Montag, 8. Februar 2010

Tag 341: Qingdao zum Zweiten.

Der Wecker klingelt um fünf Uhr, es geht auch verwunderlich leicht aus den Federn. Taxis finden wir auch schnell welche, sogar auf Anhieb zu guten Konditionen und schwupps sitzen wir im Flugzeug, dann im Bus und später im Hostel von Qingdao, in dem ich schon im Sommer Unterschlupf fand. Das Hostel ist total leer, kaum Gäste, somit wird auch kaum eine Heizung aufgedreht und die Bar auf dem Dach hat auch geschlossen. Somit dient eine Nudelsuppe zum provisorischen Füllen des Magens, bevor es für drei Stunden in einen komatösen Mittagsschlaf geht.

Dann fahren wir zum Wahrzeichen der Stadt, einen Pavillon in der Meeresbucht, der über einen langen Steg erreichbar ist und im Sommer total überfüllt ist. Heute treffen wir kaum eine Menschenseele. Also wollen wir in die, hoffentlich belebtere, Bierstraße zum Seafood-Essen. Aber so ein Seafood ist nicht gerade reichhaltig, vor allem nicht, wenn es das in der Bierstraße gibt und wenn es zuvor nur Flugzeugfraß und eine Nudelsuppe gab, denken wir uns, also brauchen wir eine gewisse Grundlage. Die gibt es bei McDonald's. Bei jedem normalen Menschen in Form eines Burgers. In Roberts Fall sind es drei Doppel-Cheeseburger.

In der Bierstraße haben 75 % der guten Restaurants geschlossen, es steht auch nur eine Anwerberin auf der Straße, die ist aber penetrant, also ignorieren wir sie und gehen in den Nachbarschuppen. Aber wir essen gerade mal auf und trinken nur zwei Krüge des Rohbieres (besser gesagt: zum Glück trinken wir nur zwei, denn aus Erfahrung weiß ich, dass das leicht in den Kopf geht und da viel zu lange bleibt und das Gefühl von Schmerzfreiheit unterdrückt und ich konnte den anderen auch genau zeigen, wo Hugo damals direkt an den Tisch gebrochen hat), dann packt uns die Müdigkeit und den Rest des Abends halten wir uns im Hostel auf, neben dem Ofen und später auf den Betten mit Heizdecke. Das ist auch schön.

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