Sonntag, 15. März 2009

Tag 17: Aus Winter mach Sommer.

Endlich bekomme ich eine Nacht lang mal wieder eine menschenwürdige Portion Schlaf. Von zwei bis elf. Immerhin neun Stunden, deutlich mehr als die letzten Wochen.
Trotzdem fühle ich mich ziemlich matt, raffe mich aber auf und ziehe Sportklamotten an, da ich ja den Chinesen von gestern versprochen habe, heute mit ihnen Fußball zu spielen. Lukas und Denis lassen sich noch nicht wecken, also gehe ich alleine zum Sportplatz. Ich bin positiv überrascht, dass sie es mit dem Spiel und der Mannschaft ernst meinen. Ca. zweimal 20 Chinesen je einheitlich gekleidet mit (vielleicht nicht ganz originalen) Trikots großer europäischer Teams mit einheitlicher Bepflockung heißen mich Willkommen und ich bekomm das Dress eines Auswechselspielers. Schließlich bin ich europäisch und die große heißersehnte Nachwuchshoffnung.
Einen Schiedsrichter gibt es auch und so geht es recht zügig mit der ersten Halbzeit los. Ich zolle schnell der knallenden Sonne Tribut, sowie der Tatsache, dass ich so gut wie nichts gefrühstückt und getrunken habe. Wasser habe ich auch keines mitgenommen, aber ich gebe mein Bestes.
Zur Halbzeit muss ich leider gehen, da wir abermals ein Treffen wegen unseres Projekts haben. Denis und ich machen unsere Präsentation fertig und lassen diese am Abend von unseren chinesischen Gruppenmitgliedern (drei höchstpatente junge Damen) vortragen.
War es Freitag noch ziemlich kalt (Winterjacke und Pullover waren schon angebracht), so ist es heute verdammt warm. Kurze Klamotten sind angebracht, das ist doch auch mal fein. Ich wundere mich über den Klimaaufschwung, bis ich auf's Datum gucke und feststelle, dass die Chinesen Recht hatten: Am 15.3. beginnt der Frühling, dann wird es endlich warm. Die Heizung geht ja nun auch nicht mehr.
Wir machen heute abermals die Erfahrung, dass der Sonntag ein ganz normaler Werktag zu sein scheint. Nicht nur, dass normale Vorlesungen abgehalten werden, auch der Supermarkt wird neu beliefert. Ich glaube, sie haben für diese Woche etwas mehr Bier bestellt, dieses Mitdenken ehrt sie. Wir bedanken uns.
Jenes Trinkprodukt muss jetzt noch eine Stunde lagern, solange wir Zeichen lernen. Dann begeben wir uns zu Philipp in die Wohnung und hoffen, dass Werder gegen Stuttgart übertragen wird.
Die morgen beginnende Woche düfte also wie üblich recht müde verlebt werden, aber was soll man machen?!

3 Kommentare:

  1. Ich nehme mir jetzt mal vor eine Woche deinen Blog nicht mehr mitzuverfolgen, damit ich dann alles auf einmal lesen kann :D

    Aber ich denke das werde ich nicht lang aushalten ;)

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  2. Es freut mich, jenes zu hören und dass ich nicht umsonst schreibe :-)

    Aus gegebenen Anlass möchte ich noch einmal meine Klugheit erwähnen. Denn ich war der einzige der fünf von uns, für den es sich gelohnt hat, bis jetzt, fast halb drei, wach zu bleiben und Fußball zu gucken.

    Den Spätzlefressern haben wir es so richtig gegeben!
    Nur schade, dass ich erst nach China fahren muss, um Bremen gegen den VFB gewinnen zu sehen.

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  3. Ja Mirko.

    Das Leben geht hier einfach weiter ohne dich :(

    Da kannst du nichts gegen machen. Wenn es weh tut, dann darfst du ruhig weinen.

    Machs gut, das heisst nicht wissen...

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