Lukas und ich kommen heute zu der Erkenntnis, dass wir diese Woche bei der Arbeit wohl nicht am positivsten auffallen, sofern wir überhaupt noch auffallen. In erster Linie gibt es momentan keine Aufträge, oder zu viele auf einmal, sodass morgens kaum jemand in meiner Abteilung anzutreffen ist und nachmittags hingegen alle, jeweils mit einem Kunden auf dem Schoß, der Extrawünsche bei der Produktgestaltung hat. Also nutze ich morgens die Computer, die frei sind (sofern sie nicht gerade mal wieder ausgeschlachtet und ihrer Hardware beraubt wurden) und bearbeite meine China-Bilder. Nachmittags, aus Mangel an Platz in der kleinen Vorstufenabteilung, gehe ich gerne mal Lukas beim Druck besuchen, weise ihn und seine Kollegen auf die Puderschicht auf den Maschinen hin, fachsimpel vor mich hin und bewege Lukas zu einer Raucherpause, die wir dann draußen oder im kühlen Eingangsbereich auf den Ledersesseln verbringen, wo wir der Empfangsdame, die auch eine ganz große im Zeittotschlagen ist, Gesellschaft leisten. Da wir uns aber auch nicht mehr so viel zu sagen haben (nach über drei Monaten aufeinanderhocken gehen auch mal die Themen aus), kann es auch passieren, dass wir jeweils mit unseren iPods da sitzen und Tetris-Rekorde jagen. Bisher bin ich noch der beste!
Man sollte meinen, dass wir nach so einem Tag gut ausgeruht sind, aber abends liegen wir auch nur noch auf der Couch. Im stillen Einvernehmen geloben wir Besserung für die nächsten Tage!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen