Sonntag, 3. Januar 2010

Tag 307: Qujiang Ocean World.

Tag 307: Qujiang Ocean World. 
Mini hat Karten für die Ocean World nicht weit vom Campus besorgt, also gehen sie, Nadine, Philipp, Thomas und ich, da wir ja frei und nichts anderes zu tun haben, doch einfach mal dahin. 
Hier gibt es alles rund um den Ozean und die dort ansässige Tierwelt, viele Aquarien mit vielen Sorten unzähliger Fische, 3D-Animationen und Tier-Shows zu sehen. Beim 3D-Kino hat man wohl einen Animationsersteller, der das Meer nur aus Erzählungen kennt, die Arbeit machen lassen, denn die dortigen Lebewesen gleichen eher Aliens mit vielen Armen und meterlangen Zungen, aber das gemeine Publikum ist auch davon sehr begeistert, Hauptsache 3D. 
Auch lässt sich drüber streiten, ob die Massenfischhaltung artgerecht ist, aber um es mal mit Konfuzius zu nehmen: Woher sollen wir wissen, ob der Fisch sich wohlfühlt? Er sagt es uns ja nicht. Und Krokodile und Schlangen werden gerne von Arm zu Arm gereicht, wir lässt sich nicht gerne streicheln?
Dennoch ist es schon recht imposant, was man hier aufgefahren hat an Tierarten und Aquarien. So gibt es einen Unterwasser-Tunnel, sodass man umgeben ist von Thunfischen, Haien, Schildkröten und stündlich von Meerjungfrauen, die im Abendkleid baden gehen. 
Bei der Delfin und Seehund-Show begeistert mich am meisten, dass die Tiere tatsächlich Chinesisch verstehen. 
Ein wenig erschrocken bin ich letztendlich nur, als ich später erfahre, dass der Braunbär in seinem tristen Betonkäfig eigentlich doch ein Eisbär sein soll, der nur sehr lange nicht mehr geduscht hat. 
Abends treffen wir uns (Mini und ich brauchen in der Ocean World drei Stunden, während die anderen nach einer Stunde anrufen und fragen, wo wir bleiben) in einem Shaolin-Restaurant, indem traditionell Essen servier wird, soll heißen, der Kellner schreit zweimal, welches Essen fertig ist und der Rest der Belegschaft brüllt irgendwas wie "fertig" oder "toll" und Bieb wird aus kleinen Tonschalen getrunken. 
Und dann ist er auch schon vorbei, unser letzter gemeinsamer Abend. Denn morgen geht es für Denis und mich über Hong Kong nach Thailand und wenn ich am 14. Januar wiederkomme, sind nicht mehr viele anzutreffen. 

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