Samstag, 9. Januar 2010

Tag 315: Finales Reiseziel erreicht.

Tag 315: Finales Reiseziel erreicht. 
Seit Silvester sind Denis und ich nun schon auf der Reise. Wer dachte, Guangzhou, Hong Kong, Shenzhen, Pattaya oder etwa Koh Samui wäre unser eigentliches Reiseziel, der hat sich getäuscht. 
Denn heute setzen wir über nach Koh Tao. Diese Insel befindet sich wiederum etwas weiter im Norden, ist kleiner und hoffentlich somit ruhiger, besitzt Koh Samui doch den Flughafen und auf Koh Phangan findet immer die Half- bzw Fullmoon-Party statt. Koh Tao bietet hingegen nicht soviel, außer ruhige Strände. Und die können wir nach einem Jahr, das locker, aber nicht sehr entspannend war, mal gebrauchen. 
Auf der Überfahrt bemerken wir, dass ein großer Teil der Passagiere Deutsche sind. Nun haben wir also Briten, Amis und alte Männer in Nord-Pattaya, Russen in Süd-Pattaya, die Holländer auf Koh Samui und die Deutschen auf Koh Tao.
Aber wir sind ja auch die aberteuerlichsten von allen. Denn auf Koh Tao gibt. Es wahrhaftig nicht viel. Zwar entstehen viele Bongalow-Einheiten an den Klippen am Meer, aber da muss man erst einmal hinkommen. Und befestigte Straßen sind hier nur partiell empfunden. Wir waren zum Glück vorgewarnt. "Die miesesten Straßenverhältnisse treffen auf die ambitioniertesten Autofahrer," heißt es im Internet. Und so ist es dann auch. Zunächst nehmen wir auf der Ladefläche eines Pick-Ups Platz, der mit Sitzbänken an den Seiten und jeweils 10 cm hoher Rückenreling. Beim nächsten Anleger dürfen wir dann aber ins Fahrerhaus, hinten sollen mal erfahrenere Platz nehmen. Es geht dann steil bergauf und steil bergab, in Schlaglöcher mit einem Satz rein und mit viel Kraft wieder raus. Hin und wieder weichen wir einem Felsen aus, der noch nicht aus der Straße gezogen werden konnte. Rechtsund Links dichter Dschungel. Der Fahrer aber kennt sich aus, kann während der Fahrt unbeschwert reden, mittels Telefon. 
Unser Bungalow befindet sich in einer kleinen Bucht. Da es bald dunkel wird und die Bucht viele scharfe Riffe bietet, findet das Schwimmen heute nicht statt. Wir bleiben im Bungalow, verscheuchen Kakerlaken, lassen einen 30 cm langen Gecko, wo er ist, ignorieren die große Spinne am Kopfteil des Bettes und lesen den ganzen Abend. Das ist ja richtig entspannend! Leider befindet sich der nächste 7eleven auf der anderen Seite der Insel. Sonst wäre es noch gemütlicher. Nur einmal schrecken wir kurz hoch, als ein Siebenschläfer aus dem Gebälk über der Terrasse fällt und anschließend auch vom Rande dieser noch ein Stockwerk tiefer. Wir sind angekommen, im Dschungel.    

1 Kommentar:

  1. wunderbar mein oeRque - ich hoffe der Siebenschläfer schlief auch noch die achte Stunde und ihr konntet die Kakerlaken und die Spinne erfolgreich ignorieren :-D

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