Samstag, 5. Dezember 2009

Tag 281: Alternative Verkehrsmittel.

Ich befinde mich heute nordöstlich der Stadtmauer auf Höhe des Krankenhaus, in dem ich mich vor ein paar Wochen auf Schweinegrippe untersuchen hab lassen (und in dem mir eine Spritze so ins Gesäß gerammt wurde, dass ich rund um diese Stelle bis heute immer noch kein Gefühl wieder habe), und es ist kurz vor sechs, kurz vor Feierabend. Aber ich will eigentlich noch in die Schneiderstraße. Diese befindet sich südlich von der Stadtmauer. Taxis kann man um diese Zeit vergessen, Busse brauchen sowieso eine Ewigkeit, vor allem dann, wenn man nicht weiß, welchen man nehmen muss.
Also nehmen wir erst ein Tuff-Tuff, ein motorisiertes Gefährt mit offener Passagier-Kabine, bis zu der Stelle, an der anscheinend leichter ein Taxi zu erwischen sein sollte, nämlich zum nordöstlichen Tor der Stadtmauer. Aber auch da gibt es nichts. Stattdessen labert uns ein Motorradfahrer voll, dass alles Warten nichts bringt, zumal die Straßen alle verstopft sind. Aber er könnte uns mitnehmen. Ich habe Glück, mit Mini eine Chinesin bei mir zu haben, die kann den Preis locker drücken und er ist bereit, uns für 10 Yuan auf schnellstem Wege zum gewünschten Ort zu fahren.
Zehn Yuan ist weniger, als ein Taxi kosten würde. Und da wir, zu dritt auf dem Motorrad, sehr schmal sind, kommen wir überall gut vorbei, außerdem kennt er romantische Schleichwege entlang der Mauer und so sind wir binnen 15 Minuten da. Ich weiß nicht, wie lange wir zu dieser Zeit mit dem Taxi brauchen würden, aber es wär definitiv länger. Ich sollte also in Betracht ziehen, öfters diese privaten Chauffeure in Anspruch zu nehmen, allerdings ist es bestimmt von Vorteil, in dieser Jahreszeit Handschuhe mit sich zu führen.

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