Freitag, 19. Februar 2010

Tag 355: Packen.

Eigentlich habe ich schon 20 kg an Klamotten nach Hause geschickt. Wobei, 20 kg hat der Koffer insgesamt gewogen und der Koffer selber hat ja auch noch ein paar kg an Gewicht. Aber dennoch eigentlich eine gute Menge. Und das Gewicht meiner restlichen Kleidung, die in meinen Handgepäckkoffer locker passt und die ich dennoch heute in einen Vakuumbeutel stopfe und dann ihrer Luft beraube, beläuft sich auf lediglich 7 kg. Der Stapel Bücher, den ich mir rausgesucht habe, wiegt genauso viel. Das ganze habe ich schon vor fünf Tagen gewogen und seitdem kreist in meinem Kopf der Gedanke, was ich denn wohl noch mitnehmen könnte, damit ich auf mein Gewicht komme. Ich habe schließlich so viel für den Flug bezahlt und möchte das auch ausnutzen.
Während des Packens fällt mir dann noch mein Anzug ein. Und meine zweite Jacke. Und dann sind da noch die Fußballschuhe. Und meine Wanderstiefel. Zwei Rucksäcke sind auch noch da. Und ein Handtuch in Deutschland ist jetzt auch nicht soo billig. Und nehm ich Duschgel mit? Was ist mit den Steinstempeln? Und mein Vorrat an den ganzen Karteikärtchen, mit denen ich Zeichen gelernt habe? Brauche ich noch die Verpackung von iPod, Kamera und PSP, die ich hier gekauft habe? Arne wurde auch noch aufgefordert, dafür zu sorgen, dass für die HdM noch ein paar Lehrbücher mitgenommen werden, damit man im nächsten Semester in einem Projekt ein weiteres fachspezifisches Wörterbuch erstellen kann. Soll ich also alle mitnehmen?
Nun, ich lege erst einmal alles sorgfältig in Koffer, Handgepäck-Trolli und Umhängetasche. Trotz komprimierter Klamotten passt das ganze hinten und vorne nicht.
Ich belass es bei nur wenigen Fachbüchern. Verpackungen braucht kein Mensch, Ladekabel reichen. Zeichen, so belüg ich mich selber, habe ich alle im Kopf. Steinstempel belass ich. Duschgel ist fast alle. Mein Handtuch wird vor der Abreise noch einmal benutzt und ist dann nass, dann bin ich fast 24 Stunden unterwegs und werde nach der Ankunft bestimmt nichts mehr ausräumen, das würde also stinken und faulen. Brauch ich nicht. Rucksäcke belade ich mit Büchern. Anzüge passen irgendwie. Fußballschuhe auch. Nur die Wanderstiefel werde ich wegen des Gewichts alleine wohl wieder anziehen, dafür meine normalen Schuhe dort lassen. Die sind sowieso gefälscht und lösen sich schon beim normalen Rumstehen auf. Braucht kein Mensch.
Nun lässt sich mein Koffer schließen, aber die Analogwaage zeigt einen Delta-Wert zwischen mir ohne und mit Koffer von 24 kg an. Bei dem Handgepäck-Trolli sind es 16 kg. Bei der Umhängetasche 8 kg.
Das sind summasummarum 48 kg. Und dabei ist mein Laptop noch gar nicht im Handgepäck untergekommen. Mit 50 kg darf ich also rechnen, das ist nur leicht mehr als die 14 kg, die die ganzen Tage über in meinem Kopf rumschwirrten.
Ich vertraue einfach mal auf die Gutmütigkeit der Grenzbeamten und miste nicht noch mehr aus. Denn jetzt ist es gerade so gut, dass der Koffer richtig gefüllt ist. Er geht gut zu, aber nichts fliegt einfach durch die Gegend.
Den Abend wollte ich wegen des frühen Abflugs und der Pflicht, neben dem Putzen der Wohnung (klappt, naja, bedingt hervorragend) und dem Waschen der Bettwäsche, im Hotel verbringen, aber da bei Bambi nichts mehr frei ist und ich auch zunächst den Menschen von der Schlüsselübergabe nicht erreiche (den gebe ich morgen einfach Jojo, der soll sich drum kümmern), bleiben wir doch noch die letzte Nacht in der Wohnung, wobei ich bemerke, dass ein Hotel sich auch gar nicht lohnen würde, denn es ist Viertel vor sechs, als ich einschlafe.
Jetzt ist schnelles Power-Bubu angesagt, denn in einer Viertel Stunde muss ich aufstehen und duschen. Und mich dann abtrocknen mit dem Handtuch, das ich anschließend zurücklasse.

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