
Eigentlich steht mal wieder ein Putztag an, denn nein, schön ist das nicht, was unsere Wohnung vorzuweisen hat. Neben der Tür stapeln sich improvisierte Müllbeutel, aus denen es zum Teil süfft, Cola-Flecken sind auf dem Boden festgetrocknet und kleben schon lange nicht mehr, da sich genug Staub darauf gefangen hat, Staub generell ist ein großes Problem und gespült werden könnte auch mal wieder.
Könnte. Aber warum das alles noch nicht geregelt wurde, hat einen einfachen Grund: Seit einer Woche haben wir schon kein Gas mehr, dadurch kein warmes Wasser und keine Heizung. Mit lausig kaltem Wasser spült es sich bekanntlich schlecht und auch einen Boden möchte man damit nicht wischen. Und da die Heizung nicht funktioniert, die Wände aber schlecht isoliert sind und es draußen verdammt kalt ist, heizen wir mit der Klimaanlage. Diese pumpt aber neben viel in warme umgewandelte kalte Außenluft auch viel Staub in die Bude, sodass man gar nicht dagegen anfegen kann. Klar, natürlich hatten wir diese Woche eigentlich viel Zeit, das zu regeln. Aber der Fachmann lässt ja dauernd auf sich warten und schiebt dann das Problem auf unsere Gaskarte. Und damit hat er nichts am Hut, er macht nur die Heizungen.
Mit dieser gehen wir also heute erstmal zur Gasfirma. Nö, an der Karte liegt es nicht, ich solle doch bitte diese und jene Nummer anrufen, da würde dann jemand kommen.
Anrufen kann ich, auch wenn die Dame am anderen Ende nur schwer verständlich ist und ich ihr somit nur fünfmal hintereinander unsere (ziemlich lange) Adresse einhämmer und öfter wiederhole, dass Gas kaputt ist und kein warmes Wasser vorhanden und dass das alles andere als angenehm sei. Sie schickt jemanden vorbei, sagt sie.
Jetzt könnte ich warten und Däumchen drehen, aber irgendwie will ich keinen fremden in unser Drecksloch lassen. Ich sortiere also schonmal den Müll. Und fege. Und kippe Wasser auf die eingetrockneten Flecken, damit diese einweichen könnten. Denn Einweichen ist schon die halbe Arbeit, obwohl man aktiv gar nichts macht. Und so muddel ich vor mich hin, bis Lukas kommt und Denis und die haben Mitleid und helfen mir und auf einmal ist die Bude doch wieder in einem tadellosen Zustand, der Boden glänzt, selbst das Bad ist geschrubbt und das alles mit kaltem Wasser und wir sind fertig, bevor der Heizungsmann kommt. Das ist aber auch nicht schwer, denn der Heizungsmann kommt nicht mehr. Es bleibt also kalt. Und da alles sauber ist, hallt es jetzt in unseren vier Wänden, was das ganze noch kälter erscheinen lässt. Aber die Klimaanlage lass ich erstmal aus, ist schließlich gerade so schön sauber. Und außerdem ist Freitag, wir könnten ausgehen.
Das machen wir auch, aber heute ist es blöd. Bei Bambi ist es zu voll, im Sunny 88, dem wir gerne mal eine Chance geben wollen, ist es viel zu warm, aber nicht gerade gut bevölkert, außerdem wird bereits um Mitternacht Rauswerf-Musik gesungen, schöne Schnulzen, auf die Chinesen eigentlich stehen, aber nicht heute. Zudem möchte ein Gast dem Thomas grundlos eins auf die Nase hauen. Auf die schöne, große Nase. Wollen wir nicht zulassen, also fahren wir weiter zum Salsa. Wir kommen ausnahmsweise rein, weil wir drei Asiatinnen dabei haben, die mit der ersten Gruppe reingehen und anschließend die zweite beim Eingang abholen. Das Salsa hat sich aber scheinbar keinen großen Gefallen damit getan, Ausländer zu schikanieren, denn voll ist der Laden nicht und es wird schon etwas an Beleuchtung gespart.
Und so ist es nicht schwer, dass ich der letzte auf der Tanzfläche bin. Mal wieder. Wird aber nach der heutigen schlechten Erfahrung nicht mehr so häufig vorkommen. Scheinbar kann man nur noch ins 1+1 gehen. Oder einfach mal zuhause bleiben.

Habt ihr die Batterien getauscht und das Fach gereinigt?
AntwortenLöschenDas war bei uns auch immer ein Problem. Am besten mit Kontaktspray die Kontakte vom Batteriefach reinigen. Die fetten immer schnell zu.
War ziemlich nervig, und aus irgendwelchen Gründen tat es nach ein paar Versuchen wieder. Nicht locker lassen ^^
Gruß Michi