Helle Aufregung beim heutigen Gang zur Vorlesung. "Habt ihr das Erdbeben auch mitbekommen?" Nö, hab ich nicht. Aber scheinbar alle anderen. Und es soll wohl auch nicht ganz ohne gewesen sein. Und selbst Chinesen bestätigen mir später, dass da wohl eine architektonische Plattenverschiebung stattgefunden haben muss. Nun, so schlimm kann es nicht gewesen sein, sonst wär ich ja aufgewacht. Und die Risse in der Decke über mir, die sich durch das ganze Haus ziehen, dürften auch nur minimal größer geworden sein.
Jetzt bleibt zu hinterfragen, ob die Erde selber für das Beben verantwortlich ist, oder ob die Regierung, bzw. irgendein Wissenschaftler dahinter steckt. Denn in Peking haben sie ja schon zu Olympias Zeiten und auch zum Jahrestag der Volksrepublik die Wolken gemolken. Und heute denken sie sich wohl, wenn sie schon Regen machen können, dann schaffen die bestimmt auch Schnee. Jo. Schaffen sie. Und wie. 16.000.000 Tonnen Schnee kommt über Peking und seine Umgebung runter. Ein Meilenstein in der Wissenschaft. Und gleichzeitig doch eine abschreckendes Beispiel und unüberlegtes Handeln. Denn dass in Peking (wie überall in China üblich) am 15. November erst die Heizperiode beginnt (und am 15.3. endet, denn dann kommt der Sommer, bestimmt, das haben wir schon selber erfahren), hat niemand bedacht. So bibbern die armen Pekinger heute ganz schön. Und Staus gibt es wohl massig. Aber die gibt es in Peking sowieso zuhauft. Diesmal kommen aber noch Unfälle hinzu. Und Stromausfälle. Und wer für die 200 ausgefallenen Flüge aufkommt, bleibt auch noch zu klären.
Nun, liebe Wissenschaftler, weiter so. Ich frage mich, was ihr noch so hinbekommt: Künstliche, Tennisball große Hagelkörner? Gewitter über Spielplätzen? Tsunamis Richtung ungemochtes Land im Osten?
Wir werden's erfahren.
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