Mittwoch, 9. September 2009

Tag 193: Fisch.



Über unangebrachte Tierhaltung, erst recht Fischen gegenüber, habe ich mich schon öfters geäußert. Heute fällt es einmal mehr auf, als wir auf dem alten Campus in den Supermarkt gehen. Dieser hält sich nämlich einen Wach-Fisch. An der Wand zwischen den beiden Eingangstüren befindet sich nämlich ein Aquarium mit, auf dem ersten Blick, einer dickflüssigen, grünen Brühe, die sich Wasser schimpft. Und bei genauem Hinsehen kann man ab und zu etwas gülden schimmerndes Erkennen. Das ist Fisch. Laut den Supermarktangestellten hat auch er keinen Namen, aber es gehe ihm auch ohne Namen gut.
Ob es ihm wirklich so gut ist, wagen wir zu bezweifeln. Das Wasser steht, es gibt keine Pumpe und ich weiß nicht, ob er sich gerne von Algen ernährt. Und Freunde hat er auch keine. Brauchen Fische vielleicht auch nicht, aber wenn er sähe, wie sich andere Fische verhalten, so wäre er bestimmt nicht so gestört.
Fisch nämlich, und da muss man ihm sehr gute Augen attestieren, rastet nämlich voll aus, wenn er, von welchem Fleck des Aquariums aus auch immer, an der Oberfläche etwas erspäht. Bei Futter ist es verständlich, aber sobald nur ein Finger sich einen halben Dezimeter der grünen Brühe nähert, schießt er herbei und springt, den Mund geöffnet, entgegen. Uns macht er damit Angst und garantiert kann er auch jeden Einbrecher so vertreiben.
Bald soll Fisch, so wird uns versprochen, Freunde bekommen. Und dann sei auch das Aquarium sauber. Ich bin gespannt. Sollte das nicht eintreffen, so haben wir uns überlegt, dass Fisch auch sehr gut bei Thomas im Pool wohnen könnte.

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