nein, das liegt mir nicht.

In den Keller geh ich dafür maximal

alles andere wär mir zu banal

Denn warum sollt ich auch noch lachen,

wenn’s doch schon die andren machen?

Zu laut wär’s mir, zu schräg, zu schrill,

nein nein, da bleibe ich lieber still.

Doch wenn ich erstmal aufgetaut,

durch wen wohl?

Na klar, Teufel Alkohol,

dann kann ich auch ganz versaut,

und wild und laut sein,

mich benehmen wie ein Schwein,

denn hinter der Fassade,

da steckt ein alberner kleiner Knabe,

den es ab und zu nach Extrovertiertheit treibt,

wobei diese wohl immer verborgen bleibt.

Warum ich noch nichts von mir gebe,

liegt vielleicht auch an der Region, in der ich momentan lebe.

Denn letztens beim Bewerbungstrainingsseminar,

machte mir die Dame klar,

Dass, wenn ich was zu sagen habe,

dies langsam tun muss, denn der Schwabe,

redet langsam, ich tu’s schnell.

Und das tu ich generell,

trotzdem ist es für mich immer ein Verdruss,

wenn ich am Telefon meinen Namen fünfmal sagen muss,

Weil ich spontan ruck zuck,

schnell mal n Buchstaben verschluck.

Nun kommen wir zum letzten Grund,

Danach halte ich wieder gepflegt meinen Mund!

Wahrscheinlich kommt es durch die Schüchternheit,

jedoch lediglich bei Nüchternheit,

dass ich nichts sage,

wobei ich mich stets frage,

Was denken die Frauen dann,

über so nen stillen Mann?

Wirke ich langweilig, humorlos, ignorant

Oder doch geheimnisvoll, interessant?

Liegt es an mir, dass ich keine hab?

bleibe ich Single bis ins Grab?

würden sich andere fragen.

Doch ich tu’s nicht

Ich hab noch Zuversicht,

denn auch später steh ich noch voll im Saft,

das sagt mir eine innere Kraft,

Eine Kraft aus meinem Herzen,

verdrängt alle Zweifel, alle Schmerzen;

Die Kraft der Ruhe.

Dienstag, 10. Juni 2008

Jaja..

Drupa war und ich war zuhause. Ich möchte auch gerne drüber berichten, aber ich muss Schwedisch lernen.

Sorry.

Sonntag, 1. Juni 2008

Daheim

oeRque ist just zuhause und wurde zwangsläufig und sofort zum Arbeitsknecht umfunktioniert. Den ganzen Garten hat er wunderbar zurechtgemacht.
Morgen haben die Alten Geburtstag. Das Fass haben wir schon angestochen.
Ich möchte auf diesem Wege noch alle in meine EM-Tipprunde einladen. http://kicktipp.de/partykueche/ lautet die Adresse, einfach anmelden, mitgetippt und Spaß gehabt.
Ist ganz schön warm momentan, nä?
oeRque goes Drupa, Mittwoch oder Donnerstag.

Herzlichst,
Ich.

Allerherzlichste Grüße möchte ich hiermit der Alex F. aus F. ausrichten. Allerherzlichste Grüße!

Dienstag, 27. Mai 2008

Das Studium macht mich kaputt!

Liebe Leute,
leicht hab ich's ja nicht. So langsam verfluche ich den Bachelor, denn er macht mich kaputt. Wenn ich von der FH nach Hause komme, habe ich nur noch Projekte im Kopf. Nicht, dass ich zu viel über sie nachdenken würde, aber sie sind einfach da. Sie lassen mich keine ordentliche Abendplanung gestalten, so dass ich immer spontan das machen muss, was ich gerne möchte. Und das natürlich nur und ausschließlich mit schlechtem Gewissen.
Leicht hab ich's ja nicht!
Zu dem psychischem Druck gesellt sich momentan auch der körperliche Verfall. Seit drei Wochen plagen mich, nun ja, es sind keine Schmerzen, aber irgendwie ein komisches Gefühl im Rücken-Becken-Bereich. Liegt bestimmt am Sitzen. Ich versuche, durch irgendwelche Übungen dagegenzusteuern, aber es hilft nicht. Jetzt ist mir noch aufgefallen, dass meine Matratze irgendwie in der Mitte durchgelegen ist. Also habe ich mich vorgestern spontan dazu entschlossen, aufm Boden zu pennen. War ganz schön, aber natürlich keine Lösung. Letzte Nacht hab ich dann mal die Matratze gegen die alte, harte Wohnheimsmatratze getauscht. Ist stabiler, aber bereitet mir Albträume.
Leicht hab ich's ja nicht!
Und nun hatten wir heute das Grundlagenpraktikum in PrePress, Press und PostPress. Da bin ich momentan in Offsetdruck (wir haben alle drei Wochen ein neues Thema). Und heute sollten wir Papier einstapeln, damit wir auch drucken können. Sieht ja eigentlich toll aus, ist aber gar nicht so ungefährlich. Ich habe mich sage und schreibe vier mal geschnitten; zweimal am Papier selber (ein richtig schöner Papercut in den komischen Hautlappen, der unten zwischen den Fingern hängt und einen einfach so am Fingerchen) und zweimal an den scharfkantigen alten Offsetplatten, die direkt daneben lagen. Geblutet wie ein Schwein hab ich. Ich wollte schon schreien, besann mich dann aber doch darauf, cool zu wirken und die ganze Situation mit den klaffenden Wunden und und rumspritzenden Blut runterzuspielen, weil schließlich Frauen mit im Raum waren. Innerlich habe ich natürlich geschrien und den Bachelor auf ein weiteres verflucht. Auch wenn der bestimmt nichts dafür kann.
Leicht hab ich's ja nicht!

Ich begebe mich nun ins Bett mit feinster Nachtlektüre.. "JDF-Integration and Automation", es gibt nichts feineres!

Montag, 26. Mai 2008

Schande über mich!

Heute ist eine der seltenen Nächte, in der keine rumänische Party vor meinem Zimmer stattfindet. Und wie nutz ich sie?! Ich bleibe endlich mal lange wach.
Zum Glück habe ich morgen frei.

Sonntag, 25. Mai 2008

UNGLAUBLICH!!

Ich habe heute doch tatsächlich meine Berichte fertig geschrieben! Nachdem ich Donnerstag frei hatte, Freitag so gut wie (lediglich Chinesisch-Tutorium), Samstag sowieso (nur Fußball spielen) und heute tagsüber auch, habe ich heute Abend mal eine Stunde genutzt, um es zuende zu bringen.
Ich fühl mich wie befreit. Morgen werde ich das Layout noch machen und schwupps hab ich ne 1 sicher. Mindestens. Zur Belohnung guck ich jetzt SinCity.
Und sonst so?
Mittwoch Champions League gucken und um elf noch überreden lassen, in die Stadt zu zeihen. Letztendlich war's wieder die Schräglage, in der ich mich wiederfand.
Donnerstag einen auf Chinchilla machen, die Ludolfs auf Youtube schauen.
Freitag erst Feuertopf mit Yijun in der Stadt essen.. All you can eat, großartig. Dann Cocktails und auf dem Weg von den werten Kommilitonen, die zufällig getroffen wurden, überreden lassen, doch noch mitzukommen. War auch noch gut.
Samstag Frisör, Fußball, PES-Turnier mit Maxl und die Kleinen, die Blamage von Belgrad schauen.
Heute Auflauf machen, essen, drei Stunden im Digitaldruck hocken und Skripte ausdrucken, essen, Berichte schreiben, essen, SinCity gucken.
Wem erzähl ich das eigentlich? Mindestens mir.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Pfingstferien und Wohnheimssicherheitsdienst

Verehrtes Volk,

Letzte Woche waren Pfingstferien. Am Donnerstag zuvor (ich hatte glücklicherweise den Frankreich-Entzug gut überstanden) war Kükenfest. Sehr hold, aber wieder viel zu kurz. Ich werde nichts weiter erwähnen.
Pfingstferien waren mal ganz gut, zumindest der erste Teil. Ich spielte vier Tage am Stück Fußball, gönnte mir kaum Bier und schaffte es sogar, ein paar Berichte zu schreiben. Leider war es trotzdem noch zu wenig, aber Donnerstag ist zum Glück wieder Fronleichnam in BW (gesegnetes Bundesland.. gerade mal 10 Vorlesungstage habe ich diesen Monat). Nun gut, am Mittwoch habe ich 10 Stunden im Siebdruck gehockt und für unser Drupa-Projekt (größte Druckmesse der Welt, in zwei Wochen in Düsseldorf, ich bin Aussteller (für zwei Stunden)) LEDs aufgeklebt. War prima.
Donnerstag wurde ich früh abgeholt, es galt, eine Grafia-Exkursion zu unternehmen. War cool, wir waren in Ulm bei einem Verlagshaus, in Augsburg bei MAN Roland (Druckmaschinenhersteller) und in München bei der Münchener Merkur (Zeitungsdruckerei). Mit den Verbindungs-Connections bekamen wir nämlich ziemlich gute Führungen, die einige andere nicht so bekommen würden. Abends waren wir jeweils grillen. Und leider Bechern. Oder Lisln (ausm Pokal trinken).
Samstag zum Stefan, Geburtstag feiern. Ich trug den ganzen Abend ein hässliches Brillengestell ohne Gläser und haschte viel Mitleid bei den Damen ein. Aber die gefielen mir natürlich alle nicht.
Sonntag kam ich dann wieder zurück, machte noch so dies und jenes für Projekte und fiel ins Bett.
Gestern kam endlich mal der Wohnheimssicherheitsdienst in Form von zwei komischen Buben zu mir und klopfte an meine Tür. Zuvor hatten wir schon öfters Kontakt, weil wir beispielsweise nach dem DFB-Pokal-Finale abends um halb zwölf am Samstag zu laut waren und anscheinend 120 Euro hätten zahlen sollen, wegen Beamtenbeleidigung (durch Jakob) und so. Diese Buben sind eigentlich nicht sehr ernstzunehmen, weil sie immer gleich drohen, die Polizei zu rufen. Meistens provoziert man es dann heraus und sie tun so, als würden sie eine Nummer drücken, was sie natürlich nicht tun. Nach einigen Minuten, die sie ins leere Telefon labern, müssen sie leider aufgeben und verschwinden voller Scharm. Dieser Scharm scheint schnell verfolgen zu sein, denn sie probieren es sofort an neuer Stelle wieder. Ich traf die beiden auch schon so ab und zu draußen auf dem Gang zwischen den Häusern. Sie schnupperten und lauschten mit höchster Konzentration an den Wohnheimsmauern, weil sie irgendwo irgendwelche Beats vernommen hatten.. Natürlich ließ ich im vorbeigehen stets meine Füße locker und laut über den Boden schleifen, bis ein "pssst" erklang.
Nun gut, gestern kamen sie, wie gesagt, an mein Zimmerchen. Laut erklang das Klopfen des Einsfünzig-Mannes. Leider war ich gerade dabei, in meinen Schlafanzug zu schlüpfen und natürlich dachte ich, dass Umut mir mal wieder einen Besuch abstatten wollte. Also sagte ich nur: "Moment", zog mich um, bis es ein anderes Mal klopfte. Genervt brachte ich ein "wer ist denn da schon wieder" hervor und öffnete die Tür. Da Umut natürlich größer ist als der Sicherheitsdienst, blickte ich erst einmal ins Leere, bis sich mein Kopf senkte.
"Warum dauerte das denn so lange?", war die freundliche Begrüßung. "Le Bleu, ich habe mich umgezogen!" - "Na klar.. deshalb riecht es hier auch so nach Gras.." - "Aha.. ist das so?!".. zu einer Antwort kam es erstmal nicht mehr, da er sich erdreistete, zwei Schritte unerlaubt in mein Zimmer zu tun. Dann blieb er erschrocken stehen, feststellend, dass ich alleine im Räumchen war, am PC nur laut TV lief und der einzige Geruch von meine Füßen kam. "Oh, sie sind ja ganz alleine.. dann bitte ich das zu entschuldigen. Tut mir echt leid. Kommt nicht wieder vor." Hervorragend.
Ich versuchte noch schnell, den Alex, meinen Nachbarn, per Internet zu warnen, aber er war nicht erreichbar. Nun gut, Alex hatte einen schlechten Tag. Dies verstand der kleine Bube natürlich sofort und beließ es bei einer Verwarnung. Er könne es verstehen, aber sie sollten dann wenigstens die Vorhänge zuziehen.
Für mich haben die beiden auf jeden Fall an Glaubwürdigkeit gewonnen.
Und natürlich durften die Rumänen wieder um Punkt zwölf bis mindestens zwei (dann konnte ich endlich einschlafen) direkt vor meinem Fenster eine Party steigen lassen.
Ich bin sehr dankbar.
Meine nächste Mail geht ans Studentenwerk wegen Mietnachlasses. So kann es nicht weitergehen. Erst die asiatischen Killerameisen, dann die abermalige Diskrimenierung durch die Sicherheitsleute und jetzt die Rumänen.

So nicht!

Mittwoch, 7. Mai 2008

Franzosenaustausch 2008

Nach zwei Tagen Ausnüchterung bin ich jetzt bereit, über den diesjährigen Franzosenaustausch zu berichten. Allerdings würde es zu lange dauern, alle fünf wirklich geilen Tage zusammenzufassen, deshalb belasse ich es bei ein paar Faziten:

Fazit Nummer 1: Schlafe nicht bei geselliger Runde am Tisch ein, solange es noch Korken gibt, die nach dem Anzünden genug Russ in deinem Gesicht hinterlassen. Dieses Fazit könnte ich zweimal aufführen.
Fazit Nummer 2: Schlafe nicht bei geselliger Runde am Tisch ein, solange Paul noch wach ist und dich gerne mit Menthol-Schnaps füttern möchte. Die Atemfunktion ersetzt nämlich die Schluckfuntkion.
Fazit Nummer 3: Schlafe nicht bei geselliger Runde am Tisch ein, solange dein Maurer-Decolleté groß genug ist, dass Kirschen reinpassen. (zum Glück betrifft das nicht mich)
Fazit Nummer 4: Chansons über Marie Madeleine sind kult und einfach nur cool.
Fazit Nummer 5: Fehlt dir im Französischen ein Wort, ersetze es durch "le bleu". Die Franzosen lieben dich dafür. Es wird nachher dein Spitzname. Auch Lieder, die nur aus den beiden Wörtern bestehen, sind toll und in jedem Zustand zu gröhlen.
Fazit Nummer 6: Spielt Charlie kein Fußball gegen dich, reißt auch kein Kreuzband.
Fazit Nummer 7: Golf ist richtig cool, erst recht, wenn du genug Bier dabei hast.
Fazit Nummer 8: Frauen können nicht wirklich Kanu fahren. In einem sehr kalten Fluss ist das unvorteilhaft.
Fazit Nummer 9: Torben passt gut zur Übersetzerklicka.
Fazit Nummer 10: Für ein "Petit Apéritif" ist es nie zu früh, für ein "Petit Digestif" nie zu spät!
Fazit Nummer 11: Wenn du nach Frankreich fährst, erkundige dich zuvor über die Autobahngebühren. Und achte auf deinen Kontostand. Man kann von Glück reden, wenn man am 30. eines Monats erst bei der letzten Ausfahrt darauf hingewiesen wird, dass das Dispolimit überschritten ist und somit eine Durchfahrt nicht möglich ist. Das Glück besteht nämlich darin, dass dein Franzose dich auslösen kann.
Fazit Nummer 12: Es ist keine Schande, 12 Minuten nach dem Aufstehen (bei irgendwelchen Leuten) beim Abschluss-Grillen mit einem Bier in der Hand in denselben Klamotten des Vorabends und der Nacht sitzt.
Fazit Nummer 13: Es ist auch keine Schande, nach einer Wasserschlacht während des Abschlussgrillens später noch (in nasser Jeans) auf einer Kommunions-Party aufkreuzt und ziemlich underdressed ist.
Fazit Nummer 14: Allerdings ist es nicht gesund.
Fazit Nummer 15: Im Bus mitzufahren ist schon cooler, als mit dem Auto zurück. Zumindest, wenn man Entzugserscheinungen verspürt. Bzw. krank ist.
Fazit Nummer 16: Zerstöre nicht dein Handy, wenn du deinen Mitfahrgelegenheiten (die aus Paris abzuholen waren) gesagt hast, dass du ihnen am nächsten Tag mitteilen würdest, wo du sie aufliest. Andererseits ist deine Mailbox ein paar Tage später mit unfreundlichen Mitteilungen gefüllt.
Fazit 17: Jedes Jahr wieder!!

Dienstag, 29. April 2008

Liebe Leute!

Gerne hätte ich euch mehr über mein ausgedehntes Wochenende erzählt, leider reicht die Zeit nicht (Tasche muss ich packen, morgen geht's nach Frankreich).
Also hier eine Kurzfassung:
Mittwoch: abends Wasen, vier Stunden, pro Stunde ein Maß, dazu eins vom Kellner auf die Hose bekommen, gute Ausbeute!
Donnerstag: Kater, Jiaozi gemacht, Nestflucht in der Schräglage, letzter Bus, gute Ausbeute!
Freitag: Chinesisch-Tutorium, abends mit Asma und Yijun und Spaniern Jiaozi und tunesisch gegessen, danach Spacenight von der Uni, gute Ausbeute!
Samstag: erwacht um neun, erstes Bier um zehn, mit Jakob nach Karlsruhe, viele Gespräche mit Polizei und Ordnern gehabt, gutes Spiel, gutes Bier, gute Ausbeute!
Sonntag: Erwacht, Fußball gespielt, Chinesisch gelernt, Ausbeute gering, aber ausreichend!
Montag: Vorlesungen, gelernt, Ausbeute!?
Dienstag: Fotos im Benz-Museum gemacht (im Rahmen des Repro-Praktikums), Chinesisch-Prüfung (schlechter, als erhofft), Wagen holen, einkaufen mit der Maria, Blog schreiben, duschen, Tasche packen, schlafen, Ausbeute ungewiss!

Ich trinke schon seit 74 Stunden kein Bier mehr. Stark.

Bis Montag.

Euer ich.

Dienstag, 22. April 2008

Jubiläum

Jippieheyyeahhurrasupergeiltoll
oeRque sein Blog feiert Jubiläum. Dies ist mein 100. (in Worten: hundertster) Beitrag.
Genug gefeiert.
Hab ich in den letzten Wochen schon oft genug getan. Zumindest die Wochenenden begannen stets am Donnerstagabend. Letzten Donnerstag, wie gesagt, Kükenfest. Freitag neben Luke erwacht, Chinesisch gehabt, ausgeruht. Danach zu Jie und Jing, unserem chinesischen Pärchen. Sie luden zum Jiaozi-Essen (chinesische Maultaschen, selbstgemacht, ich hab voll mit angepackt..). Vorbereitung 1,5 Stunden, aber die haben sich gelohnt. Richtig geil. Als krönenden Abschluss gab es Eis, gegessen mit Stäbchen. Gegen halb elf oder so war ich aber schon wieder zuhause. Alleine. Und etwas müde. Aber das kann doch noch nicht der Freitagabend gewesen sein. Also schleunigst rumgefragt und in Christian und Ulf interessierte Leidensgenossen gefunden, dazu die passende Location; Das Unithekle ca. 150 Meter von mir entfernt. Auf ein Bierchen, klar. Leider dauerte dieses Bierchen wohl etwas.. gegen zwei verließ mich auch noch Ulf, anscheinend recht mitgenommen, nachdem Christian schon vorher mit zwei Damen zum Pokern gegangen war. Es half ja nichts, mich zog es also auch zu besagten Damen, ich zockte alle in ein paar Runden ab und wollte nach Hause, denn für Samstag waren große Pläne geschmiedet. Den Weg ins Bett fand ich allerdings erst über Umwege. Erst noch ins Unithekle, es gab ja noch Licht und Bier, auch wenn ich kein Geld hatte, dann ins Wohnheim um halb sechs. Im Keller gab's noch Stimmen, also fand ich mich kurz darauf bei Belal im Zimmer zum Fifa spielen wieder. Nach zwei Partien, eine gnadenlos gewonnen, die andere gnadenlos verloren, saß ich schwupps in meinem Zimmer bei lauter Musik (wenn's hell ist, darf ich doch die Musik aufdrehen, oder?). War irgendwie langweilig, also klingelte 650 km weiter nördlich bei einem einsamen Wandersmann das Telefon. Torben kam also just aus dem Stubu und war irgendwo in Brinkum um dort im Auto zu pennen. Schön. Ich war beruhigt und konnte endlich schlafen, um sieben.
Zwölf Uhr wach, Jakob angerufen. Unser großer Plan war es nämlich, den ganzen Tag zu grillen und vielleicht, aber nur vielleicht ein Bier dabei zu trinken. Eigentlich wollten wir nämlich über's Studium reden.
Nun gut, wir gingen schleunigst ins Kaufland, kauften restliches Grillgut, ein paar Fässchen und schon ging's los. War lecker, nur etwas kalt. Wir wurden immer mehr, schauten abends das Pokalfinale und feierten irgendwas. Mit Musik. War einigen wohl zu laut, somit kam die fucking Wohnheim-Security. Tolle Macker, wollen uns 120 Euro abknüpfen, weil ich weiß nicht mehr, wahrscheinlich weil bei Jakob sein südländisches Temperament durchdrang. Seitdem weiß ich also, dass man am Samstagabend um halb zwölf doch bitte zu schlafen hat. Ich machte mich recht früh gegen eins als einer der letzten auf den Weg nach Hause, wollte noch einen Film gucken.
Sonntag war dann endlich mal ruhiger. Nach dem Mittagessen habe ich an meinen Berichten geschrieben. Ich habe insgesamt genau so viel geschrieben, wie im Absatz hier drüber. Meisterlesitung. Ein Anruf befreite mich aus der puren Demotivation.. Es war anscheinend noch Fleisch übrig geblieben (nachdem meine 12 Steaks eigentlich alle weggegangen waren - Luke ist nämlich noch gekommen ;-) ). Also gut, gegrillt wurde noch kurz, aber nicht viel. Wegen nur einmal am Tag warm essen.
Danach habe ich abermals Fußball gespielt und es wird immer besser. Zumindest vom Knie. Nicht von meinen fußballerischen Fähigkeiten. Ich konnte sogar in den Boden treten, ohne, dass was passierte.
Das war also mein Wochenende. Montag war spannend. Digitaldruck-Praktikum. Da bin ich für's Kaffeekochen und ~trinken zuständig.
Heute war auch schön.

Muss schlafen.

Und ich habe Post.

oeRque

Ps.: Meinen Lippen geht es besser!
Ps2.: Der Mirbach hat seine Schuhe wieder! Sie standen aufmal unter dem Zettel.
Ps3.: Man ist mir bei meinem Plan zuvorgekommen. Die Eichhörnchen lassen sich schon seit langem nicht mehr blicken. Echt traurig. Sie waren noch gar nicht richtig fett.
Ps4.: Christof hat weder gekocht, noch sich blicken lassen.

Freitag, 18. April 2008

Wer hat Mirbachs Schuhe gesehen?

Es kann doch nicht wahr sein! Wieder ein Diebstahl der dreistesten Sorte in der Partyküchen-Etage. Letzte Nacht wurden dem guten Herrn Mirbach einfach seine rot-weißen Schuhe geklaut. Die Schuhe, die seit zwei Jahren nachtnächtlich vor der Türe stehen, in einem Flur, dessen Tür stets geschlossen bleibt.
Was sind das für fiese Verbrecher!? Ich meine, was hat man davon, Schuhe zu kaufen, die schon Mirbachs ganz eigenen Geruch angenommen haben?
Nun gut, im Flure hängt wieder ein Zettel, wie schon nach meinem Matratzengesuche.

Kommen wir lieber zu etwas erfreulicherem. Gestern war S-Bar-Party, die legendäre. Es war sehr schön, denn endlich kamen auch die letzten Mitbewohner aus ihren Löchern. Der gute Christof versprach, Montag für uns zu kochen. Allerdings erzählte er uns kurz vorher, dass er eigentlich ein miserabler Koch ist. Somit bleibt mir die Hoffnung, dass er es bis Montag vergessen hat. Und die wunderbare Maria aus Jena war auch da. Auch sie versprach ab jetzt artig die Küche aufzusuchen.
Der Luke hat dann bei mir gepennt, weil um viere keine Busse mehr fuhren. Wir speisten noch Pizza und dann ging's in die Heia. Nach einem ausgedehnten Frühstück (alles ging gut rein) besuchten wir das Chinesisch-Tutorium. Zu BWL vorher reichte es nicht. Mal wieder.
Die Eichhörnchen-Familie hat heute ersten Ausgang gemacht. Drei Junge gibt es zu bestaunen.
Gleich fahr ich ins Kaufland und kauf Erdnüsse, mit denen ich eine Spur bis in mein Zimmer lege.
Morgen wird gegrillt.

Dienstag, 15. April 2008

ohh neeeiiiin wie süüüüüüüß!

Nach einem anstrengenden HdM-Tag ohne Mittagspause komme ich endlich in meine Bude zurück und sogleich wird meine Stimmung wieder aufgehellt:

Das Eichhörnchen, das sowieso schon so putzig war, aus dem Baum gegenüber, hat jetzt endlich Junge bekommen. Und die sind noch viel putziger und süßer und turnen heute das erste Mal auf den sich im Winde wiegenden Ästen rum.

Sobald ich sie gefangen habe, werde ich euch Fotos zukommen lassen!

Sonntag, 13. April 2008

Wochenende

Es ist Sonntagabend, abermals ist ein Wochenende vergangen (überhaupt vergeht die Zeit viel schneller, je älter man wird, glaube ich) und was bleibt ist die Erkenntnis, dass man eigentlich wieder nicht das geschafft hatte, was man sich vorgenommen hat, dafür aber eine ganze Menge Spaß!
Das Schwesterle war zu Besuch, von Donnerstag bis Samstag. Donnerstag waren wir nach einem Großeinkauf (man muss es ausnutzen, dass viele Kästen Bier in das Auto passen) in der Wunderbar aufm Campus. Während ich mich voll unter Kontrolle hatte, stürzte Mel tief, jedoch nicht ganz ab. Dennoch verbrachte sie den Freitag mit viel Schlaf, bevor es abends auf einen Geburtstag ging. Geburtstagskind kannte ich nicht, eine Einladung war also auch mitnichten ausgesprochen. Aber das muss auch nicht, finde ich, weil ich ja eigentlich n cooler Typ bin! Mein Bier habe ich auch selber mitgebracht.
Mel reiste Samstagmittag ab. Ich begab mich anschließend abermals alleine in die Carambolage, der Sportsbar meines Vertrauens, genoss ein tolles Fußballspiel mit vielen Toren gegen eine Mannschaft, die ich überhaupt nicht mag, dazu etwas Weizen und eins der köstlichen Baguettes.
Anschließend Frühlingswasen, Bierzelt, Maßkrug. Die übrige Kundschaft schockierte und amüsierte mich zugleich. Selten so viele abgestürzte, in ihrem Erbrochenen dahinvegetierende Menschen auf einmal gesehen, ebenso viele wurden von der Polizei abgeführt und dass die Skinhead-Connection auch irgendwann das Zelt verlassen musste war auch schön.
Ich war da übrigens mit dem Ben, Leander, Stefan und dessen Schwestern. Gerächt habe ich mich übrigens nicht.
Nachdem die Halunken irgendwann zu fertig waren und nach Hause wollten bin ich noch in eine Disco gegangen mit Erasmus-Freunden.
Heute erwachte ich, weil mein Vater nicht weiß, dass jeder Student am Sonntag um 12 Uhr noch am Schlummern ist. Anschließend das Übliche: Man plant, was man jetzt sinnvolles macht, kann sich aber nicht entscheiden, womit man anfangen soll. Und dann kommt irgendwann der Vorschlag, Fußball spielen zu gehen. Gut, ich weiß, dass ich das eigentlich nicht darf, aber die Zweifel wurden durch das Gefühl, nichts langweiliges machen zu müssen, vollkommen verdrängt. Und siehe da: Mein Knie hielt. Genau wie die ebenso lädierten Kniegelenke von Stefan und Max. Wir waren also eine Krüppelmannschaft, aber wir konnten gut Paroli bieten.
Richtig abgefahren.
Jetzt bin ich sehr müde und will schlafen, aber der Umut lockt noch mit Bier in der Küche.

Hab euch lieb!

Freitag, 11. April 2008

.. die Schwester!

... ihr geht es gut. Sie mag meine Freunde. Das ist alles.

Sie hat Schluckauf!

Sonntag, 6. April 2008

Aprilwetter und dergleichen

War vor genau einer Woche schon Sommer, ist heute wieder Winter eingekehrt, es schneit (auch wenn nichts liegen bleibt). Ich habe meinen ausländischen Mitbewohnern also nicht zu viel versprochen.
Auch, dass ich einen tollen Studiengang belege, konnte ich eindrucksvoll beweisen. So stand am Donnerstag-Abend Fim gucken im CtP-Labor an und am Freitag gingen wir mit unserer chinesischen Professorin sehr sehr gut Chinesisch essen. Das Mittagsbuffett in der Woche kostet nur 7 Euro und geht von 13:00 bis 17:00 Uhr. Für jeden einzelnen Euro habe ich mir einen Teller gegönnt, was mich sehr schlauchte. So habe ich am Freitagabend einfach mal nichts gemacht, sowas soll es auch geben.
Gestern ging es am Nachmittag alleine in die Sportsbar meines Vertrauen. Ich hatte dieses Bedürfnis, weil ich in den letzten Wochen die Werder-Spiele nur noch im Radio mitverfolgt hatte. Umso schöner, dass wir mal wieder gewonnen haben.
Abends ging es erst zur Nadine, dann in die Schräglage, dann zur Bushaltestelle, um den Bus zu verpassen, dann wieder in die Schräglage und anschließend abermals zur Bushaltestelle, diesmal erfolgreich.
Eigentlich alles recht unspektakulär.