Was haben wir ihn vermisst! Diesen schönen Raum ohne Fenster, in dem die Luft steht, wo aber dennoch auf das Lüften durch die Türe verzichtet wird, da stickige Luft besser ist als die urinzersetzte auf dem Flur, die derer in einer Autobahnraststätte gleicht. Kurzum, unseren Deutschclub.
Hierhin führt uns heute unser Weg zu unserer ersten Vorlesung im neuen Semester. Chinesisch ist angesagt, drei Stunden, und es geht weiter im Takt im Buch. Es ist nicht der schnellste Takt, der vorgelegt wird, das ganze kommt sehr schwerfällig in die Gänge. Unsere Prüfungsergebnisse vom April (!) bekommen wir dann auch heute. 82 %. Nicht sehr gut. Allerdings war die Prüfung auch nicht gerade dem Vorlesungsniveau angeglichen.
Dass das Niveau des Chinesisch-Unterrichts auch höher ausfallen dürfte, zeigt uns bereits die nächste Vorlesung am Nachmittag; Ein hoher Klassenraum verschluckt leider die Stimme des Professors recht leicht, gibt dafür aber jedes Rascheln und Tuscheln der Studenten umso lauter wieder. Dazu kommt ein Skript und ein Buch mit Sachtexten, in denen das Chinesisch nicht gerade viel mit unseren Texten aus dem Chinesisch-Unterricht zu tun hat. Kurzum: Trotzdem das Thema nicht das schwerste ist, hapert es dennoch in allen Belangen gut am Verständnis.
Da ist jetzt selbstständiges Reinknien angesagt. Irgendwie wird das schon laufen. Wir sind ja nicht doof.
Unverhofft kommt dann meistens doch recht oft. Wegen der Besprechung unseres Stundenplans werden wir ins Büro unserer Betreuerin gebeten. Und diese überreicht uns insgesamt drei Pakete. Lukas bekommt auch eins. Von Cathrin. Die ist mittlerweile hier eingezogen. Das Paket ist ebenso von Anfang April. Es hat also nur über vier Monate gedauert. Während die Fußballschuhe (Lukas besitzt derer nun drei) weiterhin in Top-Qualität sind, kann man das vom Parmesan-Käse leider nicht sagen. Für Experimentierzwecke wird er trotzdem aufgehoben.
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