Tag 313: Gefressen von den Fischen.
Das Frühstück, sofern überhaupt welches für uns gedacht ist, verschlafen wir aus gutem Grund abermals. Dennoch kommen wir ausmahmsweise mal früher vor die Tür. Nach einer Stärkung im Einkaufscenters unseres Vertrauens wagen wir uns ins Wasser. Allerdings nicht komplett und erst recht nicht ins Meer, sondern lediglich mit den Füßen in ein Aquarium. Aber das ist schon (Nerven)Kitzel pur, denn dieses Aquarium ist gefüllt mit Starfischen, die nichts lieber essen, als alte Fußhaut. Und davon haben wir so einige. Das Gefühl, von Fischen angeknabbert zu werden, ist nicht unbedingt das schlechteste, aber doch zum Teil nicht ganz erträglich, vor allem wenn sie zwischen den Zehen nach Nahrung suchen.
Nach zwanzig Minuten ist der Fischschwarm zunächst satt und unsere Massage ist somit beendet. Eine Frechheit ist, dass wir bezahlen müssen, müsste man uns doch eigentlich dankbar für diese Nahrungsspende sein.
Frischen Fußes geht es dann wieder in das Rentner-Vergnügungsviertel von gestern, wo wir im Pfälzer bei guter deutscher Hausmannskost aufgeklärt werden, dass wir vielleicht lieber mal nach Südpattaya ziehen sollten, da sei noch mehr los.
Das ganze geht mit einem Pick-Up, der immer im Kreis um die Kneipenblöcke fährt.
Erste Anlaufstation im Süden ist eine Bar mit Muay-Thai-Boxkampf in der Mitte. Nach zwei Schlägen wissen zumindest wir, dass es sich um einen Schaukampf handelt, aber scheinbar als einzige, denn die Wettanbieter scheinen davon nicht überzeugt zu sein. Oder sie wollen einen Abzocken.
Lassen wir uns aber nicht. Stattdessen ziehen wir die Mädels hinterm Tresen in Gesellschaftsspielen ab.
Später ziehen wir in die Walking Street, in der die zweite offizielle Sprache schlagartig von Englisch in Russisch umschlägt. Und hier kann man dann auch nur europäische Mädels anschauen, wenn man das will.
Wir bleiben auf das ein oder andere Getränk und beobachten das Treiben auf den Straßen, kriegen einen Döner und treten über ein paar Umwege über gestrige Bars den Heimweg an. Morgen geht es früh raus. In vier Stunden endet unsere Nacht.
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