Montag, 30. März 2009

Tag 31: Unergründliche chinesische Denkweisen.

Es ist Sonntag und ich schlafe ausnahmsweise lange, aber nicht erholsam, da es wie beschrieben am Wochenende zu viel Halliegallie kam. Hinzu kommt, dass für heute mal wieder ein Fußballtraining angesetzt ist, welches ich in leichter Katerstimmung antrete.
Ausnahmsweise ist der Trainer sehr zufrieden mit uns, stets werden Lukas und ich als Beispiel genommen. Trotz des erhaltenen Lobes kann ich nicht wirklich über seine mitunter seltsamen Denkweisen hinwegsehen.
Also in erster Linie soll alles sehr geordnet ablaufen. Wenn man einen Ball annehmen will, gibt es dafür eigentlich nur eine Methode, sobald sich der Körper anders bewegt, ist alles falsch. Es ist eigentlich verwunderlich, dass darauf wert gelegt wird, denn eigentlich ist das meiste hier improvisiert.
Geregelt wird auch alles sehr streng, wenn es um einen Wettbewerb geht. Da der Platz eigentlich belegt ist, halten wir uns zweieinhalb Stunden mit irgendwelchem Gedaddel auf, bis wir um halb sieben endlich auf den Platz können und noch ein kleines Match abhalten. Anstatt, dass man sich vorher überlegt, wie alles zu laufen hat, muss alles nochmal ganz genau geklärt werden. Dabei wird irgendwie nicht die Tatsache berücksichtigt, dass es ab sieben Uhr dunkel wird und Zeit mehr oder weniger Geld ist. Nachdem dann endlich angepfiffen ist, trifft unser Coach, der als Schiri fungiert, viele komische Entscheidungen, um den Spielfluss weiter unnötig aufzuhalten. Trotzdem hier keiner einen richtigen Einwurf werfen kann, werden nur einige abgepfiffen und korrigiert. Und da es sich um ein Spiel handelt, wird es für nötig gehalten, unabhängig von der Spielzeit noch eine Halbzeit mit Seitenwechsel einzulegen.
Die Gedanken meines Trainers sind manchmal unergründlich und ich bin recht froh, dass ich die ganzen Diskussionen, in denen es bestimmt nur um Kleinigkeiten geht, nicht richtig verstehe.
Aber gut, ich rede zu viel über Fußball, glaube ich.

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