Dienstag, 24. November 2009

Tag 269: Frierende Chinesen.

Gestern waren wir nicht unterwegs. Also ist es auch nicht so schlimm, dass gegen acht Uhr der Wecker klingelt und wir zum Fußball fahren. Natürlich ist es auch heute nicht unbedingt warm und der Platz noch ein wenig gefroren, dennoch habe ich als Kicker einer Dorfmannschaft gelernt, dass man auch unter diesen Umständen mit kurzen Hosen spielen kann. Ja sogar ein T-Shirt ist nicht unbedingt schlimm, solange man sich bewegt wird einem schließlich warm und anschließend kann man sich ja warm anziehen.
Nun, das habe ich scheinbar als einziger so gelernt, denn ich bin der einzige, der so auf dem Platz steht. Gut, im Gegensatz zu hiesigen Männern habe ich auch ein eigenes kleines Winterfell um meine Schenkel angelegt, dennoch werde ich als verrückt abgestempelt, stehen doch alle zitternd um mich herum.
Unter diesen Umständen kann das Spiel natürlich nichts werden und es wird auch nichts. Aber zumindest das Essen anschließend ist ziemlich gut.
Auf dem Rückweg, es ist halb eins, rechne ich aus, wie der Nachmittag wohl verlaufen wird: Duschen, kurzen Mittagsschlaf und kurz gucken, was sich im weltweiten Netzwerk so getan hat, dann dürfte es halb fünf sein, wenn ich anfange zu lernen.
Und so ist es. Da bin ich Realist. Ich habe auch gestern nicht behauptet, dass wir dann nach dem Fußball den ganzen Tag dazu zur Verfügung hätten. Aber zumindest kann der Abend genutzt werden, morgen können wir schließlich wieder ausschlafen.

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