Donnerstag, 3. Dezember 2009

Tag 278: Bewegungsdrang.

Wieder werde ich nicht durch meinen Wecker geweckt, sondern zwei Minuten früher per Telefon vom Prof. Der ist krank. Heute muss die Vorlesung also leider wieder ausfallen. Der fünfte Tag in Folge frei. Aber so ungeplant frei zu haben, ist furchtbar, da kommt nichts bei rum.
Dennoch nutze ich die Zeit um aufzustehen, gehe vor die Tür, sehe am Hintertor Straßen-Essen-Wagen und besorg für die ganze (wache) Bagage Frühstück.
Dann ist mal das Zimmer dran. Staub wischen, fegen (geht momentan alle paar Tage), der Schreibtisch glänzt, auf ihm befindet sich nichts mehr, jetzt kann ich arbeiten. Aber das will nicht so wirklich. Der Technik sei Dank ist mein Arbeitsgerät beweglich, den Laptop kann ich an verschiedenen Standorten einsetzen. Abends habe ich aber genug vom Wandern in der Wohnung. Ich muss raus, mal durchatmen.
Und so entschließe ich mich das zu tun, was ich eigentlich überhaupt nicht mag: Joggen. Draußen bemerke ich erst, wie nebelig ist. Ich kann auf dem Sportplatz nicht von der einen Seite auf die andere schauen, aber das muss ich ja nicht, ich laufe ja geradeaus und muss nur die nächsten paar Meter vor mir sehen. Leider ist mal wieder nicht alles Nebel, im Dorf hinter dem Campus verbrennen sie mal wieder alles mögliche; Reifen, Tiere, Kunststoffe, Papier. So ist die Luft zumindest am einen Abschnitt der Bahn mehr als dürftig. Zudem war meine Nahrung heute nicht gerade ausgewogen, das bedingt bei mir meistens Seitenstiche und so bin ich nach einer halben Stunde schon wieder unter der Dusche.
Aber wenigstens spüren meine Beine endlich mal wieder, dass sie noch gebraucht werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen