Montag, 18. Januar 2010

Tag 325: Bankenkrise in Xi'an?

Schon vorgestern und gestern stand ich vor zahlreichen Bankautomaten, die aber entweder schon außer Betrieb waren, über kein Geld mehr verfügten oder meine Karte einfach so nicht annahmen. Nun, sollte die Finanzkrise also auch langsam hier rüberschwappen? Angesichts der vielen Banken, die hier aus dem Boden stampfen, wo die Menschen doch eingentlich nicht über sehr viel Geld verfügen,wäre das nicht sehr verwunderlich.
Nun, die letzten Tage war es für mich aber nicht so schlimm, da ich noch über etwas Bares verfügte, aber heute kramen Mini und ich beim Abendessen unsere letzten Ersparnisse zusammen, um uns dieses leisten zu können, da ein Automat auf dem Weg außer Betrieb war und der letzte mir endlich sagt, dass ich vielleicht mein Kredit-Konto wieder auffüllen sollte. Hätten die anderen Automaten richtig funktioniert, hätte ich das auch schon längst getan, aber so steige ich mit einem Yuan in der Tasche mit ins Taxi und muss mich den Abend über von Philipp bei Bambi aushalten lassen. Ich hasse dieses Gefühl dieser Abhängigkeit, aber man kann da wohl nichts machen.
In der Bar werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass übermorgen ein Ski-Ausflug für nicht viel Geld angeboten. Wir müssten uns allerdings bis heute anmelden. Nun, das ist kein Problem, aber kaum habe ich die Anmeldung unterschrieben und springe auf, um sie zum Tresen zu bringen, fallen mir zwei Gründe ein, warum ich wohl nicht teilnehmen werde: Ich habe jetzt kein Geld, dafür habe ich weiterhin Lende, was wiederum am Geld liegt, dass mir heute für eine Massage fehlt. Und die Lende kann hartnäckig bleiben.
Ich sehe also nun, was so eine Finanzkrise selbst im kleinen Kreise, also nur bei mir, auslösen kann. Schön ist das nicht.

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