Tag 312: Pattaya.
Zwei volle Tage Bangkok reichen vollkommen, heute reisen wir zum Ballermann Asiens, nach Pattaya. Das ganze geht mit Minibus, den man im Hostel bestellt. In Thailand scheint man sich für hohe Zahlen zu schämen, denn nach den Ticket-Preisen für das Muay-Thai ist auch die Reisezeit vollkommen untertrieben, wir kommen locker auf das doppelte der angepriesenen eineinhalb Stunden. Auch, weil wir zwischendurch halten und der Fahrer für zwanzig Minuten verschwindet.
In Pattaya läuft der Hase noch einmal etwas anders. Taxis sind fast abgeschafft, Tuk Tuks findet man ebensowenig, das 'local Taxi' ist entweder ein Roller oder ein Pick-Up mit Bänken auf der Ladefläche und Trittbrett.
Allerdings riechen die Preise nach Abzocke, kommt man in Bangkok doch mit dem halben Preis für zwei Personen weiter, als hier für den Preis von einer Person.
Wir laufen also zunächst, bis doch ein normales Taxi hält. Aber der Fahrer hat scheinbar mangels Kundschaft wenig Erfahrung, es ist zu viel verlangt, aus dem Stadtplan zu erkennen, dass wir einmal links und dann nur noch geradeaus müssen.
Wir laufen also weiter durch eine Geisterstadt, es ist wenig los und die Häuser wirken sehr kahl. Aber das ist scheinbar so, wenn die Leuchtreklame nicht eingeschaltet ist.
Kurz vorm Hotel habe ich Zweifel, ob wir nicht schon zu weit sind, redet man am Busbahnhof doch nur von zwanzig Minuten Wandern. Beim fragen nach dem Weg werden wir aber abermals nur an ein paar Rollerfahrer verwiesen und letztendlich steigen wir auf. Fünfzig Meter später und jeweils 30 Baht später sind wir da.
Beim Check-In werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass jede Dame, die wir mitnehmen, einen gewissen Aufpreis bedeutet. Jawoll, wir sind mitten drin im Sextourismis.
Und wer jetzt glaubt, Pattaya besteht nur aus Bars, Hotels, Nutten und männlichen Touristen nicht unbedingt jungen Alters, der darf sich fast bestätigt fühlen.
Selbstverfreilich zählen wir hier deutlich zum jungen Part der Urlauber und viele andere feiert, bereits am Stock gehend, beim interkulturellen Austausch seinen zweiten Frühling, aber natürlich verirren sich auch viele Familien und uns gleich gesinnte, die lediglich den Drang auf Feiern verspüren.
Nachts erwacht die Stadt also zum Leben, nachdem tagsüber selbst am Strand wenig los ist. Man schläft also Tage und geht abends auf die Straßen, in einen Gogo-Schuppen (oft auch als seriöses Ehepaar) oder einfach nur in eine Bar mit Terrasse und Livemusik. Das Personal ist immer freundlich und nich aufdringlich, auch wenn man nicht vorhat, eine der Damen mitzunehmen. Da alle des Englischen mächtig sind, kommt man schnell ins Gespräch.
In der Touristeninformation wurde uns bei der Ankunft der Massageschuppen gegenüber unseres Hotels wärmstens empfohlen. Auf dem Heimweg später am Abend wollen wir diesen dann eigentlich mal ausprobieren, kostet ja nichts. Leider kriegt man aber keine normalen Angebote, jede Dienstleistung enthält gewisse Extras.
Wir fallen unmassiert in unsere Betten. Sogar ganz alleine, wie der Ladyboy an der Rezeption bemängelt.
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