Mittwoch, 2. September 2009

Tag 185: Mustache-Power.

Heute fällt der Strom aus. Von zehn bis fünf. Was macht man in so einer Zeit? Man ist vollkommen aufgeschmissen.
Wir haben Glück, einen Gasherd zu besitzen, denn so kann uns Cathrin oben, in ihrern neuen, sauberen Wohnung, ein sehr gutes Frühstück zubereiten. Sogar mit Kaffee.
Aber irgendwann hat es sich ausgefrühstückt, und dann? Zudem kommt noch die Müdigkeit aufgrund der letzten Nacht. Und draußen ist es grau, was auch nicht zur Aufmunterung anregt. Und durch das Grau ist es auch im Raum viel zu dunkel, da kann man nicht mal lernen. Vokabeln wären nämlich angesagt, jetzt beginnt wieder die unsegliche Zeit, in der jeden Montag ein Vokabel-Test ansteht. Aber bei den Lichtverhältnissen macht man sich ja die Augen kaputt.
Während der Hauptteil es vorzieht, zu schlafen, haben Denis und ich einen genialen Einfall: Da Denis' Freundin Jule sich die Haare färben möchte, genau wie Hannas Schwester Verena, zwacken wir uns ein wenig von dieser Farbe ab und färben uns unseren Oberlippenbart. Braun. So wirkt er dichter. Unsere Gene meinen es nämlich noch nicht so gut mit uns und entgegen unserer richtigen Haarfarbe ist der Bart in dieser Region sehr hell.
Wir machen das weiß Gott nicht, weil es gut aussieht. Wir sehen unseren Aufenthalt hier drüben eher als Experiment, wie weit man mit schlechtem Geschmack und Aussehen dennoch gut ankommt. Und bisher laufen wir ganz gut.
Auf die Idee mit dem Mustache hat uns unser Idol Peter Griffin aus der Comedy-Serie Family Guy, die zum Zeitvertreib gerne über DVD läuft, gebracht. Und da Thomas sich immer ein wenig ziert, obwohl er locker einen solchen Bart in drei Stunden haben könnte, ergreifen wir heute die Initiative.

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