Sonntag, 24. Januar 2010

Tag 328: Endlich lendenfrei.

Heute wage ich endlich den Schritt zur Massage. Meine Lende will nämlich nicht freiwillig gehen, lieber beim Aufstehen und einfachsten Tätigkeiten rumzicken. So bringe ich heute zwar die Wohnung auf Fordermann, das ganze aber unter großen Schmerzen. Aber ich will mir die Massage ja auch verdienen und erst ein wenig Arbeit verrichten. Umgekehrt wäre das zwar viel zeitsparender, weil ich flinker an alle Ecken käme, aber letztendlich habe ich ja die Zeit und das ganze Chaos und den Staub hier leid.
Abends fahre ich zwei Stationen Bus zu einen Massagesalon der edleren Sorte. Eigentlich will ich nur den Rücken massiert bekommen, da ich aber die ganzen Fachbegriffe nicht so verstehe, habe ich ruckzuck auch noch einen Eimer mit Putzerfischen vor mir stehen und bekomme während des Füßereinhaltens noch den Kopf und Nacken gemacht, zudem gibt's einen Tee, der nochmal so viel kostet, wie die Dienstleistung, die im Laufe des Abends an mir verübt wird.
Zwar wird mir gesagt, dass ich lieber zum Arzt gehen sollte (was bedeutet, dass ich mal wieder ins Krankenhaus müsste, da die freipraktizierenden Ärzte nicht vertrauenswürdig sind), dennoch gibt die Masseurin sich alle Mühe und nutzt ihr ganzen Körpergewicht (was bei einer Chinesin nicht viel ist, eigentlich wiegt jede nur so 45 kg, wenn es nach ihren eigenen Aussagen geht, denn mehr gilt als fett), um Knie- und Ellenbogengelenke zwischen meine Wirbel zu pressen.
Tut gut und am Ende fühle ich mich viel besser. Und überhaupt werde ich nur knapp mehr los, als ich in Deutschland für die Praxisgebühr hätte liegen lassen.

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