Montag, 11. Januar 2010

Tag 316: Einfach mal abschnorcheln.

Tag 316: Einfach mal abschnorcheln. 
Früh sind wir schlafen gegangen, unser Bungalow liegt am Osthang und somit knallt uns die Sonne schon früh auf die Fensterfront, so dass der Ventilator auch nicht mehr viel gegen die schnell steigende Hitze anhaben kann. Kein Wunder also, dass wir um neun Uhr freiwilliger Natur aufstehen. Wir frühstücken, mieten uns Flossen und Schnorchel und packen erstmal mit unseren Campingstühlen an den weißen Sandstrand am türkiesen Meer.
Da ich es bisher vermieden habe, eine Badehose zu kaufen, am Strand hier aber auch keine angeboten werden, muss ich inmprovisieren. Ich trage also meine schönste Unterhose, sie ist olivgrün mit zwei Flamingos auf dem Hinterteil. Früher fand ich knappe, enge Badehosen uncool, aber heute bin ich begeistert.   
Ab und an waten wir so ins Wasser, allerdings bietet dieses aufgrund der Temperatur nur bedingt die gewünschte Erfrischung. Dafür umso mehr Korallenriffe und eine Fischvielfalt, die den Ocean Park in Xi'an fast in den Schatten stellt. Gut, Haie und Schildkröten waren noch nicht zu sehen, aber mit etwas Glück kommt das noch. 
Wir entscheiden uns also schnell dafür, dass Schnorcheln komplett ausreicht und wir keinen Tauchschein machen müssen. Das hätte zwar die Bungalow-Anlage, die zugleich Tauchschule zwar gerne, aber das hieße dann vier Tage Unterricht mit Hausaufgaben und das brauchen wir momentan wirklich nicht.
Den ganzen Tag am Strand können wir dann doch nicht verbringen, meine Nase und Denis Brust sind schnell in einem bedrohlichen Rot gefärbt. 
Leider sind wir in unserer abgeschiedenen Bucht ohne Mobilfunk-Empfang den Preisen der wenigen Restaurants und Strandbars aufgeschmissen, sodass wir schnell einen Geldautomaten benötigen. Den gibt es zwar auf der Insel, aber nur in der Stadt. Da trifft es sich gut, dass heute großer Muai-Thai-Abend ist und einer unserer Barkeeper kämpft mit. So ist die Überfahrt in die Stadt am Abend vergleichsweise günstig, denn am Tage kostet sie 100 Baht, was zwei Euro entspricht und nach Sonnenuntergang erhöht man gerne um ein Vielfaches, der heutige Aufpreis ist allerdings gering. 
Die Preiserhöhung ist aber verständlich, da die Fahrt durch den dunklen Dschungel über viele Schlaglöcher noch einmal gefährlicher ist, als sowieso schon. Aber da wir das Abenteuer ab und an suchen, nehmen wir gerne auf der Ladefläche, diesmal ohne Haltestange, Platz und vertrauen Jimmy voll und ganz. 
Ich bin Denis sehr dankbar (Achtung, Ironie), dass er während der Kämpfe (zwei Kinder-, ein Frauen- und vier Männer-Kämpfe) Jimmy ein Bier ausgibt. Denn Jimmy verträgt wie viele Asiaten keinen Alkohol. 
Letztendlich sind aber mehrere von unserem Resort vor Ort und ein nüchterner Fahrer ist schnell gefunden. 
Ein 7eleven mit ATM ist gefunden, unser Barkeeper hat gewonnen und unsere Hautröte wird garantiert braun, letztendlich also ein erfolgreicher Tag.  

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