Dienstag, 4. August 2009

Mirko Tag 154: Shopping.

Ich sitze im Businesscenter des Hotels um meine weiteren Urlaubsziele zu planen und denke, die Welt geht unter. Sekündlich wird es dunkler, bis es dann endlih schüttet wie aus Kübeln. Endlich. Ih habe das Dauernieseln nämlich langsam satt. So bleibt es dann auch zwei Stunden, das Mittagessen muss im Hotel stattfinden (deutsch und japanisch, abermals) aber dann können wir auch schon endlich vor die Tür treten.
Heute wollen wir shoppen gehen, denn ich habe noch immer kein kitschiges Hawaii-Hemd. Zuerst schauen wir aber in den Elektronikladen, der von der Größe einem deutschen Karstadt gleicht. Und hier frage ich mich: wo ist der hochgelobte Aufschwung des Landes? Außer uns drei Europäer tummeln sich hier nur noch einige hundert Verkäufer, die sich es aus Langeweile schon selber vor ihrer Ware, also Fernseher, gemütlich gemacht haben.
Die nächste Mall bietet alles: Elektronik, Kleidung, Schmuck. Aber eins bestimmt nicht: Originales. Mir fällt ein, dass ich noch ein Ladekabel für den iPod, auf dem ich meinen Blog weitrrschreibe, brauche. Das angeblich originale kostet zu viel. Es gibt aber noch eine Kopie. Als ich auf Chinesisch bitte, das einmal ausprobieren zu dürfen, merkt die Verkäuferin, dass sie mich nicht leicht verarschen kann und rudert sofort zurück. Es funktioniert nicht immer. Aber das originale könnte ich günstiger günstiger erhalten. Ist mir aber noch zu teuer. Und letztendlich geht es auf über die Hälfte runter. Ich bin ein guter Geschäftsmann.
Ein Hawaii-Hemd finde ich leider nicht. Wahrscheinlich zu tropisch.
In der Super Brand Mall mitten in der berühmten Skyline finden wir im zehnten Stock ein sehr gutes Zichuan-Restaurant. Exotische, scharfe Gerichte (aber anders scharf als Feuertopf und somit für die Verdauung ungefährlich) und eine tolle Aussicht (da am Nachmittag tatsächlich die Sonne rauskommt und es aufklart) auf die andere Flussseite mit den Bauten in Kolonialstil, super. Anschließend geht es nicht mehr wie angedacht in einen der hohen Wolkenkratzen, da man hier jetzt auch etwas Strom sparen möchte und ab elf Uhr einfach mal alle unnötigen Lichter ausschaltet. Der Cocktail direkt am Fluss schmeckt trotzdem.

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