Der Reiseführer sagt, die französische Konzession, ein Viertel, von den Franzosen gebaut, sei toll. Ist es auch, deshalb gehen wir auch dahin. Zunächst liegt die Gründungsstätte der kommunistischen Partei auf dem Weg. Man muss für den Einlass in das jetzige Museum ein Ticket zum Preis von 0 Euro erwerben. Ohne kommt man nicht rein. Drinnen ist es ganz interessant, wenngleich auch ein wenig propagandisch. Damit nicht nur Einheimischen das politische Konzept schmackhaft gemacht wird, ist gleich nebenan ein weiteres Museum dem Holländer (für Stiefpappchen Bert, ebenfalls Holländer, natürlich sehr interessant) Sneevliet gewidmet. Der war damals in der Gründergruppe um Onkel Mao dabei.
Den Rest der Route hätte man dann auch abkürzen können, da einige Sehenswürdigkeiten einfach nicht mehr da stehen, wo sie laut Karte sein sollen. Entweder sind sie gar nicht mehr da, oder sie sind auf der anderen Straßenseite. Aber ich kann dem Reiseführer, trotzdem er erst von 2008 ist, kaum einen Vorteil machen. Denn so viel, wie hier jetzt gebaut wird, da ist es kein Wunder, dass Parks über Nacht verschwinden oder alte Stadtviertel auf die andere Straßenseite gehievt werden, da an ihrer Stelle ein Wolkenkratzer besser ins Bild passt.
Wenn man also wieder einen Reiseführer für Shanghai rausbringen will, wartet man am besten, bis die Expo im nächsten Jahr vorbei ist!
Von meinem iPod gesendet
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen