Heute ist Neujahr. Chinesisches. Wir passen uns abermals an und tun das, was man als Chinese so macht: Zuhause bleiben. Denn draußen gibt es nichts. Man ist zuhause und isst zuhause, man ist froh, dass möglichst alle Familienmitglieder anwesend sind, oder man täuscht es zumindest vor und man freut sich vor allem, dass man eine Woche aufgezwungenen Urlaub hat, denn außer Taxi-Fahrer, sehr wenigen Restaurants und Feuerwerks-Verkaufsständen sowie Campus-Sicherheitsbeamten hat nichts geöffnet, die Industrie liegt brach, könnte der Luft vielleicht mal ganz gut tun.
Im TV wird die gestrige 'Silvester'-Show rauf und runter gespielt, dieses Mal mit Untertiteln. Sie wird dadurch nur bedingt spannender für mich. Wir haben noch genug Essen, müssen also auch gar nicht raus. Ab und an wird da noch geknallt, aber viel ist das nicht.
Heute ist noch ein Tag der Ruhe, bevor morgen das große Reisen beginnt. Dann fährt man zur Familie der Frau oder zu anderen Verwandten. Ich habe gestern gelesen, dass sich diese Woche die Zahl der Reisenden in China auf 2,6 Milliarden Menschen belaufen wird. Nicht schlecht für einen Staat, der 'lediglich' 1,3 Milliarden Einwohner vorzuweisen hat.
Spektakulär ist der Start ins Jahr des Tigers also nicht gerade, womit wahrscheinlich auch einzig die oben genannte Zahl das spektakulärste an diesem Beitrag ist.
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