An diesem Sonntag ist nicht wirklich viel erwähnenswert. Das Wetter lässt zu wünschen übrig, die Agilität der Hausbewohner ebenso, im Hinterkopf klopfen immer wieder der morgen stattfindene Vokabeltest und sein guter Freund, die Lichtempfindliche Materialien-Hausaufgabe, an, aber beide werden gut ignoriert und zwar solange, bis dann doch was passiert, nämlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem Jae, die Koreanerin sagt, sie habe koreanisch gekocht.
Und das hat sie heute gut gemacht. Sushi und andere kleine Snacks gibt es. Es ist meine erste richtige Mahlzeit heute, was sogar bei mir persönlich die Frage aufwirft, was ich anstatt zu essen denn sonst den ganzen Tag getrieben habe.
Ein Highlight von heute ist noch, dass unsere Betreuerin uns anruft, da die Campus-Polizei sich gemeldet hätte. Und zwar nicht wegen des Lochs in der Hecke, in das Denis und Nadine gestern in der Früh gefallen sind, sondern wegen des fliegenden Teppichs aus Cathrins Wohnung. Besser gesagt wegen der beiden fliegenden Teppiche. Denn Cathrin schafft heute Sperrmüll nach unten. Nach offiziell zwei Wochen gibt es also den ersten Mahn-Anruf für die Dame. Ein guter Einstand. Wir haben dafür länger gebraucht.
Und letztendlich wird zumindest dem Vokabeltest doch noch Zutritt gewehrt. Bis spät am Abend. Als Student hat man manchmal ein sehr hartes Leben.
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