Nach vier Tagen erholungslosem Urlaub geht's also wieder mit dem Malochen los. Und wie! Eigentlich so gut wie gar nicht. Denn am ersten jeden Monats werden die Maschinen, zumindest die japanischen (die deutsche hält ja viel aus), generalüberholt und so werden auch für heute keine Aufträge angenommen.
Diese Überholung dauert aber nur bis zur Mittagpause, anschließend wird festgestellt, dass etwas nicht stimmt und dann stehen die beiden Komori für den Rest des Tages. Nur an meiner kleinen wird ab und zu ein Auftrag gefahren, viel ist das aber nicht und so liegt es an der Gemeinschaft, die Zeit anders rumzukriegen. Dies gelingt bedingt mit etwas Putzen, Smalltalk und Handyspielen. Doch dann passiert etwas, was ich eigentlich nicht für möglich gehalten hätte: Der Hauptteil der Beschäftigungslosen bekommt einfach verfrüht Feierabend. Ob das vom Gehalt abgezogen wird, weiß ich natürlich nicht, aber ich meine, in den Augen des ein oder anderen ein Tränlein aufblitzen zu sehen.
Lukas und ich werden glücklicherweise auch nach Hause geschickt, wissen mit der neugewonnen Zeit aber auch nicht so viel anzufangen außer den nicht der Rede werten typischen Abendgestaltungen.

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