Donnerstag, 27. August 2009

Tag 180: Mückenaufzuchtstation.

Ich weiß gar nicht, was die alle haben. Ich habe keine Probleme. Vielleicht stink ich nicht so doll, wie alle anderen. Aber allmorgenlich beklagt man sich hier über die Mücken (fälschlicherweise im Schwaben-Deutsch Schnaken genannt), deren Stiche, den daraus resultierenden Juckreiz, das daraus resultierende Kratzen und die dadurch resultierenden aufgekratzten Körperglieder. Wie gesagt, ich habe damit kein Problem.
Nachdem wir wieder in einer Vorlesung, BWL, eher wenig verstanden haben und in "Lichtempfindliche Materialien" sogar Extra-Unterricht bekommen, weil selbst die Chinesen das Fach für zu schwer halten, machen wir uns am Nachmittag dann mal auf die Ursache für das hohe Mückenaufkommen.
Diese finden wir sehr schnell. Es ist die Baustelle, die ich von meinem Fenster aus sehe und von der wir nicht wissen, was es werden soll. Auf einer kleinen Erhebung wurde schon vor Monaten eine Kuhle ausgehoben. Dann wurden Wende aus Beton gegossen. Zwischendurch wurde eine Wand wieder gesprengt, weil man wohl fälschlicherweise was falsch gemacht hat. Oder weil man Dynamit testen wollte. Oder weil man Spaß am Knall hatte. Auf jeden Fall ist diese Wand während meines Urlaubs wieder gegossen worden und auch der Boden. Und dieses Becken ist nun mit Regenwasser und vielleicht auch anderem Wasser leicht gefüllt. Es ist ein sehr schön stehendes Gewässer, zumindest auf dem ersten Blick, bei näherer Betrachtung bewegt sich die Oberfläche aber doch wegen vieler kleiner Mücken.
Diese Ursache haben wir also nun gefunden. Die Ursache, warum ich von ihnen nicht attackiert werde, aber nicht.

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