Mittwoch, 22. Juli 2009

Tag 144: Freakige Japaner.

Mirko Tag 144: Freakige Japaner.
Wir finden unser Hostel nach einem weiteren Morgenbad und einer Nudelsuppe als Frühstück Dank guter Wegbeschreibung sehr schnell. Dieses wirbt damit, das günstigste der ganzen Innenstadt zu sein, weshalb man allerdings auch einige Abstriche machen müsste. So sind möglichst viele Zimmerchen auf kleinster Fläche mit Spahnplatten gebastelt, auf die Gänge passen keine zwei Leute nebeneinander und in unserem Zimmer muss der erste gleich in sein Bett steigen, damit der zweite auch eintreten kann. Aber Platz wird überbewertet, wir müssen hier ja nur schlafen.
Deshalb gehen wir auch sofort wieder in die Stadt und zwar in das Jugendviertel von Shibuya. Die spinnen schon ein bisschen, die Japaner. Vor allem die Japanerinnen. Die laufen gerne in Schuluniformen und Prinzessinnenkleidchen rum, tragen Schleifchen im Haar und schminken sich das Gesicht, bis es wie Porzellan wirkt. Es laufen also verdammt viele Püppchen auf den Straßen rum, ich kann sie als Frauen noch nicht ganz so ernst nehmen.
Cool ist das Viertel aber allemal, es gibt gute Kleidung und, ganz wichtig, Döner-Buden. Was hab ich die in China vermisst!
mit der Ringbahn geht es dann ins Elektronik-Viertel, wo ein sechsgeschössiges Elektronikgeschäft neben dem nächsten steht. Schnäppchen sind leider Fehlanzeige. Dafür fallen wieder die ganzen verkleideten Damen auf. In Baby- und Haushälterinkostümen verteilen sie Flyer. Ihre Angebote reichen von 2000 bis 5000 ¥ (ca. 40 €) pro halbe Stunde. Nur für welche Dienstleisung? Wir finden heraus, dass man sie fotographieren darf. Und es finden sich tatsächlich sehr viele zahlfreudige männliche Kunden. 
Neben den Elektronikgeschäften gibt es noch viele, die sich voll und ganz auf die Figuren japanischer Mangas, also Comics, konzentrieren. Es gibt diese Figuren und deren Kleidchen in allen möglichen Größen. Und alles wird gerne und für viel Geld gekauft.
Mir bleibt also nur die Schlussfolgerung, dass die Japaner voll und ganz auf diesen Comic-Kram abfahren und das Schönheitsideal hierdrin gefunden wurde, sodass die Damen möglichst ähnlich aussehen möchten, um den Herren zu gefallen.
Mir gefallen sie nicht.    

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