Wir sind endlich wieder im Besitz unserer Reisepässe, sogar das Visum ist verlängert. Wir könnten also wieder das Salsa besuchen, aber das haben wir nicht mehr vor. Stattdessen schauen Thomas und ich bei meiner Praktikumsfirma rein. Hier stelle ich fest, dass ein Großteil der Belegschaft schon ausgetauscht ist. Ich kenne also nicht mehr so viele, aber zum Glück sind Chefe und ein paar andere noch da. Chefe sitzt wie so häufig über eine Zeitung gebeugt, gibt uns Tee und zeigt uns Bilder aus seinem Urlaub. Außer der Belegschaft hat sich nicht so viel geändert, was das Ganze nicht so interessant macht.
Wir gehen somit essen. Beim Bezahlen will ich den Staat was Gutes tun und die Quittung verlangen, da so Steuern bezahlt werden. Ich werde vor die Wahl gestellt, ob ich wirklich ein wertloses Blatt Papier haben möchte, oder lieber eine Dose Cola. Dem Staat dienen oder etwas Ungesundes in meinen Körper schütten. Dem Staat dienen, oder etwas Ungesundes in meinen Körper schütten. „Nein, ich nehme die… die Cola, ich will die Cola!“ Ich bin so leicht manipulierbar. Aber ich habe auch echt Durst.
Philipp hat uns nicht nur Gutscheine vom 1+1 hinterlassen, sondern auch Lebensmittel. Und die kann Denis nutzen um zu kochen. Es gibt Spaghetti. Yeah. Somit müssen wir heute nicht mehr raus. Das müssen wir auch nicht, denn das Internet bietet so viel Spannendes, wer braucht da die Realität? Besonders nach Mitternacht kriechen die Deutschen aus ihren Betten und sind zum Smalltalk im Netz bereit, sodass die vier Stunden danach wie im Fluge vergehen und ich mich am Ende frage, warum ich nicht schon längst im Bett liege. Morgen kommt der männliche Teil meiner Familie in Form meines Bruders und Papas vorbei, da könnte man fit sein.
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