Wir haben es geschafft. Offiziell dürften wir jetzt unsere Lager abbrechen und in die Heimat reisen, denn heute schreiben wir unsere letzte Prüfung. Die hat es noch einmal in sich, denn trotz guter Vorbereitung oder gerade wegen dieser brauche ich über zweieinhalb der drei angedachten Stunden, obwohl ich eigentlich nicht viel überlegen oder suchen müsste, ich schreibe die Zeit über durch, selbst unsere Schnellschreibkönige Arne und Nadine sind nur knapp vor mir fertig.
Eigentlich sind für heute auch zwei Aufpasser für uns abgestellt, aber wie der Zufall es so will, müssen scheinbar beide gleichzeitig auf die Toilette. Ich habe das Gefühl, man möchte eigentlich nicht so wirklich, dass jemand von uns nicht besteht.
In den letzten Tagen haben wir uns gedacht, dass dieses Prüfungsende richtig begossen werden müsste. Wir sollten mal wieder richtig ausrasten und trinken bis zum Erbrechen. Also trinken wir anschließend ein Bier. Und dann geht's richtig los. Nach Hause und erst einmal kurz anruhen. Dann ist aber leider der Nachmittag schon verschlafen, der Schweinebraten braucht drei Stunden länger, als angedacht und als wir dann anfangen wollen, uns so richtig einen hinter die Birne zu kippen, ist die Motivation eigentlich schon verschwunden. So werden unsere Neuerwerbungen aus dem Schnapsladen, bei dem wir übrigens das erste Mal nach dem Erwerb unserer Kundenkarte wieder sind, nur bedingt angerührt, bei Bambi und im Salsa geht es auch nur halbherzig zur Sache.
Aber das ist ja egal, denn jetzt heißt es schließlich: Drei Monate Ferien. Und da gibt es wahrscheinlich genügend Zeit, unser Prüfungsende nachträglich zu begießen.
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