Montag, 11. Mai 2009

Tag 73: Muttertag.

Heute ist Muttertag, doch Mütter sind hier weit und breit nicht zu finden.
Dennoch sei Ihnen, jenen welchen, die uns diesen Schritt nach Fernost erst ermöglicht haben, rechtherzlich gegrüßt. Ihr habt mit uns einen sehr großen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet und könnt stolz auf euch sein.
Und um die Mutti noch stolzer zu machen, kann ich berichten, dass ich heute mein Zimmer aufräume. Gründlichst. Mit staubwischen und feudeln. Feudeln ist übrigens ein Wort, das hier kaum einer kennt. Eine Schande, zumal es dazu noch das Substantiv gibt, den Feudel.
Aber ich schweife ab. Der Morgen wird verschlafen, am Mittag geputzt, am Nachmittag Karten gespielt, abends ein Film geschaut.
Zwischendurch erhalte ich ein paar verzweifelte SMS, da es morgen nach Peking geht. Und ich darf doch nicht gehen. Es wird langsam ein wenig nervig.
Nervig ist auch das Wetter: Es regnet abermals den Tag über durch und wegen der Bodenversiegelung (eine sehr große Bedrohung, auf die mich schon mein Bio-Lehrer stets hingewiesen hat; möge er in Frieden ruhen) läuft nichts ab.
Ein recht trostloser Sonntag, der aber noch gerettet wird, da ich im Heimatradio den weiteren Triumph Werders über Hamburg mitverfolgen kann.

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