Dienstag, 4. August 2009

Mirko Tag 152: Shanghais Altstadt.

Bevor wir heute Shanghais Altstadt mit Tempeln und Teehäusern besuchen, stehen wir vor einer schweren Investitionsfrage: Kaufen wir Regenschirme oder nicht? Jo. Und schon sind wir einen Euro ärmer. Pro Person! Aber sie lohnen sich, da Shanghai für diese Woche das schlechte Wetter gepachtet hat.
Es dauert anschließend ein wenig, bis wir den Anfangspunkt für die vom Reiseführer empfohlene Route finden. Dann geht es in einen Tempel (kein großer Unterschied zu japanischen, man darf allerdings fast in jeden Raum - wenn was kaputt geht, wird es einfach neu gemacht) und in schmale Gassen, die man in diesem Zustand nicht einmal im armen Xi'an findet. Die Suche nach dem Mittagessen gestaltet sich als etwas schwierig, da das angepriesene Restaurant sich auf der anderen Straßenseite befindet, als im Plan angezeigt und außerdem gibb es auch nicht wie versprochen durchgehend warme Küche. Also gehen wir zum nächsten Touristenspot, der richtigen Altstadt. Hier gibt es einen Schnickschnack-Laden neben dem nächsten und jeder zweite Passant bietet einem tolle Rolex in super Qualität zu unschlagbaren Preisen an. Ich gebe schnell auf, überhaupt noch auf sie zu reagieren. Tolles Altstadt-Feeling! Die Restaurants bieten ebenso "originales" typisches chinesisches Essen an. Also sowas, was normale Chinesen nicht essen. Und es riecht auch nicht gut. Die letzte Lösung ist also wieder Sushi. Und ich kann abermals sagen, dass japanisches Essen in China zumindest prrislich unschlagbar ist und sich auch qualitativ sehen lassen kann.
Weil das Wetter sich niht gerade bessert, geht es frühzeitig zurück. Abends bin ich dann fit genug, Binbin, die Kellnerin von vorgestern, in ihrem Feuertopf-Restaurant zu besuchen. Ich bekomm ein Bier, bis sie Feierabend hat. Das ist um zwei. Nachts. Nach einem Gang über den Nachtmarkt geht es zu ihrer Schlafstätte. Das ist ebenfalls ihr Restaurant, wo alle Kellnerinnen bleiben, bis die Bahnen wieder fahren.
Ich werde gefragt, warum ich im Hotel lebe. Morgen wird sie mir helfen, eine Wohnung zu suchen. Ich breche ihr fast das Herz, als ich ihr den Grund erzähle. Ich fühle mich schlecht dabei.


Von meinem iPod gesendet

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen