Donnerstag, 18. Februar 2010

Tag 351: Letzter Einkauf.

Der Vanguard-Supermarkt heute ist voll. Sehr voll. In ihm tummeln sich die Leute, füllen ihre Körbe (Einkaufswagen sind wegen ihrer Größe heute aus dem Verkehr genommen) mit all den vorgekochten Spezialitäten (faule Leute), die man gerne zum Frühlingsfest, und eigentlich auch nur zum Frühlingsfest, verspeist, zumeist Pampe mit Fleisch, streiten mit den Angestellten, weil diese die Hühnerfüße nicht genau genug Abwiegen können, diskutieren mit den Familienangehörigen, welche Nüsse und Sonnenblumenkerne sie einpacken sollen, ob das ganze überhaupt für eine Woche reicht und ob sich das alles so lange hält, streiten sich mit anderen Kunden um das letzte Stück einer Sorte, streiten sich in der Schlange an der Kasse, die weit bis ins Innere reicht, streiten mit der Kassiererin und schlagen ab und an auch mal zu.
Was die ganze Menschenmasse noch größer erscheinen lässt, ist die Tatsache, dass überall, wo ein wenig mehr Platz war, jetzt neue Regale zu installieren, da das Sortiment für die Feiertage noch größer ist.
Und mitten in diesem Laden stehe ich. Mit zwei Körben. Mein dicker Hintern passt nur bedingt durch die engen Gänge, in denen zumindest ein paar Parkbuchten gelassen wurden, damit das Problem mit dem Gegenverkehr gelöst werden kann. Und da laufe ich hinter Mini hinterher, die Frühlingsfest-Spezialitäten kaufen will. Meistens Pampe mit Fleisch. Und Hühnerfüße, die die Angestellten aber schlecht abwiegen. Ich frage sie, ob wir das alles denn aufessen können. Ob das nicht über die Tage schlecht würde. Sie winkt nur ab und verschwindet wieder in der Menge. Kämpft mit anderen Kunden um die Sonnenblumenkerne. Kommt irgendwann wieder, füllt meine Körbe.
An der Kasse ist die Stimmung gereizt. Es wird gedrängelt. Die Kasse, die laut Schild kartenfähig gilt, ist nicht kartenfähig. Wir streiten mit der Kassiererin. Die Leute hinter uns sind genervt. Warum geht das nicht voran? Ich kram das letzte Bargeld zusammen. Es reicht.
Ich bin froh, hier rauszusein.

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