Es kehrt langsam Alltag ein und somit habe ich für heute nicht viel zu berichten. Außer, dass ich das erste Mal in der eigenen Bude heiß duschen konnte (am ersten Tag hielt ich es, verschwitzt von der Reise, nicht aus und nutzte das eiskalte Wasser).
Und wir probieren, entgegen den Warnungen unserer chinesischen Kommilitonen mal die Mensa aus. Also nicht die Mensa, sondern eine von vier großen, die an die Stuttgarter Mensa locker heranreichen. Das Essen sei dort schlecht und niemand würde hingehen. Dafür ist es dann aber doch recht voll und es schmeckt vorzüglich. Man bekommt an verschiedenen Schaltern nahezu jede traditionelle chinesische Speise und das alles verdammt günstig. Für neun Yuan erhalte ich mein Mittagessen und, weil ich aus Versehen was falsches bestellt hatte, ein Abendbrot für drei Leute zusammen.
Am Nachmittag sind Lukas und ich fleißig, also zumindest tun wir so. Wir lernen Vokabeln und schauen nach möglichen Praktikumsplätzen. Zwar wurde uns in Deutschland gesagt, es wäre zu viel Stress, wenn man für nur drei Monate noch einmal hier umziehen würde und man wäre enttäuscht, wenn man die von der Uni rausgesuchten Plätze in Xi'an nicht annehmen würde, aber wie der Titel erwähnt, sollte man auch hier lieber eine zweite Meinung anhören. Und diese besagt, dass es hier nicht viel spannendes gäbe und man sollte, wenn möglich, doch was anderes finden.
Am Abend schließen wir zu viert unsere Computer zusammen und spielen schöne alte Ballerspiele.
Anschließend kommen wir zu der Erkenntnis, dass wir morgen wieder neues Bier kaufen sollten. Glücklicherweise haben wir im Supermarkt schon den Platz gefunden, wo sie die 12er-Träger lagern.
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